<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462</id><updated>2012-02-16T15:26:19.711-06:00</updated><category term='n R'/><category term='w'/><category term='ntli'/><title type='text'>Mein geheimes Online-Tagebuch</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default?start-index=101&amp;max-results=100'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>186</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-1065982566858084477</id><published>2010-07-22T16:15:00.008-06:00</published><updated>2010-07-22T17:34:16.847-06:00</updated><title type='text'>Bochum: Hohe Häuser und ein komisches Gefühl</title><content type='html'>Ich sitze in meinem Zimmer in Bochum und habe ein komisches Gefühl; so als wäre ein Jahr ein Traum gewesen, so als wäre es wie an- und ausgeknipst, - denn auf den ersten Blick hat sich hier kaum etwas verändert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das stimmt natürlich nicht; denn auch dieses Land, diese Stadt und diese Wohnung haben ein Jahr hinter sich. Aber das, was ich sehe, ist etwas anderes: es sind Häuser mit echten Ziegeln, Häuser ohne Wellblech, mit echten Fenstern, es sind stille &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TEjSM044xAI/AAAAAAAAAcQ/Xlg7cpjcyuo/s1600/njkdnjfhkjdsa.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TEjSM044xAI/AAAAAAAAAcQ/Xlg7cpjcyuo/s320/njkdnjfhkjdsa.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5496874463003198466" /&gt;&lt;/a&gt;Strassen, in denen keine fahrenden Händler umher laufen und ihre Waren in einem lauten Singsang anpreisen; es sind volle Kühlschränke und ganz verputzte, tapezierte Wände. Es sind scheinbar bis auf den Glanz polierte Autos, deren Fahrer die Straßenverkehrsordnung kennen und befolgen; es sind zwei-, dreispurige Autobahnen, auf denen es auch Staus gibt; es ist ein Leben mit Zimmern, die so groß sind wie manch nicaraguanisches Haus; mit &lt;span style="font-style:italic;"&gt;ö&lt;/span&gt; und &lt;span style="font-style:italic;"&gt;ä&lt;/span&gt; und einem scharfen &lt;span style="font-style:italic;"&gt;ß&lt;/span&gt; auf der Tastatur, ein Leben mit französischem Käse und schwarzem Brot. Ein Leben auf Deutsch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Welt, an die ich mich gewöhnt hatte, ist eine arme, eine kleine Welt, in der die wenigsten Häuser eine zweite Etage besitzen; die Menschen dort versorgen sich selbst, sie besitzen wenige Bücher, dafür stehen sie oft am Fenster oder an der Tür und beobachten die Straße. Es ist laut, scheinbar chaotisch und doch läuft alles seinen geregelten Gang. Und es ist weit weg, dabei scheint es mir so vertraut. &lt;br /&gt;Ich bin nun bei meiner Familie, bin glücklich, sie bei mir zu haben, - und doch ist es so unwahrscheinlich, dass man innerhalb eines Tages eine Welt wechseln kann; dabei war es von Anfang an abzusehen, denn heute vor einem Jahr brach ich auf nach Nicaragua. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Blogbuch endet an dieser Stelle. Ein ganzes Jahr ist darin verpackt, und das ist gut so, bin ich mir doch manchmal unsicher, ob das wirklich alles passiert ist. &lt;br /&gt;Ich danke allen, die mich auf meiner Reise begleitet haben, - und auch, wenn es für euch eine visuelle Reise war, hat es mir geholfen, euch bei mir zu haben und das, was ich erlebte, mit euch zu teilen; letztlich weiß ich nicht, wie viele es tatsächlich waren, aber ich hoffe doch, dass es euch gefallen hat. &lt;br /&gt;Besucht Nicaragua, denn es ist wunderschön.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-1065982566858084477?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/1065982566858084477/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/07/bochum-hohe-hauser-und-ein-komisches.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/1065982566858084477'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/1065982566858084477'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/07/bochum-hohe-hauser-und-ein-komisches.html' title='Bochum: Hohe Häuser und ein komisches Gefühl'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TEjSM044xAI/AAAAAAAAAcQ/Xlg7cpjcyuo/s72-c/njkdnjfhkjdsa.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-6921963645379436091</id><published>2010-07-17T15:26:00.004-06:00</published><updated>2010-07-17T16:01:36.603-06:00</updated><title type='text'>El acto de la profe Barbara</title><content type='html'>Was ich zuvor noch für eine ganze Woche hielt, wurde mit einem Male zu wenigen Tagen, die so schnell aufeinander folgten, dass ich am Donnerstag noch immer nicht verstand, was vor sich ging. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Donnerstag, mein letzter Tag im Projekt, das letzte Mal, dass ich all die Kinder sehen wuerde; ein komisches Gefuehl, das ich erst abends verstand, als ich in meinem Zimmer sass und all die Briefe las, die mir die Kinder geschrieben hatten. &lt;br /&gt;Denn noch bevor überhaupt der Acto, den die Schule für mich organisierte, beginnt, stürmen schon viele Kinder auf mich zu, übergeben mir Briefchen und halten sich ganz stark an mir fest. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;No te vayas, profe,&lt;/span&gt; sagen sie und versuchen mich, am Gehen zu hindern, dabei will ich doch erst noch bleiben und mir meine Verabschiedungsfeier angucken; das heisst, - ich bin nicht wirklich sicher, ob es eine geben wirf, denn Judith und Norma huellen sich in geheimnisvolles Schweigen, waehrend ich immer nervoeser werde. &lt;br /&gt;Als ich schliesslich zur Pause die Direccion verlasse, sehe ich schon den Profe Pedro, wie er mit der Mikrofonanlage hantiert und schliesslich stehen alle Kinder vor dem kleinen Podest und sehen mich an. &lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TEIn6--LouI/AAAAAAAAAb4/5WoGvUpVrZs/s1600/DSCF26522.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TEIn6--LouI/AAAAAAAAAb4/5WoGvUpVrZs/s320/DSCF26522.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5494998389635130082" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Heute ist ein trauriger Tag fuer die Escuela Publica Wuppertal&lt;/span&gt;, sagt Pedro und guckt in die Runde, &lt;span style="font-style:italic;"&gt;denn uns verlaesst eine Freundin. Aber ich sage nicht &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;adios&lt;/span&gt;, sondern &lt;span style="font-style:italic;"&gt;hasta pronto&lt;/span&gt;, &lt;span style="font-style:italic;"&gt;bis bald.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Einer nach dem anderen kommen die Lehrer nach vorne, bedanken sich bei mir und rufen schliesslich Schueler auf, die mir Geschenke uebergeben. Immer wieder lesen Kinder ein Gedicht vor oder entschuldigen sich fuer die &lt;span style="font-style:italic;"&gt;malos momentos&lt;/span&gt;, die unangenehmen Stunden, die ich mit ihnen verbringen musste. Aber wie es bei Verabschiedungen nun mal so ist, sieht man nur das Gute und diese Stunden, die tatsaechlich furchtbar anstrengend waren, waren schon laengst vergessen. Und so sehr mich derartige &lt;span style="font-style:italic;"&gt;actos&lt;/span&gt; vorher zum Schmunzeln brachten, so sehr geniesse ich meinen eigenen. &lt;br /&gt;Als Profe Rosa nach vorne geht und das Mikrofon ergreift, bringt sie nur noch Schluchzen hervor; woraufhin alle anfangen zu lachen. Profe Pedro sagt nur: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Wein nicht wegen mir&lt;/span&gt;, und die Schueler rufen: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Sie soll weinen, sie soll weinen!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;So sind sie die Nicaraguaner. &lt;br /&gt;Zum Schluss gehe ich nach vorne und bedanke mich, fuer all die Geschenke, fuer die schoene Zeit, die ich hatte, und versuche, das, was mir gerade durch den Kopf geht, in spanische Saetze zu quetschen, die mir da doch holprig ueber die Lippen gehen. Dass es ein wunderschoenes Land sei, auf dass &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TEIoEWCyRoI/AAAAAAAAAcA/BnrKFMzevFE/s1600/DSCF26444.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TEIoEWCyRoI/AAAAAAAAAcA/BnrKFMzevFE/s320/DSCF26444.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5494998550447277698" /&gt;&lt;/a&gt;sie alle stolz sein koennen. Dass ich viele Freunde hier gefunden habe, in den Lehrern wie in den Schuelern. Dass ein Jahr nicht ausreiche, um sie alle richtig kennen zu lernen, aber doch, um sich wohl zu fuehlen und nicht gehen zu wollen. Ich bedanke mich fuer die Gastfreundschaft und die Freundlichkeit und den Respekt, den sie mir immer entgegen gebracht haben. &lt;br /&gt;Als ich das Mikro wieder an den Profe gebe, strahlen sie mich alle an und sind ganz gluecklich. &lt;br /&gt;Und somit endet der acto, aber es kommen noch mehr Kinder mit Briefen, Rosa ruft mich in ihre Klasse, wo sich jeder Schueler mit einem beso und einem abrazo, einem Kuss und einer Umarmung, von mir verabschieden will. Schliesslich fragen mich David und Anibal, ob sie am Wochenende noch mal vorbei kommen koennen; ich druecke sie an mich und Samstagmorgen stehen sie vor der Tuer, sind aufgeregt, als sie eintreten, und traurig, als sie wieder gehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-6921963645379436091?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/6921963645379436091/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/07/el-acto-de-la-profe-barbara.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/6921963645379436091'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/6921963645379436091'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/07/el-acto-de-la-profe-barbara.html' title='El acto de la profe Barbara'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TEIn6--LouI/AAAAAAAAAb4/5WoGvUpVrZs/s72-c/DSCF26522.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-3752555645039974046</id><published>2010-07-15T17:54:00.005-06:00</published><updated>2010-07-16T13:22:47.175-06:00</updated><title type='text'>Matagalpa, Nicaragua, - 15.07.2010</title><content type='html'>&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Hallo liebe Profe Barbara, der Grund dieses Briefes ist, dass ich Ihnen sagen will, dass ich Sie vermissen werde und ich hoffe, dass, wenn Sie in Deutschland ankommen, gut ankommen und dass Gott auf Sie aufpasst, und dass Sie sich immer an mich erinnern. Sie werden immer meine beste Freundin sein und ich wuensche Ihnen ein frohes neues Jahr und dass Ihre Familie sich freut, wenn sie ankommen; Ihnen nur das Beste wuenscht Ihr Freund, der sie sehr gerne hat und der Sie nie vergessen wird; es ist eine Schande, dass Sie gehen muessen, und ich hoffe, dass wir uns sehr bald wiedersehen, ich werde Sie immer in meinem Herzen haben und hoffe, dass Sie immer gluecklich sind. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Jose Anibal Rivera Mombreño, 12 Jahre alt&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-3752555645039974046?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/3752555645039974046/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/07/matagalpa-nicaragua-15072010.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/3752555645039974046'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/3752555645039974046'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/07/matagalpa-nicaragua-15072010.html' title='Matagalpa, Nicaragua, - 15.07.2010'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-1716039601049372678</id><published>2010-07-13T17:29:00.004-06:00</published><updated>2010-07-13T17:37:14.097-06:00</updated><title type='text'>Ankommen</title><content type='html'>Zu diesem Zeitpunkt haben wir noch 6 1/2 Tage, bis wir uns in ein Flugzeug setzen und den Weg nach Hause antreten. Vor einem Jahr habe ich das gleiche auf dem Blog meines Vorgaengers gelesen und ich habe mich gefragt, wie man sich dabei fuehlt. Wie es ist, wenn man mit dem einen Bein in einem Land steht, das man bald verlassen wird und vielleicht erst in Jahren wiedersehen kann, wenn es schon wieder ganz anders ist; und wenn man mit dem anderen Bein ausholt, um wackelig Halt in einem vertrauten Land zu suchen, wobei man nicht genau weiss, auf was man sich da einlaesst. &lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDz4YKHDxJI/AAAAAAAAAbo/6b6GDhn4rgE/s1600/P62902109999.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 240px; height: 320px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDz4YKHDxJI/AAAAAAAAAbo/6b6GDhn4rgE/s320/P62902109999.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5493538739399672978" /&gt;&lt;/a&gt;Noch begreife ich es nicht wirklich; versuche, so routiniert wie zuvor zu leben – und doch: ich erlebe diese letzten Tage ein wenig taumelnd; auf der einen Seite bin ich aufgeregt, kann schon lange nicht mehr richtig schlafen, werde morgens um fuenf wach, egal, wann ich ins Bett gehe - auf der anderen Seite laufe ich durch Matagalpa und denke mir: Geniess es, jeden Schritt, jeden Bissen Gallo Pinto, den Kaffee in meinem Lieblingskaffee, jede Stunde, die ich gebe; und dann ist da doch immer noch dieses Kribbeln. Es ist ganz erstaunlich, denn gerade, so kurz vor Abflug, wuensche ich mir mehr Zeit, ueber all das nachzudenken – dabei hatte ich ein Jahr. Und dabei habe ich die Zeit unterschaetzt; denn auch wenn die Wochen – und manchmal sogar die Unterrichtsstunden – im Projekt langsam vergehen, irgendwann war immer Freitag, und das Wochenende vergeht schnell; selbst im Oktober war ich noch davon ausgegangen, dass ich ein ganzes Jahr vor mir habe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was habe ich in all der Zeit getan? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich denke an mein Projekt, das von vielen eher belaechelt wurde, weil ich mich dort pro Tag maximal vier Stunden aufhielt; aber ich wuerde dennoch nicht sagen, dass es unnuetz ist, dort einen Freiwilligen hinzuschicken. Schueler haben mich an Feiertagen und nach dem Unterricht besucht, ich habe Geschenke und kleine Bildchen bekommen und sie alle adoptieren wollen. &lt;br /&gt;Natuerlich hatte ich auch ein tolles Jahr, gerade weil ich so viel Zeit hatte, aber ich habe auch das Leuchten in den Augen der Kinder gesehen, wenn sie hoerten, dass wir zum Sportplatz gehen. Noch immer, nach einem Jahr (oder vielleicht gerade deshalb), betrete ich die Schule nie, ohne nicht von einem Haufen lachender Kinder umgerannt zu werden. Sie gruessen mich: Hola Profe und auf dem Weg zum Direktorat kommen mir wieder ein paar entgegen, die mich ganz aufgeregt fragen, ob wir heute educación física machen. Wenn ich nicke, dann springen sie ueber den Schulhof und umarmen sich gegenseitig und freuen sich ganz arg. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich dann das Direktorat betrete, sitzen dort Norma und Judith bereits seit sieben Uhr morgens. Der Ventilator ist an und trotzdem faechern sie sich noch Luft mit einem kleinen Tuch zu. Hola corazón, sagen sie, begruessen mich und legen augenblicklich alles beiseite, um sich mit mir zu unterhalten. Wie es mir ginge, wie lange ich noch hier sei, was ich am Wochenende gemacht haette (oder bei welcher Polizeistation ich dieses Mal gewesen sei).&lt;br /&gt;Dann klingelt es auch schon, ich nehme mir die zwei Sportbaelle, die ich vor einem Jahr mitgebracht habe und die bereits seit Maerz kaum noch Luft in sich haben. Und so schnappe ich mir eine Klasse, laufe mit dreissig und manchmal auch sechzig Kindern auf den Spielplatz, wir passieren das Primero de Mayo, eines der aermsten Viertel Matagalpes, sehen Maenner auf Motoraedern oder an Laternen lehnen, sie gucken uns hinterher und lachen dreckig, aber so ist es vielleicht in Nicaragua. &lt;br /&gt;Viele meiner Schueler haben Loecher in den Schuhen und in den Hosen, bei einigen kann man sehen, dass Hemden notduerftig, geradezu verzweifelt geflickt wurden, und doch sind sie froehlich, haben ein Laecheln im Gesicht, und verstehen es, sich an kleinen Dingen zu freuen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu Beginn des Sportunterrichts teile ich die Kinder in zwei Reihen auf; eine Reihe fuer die Maedchen, eine Reihe fuer die Jungen; dann bestimme ich zwei Assistenten, die mir beim Calentamiento, beim Aufwaermen, helfen. Es sind immer andere und sie freuen sich ueber diesen Job. Wenn wir ein Wettrennen oder Macho parado (Voelkerball) gespielt haben, gebe ich den Maedchen einen Ball und den Jungen einen Ball und sie geniessen es, ueber den weiten Campo zu rennen un dalles hinter sich zu lassen. &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDz4LAWZDGI/AAAAAAAAAbg/XKMXpQCRgOA/s1600/P6280111999.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 240px; height: 320px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDz4LAWZDGI/AAAAAAAAAbg/XKMXpQCRgOA/s320/P6280111999.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5493538513441328226" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich dann wieder meinen Heimweg um fuenf oder um sechs Uhr abends antrete, dann sehe ich die Berge Matagalpas im Licht der untergehenden Sonne; hier ist immer Sommer, und nur wenige der Baeume dort haben einen andere Farbe. Wir haben uns darán gewoehnt, keine Jahreszeiten mehr zu haben, und deshalb wird uns auch kalt, sobald das Thermometer weniger als 25 Grad anzeigt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie ist das, wenn man ein Jahr nicht in Deutschland war? Ich konnte schon nach einem halben Jahr nicht mehr sagen, was ich dort gegessen habe, was mein Lieblingsgericht ist, wie ich die Tage dort gestaltet habe, und es fiel mir nur auf, wenn ich mich langweilte. Dafuer waren andere Dinge einschneidender, andere Unterschiede groesser; es waren oft kleine Dinge, die doch alles mit einem Mal anders haben erscheinen lassen. Stromleitungen haengen hier in der Luft, man kann sie sehen, auch, wenn sie angezapft werden. Wo fliesst der Strom in Deutschland, haben mich meine Schueler gefragt, ob er unsichtbar sei? UNd ob er dort, in Deutschland, auch ab un dan verschwinden wuerde, fuer ein ratito? Nein, habe ich gesagt, in Deutschland ist der Strom immer da, auch das Wasser, und das fanden sie ganz unglaublich. Ich habe einem Freund erzaehlt, dass meine Mutter Gardinen waschen muss und dass es sehr aufwaendig sei, und da hat er mich angeguckt und gesagt: Aber sie hat doch eine Waschmaschine. Hier waescht man auch die Gardinen von Hand, - und deswegen hat kaum jemand Gardinen.&lt;br /&gt;Aber es sind nicht nur diese Dinge, die die Entscheidung, nach Nicaragua zu gehen, zu einem so grossen Schritt gemacht haben: mit einem Male bin ich vollkommen fuer mich selbst verantwortlich, ich zahle meine Rechnungen, ich koche, und wenn nichts im Kuehlschrank ist, dann ist nichts im Kuehlschrank. Ich wasche meine Waesche selbst und irgendwie findet man Freunde, um sich vor der Einsamkeit zu schuetzen, die schnell mit Heimweh gleichkommen kann, wenn man sich an einem Ort befindet, den man nicht wirklich kennt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber Heimweh hatte ich nie; ich habe an Deutschland gedacht, natuerlich. Und es ist komisch, wenn der Oktober heiss ist und der Januar noch heisser; aber ich habe nie gesagt: Jetzt waere ich gern in Deutschland, denn meine Zeit hier ist begrenzt. &lt;br /&gt;Vieles von Deutschland habe ich vergessen; oft habe ich den Leuten von einem Land erzaehlt, das erst dadurch fabelhaft wurde, dass ich mir selbst, bei dem, was ich erzaehlt, nicht mehr ganz sicher war. Ich habe es im Winter ein bisschen dunkler und kaelter gemacht, habe es ein bisschen kulturell unerfahren ("Wie, ihr kennt keine platanos?")in ihren Augen erscheinen lassen, und irgendwie hat es mir gefallen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe mit gottesfuerchtigen Grossmuettern ueber den Glauben gesprochen und darueber, dass es Drogen auf der ganzen Welt gibt. Ich habe mich mit Taxifahrern unterhalten und mit meinem Vermieter gestritten, auf einer Sprache, die nicht meine ist. Ich habe ein bezaubernd schoenes Land gesehen, das auch durch einen Punkt fasziniert, der gleichzeitig sein groesstes Problem ist: die Armut. In Managua fahren Pferdewagen neben dicken Autos, Kinder kommen in Cafes und fragen nach einem Cordoba und irgendwann habe ich mir meinen eigenen Weg gebahnt, habe gelernt, mit all dem umzugehen und mich anzupassen oder mich vielleicht zu veraendern. Ich sehe nun die Vorteile, die ein Land wie Deutschland mit sich bringt: eine sichere &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDz4iyLg06I/AAAAAAAAAbw/v4hl0RG2QMQ/s1600/P62901759999.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDz4iyLg06I/AAAAAAAAAbw/v4hl0RG2QMQ/s320/P62901759999.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5493538921954464674" /&gt;&lt;/a&gt;Politik, an der man zwar rummeckern kann, die aber nicht auf tote Revolutionaere aufbaut; eine solide Sozialversorgung, staatliche Unterstuetzung, wenn man sie benoetigt, sexuelle Aufklaerung - denn in keinem Land bisher habe ich so viele schwangere Frauen gesehen, und gewiss nicht alle dieser Kinder, koennen die Versorgung erhalten, die sie benoetigen. Aber genau so ist es auch ein Vorteil, zu wissen, dass die eigene Familie dir hilft, egal, was passiert. &lt;br /&gt;Andererseits sehe ich all die Dinge, die bei uns scheinbar in Vergessenheit geraten: ein Familienleben, das ueber Vater, Mutter, Kind hinausgeht, sondern tatsaechlich alle mit einschliesst: Onkel, Tanten, Cousinen, Cousins. Die Leute hier versorgen sich selbst, sie backen ihr Brot selbst, sie roesten ihren Kaffee selbst und laufen von Markt zu Markt, um die billigsten Tomaten zu finden. Alles hier ist frisch, es schmeckt anders - aber warum schmeckt es so? Weil die Menschen kaum Maschinen besitzen und erst recht nichts spritzen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich liebe mein Projekt, ich liebe Matagalpa und Nicaragua; und ich wuerde gerne laenger bleiben, aber genau so merke ich, dass es nun Zeit fuer mich ist, zu gehen. Ein Jahr ist vorbei, ein ganzes Jahr. Es ging ganz schnell. &lt;br /&gt;Jetzt kommen wir am 21. Juli 2010 in Duesseldorf an, um 11:25 Uhr. Und das verstehe ich bis heute nicht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-1716039601049372678?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/1716039601049372678/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/07/ankommen_13.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/1716039601049372678'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/1716039601049372678'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/07/ankommen_13.html' title='Ankommen'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDz4YKHDxJI/AAAAAAAAAbo/6b6GDhn4rgE/s72-c/P62902109999.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-5467048570268645094</id><published>2010-07-12T16:16:00.007-06:00</published><updated>2010-07-13T17:29:39.819-06:00</updated><title type='text'>Senf im Mund</title><content type='html'>Es ist eine dieser typischen Geschichten, die mir widerfahren, waehrend man ganz normale Dinge tut. Dieses Mal trieb es mich Samstag in eine Pulperia, um Senf zu kaufen. Nach zwei Jahren Vegetarianismus verlangte es nach Buletten, Frikadellen, Kloepschen, oder wie man es auch nennen will. Zuvorhatte ich in einem heimatlichen Gespraech zur Sicherheit das geheime Familienrezept gecheckt und nun befand ich mich also auf der Suche nach Senf, &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Mostaza. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ich brauche Senf&lt;/span&gt;, sagte ich also. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Haben Sie Senf?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Eine Frau schaukelte in einer Ecke in einem Schaukelstuhl, mit zwei Kindern auf dem Schoss und einem dicken Kind auf dem Boden. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Claro que si&lt;/span&gt;, erwiderte sie, stand schnell auf und legte ein kleines Tuetchen Senf auf den Tisch. Ich bezahlte und eigentlich nahm alles seinen unscheinbaren Lauf, doch noch bevor ich das Beutelchen einstecken konnte, kam das dicke Kind herbei, das sich noch kurz zuvor auf dem Boden luemmelte - und schnappt sich mein Senfpaket.  &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Das ist mein Seeeeenf&lt;/span&gt;, sagte es und streichelt den Senf. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Nein&lt;/span&gt;, meinte ich und versuchte, ein bisschen energisch zu klingen.&lt;span style="font-style:italic;"&gt; Das ist &lt;span style="font-weight:bold;"&gt;mein&lt;/span&gt; Senf. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Das ist mein Seeeeenf&lt;/span&gt;, sagte es wieder und ich dachte kurz ans Sams. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Nein&lt;/span&gt;, sagte ich, &lt;span style="font-style:italic;"&gt;alles, was hier ist, gehoert dir, aber sobald ich es kaufe, gehoert es mir. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Da nahm das Kind die Senftuete und schob sie sich ganz in den Mund.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-5467048570268645094?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/5467048570268645094/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/07/ankommen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/5467048570268645094'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/5467048570268645094'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/07/ankommen.html' title='Senf im Mund'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-7367978921064578983</id><published>2010-07-09T11:21:00.006-06:00</published><updated>2010-07-13T11:39:12.228-06:00</updated><title type='text'>Waschen von Hand</title><content type='html'>Fuer den Fall, dass man mal in ein Land kommt, in dem Waschmaschinen fast nicht existieren, sei hier eine Anleitung, wie man von Hand waescht. Es ist ein wenig aufwaendiger, denn der Mensch muss all das tun, was die Maschine sonst erledigt; &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDykJ-KkLeI/AAAAAAAAAbQ/fKMAlu1-riE/s1600/2.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDykJ-KkLeI/AAAAAAAAAbQ/fKMAlu1-riE/s320/2.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5493446136698252770" /&gt;&lt;/a&gt;dafuer benoetigt man weniger Wasser. Das Zubehoer ist gering: ein &lt;span style="font-style:italic;"&gt;jabon de lavar&lt;/span&gt; (eine Waschseife), ein Schrubber und schmutzige Waesche. Zunaechst muss man ein Waeschestueck - beispielsweise einen schwarzen Socken - ein bisschen mit &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDykYKUiJrI/AAAAAAAAAbY/tEvejbuTwrk/s1600/3.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDykYKUiJrI/AAAAAAAAAbY/tEvejbuTwrk/s320/3.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5493446380479456946" /&gt;&lt;/a&gt;Wasser benaetzen; anschliessen schmiere man diesen Socken mit ordentlich Waschjabon ein. Es muss so richtig gruen sein. Dann wird ordentlich geknetet, immer wieder ein bisschen Wasser drueber gegossen, wieder wird geknetet, bis der Socken keine gruenen Waschjabonfleckern mehr zeigt und das Wasser, das beim Ausfringen ablaeuft, sauber ist. So einfach ist es.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-7367978921064578983?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/7367978921064578983/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/07/waschen-von-hand.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/7367978921064578983'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/7367978921064578983'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/07/waschen-von-hand.html' title='Waschen von Hand'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDykJ-KkLeI/AAAAAAAAAbQ/fKMAlu1-riE/s72-c/2.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-3979417997869950142</id><published>2010-07-08T15:07:00.005-06:00</published><updated>2010-07-08T15:14:58.849-06:00</updated><title type='text'>Lago de Nicaragua: Nichts gesehen, trotzdem nass</title><content type='html'>Um zwei Uhr legt die Faehre &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Hilario Sanchez&lt;/span&gt; von San Carlos ab. Unser Ziel ist Granada, das wir jedoch erst am nächsten Morgen gegen sechs Uhr erreichen werden. Eine fuenfzehnstuendige Schifffahrt liegt vor uns, aber noch scheint die Sonne, wir sind wohl gestimmt und rekonstruieren immer wieder den Vormittag auf der Polizeistation. &lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDY_Aru6W-I/AAAAAAAAAao/muCigkEaAuE/s1600/Rio+San+Juan+II+2222.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 240px; height: 320px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDY_Aru6W-I/AAAAAAAAAao/muCigkEaAuE/s320/Rio+San+Juan+II+2222.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5491646076596935650" /&gt;&lt;/a&gt;Wir halten uns auf Deck auf, denn in der klimatisierten ersten Klasse ist es viel zu kalt und eng. Ein paar der Reisenden haben Hängematten mitgebracht, die sie nun an die Rehling binden und so baumeln sie in der Sonne. Luisa und ich nutzen die Gelegenheit und mieten Liegestühle – so genannte perezosas (Faultiere) - für 30 Cordobas, rücken ein bisschen zur Rehling und blicken San Carlos hinterher, das immer kleiner wird. Auch wenn wir es nicht sagen wollen, wir sind unglaublich erleichtert. &lt;br /&gt;Ein Schiffsarbeiter kommt und verlangt unsere Pässe; ich gebe ihm das Papier, das nun auf der Reise meinen Pass ersetzt. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Damit du keine Schwierigkeiten beim Reisen hast&lt;/span&gt;, hat der Polizist gesagt und ich war beeindruckt von so viel Freundlichkeit. Der Schiffsarbeiter guckt mein Papier an, schüttelt den Kopf und lächelt entschuldigend. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Das ist nicht gültig. &lt;/span&gt; &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDY_MkcY7EI/AAAAAAAAAaw/ICNu71IS-Nw/s1600/Rio+San+Juan+II+2388.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDY_MkcY7EI/AAAAAAAAAaw/ICNu71IS-Nw/s320/Rio+San+Juan+II+2388.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5491646280798628930" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Wie&lt;/span&gt;, sage ich, ein bisschen am Rande des Abgrunds, ein bisschen scherzend, ein bisschen verzweifelt, &lt;span style="font-style:italic;"&gt;ich hab drei Stunden auf dieses Papier gewartet und jetzt sagen Sie, dass das nicht geht?&lt;/span&gt; &lt;br /&gt;Er lacht. Spass. Erleichtert wenden wir uns wieder dem See zu, dem groessten See Zentralamerikas. In massigem Tempo fahren wir an den Inseln von Solentiname vorbei; hier wohnt Ernesto Cardenal und wir fragen uns, ob man ihn einfach so sehen kann, oder ob er sich gut versteckt hält. Diese Frage wird uns Izrael, ein spanischer Aussteiger, am nächsten Tag beantworten. &lt;br /&gt;Bis dahin vergeht noch viel Zeit und viel Wasser fließt an uns vorbei. Wir schlafen ein bisschen, knabbern unsere Kekse, hören Musik, lesen und sind ganz beeindruckt von dem, was wir innerhalb weniger Tage an natürlicher Schönheit zu Gesicht bekommen. &lt;br /&gt;Gegen halb sechs erreichen wir den ersten Zwischenstopp unserer Reise: San Miguelito, ein kleines Fischerdorf, das jedoch ganz bezaubernd liegt. Eine Menschentraube hat sich an der Mole gebildet, ein paar steigen ein, ein paar steigen aus, ein paar gucken einfach nur, während Waren eingeladen werden und die Dorfjugend vom Kay in den See springt.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDY_Zp4VmjI/AAAAAAAAAa4/i9WA-x4Ttz8/s1600/Rio+San+Juan+II+2455.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 240px; height: 320px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDY_Zp4VmjI/AAAAAAAAAa4/i9WA-x4Ttz8/s320/Rio+San+Juan+II+2455.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5491646505596328498" /&gt;&lt;/a&gt;Ich erkundige mich beim selben Schiffsarbeiter, ob es eine Möglichkeit an Bord gibt, meinen Mp3-Player aufzuladen, denn ohne Musik an Bord erscheint mir die Reise gerade ganz unmoeglich. Er nickt und meint, er gebe mir den Player beim nächsten Stopp wieder. Gegen sechs Uhr verlassen wir San Miguelito und entfernen uns von der Küste. Vor uns liegt scheinbar endloses Wasser und langsam legt sich die Dunkelheit über uns. Luisa und ich mummeln uns in unsere Jacken, und blicken in die Nacht hinaus. Viel vom See sehen wir nicht, einzig als schließlich ein Gewitter einsetzt, erhellen Blitze unsere Sicht. Wir sitzen mit dem Rücken zum Regen und haben Glück, denn alle, die hoffnungsvoll ihre Hängematten aufgehängt haben, werden nun nass und schließlich müssen Planen über sie gelegt werden, so dass es aussieht, als hingen ein paar Raupenkokons am Schiff. Aus lauter Langeweile überlegen wir, was passiert, wenn das Schiff vom Blitz getroffen wird. Unsere Liegestühle sind aus Holz und leiten nicht, aber auch das würde uns wenig bringen, wenn wir letztlich die Fähre selbst nach Granada steuern sollten. &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDY_iFYsRaI/AAAAAAAAAbA/GjolxKQOvgg/s1600/Rio+San+Juan+II+2600.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDY_iFYsRaI/AAAAAAAAAbA/GjolxKQOvgg/s320/Rio+San+Juan+II+2600.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5491646650418742690" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Als Hilario Sanchez Murito erreicht, sind auch wir nass, da helfen auch die zwei Hosen, vier T-Shirts und Jacken nichts, die wir uns mittlerweile angezogen haben; um die Schultern und um die Hüften sollen uns Handtücher vor der Nässe schützen, doch es bringt nichts; hinzu kommt die Kälte und in diesem Moment wünschen wir uns sehnlichst die Mittagshitze einer Polizeistation in San Carlos wieder herbei. Doch es ist nicht alles aussichtslos und in diesem Moment übergibt mir der Schiffsarbeiter meinen Mp3-Player. Er tut ein bisschen geheimnisvoll, dann lächelt er, wie man vielleicht ein Geschenk an Weihnachten vergibt. Das Ergebnis ist ungefähr das gleiche: ich bin zufrieden, glücklich und verkable mich mit guter Musik. &lt;br /&gt;Gegen neun legen wir ab und nun folgt der wohl schlimmste Teil der Fahrt, denn dick eingemummelt wie wir sind, müssen wir nun eine Schlafposition finden, die uns vorm Regen schützt und die gleichzeitig bequem ist. Irgendwie ziehen wir die Beine an und schlafen im Stundentakt ein und wachen im Stundentakt auch wieder auf. Es ist sicherlich bei Weitem kein Zuckerschlecken, aber Luisa und ich reden uns ein, dass wir auf Deck verharren müssen, weil Deutschland dann am nächsten Tag gegen Spanien gewinnt. Nun ja. &lt;br /&gt;Kurz nach Mitternacht erreichen wir Altagracia auf der Isla de Ometepe; viele der Passagiere steigen aus und auch das Umladen geht schneller als bei den beiden vorigen Stops. Jetzt sind es noch etwa vier Stunden bis Granada und wir atmen durch. Es ist fast geschafft, - und auch wenn es keine Kreuzfahrt ist, sind wir jeden Moment davon überzeugt, dass es die richtige Entscheidung war, das Boot auf dem Rückweg zu nehmen. Denn auch, wenn es im Bus warm ist und man gut sitzt, kann man nicht so herum laufen wie hier auf Deck. &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDY_sk6HANI/AAAAAAAAAbI/3rFhiL5M7D0/s1600/Rio+San+Juan+II+2644.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDY_sk6HANI/AAAAAAAAAbI/3rFhiL5M7D0/s320/Rio+San+Juan+II+2644.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5491646830679097554" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Um halb zwei kommt der Mond heraus und erhellt den See; es ist nicht viel, was wir sehen. Tatsächlich hatten wir gedacht, dass wir mehr sehen könnten, - und doch ist es schön und so schlafen wir für den letzten Teil der Fahrt beinahe ohne Unterbrechung. Um fünf Uhr morgens dann endlich erreichen wir Granada; es wird hell auf dem See, riesige Wolkenberge liegen hinter uns und umraunen auch den Gipfel des Mombacho.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-3979417997869950142?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/3979417997869950142/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/07/lago-de-nicaragua-nichts-gesehen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/3979417997869950142'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/3979417997869950142'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/07/lago-de-nicaragua-nichts-gesehen.html' title='Lago de Nicaragua: Nichts gesehen, trotzdem nass'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDY_Aru6W-I/AAAAAAAAAao/muCigkEaAuE/s72-c/Rio+San+Juan+II+2222.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-1055929490834248063</id><published>2010-07-08T14:45:00.005-06:00</published><updated>2010-07-08T15:06:30.514-06:00</updated><title type='text'>San Carlos: Kurz vor der Abschiebung</title><content type='html'>Dienstagmorgen fahren wir um sieben Uhr mit dem Boot zurück nach San Carlos. Der Rio San Juan liegt langsam fließend vor uns und er strahlt auch jetzt, am Zeitpunkt unserer Abreise, eine ganz erstaunliche Ruhe aus. Luisa und ich setzen uns mit vielen anderen Nicaraguanern in die Lancha und fahren gegen den Strom. Auch heute stehen immer wieder Menschen mitten im Nirgendwo am Ufer, winken dem Boot zu, das &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDY9GSC5IbI/AAAAAAAAAaY/4xFGF53YUSY/s1600/Rio+San+Juan+II+0588.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDY9GSC5IbI/AAAAAAAAAaY/4xFGF53YUSY/s320/Rio+San+Juan+II+0588.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5491643973757378994" /&gt;&lt;/a&gt;leise summend zu ihnen heran fährt; sie haben weiße Hosen an und lange, glatte Haare, die gut duften, sie tragen hohe Schuhe und Röcke und sehen aus, als kämen sie aus der Nebenstrasse einer viel belaufenen Einkaufsstrasse und nicht aus einer Holzhütte mit Palmendach.&lt;br /&gt;Nach ca. zwei Stunden erreichen wir Boca de Sabalos, von hier aus sind es noch etwa 45 km bis nach San Carlos. Wir sehen Vögel und Liebellen, hohe Bäume und Kühe am Flussrand und es ist eine ganz bezaubernde Gegend.&lt;br /&gt;Als endlich die Mündung des Rio San Juans in den &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Lago de Nicaragua&lt;/span&gt; zu sehen ist, ist es kurz vor zehn; das Boot, das uns nach Granada bringen wird, fährt erst gegen zwei Uhr ab und so haben wir etwa drei Stunden Zeit, um zu essen und um einmal im Internet vorbeizuschauen. So stellen wir uns zumindest den Plan für den heutigen Morgen vor. Doch ein Polizist durchkreuzt unser Vorhaben, denn er fängt uns ab, als wir gerade in San Carlos anlanden. Unsere Pässe würde er gerne sehen. Eine einfache Frage, die uns in den nächsten Stunden auf den Kopf stellen wird; denn ich habe meinen Pass nicht dabei. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob es nicht ausreichen würde, wenn ich ihm einfach meine Passnummer geben würde, denn die weiß ich auswendig und bin bisher in Nicaragua immer gut damit gereist. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Nein, das wäre nicht ausreichend&lt;/span&gt;, sagt er entschuldigend und ist, obwohl wir ja nun unangenehm auffallen, sehr freundlich. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Die Sache könnten wir ganz einfach regeln, wir müssten nur kurz mit in die Polizeistation&lt;/span&gt;. Wir willigen ein, denn noch liegen wir gut in der Zeit, - und was bleibt uns auch anderes uebrig. &lt;br /&gt;Wir folgen ihm also die gewundene Strasse zum See entlang, ein Mann will uns Gürtel und Unterhosen verkaufen, aber die brauchen wir nicht. Würde er Pässe verkaufen, wäre ich stehen geblieben, aber da erreichen wir auch schon die Polizeistation, die mit dem Rücken zum Fluss liegt und somit auf Holzstäben gebaut wurde. Es wackelt alles ein bisschen, aber wenn es bei der Polizei nicht sicher ist, wo dann?&lt;br /&gt;Mit einem mulmigen Gefühl treten wir dennoch ein und lassen uns auf zwei Stühle sinken. Es ist heiss, die Luft ist stickig und nur ein einziger Ventilator steht im Raum. Auf einem Stuhl sitzt eine Frau in einem blauen Rock mit weisser Bluse, sie ist mindestens vierzig Jahre alt und trotzdem scheint es, als habe sie ihre Schuluniform nie abgelegt. Eine andere Frau sitzt hinter einem Schreibtisch und tippt etwas ein. An den Waenden haengen Bilder von Corn Island, dann eine Auflistung der simbolos patrios, und ein Kalender der FSLN. &lt;br /&gt;Guck mal, sagt der Polizist zu einem anderen, diese Ausländerin ist ohne Pass unterwegs. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Können Sie sich gar nicht ausweisen?&lt;/span&gt;, fragt der andere Polizist. Ich krame im Portemonnaie und finde einen Kinderausweis (ohne Bild), eine Krankenkassenkarte und den abgelaufenen Perso meines Bruders, - nichts von dem hilft mir irgendwie weiter und wir sitzen alle ein bisschen ratlos da. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Gut&lt;/span&gt;, meint der eine Polizist dann und fährt sich durchs Haar, &lt;span style="font-style:italic;"&gt;wie heißen Sie denn?&lt;/span&gt; &lt;br /&gt;Ich sage ihm alles, was ich weiß, alles, was ihm irgendwie helfen kann; wann ich Nicaragua zum ersten Mal betreten habe, wie oft ich es verlassen habe, welche Grenzuebergaenge ich dabei passierte, die zeitliche Länge meines Visums, meine Adresse in Matagalpa, meine Passnummer; aber sie glauben mir immer noch nicht, dass es mich tatsächlich gibt. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Was ich hier tun würde, wo ich arbeiten würde, zu welcher Organisation ich gehören wuerde&lt;/span&gt;, fragen sie mich. Auch das beantworte ich ihnen und biete auch an, meine Direktorin anzurufen. Nein, nein, das wäre nicht nötig, meinen sie, jetzt würden sie erst einmal ein bisschen rumtelefonieren. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ob wir kurz was essen gehen können&lt;/span&gt;, fragen wir und sie sind beinahe begeistert von unserer Idee. Wir lassen also unsere Rucksäcke als Pfand da und gönnen uns ein gutes Gallo Pinto mit einer Pepsi gegen den Schreck, während wir unsere gegenwärtige Situation analysieren. Die Fähre nach Granada kriegen Sie auf jeden Fall, hat einer der Polizisten gesagt und es stimmt uns zuversichtlich bei all der Verunsicherung. &lt;br /&gt;Brav kehren wir nach unserem desayuno zurück zur Polizeistation, wo es mal gar nicht danach aussieht, als würde hier herumtelefoniert. Ein kleiner Fernseher steht auf einem Eckregal und unter Flimmern sehen wir zu, wie winzige orangefarbene und blau-weiss gestreifte Männchen ein großes grünes Feld betreten. Bis zur Halbzeit gucken wir uns das Spiel mit den Polizisten an, die alle nun schon meinen Namen kennen und mich auch trotz Serienende für Dona Barbara halten. &lt;br /&gt;Que Barbara, sagt ein runder Polizist, lacht und zückt eine unsichtbare Pistole. Dann lacht er wieder und wir lachen mit; Zeit genug haben wir ja. Einer der beiden Polizisten, die sich um meinen Fall kümmern, greift schließlich tatsächlich zum Telefon. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Jefe&lt;/span&gt;, sagt er, &lt;span style="font-style:italic;"&gt;hier ist immer noch diese Ausländerin, ja, richtig, nein, sie hat gar nichts bei sich&lt;/span&gt; – Pause - &lt;span style="font-style:italic;"&gt;sie sagt, sie arbeitet in einer Grundschule, ja, Bar-bar-a Eslotta, ja&lt;/span&gt; – Pause – &lt;span style="font-style:italic;"&gt;wenn sie nichts bei sich hat, ist sie dann illegal hier? &lt;/span&gt;– Pause und kurzer Herzaussetzer meinerseits – &lt;span style="font-style:italic;"&gt;nun, sie könnte schon eine bandida sein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesem Moment greife ich ein und sage, dass ich ja wohl mal gar nicht &lt;span style="font-style:italic;"&gt;bandida&lt;/span&gt; bin. Er hält kurz die Hand auf die Ohrmuschel und guckt mich nachdenklich an, dann grinst er. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Du bist intelligent,&lt;/span&gt; meint er, &lt;span style="font-style:italic;"&gt;chiva. Gewitzt.&lt;/span&gt; Der dicke Polizist sagt wieder: que barbara und alle in der Polizeistation lachen. Ich setze mich wieder hin und warte. Von hier kann man zwischen den spaerlich gehaemmerten Holzstreben des Fußbodens das Wasser des Rios glitzern sehen; einige der Streben bewegen sich oder sacken auch mal unter dem Gewicht der Polizisten ab und als mir das gleiche passiert, frage ich, ob sie nicht Angst hätten, hier zu arbeiten. Da lachen sie wieder alle und nach zwei Stunden fühlen Luisa und ich uns fast schon wohl. &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDY8fuTd1OI/AAAAAAAAAaQ/36-CrcOwtAQ/s1600/illegal.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 289px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDY8fuTd1OI/AAAAAAAAAaQ/36-CrcOwtAQ/s320/illegal.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5491643311328187618" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Das Dumme ist nur: noch immer konnten sie sich nicht einigen, ob ich nun eine gefährliche bandida oder eine verschreckte Touristin bin. Schließlich rufen wir Judith, meine Subdirectora, an. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ja, guten Tag, ich melde mich aus der Polizeistation von San Carlos; wir haben hier ein Mädchen bei uns, das bei Ihnen arbeitet &lt;/span&gt;– in diesem Moment ist mein gutes Image wohl dahin. Arme Judith, sie macht sich bei so was immer viele Gedanken. Als ich sie später anrufe und ihr sage, dass alles in Ordnung ist, ist sie jedoch ganz ruhig. Genieß deine Ferien, sagt sie, Hauptsache, es geht dir gut. Dann lacht sie.&lt;br /&gt;Schließlich, als es 1:1 steht und einige der Polizisten noch auf Uruguay tippen, erhält die Polizeistation per Mail meinen gescannten Pass. Es ist kurz vor eins und um diese Uhrzeit endet der Ticketverkauf für die Fähre nach Granada. Der dicke Polizist begleitet uns und so bekommen wir doch noch ein Erste-Klasse-Ticket. Das klingt ganz wahnsinnig, aber Ausländer dürfen nur erste Klasse fahren. 190 Cordobas bezahlen wir dafür, knapp 10 Dollar. Wir kehren zurück zur Polizeistation, wo sie mir eine Karte mit meiner Passnummer ausfüllen. Darauf bestätigen sie, dass ich legal im Land bin, sie nennen meine Passnummer und den Tag, an dem ich das Land betreten habe, den 23. Juli 2009. Mein Lieblingspolizist unterschreibt und zum Schluss machen wir noch ein Foto, weil uns das sonst niemand glauben mag. Der Polizist meint, ich sollte ein bisschen ängstlich gucken, damit niemand denkt, dass die nicaraguanische Polizei zu Scherzen aufgelegt seien, aber letztlich machen wir ein nettes Bild.  &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDY9iQQIOrI/AAAAAAAAAag/ZOsIOibjKcs/s1600/Rio+San+Juan+II+2033.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDY9iQQIOrI/AAAAAAAAAag/ZOsIOibjKcs/s320/Rio+San+Juan+II+2033.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5491644454312360626" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Alle Polizisten verabschieden sich herzlich bei uns, sie wünschen uns eine gute Reise und meinen, sie hätten sich gefreut, uns kennen gelernt zu haben. Um zwanzig nach eins betreten wir die Fähre und klettern aufs obere Deck, zur ersten Klasse. Es ist klimatisiert und auch hier guckt man zu, wie Holland gewinnt. Der Polizist, der uns morgens am Hafen abgefangen hat, kontrolliert auch hier die Pässe. Er lächelt und erklärt uns nun, nach drei Stunden Aufregung, warum alles so verlief, wie es verlaufen ist: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Normalerweise&lt;/span&gt;, sagt er, &lt;span style="font-style:italic;"&gt;braucht man seinen Pass nicht, wenn man ausschliesslich in Nicaragua reist und ein Visum hat. Aber der Rio San Juan ist eine Grenzregion. Wir müssen feststellen, dass niemand einfach so von Costa Rica nach Nicaragua kommt.&lt;/span&gt; Er lächelt noch mal und entschuldigt sich für die Zeit, die uns verloren ging. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Tranquilo&lt;/span&gt;, sagen wir, schliesslich ist es diese Polizeiarbeit, die Nicaragua zum sichersten Land Zentralamerika macht; ausserdem hatten wir eine schoene Zeit.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-1055929490834248063?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/1055929490834248063/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/07/san-carlos-kurz-vor-der-abschiebung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/1055929490834248063'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/1055929490834248063'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/07/san-carlos-kurz-vor-der-abschiebung.html' title='San Carlos: Kurz vor der Abschiebung'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDY9GSC5IbI/AAAAAAAAAaY/4xFGF53YUSY/s72-c/Rio+San+Juan+II+0588.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-341278108048801621</id><published>2010-07-08T14:30:00.007-06:00</published><updated>2010-07-08T14:45:13.784-06:00</updated><title type='text'>Reserva Biologica Indio Maiz: Matsch, Affen und Kokosnuesse</title><content type='html'>Um sechs Uhr morgens brechen wir mit einem Guide und einem Bootsfahrer auf zur Reserva Bilogica Indio-Maiz. Es ist ein Naturreservat, das sich von &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDY4AMjTR9I/AAAAAAAAAZ4/QkUlhKe-2Nk/s1600/Rio+San+Juan+II+1188.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDY4AMjTR9I/AAAAAAAAAZ4/QkUlhKe-2Nk/s320/Rio+San+Juan+II+1188.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5491638371645343698" /&gt;&lt;/a&gt;El Castillo bis zur Karibikmündung des Rio San Juans erstreckt und mehr Pflanzen und Tiere beherbergt als der gesamte europäische Kontinent. Das Reservat ist auch ein weiterer Grund, weshalb es nie einen Nicaragua-Kanal geben wird, denn obgleich der Rio San Juan gross und breit genug für einen derartigen Schiffsverkehr ist, so würde selbst ein großer Frachter das natürliche Leben im Reservat eingrenzen. &lt;br /&gt;Als wir die Stromschnellen El Castillos passieren, sehen wir Shamus und Wayne auf der Veranda des Hotels stehen und hören, wie Shamus uns ein lautes &lt;span style="font-style:italic;"&gt;KUSCHLA&lt;/span&gt; über den Fluss ruft. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Etwa eine Stunde brauchen wir, um zum Eingang der Reserva Bilogica zu gelangen. An einer Stelle fährt unser Boot an das rechte Ufer heran und wir sehen eine nicaraguanische Flagge. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Hier ist die Grenze zwischen Costa Rica und Nicaragua. Ein Teil des rechten Flussufers gehört zu Costa Rica, doch der Fluss ist nicaraguanisch&lt;/span&gt;, sagt unser Guia und man kann seinen Stolz hören. Es ist merkwürdig, denn diese Grenze ist leicht zu passieren, und wenn ich an den Grenzübergang Peñas Blancas denke, dann scheint es ganz widersprüchlich, dass man hier vollkommen unbeschwert das Land wechseln könnte. Wir fragen unseren &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDY4JoryHUI/AAAAAAAAAaA/qo8PMwbI-i0/s1600/Rio+San+Juan+II+1677.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 240px; height: 320px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDY4JoryHUI/AAAAAAAAAaA/qo8PMwbI-i0/s320/Rio+San+Juan+II+1677.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5491638533815934274" /&gt;&lt;/a&gt;Guia und er erklärt, dass die Nicaraguaner, die am Fluss leben, auch kein Problem haben würden, wenn sie mal kurz in Costa Rica vorbeischauten. Wir hingegen, als Ausländer, würden in einem solchen Falle ganz anders behandelt werden. Wie Recht er hat, - doch das bemerken wir erst am folgenden Tag. &lt;br /&gt;Wir fahren in einen Seitenarm des Flusses und gelangen an einen einfachen Steg. Dort verlassen wir das Boot und betreten die Reserva. Was nun folgt, sind drei Stunden Djungel; wie gut, dass wir unsere Gummistiefel haben, denn sie bewaehren sich bereits innerhalb der ersten fuenf Minuten; immer wieder muessen wir durch den Matsch, aber es macht Spass. Selten koennen wir wirklich freien Himmel sehen, dafuer sehen wir 50 Meter hohe Baeume, einen Affen, einen giftigen Frosch und viele lustige Pflanzen. Unser Guia bemueht sich sehr, doch es scheint, dass heute alle Tiere nach El Castillo gefahren sind, denn hier ist es zwar ruhig und schoen, doch wir sehen weniger Tiere als auf dem europaeischen Kontinent. Aber die Reserva ist gross und wir quengeln nicht; die 15 Dollar, die uns der Trip kostet, sind gut angelegt, denn als wir schliesslich den Wald verlassen, empfaengt uns unser Bootsmann mit &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDY4YjXqNZI/AAAAAAAAAaI/mQayi91dwC0/s1600/Rio+San+Juan+II+1433.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDY4YjXqNZI/AAAAAAAAAaI/mQayi91dwC0/s320/Rio+San+Juan+II+1433.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5491638790087390610" /&gt;&lt;/a&gt;Kokosnuessen und Bananen. Den Rest der Zeit verbringen wir in einem Nebenfluss und baden, waehrend kleine Fische nur wenige Meter von uns aus dem Wasser springen. &lt;br /&gt;Als wir gegen halb zwoelf El Castillo erreichen, sind wir hundemuede und wollen eine Dusche. Doch noch immer gibt es kein Wasser und auch keinen Strom und so sehen wir uns gezwungen, die letzten Stunden mit Lesen oder Essen auf unserer Veranda zu verbringen. Auch keine schlechte Wahl.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-341278108048801621?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/341278108048801621/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/07/reserva-biologica-indio-maiz-matsch.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/341278108048801621'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/341278108048801621'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/07/reserva-biologica-indio-maiz-matsch.html' title='Reserva Biologica Indio Maiz: Matsch, Affen und Kokosnuesse'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDY4AMjTR9I/AAAAAAAAAZ4/QkUlhKe-2Nk/s72-c/Rio+San+Juan+II+1188.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-8680412974915576213</id><published>2010-07-08T14:14:00.006-06:00</published><updated>2010-07-08T14:29:42.474-06:00</updated><title type='text'>El Castillo: Kuschla und Karate-Kicks</title><content type='html'>Der naechste Morgen kommt schneller, als wir denken. Luisa entdeckt ein Loch in der Wand, und danach entdecke ich, dass es kein Wasser gibt. Ein wenig zerzaust machen wir uns auf den Weg zum Hafen, wo auch schon die Lancha nach El Castillo auf uns wartet. Gespannt setzen wir uns ins Boot und geniessen die dreistuendige Fahrt am Fluss entlang. Je mehr wir dem Lauf des Flusses folgen, desto schoener wird es. Haeuser aus Bambus mit Palmendaechern stehen am Fluss und es ist wahnsinnig, denn ihre Bewohner leben mitten im Nirgendwo. &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDYzlKh456I/AAAAAAAAAZQ/FLo0kN7Qcxs/s1600/Rio+San+Juan+II+0499.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 240px; height: 320px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDYzlKh456I/AAAAAAAAAZQ/FLo0kN7Qcxs/s320/Rio+San+Juan+II+0499.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5491633509199570850" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Als wir in El Castillo anlanden, sind wir unglaublich glücklich; es ist ein kleines Dorf, das aus nur einer einzigen Strasse zu bestehen scheint, aber es ist wirklich ganz wunderschön. Vom Boot aus haben wir die Festung sehen können, die dem Ort seinen Namen gibt, eine blau-weiße Fahne weht dort oben und verkündet stolz, dass der Fluss nicaraguanisches Terrain ist – das ist nicht selbstverständlich. Denn als natürliche Grenze zwischen Costa Rica und Nicaragua, beanspruchten vor einigen Jahren auch die Ticos einen Teil des Flusses für sich. Es gab einen Prozess und Nicaragua gewann. So ist der Fluss orgullosamente nicaraguense, stolz, dass er zu Nicaragua gehört, und einer der wenigen Grenzflüsse auf der Welt, die nur einem Land gehören.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Rio San Juan fließt hier in El Castillo an den Häusern entlang, die alle eine andere Farbe haben und ausschließlich aus Holz sind. Luisa und ich blättern in den Reiseführern, doch das Hotel, das wir letztlich für zwei Tage nur für uns haben werden, steht weder im Lonely Planet noch im Footprint, dafür ist es billig und schön und genau das richtige für uns. Wir haben eine kleine Terrasse, von der aus wir dem Fluss beim Fliessen zuschauen können und wir werden oft dort sitzen. Doch zunächst treibt uns der Hunger die Strasse flussabwärts, wo wir ein nettes kleines Restaurant und Hostel finden. Wir setzen uns auf die Terrasse, die zum Fluss geht und gucken auf die Stromschnellen und auf die andere Seite des Flusses. Wenn man sich die Karte Nicaraguas ansieht, erhält man den Eindruck, dass bereits San Carlos weitab liegt, dass in dieser Region entlang des Rio San Juans, die Ufer nur aus Regenwald bestehen, und dass hier wohl niemand leben wird. Doch man täuscht sich. &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDYzu1eOxwI/AAAAAAAAAZY/MxyIntvqQSk/s1600/Rio+San+Juan+II+0566.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDYzu1eOxwI/AAAAAAAAAZY/MxyIntvqQSk/s320/Rio+San+Juan+II+0566.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5491633675345774338" /&gt;&lt;/a&gt;Wir sehen grüne Wiesen und Kühe weiden, immer wieder passieren Holzboote die gefährlichen Stromschnellen und als unser Mittagessen vor uns steht, beobachten wir, wie zwei dicke Schweine aufgeregt quiekend per Boot die Flussseite wechseln. &lt;br /&gt;Ungefähr in diesem Moment lernen wir Carina und Hannes kennen, die, wie scheinbar alle Österreicher, aus Dornbirn kommen (gibt es Wien eigentlich bzw. leben dort Menschen?). Sie sind etwa so alt wie wir und reisen nach drei Monaten Projektarbeit durch Zentralamerika. Ob wir Lust hätten, mit ihnen die Reserva Biologica Indio-Maiz anzusehen? Wir feilen noch an unseren Plänen, doch am Abend haben wir uns dazu entschlossen, mit zu kommen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir mit dem Mittagessen abschließen, bereichern Shamus und Wayne unsere Gruppe, wobei man von ihnen als zwei Individuen sprechen muss, eine andere Beschreibung trifft es nicht besser. Shamus ist ein großer, ziemlich dünner Kanadier mit schulterlangem hellen Haar. Ein verworrenes buntes Tattoo ziert seinen ganzen Arm und er selbst ist mindestens so verwirrt wie sein Tattoo. Sein ganzer Stolz ist sein Hostel, das er vor sechs Jahren an der Laguna de Apoyo eröffnet hat, und so erhalten wir später eine Einladung, ihn dort zu besuchen. Wayne ist Amerikaner, wesentlich älter als wir alle zusammen und gefällt sich in seiner Rolle des Aussteigers. Er hat eine Bar in Granada, wie er uns lässig und mit breitem Grinsen erzählt, doch er könnte noch viel mehr tolle Sachen haben – er heißt Wayne und da kann ich ihn nicht ernst nehmen. Why dont have another beer?, fragt er uns um halb zwei Mittags und Luisa und mir würden viele Gründe einfallen, die gegen ein weiteres bzw. ein erstes Bier sprächen, doch wir schweigen, denn der Wechsel zwischen Spanisch und Englisch fällt uns nicht ganz leicht und noch wollen wir nicht (ver-)urteilen.&lt;br /&gt;Wir entschuldigen uns also, verabreden uns mit Carina und Hannes für sechs Uhr abends und erklimmen die Festung. Schoen ist es hier, und als wir dem Festungspfad folgen, stellen wir fest, dass es in El Castillo noch mehr Strassen gibt. &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDY1HQ-S8sI/AAAAAAAAAZw/wcCk4OV8yNs/s1600/Rio+San+Juan+II+0722.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 240px; height: 320px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDY1HQ-S8sI/AAAAAAAAAZw/wcCk4OV8yNs/s320/Rio+San+Juan+II+0722.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5491635194556510914" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der Eintritt zur Festung kostet etwas, zwei Dollar muessen wir zahlen. Ob wir eine Kamera dabei hätten? Nein, natürlich nicht, sagen wir, denn das haben uns Shamus und die anderen bereits geflüstert, und so lügen wir und sparen einen Dollar, den wir für unsere Kamera hätten bezahlen müssen. Zunächst geht es in ein kleines, aber nett gemachtes Museum. Es berichtet über die Situation des Castillos, über seine Geschichte und über die Ur-einwohner, die Rama-Indianer. Wir sehen Karten der Kanalplaene der Sailing Company Cornelius Vanderbilts und lesen vom traurigen Ende Greytowns; es passiert viel an diesem ruhigen Strom, und je mehr wir über diese Gegend erfahren, desto lebendiger wirkt sie. &lt;br /&gt;Von der Festung aus hat man einen wunderbaren Blick über den Fluss, der hier eine Biegung macht, und der in einem Geflecht aus Regenwald unsere Sicht verlaesst. Wir machen Fotos, ruhen uns ein bisschen aus und blicken der Gewitterfront entgegen, die &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDY02UaavXI/AAAAAAAAAZo/SKdhM_EvfQA/s1600/Rio+San+Juan+II+1054.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDY02UaavXI/AAAAAAAAAZo/SKdhM_EvfQA/s320/Rio+San+Juan+II+1054.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5491634903421992306" /&gt;&lt;/a&gt;immer naeher kommt. In einem kleinen Cafe schliesslich esse ich das beste Sandwich der Welt; Yamil, der Besitzer, ist schwul und so kommen beinahe nur Touristen in sein Kaffee, denn die Einheimischen haben Angst, dass seine Homosexualität auf andere übergeht. Sie haben ihn sogar deswegen verklagt, aber Yamil hatte einen guten Anwalt und so gibt es auch heute noch das Borders Coffee.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen Abend treffen wir Carina und Hannes; wir buchen die fuenfstuendige Tour in das Reservat, mieten Gummistiefel und schließlich, als wir gerade nett beisammen sitzen, fällt der Strom aus; doch anders als in Matagalpa, braucht es hier, in El Castillo, bis er wiederkehrt. Wir sitzen also zu viert mit Kerzen auf der Veranda und irgendwann laden uns Shamus und Wayne auf einen Rum ein. Shamus will dabei ständig kuschla, was auf Österreichisch Kuscheln bedeutet; er hat das Wort am Vorabend gelernt und gegen neun drückt er Hannes einen dicken Kuss auf die Wange. Wir bleiben länger, als wir es tatsächlich vorhatten, denn irgendwie ist es netter, als wir dachten, aber um zehn brechen wir dann doch auf. Wir haben zwei Taschenlampen fuer den dunklen Weg, trotzdem besteht Shamus darauf, uns zu begleiten und im Nachhinein sind wir froh, denn ganz ohne Strom wirkt selbst die friedliche Strasse am Fluss wie ein dunkler Waldweg. Wir hoeren das Rauschen der Stromschnellen, waehrend Shamus immer wiederholt: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;My mum always told me that I should never let females go alone at night.&lt;/span&gt; Doch um ganz sicher zu sein, dass wir uns auch allein verteidigen können, will er unsere Karate Kicks sehen. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Show me your Karate Kick&lt;/span&gt;, sagt er immer wieder, und als wir am Hotel ankommen, sind wir ganz außer Puste.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-8680412974915576213?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/8680412974915576213/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/07/el-castillo-kuschla-und-karate-kicks.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/8680412974915576213'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/8680412974915576213'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/07/el-castillo-kuschla-und-karate-kicks.html' title='El Castillo: Kuschla und Karate-Kicks'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDYzlKh456I/AAAAAAAAAZQ/FLo0kN7Qcxs/s72-c/Rio+San+Juan+II+0499.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-4933549749037173321</id><published>2010-07-08T13:43:00.005-06:00</published><updated>2010-07-08T14:14:00.225-06:00</updated><title type='text'>Matagalpa - Managua - San Carlos: Der Beginn einer langen Reise</title><content type='html'>Am Samstag geht sie los, die letzte grosse Reise, die wir in Nicaragua unternehmen. Und sie wird ganz grossartig werden, wir werden einen ganz bezaubernden Fluss sehen, werden Karate Kicks machen und nette Polizisten treffen. Doch bis dahin ist es noch weit. &lt;br /&gt;Um fuenf Uhr morgens sitzen wir im Bus nach Managua. Wir sind zu zweit, das heisst, eigentlich sind wir zu dritt: Luisa, ich - und Wurmi. Um nicht den Verdacht aufkommen zu lassen, ich haette mich in diesem Jahr einer Rueckentwicklung hingegeben, wird Wurmi nur hier einmal kurz erwaehnt, obwohl er es viel oefter verdient haette. &lt;br /&gt;Wir sitzen also im Bus nach Managua und reden, waehrend die Sonne aufgeht. Unser Reiseziel? Der Rio San Juan. Der angeblich schoenste Fluss Nicaraguas, von dem es heisst, dass man, wenn man dort nicht war, Nicaragua nicht kennt. Das will ich mir natuerlich nicht vorwerfen lassen und so fahren wir an diesem Samstag dort hin. &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDYxLePBFdI/AAAAAAAAAZA/aM7SE8rL_rI/s1600/Rio+San+Juan+I+0055.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDYxLePBFdI/AAAAAAAAAZA/aM7SE8rL_rI/s320/Rio+San+Juan+I+0055.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5491630868789269970" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Um an den Rio San Juan zu gelangen, muss man einiges auf sich nehmen. Dreh- und Angelpunkt ist die Kleinstadt San Carlos, die an der Muendung des Rio San Juans in den Nicaragua-See liegt. Doch bis dahin warten 9 Stunden Bus auf uns oder eine Stunde Flug fuer teures Geld. Also haben wir uns fuer den Bus entschieden, der angeblich um acht Uhr morgens abfaehrt. Doch das ist ein Irrtum; denn der einzige Bus, der heute noch nach San Carlos faehrt, ist der Expressbus um ein Uhr. Was tun mit all der Zeit? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir fahren ins Metrocentro in Managua, wo es zu diesem Zeitpunkt bereits 2:0 fuer Deutschland steht. Kleine Fernseher sind ueberall aufgebaut und wir verfolgen das Geschehen mit einem Haufen Nicaraguaner, deren aller Herzen fuer Argentinien schlagen. Ganz verhalten geben wir zu erkennen, dass wir gerade am Gewinnen sind. &lt;br /&gt;Als das Spiel entschieden ist, laufen wir ein bisschen durch die Mall, gucken in ein paar Shops hinein, trinken einen Kaffee, knabbern Moehren und Gurken und dann ist es auch schon 12 Uhr. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Tickets fuer den Bus haben wir bereits gekauft und somit haben wir auch reservierte Plaetze, was ein Vorteil ist; denn die Busse nach San Carlos fahren selten und sind meistens propenvoll. Am Busbahnhof Mayoreo in Managua ist es furchtbar heiss; wir kaufen Wasser und sind doch vorsichtig beim Trinken, denn zwar wird der Bus auch irgendwann mal halten, allerdings ist unklar zu welcher Zeit.&lt;br /&gt;Als wir uns in Bewegung setzen und die staubigen Strassen Managuas hinter uns lassen, sind wir beide ganz aufgeregt. Urlaubsstimmung liegt in der Luft und waehrend wir Richtung Sueden fahren, Boaco und Juigalpa passieren, gucken wir aus dem Fenster und staunen ueber die Schoenheit dieses Landes. &lt;br /&gt;Wir fahren an weiten Feldern und hohen Bergen vorbei, fahren ueber Huegel und beobachten den langsamen Wechsel der Vegetation bis schliesslich immer mehr Palmen auftauchen. &lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDYxLh9uKFI/AAAAAAAAAZI/PAshtQOtDVQ/s1600/Rio+San+Juan+I+0088.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDYxLh9uKFI/AAAAAAAAAZI/PAshtQOtDVQ/s320/Rio+San+Juan+I+0088.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5491630869790468178" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Gegen fuenf Uhr verlassen wir die asphaltierte Strasse und folgen einem staubigen Weg, unpaved road, so steht es im Reisefuehrer und es wird davor gewarnt. Doch wir haben Glueck, es regnet nicht, zumindest jetzt noch nicht und so bleiben wir nicht im Schlamm stecken. Irgendwann machen wir eine Pause und wir sind dankbar. Da merken wir auch, dass es allen so ging, wie uns, denn es bildet sich eine ganz bemerkenswerte Schlange vor den baños. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir weiterfahren, legt sich langsam die Nacht uebers Land. Es blitzt und letztlich setzt der Regen ein. Er ist das, was man hier fuerte nennt, und als wir San Carlos um neun Uhr erreichen, steht uns das Wasser bis zu den Knoecheln. Langsam waten wir durch die Strassen, denn wir haben Glueck. Bereits im Bus haben wir uns fuer ein Hotel entschieden und eine unserer Mitreisenden gefragt, wo es ungefaehr liegt. Es stellt sich heraus, dass die junge Frau die Tochter der Besitzerin ist, und so geleiten wir zumindest sicher ins Hotel San Carlos. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es stellt sich als ein Ort zum Schlafen heraus, wirklich, nur zum Schlafen, aber es ist in Ordnung, denn mehr haben wir jetzt auch nicht vor; ein paar Minuten gucken wir noch zu, wie das Regenwasser die Strassen entlang spuelt, denn wir haben eine Terrasse und fuehlen uns gut da oben. Gegen halb elf gehen wir schlafen und selbst der merkwuerdige Geruch und der laute Ventilator halten uns davon nicht ab.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-4933549749037173321?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/4933549749037173321/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/07/matagalpa-managua-san-carlos-der-beginn.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/4933549749037173321'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/4933549749037173321'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/07/matagalpa-managua-san-carlos-der-beginn.html' title='Matagalpa - Managua - San Carlos: Der Beginn einer langen Reise'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TDYxLePBFdI/AAAAAAAAAZA/aM7SE8rL_rI/s72-c/Rio+San+Juan+I+0055.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-2472634191147005735</id><published>2010-07-08T12:08:00.001-06:00</published><updated>2010-07-08T12:11:14.451-06:00</updated><title type='text'>Rosquillas in der Nacht</title><content type='html'>Man darf Nicaragua nicht verlassen, ohne zu wissen, wie man Rosquillas macht. Das sagt Dona Berta, meine ehemalige Nachbarin. Sie ist eine echte Dona, die mittlerweile mehr als achtzig Jahre alt ist. Sie ist Mutter, sie ist Oma, - aber vor allem ist sie herzlich. Und wie jede nicaraguanische Oma stellt sie fast alles selbst her, sie röstet ihren Kaffee selbst, sie kocht den geernteten Mais, sie backt Tortillas und Brot und Kuchen. &lt;br /&gt;Vor einem halben Jahr hat sie mir beigebracht, wie man Gallo Pinto, das Nationalgericht Nicaraguas, kocht: Reis und Bohnen klingen unspektakulär, sind aber etwas sehr Feines, wenn sie von einem Spiegelei (&lt;span style="font-style:italic;"&gt;huevo entero&lt;/span&gt;), einem Stück Käse, einer Tortilla und ein paar Kochbananen (&lt;span style="font-style:italic;"&gt;platano maduro&lt;/span&gt;) begleitet werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses Mal will sie mir nun also zeigen, wie man Rosquillas backt, und da befinde ich mich scheinbar bereits auf Level II, denn dieses Mal soll ich um vier Uhr morgens bei ihr auf der Matte stehen. Zunächst bin ich skeptisch, doch als ein runder Mond sein milchiges Licht über die schlafenden Häuser Matagalpas legt, stehe ich frisch und munter in Dona Bertas riesiger Küche. Die Masse aus Mais und Eiern und Käse - und einer geheimen Zutat – hat sie bereits am Vortrag zubereitet, jetzt geht es nur noch darum, daraus kleine Küchlein zu formen; das wird ungefähr vier Stunden dauern. Denn Dona Berta folgt einer nicaraguanischen Eigenheit: Wenn, dann viel. Der orangefarbige Bottich ist bis zum Rand mit Maismasse gefüllt und es liegt an mir, kleine Kügelchen daraus zu formen, die anschließend von ihrem Enkel durch den Fleischwolf gedreht werden, damit es auch schon luftig leicht schmeckt. Dona Berta selbst sitzt, in mehrere Decken eingelümmelt, am Tisch und klopft und hämmert am Teig herum, sie legt zuerst kleine Ringe, dann untertassengroße Kekse aufs Blech, das von einer anderen Enkelin in den Steinofen geschoben wird. Ganz begeistert will sie mir auch das Rezept zu den angeblich besten Rosquilla des Barrios geben; aber die Chance, dass ich eines Tages Cuajada und Maismehl und die suesse, klebrige Masse kaufen kann, die sie zum Schluss auf die Kekse streicht, muss ich bei aller Mühe als gering einstufen.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als um sieben langsam der Verkehr auf der Strasse ins Rollen kommt, stehe ich mit meiner ersten Rosquilla am Fenster und gucke raus und habe das Gefühl, schon richtig was getan zu haben. &lt;br /&gt;Zwei Wochen später bin ich wieder eingeladen, dieses Mal zum Nacatamales-Machen. Nacatamales sind sehr nicaraguanisch und ich würde es nicht als mein Leibgericht beschreiben; aber ich bin trotzdem da, dieses Mal um drei Uhr morgens. Zusammen mit Yaritza, Bertas ältester Enkelin, schnappe ich mir Palmenblätter, lege darauf zuerst einen Klops aus Maismasse, dann Schweine- oder Hühnchenfleisch, es folgen ungekochter Reis, zwei Rosinen, Tomaten, Erbsen, Würfelkartoffeln und letztlich wird das Palmenblatt zu einem kleinen Geschenk zusammengefaltet. Darin stelle ich mich ziemlich schlecht an und wahrscheinlich haben sich an diesem Wochenende viele Menschen bei Dona Berta über die Nacatamales beschwert. Die werden danach in heißes Wasser geworfen, wo alles zusammen brodelt und schließlich knotet man sein Geschenk auf und hat gutes und preiswertes Essen – wenn einem denn die Rezeptur der Nacatamales gefällt. Zum Abschluss erzählt Yaritza mir noch eine Nacatamales-Anekdote, die die Nicaragua seit Jahren von Rio Coco bis zum Rio San Juan belustigt. Ein Amerikaner wagte sich nämlich auch vor einiger Zeit an das kulinarische Palmenpaket heran und kam zu folgender Schlussfolgerung: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;„The meat was good but the salad was horrible.“&lt;/span&gt; Man darf das Palmenblatt eben nicht essen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-2472634191147005735?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/2472634191147005735/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/07/rosquillas-in-der-nacht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/2472634191147005735'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/2472634191147005735'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/07/rosquillas-in-der-nacht.html' title='Rosquillas in der Nacht'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-6914511640113725929</id><published>2010-07-02T11:55:00.003-06:00</published><updated>2010-07-02T13:06:55.024-06:00</updated><title type='text'>Der ausserordentlich schoene Tag der Lehrer</title><content type='html'>In Nicaragua hat jeder Tag ein Motto. Oder jedes Motto hat einen Tag. Und so rueckte der Tag der Lehrer unaufhaltsam naeher. Da es auch in der Escuela Publica Wuppertal Lehrer gibt, waren alle ganz verrueckt. Zum grossen Tag wurde getanzt, Profe Sandra hatte den Kindern Nationaltaenze beigebracht, deren Choreografie zwar recht eingaengig war - zwei Schritte nach links, zwei Schritte nach rechts, ein Wiegen in den Hueften, Maenner heben jetzt den Sombrero und verneigen sich -, dafuer aber ein schoenes Bild bot. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luisa, die eigentlich nur mal gucken wollte, sitzt neben mir auf der Buehne, wo Plastikstuehle fuer uns Lehrer bereit stehen. Gut, dass wir beide vorher noch darueber geredet haben, wie unangenehm es doch sei, auf eine Buehen gebeten zu werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da sitzen wir also, gucken den Kindern beim Tanzen zu, hoeren die Gedanken, die Norma vortraegt - &lt;span style="font-style:italic;"&gt;"Beim Lernen lehrst du, beim Lehren lernst du"&lt;/span&gt; oder &lt;span style="font-style:italic;"&gt;"Ein guter Lehrer &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TC438eiaGsI/AAAAAAAAAYw/LFkt2astA5w/s1600/P62806137.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TC438eiaGsI/AAAAAAAAAYw/LFkt2astA5w/s320/P62806137.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5489386507940272834" /&gt;&lt;/a&gt;unterrichtet, ein sehr guter Lehrer inspiriert"&lt;/span&gt; -, Viertklaessler tragen Gedichte ueber den Lehrer vor, dabei staren sie stur zur Wand. Die Hymne des Lehrers wird gesungen und mal wieder schafft es Nicaragua, mich zu beeindrucken: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Mit Stift und Papier schreiten wir zur Tuer, wir wollen lernen, wir wollen lernen, du, Lehrer, dein sei die Tafel, wir wollen lernen, wir wollen lernen, so lasst uns schreiten zum Alfabetisieren, wir wollen lernen, wir wollen lernen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Dann kommen zwei Schuelerinnen mit Geschenken, schnappen sich das Mikrofon und bitten jede Lehrerin (es gibt ja nur einen Lehrer, den Profe Pedro) und eben den Profe Pedro nach vorne. Sie bitten auch mich nach vorne und ich bin ganz nervoes und alle kreischen und rufen meinen Namen. Ich bin ganz rot, aber ich freue mich unglaublich und nehme mein Geschenk entgegen, ein Parfum. &lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TC44qjbE1-I/AAAAAAAAAY4/IcefUpLUz64/s1600/P62807140.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TC44qjbE1-I/AAAAAAAAAY4/IcefUpLUz64/s320/P62807140.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5489387299525679074" /&gt;&lt;/a&gt;Zum Schluss wird nochmal gesungen, Musik wird gespielt, dann ist es auch schon wieder vorbei und so schnell, wie der acto de los maestros aufgebaut wurde, so schnell wird er auch schon wieder abgebaut. Es bleiben einige Schueler, die zu mir kommen, mir gratulieren, Kuesschen links und rechts geben und ich fuehle mich, zwei Wochen bevor ich dieses Land verlasse, ganz wohl und gluecklich und gemocht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-6914511640113725929?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/6914511640113725929/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/07/der-ausserordentlich-schoene-tag-der.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/6914511640113725929'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/6914511640113725929'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/07/der-ausserordentlich-schoene-tag-der.html' title='Der ausserordentlich schoene Tag der Lehrer'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TC438eiaGsI/AAAAAAAAAYw/LFkt2astA5w/s72-c/P62806137.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-3738814837210078523</id><published>2010-06-26T12:41:00.002-06:00</published><updated>2010-06-26T12:50:10.257-06:00</updated><title type='text'>Noch mehr Regen ... und eine Loesung</title><content type='html'>Es regnet in diesen Tagen immer wieder, stark und heftig, und Nhoe und ich sitzen im Flur und lernen Englisch, waehrend der Regen auf die Fliesen im Patio klatscht. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Profeeee&lt;/span&gt;, sagt Nhoe in einem Tonfall, der eigentlich glauben laesst, dass er ein Ablenkungsmanoever startet; er macht gern mehrere Dinge gleichzeitig, auch wenn es um Unterricht geht. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Hast du eigentlich was fuer den Regen dabei? Einen Schirm?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Nein&lt;/span&gt;, sage ich. Aber ich hoffe, dass der Regen gleich aufhoert. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ich hab was&lt;/span&gt;, sagt er und faengt ploetzlich an, in seinem Rucksack zu kramen. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Hier, guck mal&lt;/span&gt;; er holt ein quadratisches Plastikteil hervor, das, schnell ausgefaltet, zu einem gelben Regencape wird. Ich beobachte, wie Nhoe sich hinein zwaengt, dann strahlt er mich an und dreht sich einmal um sich selbst. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Wie gut, dass du das hast&lt;/span&gt;, sage ich und zupfe ihm die Kapuze zurecht. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Hab ich von meiner Mammacita&lt;/span&gt;, sagt er und es klingt ganz liebevoll dankbar. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ich kanns dir leihen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Ich muss laecheln, wie ich ihn so sehe. Denn einerseits kann ich mir mich selbst in einem solchen Teil gar nicht vorstellen, andererseits muss ich daran denken, dass er womoeglich von den Aelteren aus seiner Schule wqegen der Ueberzeugung und Ersthaftigkeit, mit der er dieses Cape traegt, ausgelacht wird, - bei diesem Gedanken will ich ihn am liebsten druecken. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Aber wenn ichs dir leihe&lt;/span&gt;, meint er, ganz gedankenversunken, &lt;span style="font-style:italic;"&gt;hab ich keins mehr&lt;/span&gt;. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Tranquilo&lt;/span&gt;, sage ich, behalte du es. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Der Weg ist ja nicht weit. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Er nickt. Und aus irgendeinem Grund behaelt er sein gelbes Cape die ganze Stunde lang an.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-3738814837210078523?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/3738814837210078523/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/06/noch-mehr-regen-und-eine-loesung_26.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/3738814837210078523'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/3738814837210078523'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/06/noch-mehr-regen-und-eine-loesung_26.html' title='Noch mehr Regen ... und eine Loesung'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-7410681085367310638</id><published>2010-06-26T12:36:00.002-06:00</published><updated>2010-06-26T12:40:44.715-06:00</updated><title type='text'>Lauter ganz spezielle Tage</title><content type='html'>Am Donnerstag war Vatertag. Den hat aber keiner gefeiert, vielleicht, weil die Vaeter so oft verschwinden und die Muetter allein lassen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dafuer war Mittwoch Dia de la Solidaridad. Solidaritaetstag quasi; wurde aber auch nicht gefeiert, es gab noch nicht mal schulfrei. Ich bin schwer enttaeuscht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der heutige Feiertag faellt auf einen Samstag: dia de la diversidad sexual. Tag der sexuellen Verschiedenheit also, wobei man sich fragt, ob es das wirklich hier, in Nicaragua gibt, denn Homosexuelle werden hier unglaublich stark diskriminiert. &lt;br /&gt;Wir hingegen feiern diesen besonderen Tag im Barista und verfolgen ein lustiges Spiel Korea gegen Uruguay.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-7410681085367310638?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/7410681085367310638/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/06/lauter-ganz-spezielle-tage.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/7410681085367310638'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/7410681085367310638'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/06/lauter-ganz-spezielle-tage.html' title='Lauter ganz spezielle Tage'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-5492367804090487944</id><published>2010-06-26T12:03:00.004-06:00</published><updated>2010-06-26T12:36:07.457-06:00</updated><title type='text'>Ein kulinarisches Vergnuegen</title><content type='html'>Am Montag landet ein alter Freund in der Stadt, und obwohl wir darueber Absprache gehalten haben, bin ich ueberrascht, Lukas auf den Strassen Matagalpas ueber den Weg zu laufen; was dann beginnt, ist der wohl erstaunlichste Verkoestigungsmarathon, den ich je mit Besuch (oder auch allein) in Matagalpa hingelegt habe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zunaechst lenken uns unsere Schritte zum besten Kakao der Stadt, den man in der Sorbeteria Karla erhaelt; am gleichen Abend greift Tim ein und schleppt Lukas zu den besten Hambugern, die ich je gegessen habe und (Schande ueber mich) die mich letzlich entvegetarisiert haben; das Konzept der drei Maenner, die in dem kleinen Totowagen stehen und Essen verkaufen, heisst: Hamburgerbrot, Salat, Kaese, Ketchup, Fleisch, Tomate, Mayo, Zwiebel, Hamburgerbrot. (Es gibt das auch als dreifachen Hamburger).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der naechste Morgen beginnt mit einem ausgeladenen Fruehstueck im Barista; Erdbeercrepe und grosser Kaffee fuer umgerechnet 3 Euro. Um ein wenig Scheinkultur in unsere Mampfparade zu bekommen, wagen wir uns auf den Mirador, einen Aussichtspunkt und steigen sogar selbst wieder hinab. Mittagessen gibt es im Madre Tierra, wo wir gleichzeitig das Spiel Argentinien - Griechenland verfolgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen halb vier fahren wir in mein Projekt, ich gebe eine Stunde und male wieder Ausserirdische mit einer weiteren Klasse, aber die Schueler der 6to A sind deutlich zu cool und machen lieber Mathehausaufgaben. Irgendwo aergert es mich, und es verletzt mich auch ein bisschen; aber jetzt nochmal so richtig einen auf Lehrmeister zu machen - wobei ich das ja noch nicht mal bin -, macht fuer zwei Wochen Unterricht keinen Sinn mehr; ich mag den Gedanken nicht, dass man mich so im Gedaechtnis behaelt.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der Schule trinken wir einen Batido, einen ca. 400-500 ml Milchshake, mit Geschmack Pitahaya. Es ist suess und macht Hunger auf etwas Richtiges. Und so sitzen wir um halb sieben mit Luisa in der Pizzeria. &lt;br /&gt;Ein strenges Programm, fuer Magen und Geldbeutel; ich habe Glueck, wenn man so will, denn einzig den Kakao habe ich mitgemacht, danach hat mein Magen aufgegeben. Zwei Tage spaeter spreche ich mit Lukas, - dem es genau so geht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-5492367804090487944?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/5492367804090487944/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/06/noch-mehr-regen-und-eine-loesung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/5492367804090487944'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/5492367804090487944'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/06/noch-mehr-regen-und-eine-loesung.html' title='Ein kulinarisches Vergnuegen'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-8456569540451663970</id><published>2010-06-22T10:10:00.003-06:00</published><updated>2010-06-22T10:18:41.365-06:00</updated><title type='text'>Haus ueber Bord</title><content type='html'>Man mag es kaum glauben, aber auch nach 11 Monaten in Nicaragua erleben wir immer wieder Premieren. Das ist auch gut so, kann man da sagen, denn sonst waere es ja auch ganz langweilig. Die letzte Erfahrung allerdings haetten wir uns auch trocken vorstellen koennen. &lt;br /&gt;Denn es ist nun mal gerade so in Nicaragua bzw. Matagalpa, dass wir uns in der Regensaison befinden, quasi der zweiten und letzten Jahreszeit neben dem Sommer hier. Und so faellt eigentlich jeden Tag Regen und manchmal kracht es auch gewaltig, was im Prinzip fuer den Kulturerforschenden keine Neuigkeit und erst recht nichts Beunruhigendes ist; und doch erging es uns am Freitagnachmittag boese bzw. nass. &lt;br /&gt;Nichtsahnend und froehlich sassen wir in der Kueche und unterhielten uns, waehrend ein wahrer Prasselregen auf diese wunderschoene Stadt niederkam. Wir dachten uns nichts dabei und entschieden uns, einen Film zu gucken. &lt;br /&gt;Als wir jedoch in mein Zimmer kamen bzw. davor standen, war es aus mit dem Film: denn irgendwas abgrundtief Boeses hatte sich in unseren Abfluss geschummelt und verstopfte nun das Rohr. Das Wasser, das da aus aller Himmelshoehe auf uns nieder kam, suchte sich also seinen Weg in mein Zimmer, fand es dort ganz schoen und staute sich auf sagenhafte 30 Zentimeter. Ich habe einen kleinen blauen Bettvorleger - er schwamm mir gemuetlich entgegen. &lt;br /&gt;Panisch und so gar nicht serioes riefen wir also erstmal um Hilfe, schrubbten das Wasser mit dem Besen weg und entkorkten den Abfluss. Letztlich ist nicht viel passiert, und doch ist eine unserer Kameras nun waessrig und somit nicht mehr funktionstauglich.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-8456569540451663970?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/8456569540451663970/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/06/haus-ueber-bord.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/8456569540451663970'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/8456569540451663970'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/06/haus-ueber-bord.html' title='Haus ueber Bord'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-4325950398118566282</id><published>2010-06-17T18:16:00.002-06:00</published><updated>2010-06-19T13:45:41.494-06:00</updated><title type='text'>Lauter Ausserirdische</title><content type='html'>In vier Wochen sind wir bereits zu Hause. Vier Wochen, Leute! Das geht wahnsinnig schnell und zieht sich hin zugleich; man denkt, jetzt ist es nicht mehr lange, aber dann merkt man, dass ein einziger Tag auch seine 24 Stunden hat. Gut, eigentlich, denn so bleibt uns Zeit, die Zeit zu geniessen, die uns bleibt; und bei jedem Schritt, den wir hier in der Calle Central machen, bei jedem Tag im Projekt geniessen wir mehr, erleben bewusster. &lt;br /&gt;Waehrend es fuer mich vollkommen klar war, dass ich irgendwann wieder zurueck nach Deutschland komme, verstehen meine Schueler das gar nicht. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Wie, du gehst zurueck? Wohin gehst du denn? &lt;/span&gt;Und waehrend ich ein relativ klares Bild von meiner Zukunft habe, habe ich in der vergangenen Woche gemerkt, dass meine Schueler da ganz anders sind. &lt;br /&gt;Wie sie sich die Zukunft vorstellen, habe ich gefragt und jedem ein Blatt Papier gegeben. Einige Maedchen malen Baeume, Baeche, Fluesse und Ponys, ein Junge malt ein zerstoererisches Superufo, ein anderer einen Nationalpark mit Delfin. David malt ein Fussballfeld und schreibt: mi futuro - nicaragua vs. turquia. Meine Zukunft: Nicaragua vs. Tuerkei. Er denkt realistisch, zumindest realistischer als Christopher. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Der schreibt mir einen Roman mit kleinen Illustrationen und prophezeiht mir folgendes: Die Sterne werden auf uns niederfallen, die Sonne wird sich verdunkeln und ein Regen aus Feuer wird auf die Erde rasen. Es wird einen Kampf zwischen Gut und Boese geben. Einige sagen, dass ein Jesus kommen wird. Wenn das Gute gewinnt, werden wir zum Paradies gelangen; wenn nicht, werden uns Satane regieren und die Erde wird zur Hoelle. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Ich runzle die Stirn und bin mir nicht ganz sicher, was ich sagen soll. Ich hatte nach der Zukunft gefragt, nicht nach dem Ende der Welt, der Apokalypse. Irgendwie gefallen mir die vielen kleinen Aliens viel mehr.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-4325950398118566282?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/4325950398118566282/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/06/lauter-ausserirdische.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/4325950398118566282'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/4325950398118566282'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/06/lauter-ausserirdische.html' title='Lauter Ausserirdische'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-5100789905217464966</id><published>2010-06-17T18:01:00.003-06:00</published><updated>2010-06-17T18:12:12.445-06:00</updated><title type='text'>Los Alemanes del ferro - die eisernen Deutschen</title><content type='html'>Auch hier hat der Copa mundial begonnen; Freitagmorgen sitzen Tim und ich um sechs Uhr morgens in einer Bar und geniessen das Eroeffnungspaket: Pfannkuchen plus Fruchtsaft fuer 40 Cordoba (1.75) und Eroeffnungsfeier in Johannesburg, Suedafrika. Wir sehen bunte Menschen tanzen, sehen R. Kelly singen und einigen uns sehr schnell darauf, dass er sich musikalisch nicht veraendert hat und uns irgendwie nicht gefaellt. Es wird noch weiter getanzt und dann beginnt das erste Spiel. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sonntag sind wir wieder in der gleichen Bar und verfolgen das Spiel; als Gag haben wir uns Schwarz (Tim), Rot (Vivi), Gold (ich) angezogen und posen als Flagge, wobei wir uns vertikal verhalten und somit eher Belgien darstellen koennten, doch unser Einsatz wird nicht mehr horizontal. &lt;br /&gt;Das Ergebnis des Spieles stellt uns natuerlich hochzufrieden, aber den wirklichen Effekt bemerke ich erst in der folgenden Woche: denn das 4 : 0 verleiht auch mir ein Gesicht, ploetzlich wissen meine Schueler etwas mit &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Alemania&lt;/span&gt; anzufangen, sie wissen zumindest, dass man dort 4:0-Fussball spielt und da Nicaragua bisher nur einmal mitgemacht hat, haben sie einigen Respekt fuer mich. Sie handeln uns hier schon als Weltmeister, die starken Deutschen, so sagen sie es.&lt;br /&gt;Rosa, eine Professorin, erzaehlt mir heute ganz aufgeregt, dass sie die Deutschen attraktiv findet, diese &lt;span style="font-weight:bold;"&gt;hombres del ferro&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;, diese Maenner aus Stahl. Profe Pedro verhaelt sich etwas diskreter, er will einzig und allein die Situation vom Sonntag mit mir und seiner Klasse nachspielen, was so viel heisst wie: 6to B gegen mich. &lt;br /&gt;Er findets klasse.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-5100789905217464966?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/5100789905217464966/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/06/los-alemanes-del-ferro-die-eisernen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/5100789905217464966'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/5100789905217464966'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/06/los-alemanes-del-ferro-die-eisernen.html' title='Los Alemanes del ferro - die eisernen Deutschen'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-8856168875283139755</id><published>2010-06-17T17:46:00.002-06:00</published><updated>2010-06-17T18:01:28.217-06:00</updated><title type='text'>Sportlich, sportlich</title><content type='html'>Nicaragua ist ein Land, in dem man viel unternehmen und noch mehr sehen kann; vor einer Woche zog es uns so eigentlich hasta al fondo, wie man hier sagen koennte, bisganz nach unten, - zum Inselarchipel Solentiname, das eigentlich nur deshalb einigen ein Begriff ist, weil Ernesto Cardenal sich dort zurueck zieht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sich zurueckziehen, besser verschwinden, kann man wirklich gut auf Solentiname, denn die meisten Nicaraguaner, denen ich erzaehlte, wohin die Reise geht, wussten noch nicht einmal, dass es diese Insel dort unten al fondo wirklich gibt. &lt;br /&gt;Zugegeben, die Reisebedingungen sind auch uebelst unangenehm: entweder 2 Stunden Bus nach Managua, dann 1 Stunde nach Granada, von dort 18 Stunden im Boot, dann zwei Stunden in der Lancha und dann ist man da. Oder zwei Stunden Bus nach Managua, zehn Stunden Busfahrt nach San Carlos (wobei der letzte teil der Strecke puro polvo ist, also blosser Staub, nicht asphaltiert), zwei Stunden in der Lancha.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir hingegen waren fest entschlossen, dorthinzufahren; wegen dem Mond, der dort so gross und hell sein soll, genau so die Sterne, wegen dem klaren Wasser und den tausend Gluehwuermchen bei Nacht, wegen den vielen Kuenstlern, die dort alternativ hippiemaessig leben. Aber gefahren sind wir nicht; vielleicht wegen den schlechten Verkehrsverbindungen, vielleicht wegen den vielen Muecken, die es dort gibt, vielleicht weil wir selbst in Nicaragua uns vor einer netzwerklosen telefonarmen Gegend fuerchten, vielleicht weil dort alles furchtbar teuer ist und man sich aus Reisezwecken nur Nudeln mit Tomatensosse fuer die ganze Woche leisten kann.  &lt;br /&gt;Zwei Seiten hat die Medaille, wir entschieden uns fuer San Juan del Sur, einen Surfer-Badeort an der Pazifikkueste Nicaraguas, nahe der costaricanischen Grenze. Heiss ist es dort, und ganz anders als sonst so in Nicaragua. &lt;br /&gt;Hier traegt man Surfbretter mit sich und trifft groesstenteils auf Gringos, weisse Menschen mit hellen Haaren, man spricht Englisch, isst gut und verbringt den ganzen Tag am Strand, um auf Wellen zu reiten und mit Delphinen zu schwimmen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So aehnlich taten wir es dann auch; wir bekamen Rabatt im Hotel und zahlten sagenhafte 5 Dollar die Nacht, das Wetter mussten wir nicht bezahlen, doch es war die ganze Zeit gut. Surfen fuhren wir auch, doch das Brett knallte wenig sportlich gegen meinen Kopf, was natuerlich ganz allein die Schuld vom Brett war. Braun gebrannt kamen wir zurueck und doch hatten wir ein merkwuerdiges Gefuehl bei uns, als wir all diese fremden Englaender und Amerikaner sahen und die Nicas vermissten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn noch immer stehen die guten Seiten Nicaraguas nur denen offen, die auch das Portal bezahlen koennen; und so haben wir als Freiwillige bereits mehr vom Land gesehen als unsere Lehrer oder Direktorinnen. Wenn ich sage: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;ich fahre nach Somoto&lt;/span&gt;, dann fragen sie mich mit grossen Augen: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;was ist das? was gibt es da?&lt;/span&gt; Dabei ist der Canyon de Somoto auf jedem 50-Cordoba-Schein. &lt;br /&gt;Vielleicht ist es immer so, dass Besucher das Land besser durchforsten als die eigentlichen Bewohner; aber in San Juan del Sur, so schoen es auch war, empfindet man diese Tatsache als durchaus ungerecht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-8856168875283139755?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/8856168875283139755/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/06/sportlich-sportlich.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/8856168875283139755'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/8856168875283139755'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/06/sportlich-sportlich.html' title='Sportlich, sportlich'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-1106572001481944991</id><published>2010-06-11T07:19:00.003-06:00</published><updated>2010-06-11T07:45:58.038-06:00</updated><title type='text'>Das Fest der Erde</title><content type='html'>Und wieder feiert Matagalpa ein entscheidendes Ereignis: das Fest der Erde, Verzeihung &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Mutter Erde&lt;/span&gt;. Auf diesen Zusatz besteht man hier in Nicaragua, denn man ist sich der Natur bewusst. Erst letztens mussten Lina und Vivi sich in ihrer Schule folgenden Satz anhören: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Wir Zentralamerikaner haben ein ganz anderes Verhältnis zur Natur, wir haben ein Bedürfnis, denn wir sind ihre Kinder, deshalb nennen wir sie Mutter Erde, denn sie gibt uns das Leben. Aber stellt euch vor, die Menschen in Europa sagen einfach nur Erde, Erde, so wie Matsch, als wäre es nichts besonderes. Die Menschen dort wissen überhaupt nicht, die Natur zu schätzen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Nun, da weiß man auch nicht, was man sagen soll; aber immerhin: die &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Feria nacional de la tierra&lt;/span&gt; findet erstmals in Matagalpa statt, ganz Nicaragua reist in die Kaffeeberge, um die Natur zu ehren; wäre die &lt;span style="font-style:italic;"&gt;feria&lt;/span&gt; in Tipitapa, Mulukuku oder Muy Muy, würden alle dorthin reisen; aber sie sind in Matagalpa. Kleine Buden werden aufgebaut, Artesanias werden verkauft, Guirilla, Tortilla, Cuajada und viel Mais wird gegrillt, gebruzzelt und gegessen, Musik wird gespielt, morgens, mittags, abends, leider auch nachts und darunter leiden die direkten Anwohner - wir. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Freitagmorgen findet eine Parade statt, viele kleine Kinder verkleiden sich als Bäume, Sonnenblumen oder laufen einfach halbnackt herum, wie das in Nicaragua bei eben diesen Paraden vollkommen normal ist; es gibt Dinge, an die man sich nie gewöhnt. Sie halten Plakate hoch, auf denen steht: Rettet die Erde! Oder Die Zukunft liegt in euren Händen. &lt;br /&gt;Abends spielt das wohl bekannteste nicaraguanische &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Duo Guardabarranco&lt;/span&gt;, sie singen ihre Lieder, in denen es meistens um die Mutter Erde geht - und es sind wirklich schöne Lieder -, und das passt prima zur &lt;span style="font-style:italic;"&gt;feria&lt;/span&gt;. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch so schnell die Zelte aufgeschlagen wurden, so schnell verschwinden sie auch schon am nächsten Tag; was bleibt ist ein Haufen Müll, der einfach so dagelassen wurde, am Tag der &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Madre Tierra&lt;/span&gt;.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-1106572001481944991?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/1106572001481944991/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/06/das-fest-der-erde.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/1106572001481944991'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/1106572001481944991'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/06/das-fest-der-erde.html' title='Das Fest der Erde'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-6373959753952580571</id><published>2010-06-02T13:24:00.003-06:00</published><updated>2010-06-02T13:28:08.033-06:00</updated><title type='text'>Unsere neue Wohnung</title><content type='html'>Hier kommen die Bilder unserer neuen Wohnung, dabei bleiben uns noch 7 Wochen, um dort zu leben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TAawhoV1_lI/AAAAAAAAAYY/kyWoMlBTXO8/s1600/zimmer.JPG"&gt;&lt;img style="cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 214px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TAawhoV1_lI/AAAAAAAAAYY/kyWoMlBTXO8/s320/zimmer.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5478260088553995858" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TAawhIiQRhI/AAAAAAAAAYQ/v2IylzfEFMQ/s1600/NICARAGU+049.JPG"&gt;&lt;img style="cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 214px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TAawhIiQRhI/AAAAAAAAAYQ/v2IylzfEFMQ/s320/NICARAGU+049.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5478260080016115218" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TAawg4u95pI/AAAAAAAAAYI/5I9XMPWOhMw/s1600/NICARAGU+057.JPG"&gt;&lt;img style="cursor:pointer; cursor:hand;width: 214px; height: 320px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TAawg4u95pI/AAAAAAAAAYI/5I9XMPWOhMw/s320/NICARAGU+057.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5478260075774469778" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TAawglZxO9I/AAAAAAAAAYA/s2vnDWwOo64/s1600/NICARAGU+052.JPG"&gt;&lt;img style="cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 214px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TAawglZxO9I/AAAAAAAAAYA/s2vnDWwOo64/s320/NICARAGU+052.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5478260070585285586" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-6373959753952580571?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/6373959753952580571/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/06/unsere-neue-wohnung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/6373959753952580571'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/6373959753952580571'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/06/unsere-neue-wohnung.html' title='Unsere neue Wohnung'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TAawhoV1_lI/AAAAAAAAAYY/kyWoMlBTXO8/s72-c/zimmer.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-8830487740786101660</id><published>2010-06-02T12:11:00.003-06:00</published><updated>2010-06-02T13:30:39.169-06:00</updated><title type='text'>Der Tag der Kinder</title><content type='html'>Ihr werdet lachen, denn wir feiern schon wieder. Aber so ist es im Kommunismus, man erinnert sich der guten Dinge, man feiert das Schöne, das Lebendige; also auch die Kinder. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern war der &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Dia de los ninos&lt;/span&gt;, und ich verbrachte den gesamten Vormittag damit, im Park Santa Julia Billiart Kuchen zu schneiden und auf die Gemelos aufzupassen, während der Rest der Kindergartenkinder tanzte und sich über eine pinata freute. Ein Spiderman und ein blauer Bär aus Pappe und Krepppaier hingen über den Köpfen der Kleinen und wurden schließlich unter Jubel zerschlagen, Süßigkeiten flogen durch die Luft und ein Haufen Dreijähriger stürzte sich auf Bonbons, Lutscher und Kaugummi. &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TAaxSnfx_FI/AAAAAAAAAYg/aJFSgEcDXu8/s1600/NICARAGU+096.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 214px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TAaxSnfx_FI/AAAAAAAAAYg/aJFSgEcDXu8/s320/NICARAGU+096.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5478260930140830802" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenig später gebe ich meine Klasse in der Escuela Publica Wuppertal; die sechste Klasse von Profe Maritza ist gelangweilt, wegen dem Tag der Kinder spielen wir Galgenmännchen mit englischen Begriffen, aber ich habe nicht mit dem Aggresionspotenzial einiger Mädchen gerechnet, die einem simplen Prinzip folgen: Grundsätzlich ist der andere Schuld und schummelt. &lt;br /&gt;Zum Schluss verteile ich Bonbons, mit einem Mal steht Profe Maritza neben mir, lächelt mich an und streckt mir die offene Hand entgegen: "&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Sind wir nicht alle Kinder?&lt;/span&gt;", fragt sie.&lt;br /&gt;Während ich ihr diese Frage mit einem Bonbon beantworte, bleibt eine andere offen: warum war heute nicht frei?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-8830487740786101660?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/8830487740786101660/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/06/der-tag-der-kinder.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/8830487740786101660'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/8830487740786101660'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/06/der-tag-der-kinder.html' title='Der Tag der Kinder'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/TAaxSnfx_FI/AAAAAAAAAYg/aJFSgEcDXu8/s72-c/NICARAGU+096.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-1332810018839762567</id><published>2010-05-31T09:14:00.002-06:00</published><updated>2010-05-31T09:33:12.825-06:00</updated><title type='text'>Geschickt, geschickt</title><content type='html'>Die Nicaraguaner wissen, wie man ein Lächeln auf die Gesichter der anderen zaubert, sie wissen, wie sie sich Vorteile verschaffen, ohne dass irgendjemand widersprechen könnte, sie wissen, wie man sich einen ganz plötzlichen Feiertag verschafft; sie sind geschickt, spielen mit den Gesetzen wie mit den Worten, haben zu allem eine lockere Einstellung, sie nehmen nichts zu ernst, weil sie wissen, dass das Leben für derartiges viel zu kurz ist. So scheint es zumindest. &lt;br /&gt;Seit zehn Monaten treffen wir auf das nicaraguanische Gemüt, und noch immer verstehen sie es, uns zu überraschen, - so zum Beispiel heute.&lt;br /&gt;Tim geht in die Schule und kehrt nach zehn Minuten wieder: die Schule ist geschlossen. Ich mache mich auf den Weg in den Kindergarten, - und komme nach zehn Minuten wieder: heute kommen keine Kinder. &lt;br /&gt;Und warum? &lt;br /&gt;Es ist Feiertag, - ganz plötzlich. Irgendjemand hat es heute Morgen im Ministerium de Educacion beschlossen, und sofort laufen die Leitungen in ganz Nicaragua heiß, während sonst gar nichts mehr läuft. Die Calle Central in Matagalpa liegt still, Geschäfte sind geschlossen, die Taxis fahren spärlich in der Straße, wo es sonst recht eng ist. &lt;br /&gt;Donnerstag war ebenfalls frei, der Tag der Mutter wurde gefeiert, der eigentlich erst Sonntag war; aber weil er am 30. Mai diesen Jahres auf einen Sonntag fiel, feierte man bereits Donnerstag. Freitag war ebenfalls frei, TEPSE, wie es heißt, die schulischen und vorschulischen Einrichtungen der Stadt treffen sich. Sonntag also Tag der Mutter, auch da war frei - und dann heute, ein ganz normaler Montag? Nicht in Nicaragua. Schließlich war gestern Tag der Mutter. Also ist auch heute frei. &lt;br /&gt;Das soll mir mal jemand erklären.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-1332810018839762567?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/1332810018839762567/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/05/geschickt-geschickt.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/1332810018839762567'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/1332810018839762567'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/05/geschickt-geschickt.html' title='Geschickt, geschickt'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-2999976101518652990</id><published>2010-05-28T11:19:00.002-06:00</published><updated>2010-05-28T11:36:24.508-06:00</updated><title type='text'>Der Tag der Mutter</title><content type='html'>Die Mutter bzw. die Frau ist etwas Besonderes in Nicaragua; sie wird verehrt und doch manchmal auch sitzen gelassen. Um sich jedoch daran zu erinnern, was die Mutter alles für die Kinder und für die Gesellschaft tut, gibt es hier den Tag der Mutter, den dia de las madres. Ihn mit dem Begriff Muttertag zu übersetzen, hilft vielleicht zum Verständnis, allerdings ist es nicht das gleiche. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn der nicaraguanische Muttertag ist anders, als der deutsche: es ist beinahe ein gesetzlicher Feiertag, jede Schule veranstaltet ein event, einen acto de las madres, bei dem die Mutter gefeiert wird. Zudem bekommen alle Mütter Geschenke, Glückwunschkarten etc. Natürlich spielen auch die Geschäfte in der matagalpinischen Calle Central verrückt, rote Herzen hängen überall, Sprüche wie &lt;span style="font-style:italic;"&gt;El amor de mama es como el amor de dios&lt;/span&gt; (Mutters Liebe ist wie Gottes Liebe) tauchen überall auf, selbst Handyanbieter schicken uns SMS zum dia de las madres. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Escuela Publica Wuppertal läuft es rund am gestrigen Morgen. Jede Klasse hat etwas vorbereitet, einige fünfzig Mütter sind gekommen, trotz des Regens, der unablässig fällt. Ich setze mich zusammen mit einer Lehrerin in einen Wald aus Herzen und wir beobachten das Geschehen; zunächst wird die Nationalhymne gesungen und sie klingt immer ein bisschen traurig, heute verstärkt der Regen dieses Bild. Darafhin spricht ein Priester ein Gebet für die Mutter, ein Mädchen tanzt, ein paar Jungen sprechen über die Bedeutung der Mutter, wieder wird getanzt und gesungen, Gedichte werden vorgetragen.&lt;br /&gt;Schließlich geht Judtih auf die Bühne. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Wir haben etwas vorbereitet&lt;/span&gt;, sagt sie, mit strahlenden Augen, &lt;span style="font-style:italic;"&gt;wir suchen die Mütter mit den meisten Kindern.&lt;/span&gt; &lt;br /&gt;Sofort meldet sich eine Frau und hält beide Hände in die Luft. 10 Kinder hat sie. Eine andere meldet sich, elf Kinder, ruft sie. Doch das ist gar nichts, liebe Leute. &lt;br /&gt;Eine ältere Frau, die wir bereits als Oma bezeichnen würden (womöglich ist sie das auch schon), meldet sich und wird auf die Bühne gebeten. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Und, wie viele Kinder haben sie?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Es sind dreizehn, die bei mir wohnen&lt;/span&gt;, sagt sie und lächelt schwach. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Und, wie viele haben sie?&lt;/span&gt;, fragt Judith wieder. &lt;br /&gt;Die &lt;span style="font-style:italic;"&gt;viejita&lt;/span&gt; guckt kurz zum Himmel, als müsste sie nachzählen, dann nickt sie energisch und sagt glücklich: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;18. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Das ist selbst für nicaraguanische Verhältnisse viel. Sie bekommt im Anschluss ein Geschenk und setzt sich glücklich wieder ins Publikum. Daraufhin werden noch die Mutter mit dem längsten Haar und die jüngste Mutter gesucht; die jüngste Mutter ist 16 und auch sie nimmt strahlend ein Geschenk entgegen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein letzter Tanz, und dann ist der acto de las madres auch schon wieder vorbei. Die Lehrerinnen und ich gehen ins Direktorat, wo man Kuchen und Orangensaft trinkt, Norma verteilt Geschenke an alle Mütter und lacht mich entschuldigend an. &lt;br /&gt;Der Kuchen ist wie immer: süß und unglaublich groß, kitschig, mit Rosen und Beschriftungen, aber darauf stehen die Nicas. Und letztlich war es ein schöner Muttertag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich gehe, treffe ich Profe Pedro, der sich wohl zum ersten Mal fehl am Platze fühlt, - was soll er auch, am Muttertag, hier, mit all den Müttern? Nicht ein Vater war bei der Veranstaltung anwesend, einzig Mütter und ihre Kinder (gut, ein paar Jungs). &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Und&lt;/span&gt;, frage ich, &lt;span style="font-style:italic;"&gt;was machen Sie am Tag der Mutter?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Er guckt mich an, dann lacht er: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Eine Frau zur Mutter. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Und das ist auch typisch Nica.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-2999976101518652990?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/2999976101518652990/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/05/der-tag-der-mutter.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/2999976101518652990'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/2999976101518652990'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/05/der-tag-der-mutter.html' title='Der Tag der Mutter'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-6662039370200645233</id><published>2010-05-28T10:01:00.004-06:00</published><updated>2010-05-28T11:19:12.737-06:00</updated><title type='text'>Der kinder Cristobal Vanegas</title><content type='html'>Seit einiger Zeit arbeite ich in einem Kindergarten, einem zukünftigen Projekt, in dem schon bald eine Freiwillige helfen wird; bei dem Kindergarten Cristobal Vanegas handelt es sich um eine Besonderheit: denn zuvor war ich immer davon ausgegangen, dass es etwas wie einen Kindergarten in Nicaragua nicht gebe, - viele Kinder bleiben bis zu ihrer Einschulung den gesamten Tag bei ihren Familien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Insgesamt 300 Kinder kommen in den kleinen Kindergarten, allerdings erscheinen sie über den Tag verteilt; die Jüngsten unter ihnen sind gerade mal im Kleinkindalter und sind unterm Dach zu finden, wo sie die meiste Zeit schlafen. In den drei unteren Räumen befinden sich Kinder im Alter von drei bis vier, und fünf bis sechs. &lt;br /&gt;Ich begleite Nubia, eine Kindergärtnerin, und ihre Gruppe, die aus etwa 30 Kindern besteht. Zwischen sieben und acht Uhr werden die Kinder von ihren Eltern in den Kindergarten gebracht, um acht Uhr beginnt die Gesamtbetreung. Nuria fängt an, mit den Kindern Lieder zu singen, und einige von ihnen sind noch verschlafen und stehen nur vollkommen verwirrt da, mit ihren kleinen Rucksäcken auf den Schultern, andere hingegen sind wach und schreien die Lieder aus ganzer Kehle mit; sie wünschen sich ihre canzones favoridas und Nubia singt sie mit ihnen, mindestens zwanzig Minuten, mit ganzem Körpereinsatz.&lt;br /&gt;Im Anschluss wird die Anwesenheit der Kinder überprüft; laut und mit ganzer Kraft rufen sie: presente und Nuria zeichnet Kreise in ihr Buch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Kindergarten übernimmt hier nicht nur die Aufsicht über die Kinder; genau so ist es eine Vorbereitung auf die Schule, einige der Knirpse tragen schon Schuluniformen, aber nur aus dem einfachen Grund, dass es ihren Eltern gefällt, erklärt mir Nubia. &lt;br /&gt;An diesem Tag basteln die Kinder Vokale und wiederholen die Zahlen von 1 bis 20. Es ist eine angenehme, ruhige Stimmung, wenn man bedenkt, dass jedes dieser Kinder einen Bewegungsdrang hat, spielen will, aus sich raus will. &lt;br /&gt;Aus Filz basteln sie lauter kleine as, die wir gemeinsam auf Papier kleben und anschließend an der Wand anbringen. Zwischendurch wird immer wieder gesungen, oder ein kleines Spiel gespielt. Heute kann auch ich etwas beitragen und einen großen Inhalt meiner Kindheit weitergeben: Rübenziehen. Bereits in der Grundschule haben wir dieses Spiel gespielt und ich würde heute immer noch mitspielen, aber ich gebe mich ein bisschen erwachsen und erkläre, wie es geht. Alle Kinder legen sich im Kreis auf den Boden und haken sich bei ihren beiden Nachbarn ein; Nubia und ich fangen an, die Kinder an den Füßen aus dem Kreis zu ziehen. Es wird gekreischt und gequiekt und Nubia und ich sind ordentlich am Schwitzen, als wir mit den kleinen Stöpseln zu tun haben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen 9:30 Uhr findet die Pause statt. Nubias Kinder, die Pescaditos (Fischchen), setzen sich auf die Bänke auf der Veranda, es kommt eine Frau aus der Küche und verteilt Kekse und Fresco. Für 300 Kinder kochen sie, jeden Tag. &lt;br /&gt;Um 10:00 Uhr waschen sich die Fischchen ihre Flossen, Nubia und ich helfen, danach gehen wir zurück in den Raum. Es wird ein bisschen modelliert, - und das ist kein Quatsch. Schon hier im Kindergarten werden die Kinder dazu aufgefordert, im Kreis zu laufen, zu winken, mit den Hüften zu wackeln, ihren Freunden zuzuwinken; einige genießen es und sind ganz Model, andere hingegen machen gar nichts und laufen desorientiert zickzack. Und das ist ganz Nica, es wird nämlich trotzdem geklatscht und Nubia feuert alle begeistert an. &lt;br /&gt;Während Nubia Kleben an die Kinder veteilt, schreibe ich schon mal die Hausaufgaben in die Hefte der Kinder: große es, die sie ausmalen sollen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen 11:00 Uhr essen die Kinder zu Mittag, ich verteile Schüsseln mit Bohnen und Nudeln, Reis und Tassen mit Fresco. Einige Kinder bleiben bis 12:00 Uhr, andere bis 17:00 Uhr im Kindergarten, der auf Spanisch übrigens kinder heißt, für sie ist es ein Ort, an dem sie einen großen Teil ihrer Kindheit verbringen; zu Hause sind sie nur, um zu schlafen. Viele der Eltern, deren Kinder im Zentrum Cristobal Vanegas sind, haben drei Kinder, in jedem Raum eines, - zwar müssen sie nicht für alle drei den gleichen Betrag zahlen, und doch ist es auch eine Kostenfrage. &lt;br /&gt;Bis vor einem Jahr wurde der Kindergarten nur über den monatlichen Beitrag der Eltern und über Spenden aus Deutschland finanziert, seit einiger Zeit unterstützt auch die Regierung die Institution, - und doch betont die Kindergartenleiterin in jedem Gespräch mit mir, wie wichtig die finanzielle Unterstützung ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während einige Kinder draußen auf ihre Eltern warten, sitzen andere in einem anderen Raum und gucken einen Film. Ich sitze mit Orlando und Judith auf einer der Bänke, beide weinen um die Wette und um die Misere zu retten, fange ich an, beide zu kitzeln; ein Konzept, das bei Kindern immer funktioniert, auch bei den beiden Zwillingen, Axel und Ernesto, die die meiste Zeit damit verbringen, zu raufen, ihren Fuß dem anderen ins Gesicht zu halten und sich über den begangenen Schaden tot zu lachen. Letztlich sitzen wir vergnügt auf der Bank, alle kichern und sind noch viel fröhlicher, als ihre Eltern sie abholen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-6662039370200645233?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/6662039370200645233/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/05/der-kinder-cristobal-vanegas.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/6662039370200645233'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/6662039370200645233'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/05/der-kinder-cristobal-vanegas.html' title='Der kinder Cristobal Vanegas'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-2335499219319122271</id><published>2010-05-25T12:24:00.002-06:00</published><updated>2010-05-25T12:29:55.724-06:00</updated><title type='text'>Ein Dank nach Deutschland</title><content type='html'>Liebe Leute, die 250 Dollar, die meine Schule zum Kauf von Musikinstrumenten für den Unabhängigkeitstag am 15. September benötigt, habe ich dank eurer Hilfe sammeln können. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich freue mich über eure Bereitschaft, den Kindern die Teilnahme und die Freude an diesem für sie so ganz besonderen Tag zu ermöglichen! Man hat mir Bilder der zu kaufenden Instrumente versprochen, die euch ganz sicher erreichen werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin sehr glücklich, denn ich weiß genau, wie Norma und Judith heute strahlen werden, wenn ich ihnen das berichten kann; - und bin fast ein wenig sprachlos, dass dieses Engagement so schnell und einfach kam; und so selbstverständlich ist. &lt;br /&gt;Aber wie man mir sagte, sei Musik etwas Weltübergreifendes, etwas, das einen höheren Wert hat, ein Beitrag zum Frieden, der auf diese Weise sicherlich gegeben ist. &lt;br /&gt;Vielen, vielen Dank!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-2335499219319122271?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/2335499219319122271/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/05/ein-dank-nach-deutschland.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/2335499219319122271'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/2335499219319122271'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/05/ein-dank-nach-deutschland.html' title='Ein Dank nach Deutschland'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-2093187670548354546</id><published>2010-05-25T11:24:00.003-06:00</published><updated>2010-05-25T12:23:44.981-06:00</updated><title type='text'>Death Proof: Chicharron</title><content type='html'>Am vergangenen Freitag werde ich auf eine harte Probe gestellt; denn gerade komme ich in die 5b, da stehen alle Kinder in Trachten da. Ein paar haben einen Teller Gallo Pinto auf dem Tisch und sie sehen nicht danach aus, als würden sie jetzt Englisch lernen. Profe Rosa steht vorne und bittet mich, Platz zu nehmen. Ich setze mich und die Kinder werden ebenfalls nach vorne gerufen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Karelia steht da, mit einem Teller Gallo Pinto, mit einer Tortilla und einem Stückchen Cuajada (Käse). "&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ich habe Gallo Pinto mitgebracht&lt;/span&gt;", sagt sie, "&lt;span style="font-style:italic;"&gt;es ist das Nationalgericht Nicaraguas, und hier habe ich ein Glas Pinol, das ist das Nationalgetränk. Es wird aus Mais hergestellt. Um Gallo Pinto zu kochen, lasse ich Öl in eine Pfanne, dann füge ich ein paar Zwiebeln hinzu. Es folgen die Bohnen, ich lasse sie in ihrem Saft mitkochen, anschließend lasse ich ihn ablaufen. Zum Schluss füge ich den Reis hinzu, der die Farbe der Bohnen annimmt. Ich serviere Gallo Pinto mit einem Stück Ziegenkäse und einer frischen Maistortilla.&lt;/span&gt;"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dafür kriegt sie 15 Punkte. Wenn sie im Anschluss noch einen Volkstanz tanzt, bekommt sie 25 Punkte. Einige Kinder haben nichts mitgebracht und wollen auch nicht tanzen, andere hingegen kriegen nicht genug. &lt;br /&gt;Es ist bereits 16:00 Uhr und ich denke, dass ich nun, in den letzten 15 Minuten Englisch unterrichten kann, - da kommt Rosa auf eine Idee. &lt;br /&gt;Hey, wie wärs, wenn wir Barbara von jedem etwas geben. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Super&lt;/span&gt;, die Kinder sind begeistert, und mein Magen kriegt Angst. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Nu hat Rosa von jedem etwas auf einen umgedrehten Kochdeckel stibitzt, Amilcar verdonnert sie dazu, mir die Hälfte seiner Tortilla zu schenken, Karelia klaut sie ihr Glas Pinol. Meine Nachmittagsmahlzeit besteht aus Gallo Pinto, Cuajada, Tortilla, Nacatamales vom Schwein (eine Masse aus Mais, Kartoffeln und Schweine- oder Hähnchenfleisch, eingewickelt und gekocht in einem Palmenblatt) und Chicharron. &lt;br /&gt;Ich quäle mich ein bisschen durch die Nahrung, denn bereits zwei Stunden vorher wurde ich auf eine Nacatamal eingeladen und es stellte sich nicht als mein Leibgericht heraus. &lt;br /&gt;Doch die Krönung des Ganzen ist Chicharron. Seit gut vier Monaten esse ich wieder Fleisch und bisher habe ich auch in Nicaragua keine böse Erfahrung gemacht - doch jetzt kommt sie. &lt;br /&gt;Ich knabbere ein bisschen am Chicharron herum, ohne recht zu wissen, was es ist. Es sieht aus wie ein kleines Bienennest zum Knabbern, aber es schmeckt nicht nach Honig, es schmeckt komisch. Anibal ist an meiner Seite und ich frage ihn ein bisschen zögernd, was das denn wäre. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Das ist Chicharron&lt;/span&gt;, sagt er begeistert und seine Augen strahlen. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Und was ist das? Ist das Fleisch?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Nein.&lt;/span&gt; Er lacht. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Woher kommt es dann?&lt;/span&gt; Ich finde es nicht so lustig, denn ich weiß gerne, was ich esse.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Vom Schwein!&lt;br /&gt;Aha, und was vom Schwein ist es genau?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Er strahlt weiter, als er mir erzählt, wie man das genau kocht. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Dem Schwein wird die Haut abgezogen und die wird anschließend in heißem Öl gewendet. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Ich erkläre ihm, dass ich Vegetarierin bin und die gute gute Schweinehaut aus moralischen Konfliktgründen nicht zu mir nehmen kann. Er strahlt noch mehr.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-2093187670548354546?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/2093187670548354546/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/05/death-proof-chicharron.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/2093187670548354546'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/2093187670548354546'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/05/death-proof-chicharron.html' title='Death Proof: Chicharron'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-2232107654124829422</id><published>2010-05-18T11:31:00.002-06:00</published><updated>2010-05-18T11:38:09.259-06:00</updated><title type='text'>Warum man die "Arschkarte" zieht</title><content type='html'>Wir befinden uns wieder bei der Begriffsklärung gängiger Ausdrücke; und da Ben ebenfalls dieses Rätselraten liebt, verbringen wir einen ganzen Morgen im Cafe Barista und prüfen Sprichwörter. Ganz besonders schön ist da die &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Arschkarte&lt;/span&gt;.&lt;br /&gt;Warum heißt es so?&lt;br /&gt;Weil das Fernsehen einst schwarz-weiß war. Und wie soll es also nicht zur Verwirrung führen, wenn man nicht erkennen kann, ob der Schiri nun die rote oder die gelbe Karte zieht? Drum wartete die gelbe Karte in der Brusttasche und die rote in der Hosentasche, förmlich also am &lt;span style="font-style:italic;"&gt;trasero&lt;/span&gt;, wie der Nicaraguaner sagt, am Arsch. &lt;br /&gt;So einfach ist es.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-2232107654124829422?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/2232107654124829422/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/05/warum-man-die-arschkarte-zieht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/2232107654124829422'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/2232107654124829422'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/05/warum-man-die-arschkarte-zieht.html' title='Warum man die &quot;Arschkarte&quot; zieht'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-244665292591968630</id><published>2010-05-18T11:08:00.003-06:00</published><updated>2010-05-18T11:28:33.104-06:00</updated><title type='text'>Eine Bitte aus Matagalpa</title><content type='html'>Als ich am Freitag in die Schule komme, überreicht mir Judith einen Brief, den ich mit ihr selbst verfasst und gedruckt habe (und wie immer war das Drucken das Schwierigste). Es ist eine Bitte, die sowohl an die Asociacion Wuppertal-Matagalpa, wie an den Bürgermeister Matagalpas so wie an mich geht, - denn die Schule benötigt neue Musikinstrumente für den &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Dia de la Independencia&lt;/span&gt; am 15. September. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diesen Tag habe ich selbst im vergangenen Herbst (hier müsste man sagen Sommer) erlebt und ich habe gesehen, was für eine Bedeutung dieser Tag für ganz Nicaragua hat. &lt;br /&gt;Nun ist es so, dass die Musikinstrumente und auch die Trachten der Escuela nicht mehr benutzt werden können, - und so stehen Norma und Judith vor einem Problem. &lt;br /&gt;Um 44 neue Instrumente anzuschaffen, benötigt man 250 Dollar; eine Summe, für die deutsche Musikschulen nicht einmal ein Instrument kaufen können. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein wenig unwohl fühle ich mich schon bei dem Gedanken, dass sich die beiden nun auch von mir finanzielle Unterstützung erhoffen, - denn ich bin eine Freiwillige, kein Konzernchef, niemand, der lockeres Geld los treten kann; sicher habe ich als Vorbereitung einen Unterstützerkreis aufgebaut, aber schon da ist es mir aufgefallen, wie unangenehm es sich anfühlt, nach Geld zu fragen. Und doch liegt es mir am Herzen, der Schule zu helfen, weil ich die Leute dort kenne, genau so die Kinder, und ich weiß genau so, wie sie gucken werden, wenn sie als einzige Schule (als bereits eine der ärmsten Schulen der Stadt) am Tag der Unabhängigkeit nicht mit ihrem Land feiern können. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich erwarte nicht, dass ich morgen lauter Mails mit Geldspenden im Postfach habe; aber wenn einer von euch beim Lesen dieses Einrages auf eine Idee gekommen ist, so lasst es mich bitte wissen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-244665292591968630?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/244665292591968630/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/05/eine-bitte-aus-matagalpa.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/244665292591968630'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/244665292591968630'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/05/eine-bitte-aus-matagalpa.html' title='Eine Bitte aus Matagalpa'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-8352033385479794392</id><published>2010-05-18T10:35:00.003-06:00</published><updated>2010-05-18T11:00:41.445-06:00</updated><title type='text'>Unplugged im Patio</title><content type='html'>Das Wochenende kam und mit ihm nicht nur Ben, ein weiterer Teil von Tims Familie, sondern auch eine Fiesta im &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Centro Cultural Aleman&lt;/span&gt;; denn so nennen wir unsere Häuserzeile, in der wir mit Vivi und Lina wohnen. &lt;br /&gt;Die meisten unserer Gäste wurden auch von den beiden eingeladen, gefeiert wurde bei uns - gerechte Aufteilung. Aber immerhin wollten auch Tim und ich die Tatsache genießen, dass wir Freunde in unsere bescheidenen vier Wände einladen dürfen, und so tummelten sich an diesem Abend mindestens 50 + Personen in unserem Haus; darunter waren auch Tims Eltern, die uns bewiesen, dass "älter" sein nicht unbedingt Spaßverlust mit sich bringt.&lt;br /&gt;Das Beste aber an der ganzen Party war - neben dem von mir angefertigten Schokokuchen - die fünfköpfige nicaraguanische Band &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Bajo enllavado&lt;/span&gt;, die für uns im Patio spielten. Livemusik also, zu der man recht gut tanzen konnte, während ordentlich &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Cuba Libre&lt;/span&gt; getrunken wurde. Fast acht Stunden lang wurde Musik gemacht, von sechs Uhr abends bis zwei Uhr morgens, und Jorges Gitarrenverstärker sorgte dafür, dass unsere Party bis zur nächsten Tankstelle zu hören war. &lt;br /&gt;Es war also schon eine schöne Veranstaltung, doch wie es oft so ist, bringt der Morgen danach einiges an Verwirrung. Denn während wir am Abend bzw. in der Nacht alle mit einem strahlenden Lächeln begrüßten, die unsere bescheidene Türschwelle überschritten, fragten wir uns am nächsten Tag, wer all die Leute waren, die uns so freundlich zunickten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-8352033385479794392?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/8352033385479794392/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/05/unplugged-im-patio.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/8352033385479794392'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/8352033385479794392'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/05/unplugged-im-patio.html' title='Unplugged im Patio'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-6184322371594481948</id><published>2010-05-13T10:12:00.002-06:00</published><updated>2010-05-13T10:16:09.489-06:00</updated><title type='text'>Warum es Rote Bete heißt</title><content type='html'>Die Erklärung zu dieser Frage ist einfach. Denn bei Bete handelt es sich nicht um Beete, sondern um den lateinischen Wortstamm: wir sprechen nämlich von der &lt;span style="font-style:italic;"&gt;beta vulgaris&lt;/span&gt; oder auch der &lt;span style="font-style:italic;"&gt;beta conditiva&lt;/span&gt;, wobei beta für Rübe steht. Das Adjektiv rot kommt von der Farbe der &lt;span style="font-style:italic;"&gt;beta vulgaris&lt;/span&gt;, - so einfach ist es. &lt;br /&gt;Auf Spanisch ist dieser Name übrigens weniger verwirrend als im Deutschen, auch wenn &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Remolacha&lt;/span&gt; eher nach einer Soße oder einer fettigen Speiße klingt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-6184322371594481948?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/6184322371594481948/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/05/warum-es-rote-bete-heit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/6184322371594481948'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/6184322371594481948'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/05/warum-es-rote-bete-heit.html' title='Warum es Rote Bete heißt'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-1599884400513700265</id><published>2010-05-13T09:55:00.002-06:00</published><updated>2010-05-13T10:03:50.273-06:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>So oft ich mir schon gewünscht habe, dass man mir von Anfang an zuhören möge, dass man gesittet zum Campo läuft und nicht ein Spiel spielt, bei dem es darum geht, fahrenden Motorrädern auszuweichen, - ja, so sehr habe ich verstanden, dass diese Vorstellung ein wenig hochgesteckt und fehl am Platze ist. Vielleicht ist es zu deutsch, zu erwarten, dass die Kinder mir zuhören oder nicht herumtollen oder sonst etwas anderes tun. Denn auch wenn ich dachte, dass so etwas gar nicht möglich sei, so hat Profe Rosa es doch geschafft: als wir auf dem Weg zum Campo sind, sind ihre Kinder schweigsam, die Mädchen schnacken nicht herum, die Jungs ärgern sich nicht gegenseitig, sie sind ruhig, laufen in Zweierreihen und als wir auf dem Campo stehen, ordnen sie sich wie von selbst in ihre Schlange ein, um dem Calentamiento zu folgen. &lt;br /&gt;Ich stehe ein bisschen ungläubig daneben, gucke Rosa zu, wie sie die Arme kreisen lässt, die Füße spannt und entspannt, wie sie Hampelmann macht; die Kinder der 5to B befolgen ihren Rat still und ohne zu maulen, fast kein Wort wird gesprochen. &lt;br /&gt;Als Rosa fertig ist, bin ich an der Reihe; wir machen ein Wettrennen, aber die Kinder sagen auch hier nichts, - zwar kann man ihnen die Anspannung im Gesicht ansehen, aber sie rufen nicht den Namen desjenigen, der läuft, sie rufen nicht &lt;span style="font-style:italic;"&gt;corre, corre&lt;/span&gt; - lauf, lauf. Sie rufen gar nichts. &lt;br /&gt;Und ich stelle betreten fest, dass das das traurigste Wettrennen ist, das ich bisher gesehen habe.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-1599884400513700265?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/1599884400513700265/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/05/so-oft-ich-mir-schon-gewunscht-habe.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/1599884400513700265'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/1599884400513700265'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/05/so-oft-ich-mir-schon-gewunscht-habe.html' title=''/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-7164494685066973544</id><published>2010-05-13T09:45:00.002-06:00</published><updated>2010-05-13T09:53:39.208-06:00</updated><title type='text'>Ein festes Seil</title><content type='html'>Kurz bevor ich zur Schule gehe, schaue ich noch bei einer Pulperia vorbei. Ich habe gesehen, dass sie festes Seil haben, denn obwohl wir nun schon drei Wochen in unserem neuen Haus leben, haben wir noch nicht alles anbringen können, was wir mit uns brachten - und unsere Hängematte liegt noch immer unbenutzt herum. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Hola&lt;/span&gt;, sage ich, &lt;span style="font-style:italic;"&gt;wie lang ist dieses Seil?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Die Frau an der Kasse und ihr jugendlicher Sohn beäugen mich misstrauisch.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Es ist schon lang&lt;/span&gt;, sagt der Junge zögernd. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Gut&lt;/span&gt;, meine ich zufrieden, &lt;span style="font-style:italic;"&gt;ich brauche nämlich möglichst langes, festes Seil. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Sie kneifen die Augen zusammen. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ich will eine Hängematte aufhangen.&lt;/span&gt; &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ah, okay&lt;/span&gt;, sie atmen erleichtert aus. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Das ist so ne Sache mit den Seilkäufern&lt;/span&gt;, sagt der Sohn und wedelt mit den Armen in der Luft; &lt;span style="font-style:italic;"&gt;immer, wenn jemand hier Seil kauft, sehe ich ihn am nächsten Tag im Fernsehen und erfahre, dass er sich umgebracht hat. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Oh&lt;/span&gt;, sage ich und bin ein wenig sprachlos. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Dann ist es also sehr fest?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Sie nicken beide, fast beschämt. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Nun, ich bin zufrieden mit meinem Leben. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Sie lächeln mich dankbar an. &lt;br /&gt;Ich kaufe drei Bünde. Als ich den Laden verlasse, rufen sie mir nach: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Pass auf dich auf!&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-7164494685066973544?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/7164494685066973544/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/05/ein-festes-seil.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/7164494685066973544'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/7164494685066973544'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/05/ein-festes-seil.html' title='Ein festes Seil'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-3080086329101852702</id><published>2010-05-11T12:12:00.004-06:00</published><updated>2010-05-13T10:12:28.884-06:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='n R'/><title type='text'>Ist es nicht langweilig hier?</title><content type='html'>Sonntag sind wir auf einer Taufe eingeladen; auf einer richtigen Taufe. Aber sie verläuft nicht anders ab als auch in Deutschland, bis auf die vielen Papageien in der Kirche, die sich als die Festgemeinde entpuppen, - denn es haben sich wirklich alle so richtig ins Zeug gelegt, das muss man fairerweise sagen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sitzen auf den Kirchenbänken der Iglesia San Jose, ein Priester hält Andrea Alexandra in die Luft und nennt sie nun bei ihrem Namen, er beträufelt sie mit Wasser und einige Tanten kriegen feuchte Augen. Im Anschluss singen wir und das stimmt mich etwas nachdenklich, denn wir singen ein Lied, das sonst nur bei Beerdigungen gesungen wird (das wissen wir noch von der Zeit, als wir am Friedhof wohnten). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Egal, anschließend geht es zum Haus der jungen Familie, das mit Luftballons und rosa Stoff geschmückt ist. Eine dreifache Torte steht direkt gegenüber des Eingangs und vermutlich verharren viele deshalb so lange auf den weißen Plastikstühlen. &lt;br /&gt;Wir sitzen am Kindertisch. &lt;br /&gt;Das hat Vor- wie Nachteil; ein Vorteil wäre, dass wir so im Gegensatz zu denjenigen in den hinteren Räumen Luft bekommen und nach draußen gucken können. Ein Nachteil - und so leid es mir tut - sind die Kinder. Es scheint, dass sie irgendwo auf Sendung sind, denn sie brabbeln die ganze Zeit, fragen uns nach Essen, aber auch wir dürfen die Dreietagentorte nicht anschneiden. Aber das ist auch das einzige, das passiert. Andrea Alexander wird von ihrem Vater Henry durch die Festräume getragen, Fotos werden geschossen, Andrea gähnt, die Festgemeinde lacht, es wird ein bisschen geschwiegen, dann wird sich wieder umgeguckt, man wartet, guckt mal kurz zur Torte, Henry kommt wieder, dieses Mal in Begleitung seiner Frau, sie bedanken sich für die Geschenke, wir gucken wieder zur Torte, Henry zündet eine Kerze an und wechselt das Lied, das gerade durch das Haus schallt, wir gucken zur Torte, ein dickes Kind fragt mich, wann es endlich essen gibt, der Vater lacht, da erzählt das Kind, das sein Vater Stinkefüße hat, der Vater lacht nicht mehr, wir gucken wieder zur Torte, gucken auf die Uhr, machen ein Foto mit Andrea Alexandra, Henry legt sie schlafen, wir schweigen und gucken auf das Fußballfeld gegenüber, wo ein Franziskanermönch mit ein paar nicaraguanischen Studenten in Kutte und mit langem Bart Fußball spielt. Irgendwann geht er. Ein dickes Mädchen guckt mich an, stützt den Kopf auf die Arme und meint: "&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Stimmt doch, dass es hier langweilig ist?&lt;/span&gt;"&lt;br /&gt;Gerade in diesem Moment erscheint ein wenig Abwechslung in Form von Curryreis mit einer Scheibe Rote Bete (und ich habe nie verstanden, warum es Rote Bete heißt und wie man ihren Plural bildet), Cannelloni mit Hühnchenfüllung und Salat. Die Kinder an unserem Tisch scheinen abgelenkt, aber nein, sie spielen ein Spiel, mit uns. Wer als erster fertig ist, hat gewonnen. &lt;br /&gt;Ich rühme mich nicht mit solchen Dingen, aber ja, ich habe gewonnen. Allerdings habe ich dafür etwas anderes verloren, nämlich den Nachtisch; wir gehen, bevor die Torte überhaupt angeschnitten wird.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-3080086329101852702?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/3080086329101852702/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/05/ist-es-nicht-langweilig-hier.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/3080086329101852702'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/3080086329101852702'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/05/ist-es-nicht-langweilig-hier.html' title='Ist es nicht langweilig hier?'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-4125268873846869932</id><published>2010-05-07T11:32:00.003-06:00</published><updated>2010-05-11T12:10:12.817-06:00</updated><title type='text'>10 Wochen</title><content type='html'>Momentan trösten wir uns noch, mit dem Glauben, in knapp drei Monaten, am 20. Juli, nach Hause zu kehren. Und doch wird einem ganz anders, wenn man daran denkt, dass es doch nur noch 10 Wochen sind, die so schrecklich schnell vergehen. &lt;br /&gt;Man wundert sich dann, wie schnell überhaupt ein Jahr vergehen kann - ein Jahr, von dem man denkt, dass es ewig dauert. Und jetzt wäre ich gerne noch mal am Anfang, ich würde gern die Zeit noch einmal zurück drehen, auf August oder September und alles nochmal genau beobachten und genießen. &lt;br /&gt;Leider geht es nicht, und vielleicht ist es auch gut so, denn man würde wahrscheinlich sein gesamtes Leben nach hinten spulen und gar nicht mehr die Lust oder den Mut aufbringen, Neues zu erleben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für uns alle geht es danach los mit dem Studium und für mich wird es vermutlich in Marburg weitergehen, - aber an all diese Dinge jetzt hier in Matagalpa zu denken, irritiert. Denn irgendwie wollen die Wellblechhütten und die Mangoverkäuferinnen, die Kinder vor den Supermärkten oder auch die Kleidergeschäfte gar nicht zu dem Leben passen, das bald ansteht, wieder los geht. Alles ist anders, alles ist Nica. Und alles ist so, wie wir es nun schon seit neun Monaten kennen; ich habe manche Dinge aus Deutschland vergessen, habe vergessen, wie Dinge schmecken oder wie es ist, durch eine Stadt zu laufen, deren Häuser in den Himmel ragen (bitte lacht nicht, im Vergleich zu Matagalpa hat Bochum wirklich ein Wolkenkratzerpanorama).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genau so irritiert es mich ein wenig, zu wissen, dass nach diesen zehn Wochen neue Freiwillige kommen, die Ähnliches erleben werden, wie ich. Leute, die in meinem Bett schlafen, in meinem Haus wohnen und selbstverständlich den Schlüssel zur Haustür bei sich tragen. Leute, die nachmittags in die Escuela Publica Wuppertal eintreten, auf die die Kinder stürmen, und die sie mit auf den Campus nehmen. &lt;br /&gt;Mit mir war es nicht anders, vor einem Jahr war ich die Neue - und doch frage ich mich, was bleibt. Natürlich, mir wird einiges bleiben, aber auf bestimmte Weise hänge ich sehr an dieser Stadt, an all den Menschen, die ich hier kennen gelernt habe - und es ist ein merkwürdiges Gefühl, an ein Land zu denken, das so anders ist als Nicaragua.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-4125268873846869932?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/4125268873846869932/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/05/10-wochen.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/4125268873846869932'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/4125268873846869932'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/05/10-wochen.html' title='10 Wochen'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-4824863789874597788</id><published>2010-05-06T12:29:00.002-06:00</published><updated>2010-05-06T12:39:00.340-06:00</updated><title type='text'>Profe Ruben</title><content type='html'>Samstagnacht wurde die Partytauglichkeit unserer kleinen Küche getestet - und sie hat sich bewährt. Denn eigentlich saßen um halb zwei nachts nur Janina, Tim und ich verschlafen auf unseren Plastikstühlen und ordneten die Welt; dann kam Ruben dazu, ein Deutscher, der momentan eine Reise durch Zentralamerika macht, und der sich bei uns deutlich wohl fühlt. So kam es, dass mit einem Male auch zwei Finnen in unserer Küche saßen, die die ganze Zeit Schnappi hören wollten und uns gut gelaunt zuprosteten. Das Haus füllte sich, als auch noch unsere nicaraguanischen Freunde hereinschneiten, die wir ja glücklicherweise dank neuer Wohnlage willkommen heißen dürfen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Party hin, Party her; die Gäste gingen um fünf, Ruben ist bis heute noch da. Und gestern nutzte er die Gelegenheit, mich ins Projekt zu begleiten. Gemeinsam haben wir Sportunterricht gegeben, haben mit den Kindern Völkerball gespielt und sie alle zusammen abgeworfen. Die Kinder, die größtenteils von Frauen unterrichtet werden (es gibt einen Profe an der Schule, den legendären Profe Pedro), haben es sichtlich genossen, einen männlichen Freiwilligen vor sich zu haben und mit ihm zu spielen. &lt;br /&gt;Zum Schluss gab es von allen ein Küsschen auf die Wange. Adios, Profe Ruben, rufen sie und winken uns zu, während wir gegen fünf den Nachhauseweg über den Campo antreten. Wir gucken ihnen zu, wie sich die kleinen blau-weißen Punkte über das Primero de Mayo verteilen, - es war ein schöner Tag, einer dieser Tage, die mich glücklich machen, weil alles perfekt ist, wenn auch nicht viel meiner Unterrichtspläne geklappt hat.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-4824863789874597788?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/4824863789874597788/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/05/profe-ruben.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/4824863789874597788'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/4824863789874597788'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/05/profe-ruben.html' title='Profe Ruben'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-5512862424661368057</id><published>2010-05-06T12:10:00.002-06:00</published><updated>2010-05-06T12:29:02.397-06:00</updated><title type='text'>Ein neues Heim</title><content type='html'>Der Rekord beim diesjährigen FFD-Häuserwechsel geht eindeutig nach Nicaragua, Matagalpa - an uns, Tim und mich. Noch nicht einmal drei Monate haben wir in unserem schönen Haus mit Dachterrasse und Blick über Matagalpa verbracht, da waren wir schon wieder draußen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser friedlichen Vermieter, die direkt eine Etage unter uns lebten, entwickelten sich von ruhig zu beunruhigend; denn nicht nur, dass sie dauernd Ursachen fanden, die die Miete erhöhten, zuletzt verboten sie uns auch den Kontakt zu Nicaraguanern. &lt;br /&gt;Zeit für einen Tapetenwechsel, beschlossen Tim und ich,und so räumten wir in Windeseile unser nettes Haus - und fanden ein noch schöneres. Zwar genießen wir keine Aussicht mehr über Matagalpa, dafür müssen wir aber auch keinen Berg mehr rauf. Wir leben zentral - und doch ruhig, in einem netten Haus, direkt gegenüber der Universität, direkt neben Lina und Vivi, - und so eröffneten wir gemeinsam mit Janina, die mit uns zusammenzog, das Centro Cultural Aleman. &lt;br /&gt;Doch ein weiteres Persönchen mischhte sich in unser WG-Leben: Golfi ist noch jung, hat viele rote Haare und sang uns in der ersten Nacht im Haus eine Katzenserenate. Mittlerweile hat sich unser Kater gut eingelebt und fängt die Fliegen im Hof. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die anfängliche Traurig- und Ratlosigkeit hat sich also längst gelegt, - wir sind glücklich, genießen unser Leben im neuen Haus und den Regen, der seit Ende April Matagalpa beinahe täglich mit Abkühlungen beglückt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-5512862424661368057?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/5512862424661368057/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/05/ein-neues-heim.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/5512862424661368057'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/5512862424661368057'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/05/ein-neues-heim.html' title='Ein neues Heim'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-9214842465567380494</id><published>2010-05-06T11:42:00.004-06:00</published><updated>2010-05-06T11:57:04.288-06:00</updated><title type='text'>3. Rundbrief: Vom Ideal zum Irrweg – Nicaragua im Schatten der FSLN</title><content type='html'>Ein jedes Land braucht seine Staatsform, ein jedes Land braucht seinen Helden; wenn man den Flughafen Augusto C. Sandino in Managua betritt, dann besitzt Nicaragua gleich zwei Männer, auf die man hier besonders stolz ist: den friedliebenden Dichter Ruben Dario, der in seinen Gedichten die Schönheit Nicaraguas besingt, und den Mann, nach dem der Ort benannt ist: Augusto Sandino blickt ein bisschen finster auf die Cola schlürfenden Touristen hinab,  ein bisschen so, als ob ihm gar nichts passt. &lt;br /&gt;Und während sein literarisches Gegenüber als feiner Herr in einem gutbürgerlichen Haus posiert, steht Sandino störrisch auf einer grünen Wiese, die Hände demonstrativ kampfbereit am Gürtel, das Gesicht in Falten gelegt, seine beiden Erkennungszeichen – brauner Hut und rotes Halstuch – machen sein Erscheinungsbild komplett. Die Unterschiede zwischen dem Liebesgedichte schreibenden Ruben Dario und dem aufständischen Sandino könnten nicht größer sein, - und doch ist ganz klar, wessen Bedeutung überwiegt: ein Nicaragua ohne Ruben Dario und all seine Gedichte, seine Lobhymnen an das eigene Land, wäre traurig. Ein Nicaragua ohne Augusto Sandino hingegen wäre unmöglich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch wer ist dieser Mann, der wegen einem Sack Bohnen einem Anderen ins Bein schoss? Und was macht ihn so unentbehrlich für ein Land wie Nicaragua? Warum sind Palmen, Straßenschilder und Laternenmasten in Managua, Rivas, Nueva Segovia, Leon und sogar auf der Isla de Ometepe schwarz-rot angestrichen - und was lässt die einstiegen Revolutionäre noch heute daran glauben, dass die Revolution noch nicht vorbei ist?&lt;br /&gt;Es dreht sich bei all dem um das dreißigjährige Skelett einer fruchtbaren und doch kernlosen Begeisterung, - um die Frente Sandinista Liberacion Nacional. &lt;br /&gt; Ihren Anfang findet die Große Revolution, wie sie enthusiastisch genannt wird, nämlich nicht mit der Gründung der FSLN im Jahre 1961, sondern knapp vierzig Jahre zuvor, als es einem einfachen Mann aus dem nicaraguanischen Volk zu bunt wird.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als unehelicher Sohn einer Kaffeeplantagenarbeiterin im Bezirk Masaya geboren, &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S-MBB6Y65rI/AAAAAAAAAXM/qT3TP_70xMg/s1600/sandino.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 226px; height: 320px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S-MBB6Y65rI/AAAAAAAAAXM/qT3TP_70xMg/s320/sandino.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5468215504923190962" /&gt;&lt;/a&gt;entwickelt der vom Vater verleugnete Augusto César Sandino schon bald einen geradezu unbändigen Drang nach Gerechtigkeit – und somit einen tiefen Hass auf die US-Marines die 1912 das erste Mal in Nicaragua einfallen. Die Fremdherrschaft der Vereinigten Staaten bringt Sandino zum organisierten Widerstand, er unterstützt rebellische Truppen in Honduras und El Salvador, reist bis nach Mexiko und liefert sich blutige Kämpfe mit den Amerikanern in den Bergen Nicaraguas, - die Kommunistische Internationale nennt seinen Einsatz  heldenhaft, der Mann mit dem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn wird zur lebenden Legende. Tatsächlich ist Sandino erfolgreich, Nicaragua triumphiert, wenn auch ein wenig leise, denn noch immer gibt es einen Präsidenten, der mit den Vereinigten Staaten im Norden sympathisiert. 1934, die US-Marines haben ihre Interventionen in dem zentralamerikanischen Land im vorigen Jahr aufgegeben, stirbt Sandino, als er und seine Männer einer Einladung des Präsidenten folgen und in derselben Nacht erschossen werden. Doch Sandino schafft etwas, was nur wenigen Verstorbenen möglich ist: er bleibt aktiv. &lt;br /&gt;Denn obgleich er tot ist, sind seine Taten, seine Ideale und Wertvorstellungen im eigenen Land nicht vergessen. Und so fällt die Namenssuche dem matagalpinischen Juristen Carlos Fonseca Amador nicht schwer, als er 1961 den  Entschluss fasst, eine Untergrundorganisation, eine Guerilla im Kampf gegen die Willkürherrschaft der Somoza-Dynastie zu gründen: die Frente Sandinista Liberacion Nacional, die Sandinistische Nationale Befreiungsfront, ist geboren.&lt;br /&gt;Und so tritt Sandino wieder in Erscheinung, wird Zugpferd einer der großen Revolutionen Lateinamerikas, seine Gestalt führt eine ganze Generation von Nicaraguanern in den Kampf für die Unabhängigkeit und tatsächlich scheint alles möglich.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn mit Fonseca als Gründer besitzt die FSLN nicht den Ruf einer Terrorzelle, sondern viel mehr den Nervenkitzel eines Neuanfangs und genau so die Attraktivität einer intellektuellen Umorientierung; das Spektrum der Mitglieder fasst weite und &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S-MBBZi--qI/AAAAAAAAAXE/ylT6VEWJodg/s1600/FSLN.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 213px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S-MBBZi--qI/AAAAAAAAAXE/ylT6VEWJodg/s320/FSLN.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5468215496107031202" /&gt;&lt;/a&gt;prominente Bereiche. So unterstützt der Dichter  und Priester Ernesto Cardenal die Organisation, ebenso die nicaraguanische Schriftstellerin Gioconda Belli, die im Namen der FSLN  geheime Briefe hin- und herträgt, bandidos von einem Ort zum anderen schmuggelt, von Somozas Nationalgarde beschattet wird und als geschiedene, allein erziehende Frau das Leben ihrer Kinder wie ihr eigenes riskiert. Nicht Soldaten oder machtgierige Politiker führen die Revolution an, sondern Literaten, Künstler, Philosophen – so scheint es zumindest und die Faszination auf der ganzen Welt ist groß. &lt;br /&gt;Doch als Untergrundorganisation ist es schwer, von sich hören zu lassen und so gelangt die Botschaft der FSLN nur langsam an das von Somoza gepeinigte Volk, doch die Bereitschaft, den Status Quo zu ändern, zu verbessern, ist da – einzig und allein der Mut fehlt, der Stoß, der den Stein ins Rollen bringt. &lt;br /&gt;Zwei Jahre lang dauert der Befreiungskrieg, der immer größere Kreise zieht, 1979 triumphiert die FSLN unter Sandinos Flagge. Die Rebellen, die in der ganzen Welt für Aufsehen sorgen und Sympathien sammeln, erreichen Managua, die Hauptstadt, und stürzen einen Diktator, der das eigene Land längst verlassen hat. Somoza sitzt bereits in Miami und betrachtet in kühlem Zorn das Vorgehen, - ändern kann er nichts mehr, die Zeit der Familiendynastie ist vorbei, nun regiert die FSLN. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und es ist ein zweischneidiges Schwert, das die Partei mit sich führt; denn schon bald wird deutlich, dass an der Spitze der Befreiungsfront kein Sandino sitzt. Obgleich die FSLN Sandinos Namen trägt, ihn während der großen Revolution der ganzen Welt als Sinnbild für Freiheit und Gerechtigkeit präsentiert, kann die eigene Partei sich nicht in Sandinos Welt denken, - denn selbst tote Revolutionäre schweigen. An seiner Stelle sprechen andere, die sich seiner Werte bewusst behaupten – und doch im Angesicht der plötzlichen Macht genau so schwach und anders sind wie der ehemalige Diktator. Zwar sorgt die FSLN im ganzen Land für eine Alphabetisierungskampagne, baut Schulen und das Bildungssystem aus, doch bedienen sich die neuen Mächtigen genau so freizügig an Grundstücken, Ländereien und anderen Gütern wie es nur kurze Zeit zuvor andere getan haben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kluft zwischen den Visionen der FSLN und den Taten der selbigen wird immer größer, - und spaltet das Land. Bis Ende der 1980er Jahre werden immer wieder &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S-MBCH8dmvI/AAAAAAAAAXU/vu8HhSQyLQc/s1600/P1200057.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S-MBCH8dmvI/AAAAAAAAAXU/vu8HhSQyLQc/s320/P1200057.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5468215508561926898" /&gt;&lt;/a&gt; Menschenrechtsverstöße durch die FSLN bekannt, die sich, als Sieger der Revolution, dazu berechtigt sieht, Vergangenes zu rächen und ehemalige Soldaten der Nationalgarde hinzurichten; aber auch willkürlich lassen die Sandinisten beispielsweise Teile der friedlichen, indigenen Bewohner der Atlantikküste ermorden. Die Verbrechen der ursprünglichen Befreier häufen sich – bis schließlich 1990 der Regierungswechsel kommt und somit eine parteiliche Krise. Denn da versteht die nicaraguanische Bevölkerung, dass es für sie längst nicht mehr um Befreiung geht, sondern um das tägliche Brot. Eine Frau kommt an die Macht und Violeta Barrios de Chamorro, die erste Präsidentin des Landes, kann aufgrund ihrer Beliebtheit ganze sechs Jahre an der Macht bleiben und dem Staat zum Aufschwung verhelfen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während dieser Zeit gründelt die FSLN vor sich her, verliert sich in immer ruhmreicher werdenden Betrachtungen der Vergangenheit und vergisst dabei die Gegenwart. Diejenigen, die damals die  Partei vorantrieben und ihr ein Gesicht verliehen, verabschieden sich: Gioconda Belli, Ernesto Cardenal und sein Bruder so wie viele andere Intellektuelle kehren der Partei den Rücken. Die einstiegen Visionen sind für sie schon längst Trugbilder, die FSLN versagt, die Revolution gescheitert; zu dieser Zeit schlägt sich Parteivorsitzender Daniel Ortega mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs herum, die FSLN muss immer mehr Zugeständnisse entgegen dem eigenen Parteiprogramm machen, - und doch geht für einige der Traum der großen Bruderschaft weiter. Die FSLN setzt, auch aus dem Hintergrund, weiterhin die Maßstäbe. Gute Ärzte sind nur gut, solange sie auch Sandinisten sind, und werden andernfalls gekündigt; wer sich nicht der FSLN zugehörig behauptet, hat es schwer, in Nicaragua.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und das Gespenst der Revolution dauert noch weiter an; 2006 gerät Ortega erneut an die Macht. Eine seiner ersten Amtshandlungen ist die gesetzliche Durchsetzung der Schulpflicht, sowie kostenlose Bildung. Trotz vieler Jahre des Zweifelns und des Zögerns, in denen die FSLN kurz vor dem ideologischen Suizid stand, sieht Ortega sich und seine Partei bestätigt, - wenn auch das positive Wahlergebnis vielmehr daher rührt, dass sich viele der FSLN-Kandidaten von ihrem Parteiführenden distanzieren. &lt;br /&gt;Ortega stört es wenig, er sieht sich gern als den Liebling des Volkes, einen Helden der Revolution, jemand, der etwas zu erzählen hat. Im vergangenen Jahr winkt er jubelnd dem Volk von rosa Plakatwänden entgegen und verkündet, dass „wir, die Nicaraguaner, dreißig Jahre Revolution zu feiern haben“; in diesem Jahr verkündet er das Jahr der Solidarität und nennt sich und seine Kampagne christlich, solidarisch, sozialistisch. Die Nicaraguaner schweigen auf sein Bemühen, statt dessen schreiben Ortegas Helfer euphemistische Aufrufe an Häuserwände: Somos hijos de Sandino – wir sind Sandinos Kinder, oder etwa somos la juventud – wir sind die Jugend, genau so Con Daniel al frente somos presidente – mit Daniel voran, sind wir Präsident. Aber der Geist der Revolution lässt sich nicht mit derartigen Sprayungen wieder beleben, und das haben die meisten Nicaraguaner längst verstanden, selbst Daniel Ortega wirkt wie ein Gespenst, das langsam verblasst und doch keine Ruhe gibt; ein Fidel Castro, nur deutlich jünger, der vor kurzem ein Gesetz durchsetzte, das ihm erlaubt, auf unbegrenzte Zeit als Präsident zu regieren. Was Sandino dazu sagen würde, mit seinem Drang nach Freiheit, seinem Wunsch nach Gerechtigkeit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sandino schweigt. Er guckt weiter grimmig auf die Touristen herab, - vielleicht, weil er gern dabei gewesen wäre, als die nach ihm benannten Sandinistas Zentralamerika zum Brodeln brachten und neue Weichen legen konnten. Vielleicht aber auch, weil er sich das alles ganz anders erdacht hat.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-9214842465567380494?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/9214842465567380494/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/05/3-rundbrief-vom-ideal-zum-irrweg.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/9214842465567380494'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/9214842465567380494'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/05/3-rundbrief-vom-ideal-zum-irrweg.html' title='3. Rundbrief: Vom Ideal zum Irrweg – Nicaragua im Schatten der FSLN'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S-MBB6Y65rI/AAAAAAAAAXM/qT3TP_70xMg/s72-c/sandino.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-4286341535691641282</id><published>2010-05-04T10:57:00.002-06:00</published><updated>2010-05-04T11:05:58.922-06:00</updated><title type='text'>Wieso, weshalb, warum</title><content type='html'>Lange ist nichts auf diesem Blog passiert, und die Gründe sind vielerlei. Die guten Nachrichten zuerst: Ich lebe noch. Und zwar sehr gut. &lt;br /&gt;Eine Nierenentzündung und ein Rauswurf / Umzug hielt uns in den letzten zwei Wochen recht auf Trab, aber nun, da alle Aufregung wieder abgekühlt ist, bleibt die Zeit, um zu berichten. Ich danke allen für ihre Geduld, genau so für die lieben Fragen, ob ich noch lebe. Ganz besonders erwähnen möchtre ich Benjamin Splitt, der sich wirklich keine Sorgen machen muss. Ein Gruß nach Chile.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-4286341535691641282?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/4286341535691641282/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/05/wieso-weshalb-warum.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/4286341535691641282'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/4286341535691641282'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/05/wieso-weshalb-warum.html' title='Wieso, weshalb, warum'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-5896401123578278051</id><published>2010-04-14T18:23:00.004-06:00</published><updated>2010-04-14T18:59:31.828-06:00</updated><title type='text'>Fluchen auf Spanisch</title><content type='html'>Dass meine Schule im gefährlichsten Bereich Matagalpas liegt, weiß ich mittlerweile; es wurde mir bereits im ersten Monat hier in Nicaragua geradezu verboten, das &lt;span style="font-style:italic;"&gt;primero de mayo&lt;/span&gt; in der Nacht oder nach sechs Uhr abends zu besuchen.&lt;span style="font-style:italic;"&gt; Solamente vagos y ladrones aqui&lt;/span&gt;, sagt Judith; nur Betrunkene und Räuber. &lt;br /&gt;Dass die Familiensituation vieler Schüler nicht die beste ist, weiß ich auch. Aber als ich mit Profe Sandra noch einmal auf dem Campo stehe, während die Kinder ihre &lt;span style="font-style:italic;"&gt;actividades libres&lt;/span&gt; im Sportunterricht genießen und herumtoben, merke ich erst, wie sehr sich einige der Kinder, die ich vor einem halben Jahr noch wutgeladen erlebt habe, verändert haben; Gerson zum Beispiel ist friedlich. Er spielt mit den Mädchen und Bismark ein Spiel, er feuert seine Mannschaft an, er lacht und hüpft herum. Als wir schließlich den Weg zur Schule anstreben, läuft er neben mir her und nimmt letztlich sogar meine Hand. &lt;br /&gt;Die Situation in der &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Escuela Publica Wuppertal&lt;/span&gt; ist eine extreme; denn während in Deutschland ein Schüler unter dreißig Probleme machen kann und als Sonderfall betrachtet wird, besteht fast die gesamte Klasse Sandras aus Kindern, in deren Familien Gewalt tagtäglich statt findet. Sie nennt mir ein paar Beispiele und mal wieder muss ich beinahe beschämt daran denken, dass ich eine glückliche Kindheit hatte und nicht arbeiten musste; es sind die verschiedenen Seiten des Luxus, die man während eines solchen Jahres erkennt. So ist es Luxus, wenn jemand, der seinen Job verliert, weiterhin finanziert wird; es ist Luxus, finanzielle Unterstützung zu erhalten, wenn man Kinder hat; es ist aber auch Luxus, wenn die gesamte Familie beisammen ist. Und das ist in Nicaragua jeden Tag der Fall. Und ja, genau so ist es Luxus, eine Kindheit mit beiden Elternteilen zu erfahren, in Urlaub fahren zu können, und es ist Luxus, nicht geschlagen zu werden oder nicht in der täglichen Angst leben zu müssen, ohne hinreichenden Grund verprügelt zu werden. &lt;br /&gt;Die Gewalt, die viele Kinder zu Hause erfahren, macht auch vor der Schule nicht Halt; und man muss sagen, dass die Nicaraguaner einiges darauf legen, nicht wie &lt;span style="font-style:italic;"&gt;vagos&lt;/span&gt; oder &lt;span style="font-style:italic;"&gt;ladrones&lt;/span&gt; zu erscheinen. Das Bild, das ein Nicaraguaner von sich gibt, ist ihm schon erstaunlich wichtig. Nur wenige Minuten zuvor standen Jessica und Francy aus der 6. Klasse sich gegenüber, fauchten wie die Katzen und schubsten sich herum. Warum? Weil Francy Jessica eine &lt;span style="font-style:italic;"&gt;maldita perra&lt;/span&gt; nannte - was übersetzt nicht schlimm klingt, denn eine verfluchte Hündin klingt noch läppisch, ist jedoch im Spanischen etwas ganz ganz Böses, was man nie sagen sollte, wenn man auf ein Happy End hofft. &lt;br /&gt;Ende vom Lied: Die beschimpfte Jessica steht wie unter Schock neben mir, hat ein vollkommen bleiches Gesicht und kippt fast um, während Francy ihr Blicke zuwirft, die töten könnten. &lt;br /&gt;Schließlich hilft mir Profe Maritza; sie hält eine kleine Rede über das Leben in der &lt;span style="font-style:italic;"&gt;calle&lt;/span&gt;, und dass wir uns nicht in eben dieser befinden. Als sie dann der festen Überzeugung ist, dass der Teufel in den Wänden der Schule haust und sich in den Köpfen der ihr lauschenden Schüler fest setzt, entschließe ich mich spontan zu einem Spaziergang über den Schulgang. &lt;br /&gt;Am nächsten Tag erscheint Francy nicht; die anderen Kinder sagen, sie habe die Schule verlassen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-5896401123578278051?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/5896401123578278051/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/04/fluchen-auf-spanisch.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/5896401123578278051'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/5896401123578278051'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/04/fluchen-auf-spanisch.html' title='Fluchen auf Spanisch'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-8546449881222292683</id><published>2010-04-08T17:29:00.002-06:00</published><updated>2010-04-08T17:45:06.813-06:00</updated><title type='text'>Schleichende Sicherheit</title><content type='html'>&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Wenn ein nicaraguanischer Professor stirbt, zahlen sie der Familie 4000 Dollar&lt;/span&gt;, sagt Profe Pedro. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ich koste 4000 Dollar. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ich koste wohl weniger&lt;/span&gt;, vermute ich. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ich bin Freiwillige. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Was, nein, warum. Du, als Ausländerin, kostest viel mehr. &lt;/span&gt; &lt;br /&gt;Weshalb diese abstruse Diskussion? In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurde ein Professor in unserem ehemaligen Wohnblock mit fünf Messerstichen niedergestochen. Noch am gleichen Tag wird die Straße gesperrt, die Polizei rückt an, im Radio und Fernsehen ist von nichts anderem die Rede. Am Abend sitzen mehrere hundert Menschen vor dem Haus, es ist die Vela, die Trauerveranstaltung. Ein freundlicher, offener Mensch soll er gewesen sein, achtundvierzig Jahre alt. Als er die Einbrecher, die in sein Haus eindringen, in der Nacht überrascht, wird er getötet. Dies alles geschieht keine hundert Meter von dem Haus, in dem wir sechs Monate lang lebten; und nie, wirklich nie, habe ich mich unsicher gefühlt oder Angst gehabt, wir haben sogar mit offener Tür zum Patio geschlafen. Es sei das gefährlichste Viertel, sagen sie uns später und irgendwie bröckelt ein bisschen das Bild von Matagalpa, das ich bis zu diesem Tage habe. &lt;br /&gt;Als ich am nächsten Tag in die Schule komme, sitzt ein einziger Schüler vollkommen visionsfrei vor dem Tor und lutscht Bananenchips. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Sie sind alle nicht da, sie sind alle in der Messe&lt;/span&gt;, sagt er. Ich habe es mir fast gedacht und doch werde ich ein bisschen wütend, dass man mich noch nicht einmal anrufen kann. Ich laufe also die 45 Minuten Schulweg wieder zurück. Der Park und die Stadt sind voll von Schülern, alles ist blau-weiß, während in der Kathedrale die Messe für Sergio Ortega statt findet.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-8546449881222292683?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/8546449881222292683/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/04/schleichende-sicherheit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/8546449881222292683'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/8546449881222292683'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/04/schleichende-sicherheit.html' title='Schleichende Sicherheit'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-1682665378679408668</id><published>2010-04-08T17:16:00.002-06:00</published><updated>2010-04-08T17:26:44.548-06:00</updated><title type='text'>Ein kluger Kopf</title><content type='html'>Auch wenn ich nicht blond und schon ein wenig braun gebrannt bin, falle ich in Matagalpa auf; noch immer führe ich Gespräche mit Taxifahrern oder selbst wenn ich in ein Geschäft gehe, werde ich gefragt, wo ich herkomme, was ich hier tue usw. So auch, als ich an einem Nachmittag in eine Apotheke gehe. &lt;br /&gt;Was ich hier mache, in Matagalpa, will das Apothekerehepaar wissen. Und sie freuen sich, als sie hören, dass ich Englisch unterrichte, dass es mir hier gefällt und dass ich noch ein bisschen Zeit hier verbringen werde. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Sie hätten selber einen Enkel und sie würden sich freuen, wenn er Englisch lernen könnte. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Kein Problem&lt;/span&gt;, sage ich, immerhin arbeite ich am Tag - darf ich das überhaupt hier schreiben? - von 15:30 Uhr bis 17:00 Uhr; die Lehrerinnen und Lehrer in Nicaragua werden nach Stunden bezahlt. Und je mehr ich unterrichte, desto weniger verdienen sie. &lt;br /&gt;Dienstag werde ich also von einer Gehilfin des Ehepaares zu Noe gebracht, einem aufgeweckten Zwölfjährigen, der sich tatsächlich freut, dass ich ihn bald unterrichten werde. Seine Mutter ist jung, schlank und gerade mal dreißig Jahre alt, - und das ist für keinen ein Problem. &lt;br /&gt;Noe und ich setzen uns gemeinsam ins Arbeitszimmer und schon nach fünf Minuten merke ich, dass er eine ganze Menge auf dem Kasten hat. Innerhalb der ersten sechzig Minuten, die ich ihn unterrichte, nehmen wir den gesamten Unterrichtsstoff von einem Dreivierteljahr in der Escuela Publica Wuppertal durch. Zum Ende hin sind wir beide müde, aber als ich das Haus verlasse, bin ich glücklich und habe das Gefühl, aufs Neue gefordert zu werden; immerhin werde ich zumindest einem Kind mehr als die Früchte beibringen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-1682665378679408668?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/1682665378679408668/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/04/ein-kluger-kopf.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/1682665378679408668'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/1682665378679408668'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/04/ein-kluger-kopf.html' title='Ein kluger Kopf'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-6567745121088708139</id><published>2010-04-08T16:53:00.003-06:00</published><updated>2010-04-08T17:13:37.412-06:00</updated><title type='text'>Ostern auf Lateinamerikanisch</title><content type='html'>Die Semana Santa an sich verbringen wir friedlich; fast alle haben sich aus dem Staub gemacht: Vivi reist mit ihrer besten Freundin in Nicaragua herum, Lina ist in Argentinien, Tim und Janina haben sich nach Solentiname aufgemacht, ich genieße es, die Zeit zu haben, um Zeit zu haben und so verstreichen die Tage der Semana Santa. Die Straßen Matagalpas sind leer, es ist beinahe wie in einer Geisterstadt, fast schon wie in La Paz Centro. Ein bisschen kühler wird es auch und nach drei Monate ohne Regen freue ich mich wie ein Kind zu Weihnachten über dichte Wolken und dunkles Grollen. &lt;br /&gt;Was jedoch besinnlich und verschlafen wirkt, spielt sich an Nicaraguas Stränden anders ab; allein von Karfreitag bis Ostersonntag sterben circa 100 Personen in Zusammenhang mit Alkohol bzw. Alkohol am Steuer. Allein vierzehn Jugendliche sterben bei einem Autounglück, sie alle sitzen im gleichen Auto. &lt;br /&gt;Im Fernsehen senden sie die Passion Christi beinahe jeden Tag, aber das war es auch beinahe schon mit der Heiligkeit zu Ostern. Karfreitag ist ein stiller Tag, Fisch steht auf dem Tisch, man geht zur Messe, aber ansonsten bemerkt man nichts Osterliches. Hasen oder bunte Eier sucht man vergebens und fragt man die Nicas, ob sie denn keine Eier anmalen würden, dann gucken sie dich komisch an.&lt;br /&gt;In der Nacht auf Ostersonntag fangen die Nicas an, Bombas anzuzündern, genau so schallen christliche Gesänge von den Bergen. Tim, Janina, Erwin und ich feiern das Ende der Fastenzeit mit einem großen Frühstück und zur Freude aller gibt es sogar Nutella auf den Pfannkuchen. &lt;br /&gt;Ostermontag wird wieder gearbeitet, zumindest ist es vorgesehen; als ich jedoch zur Schule komme, erklärt mir Mercedes, dass doch kein Unterricht statt findet.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-6567745121088708139?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/6567745121088708139/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/04/ostern-auf-lateinamerikanisch.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/6567745121088708139'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/6567745121088708139'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/04/ostern-auf-lateinamerikanisch.html' title='Ostern auf Lateinamerikanisch'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-7343290135520707557</id><published>2010-04-08T16:26:00.002-06:00</published><updated>2010-04-08T16:48:13.487-06:00</updated><title type='text'>Spaß am Drucken</title><content type='html'>Die folgende Woche ohne papito nimmt merkwürdige Züge an; denn bis dato habe ich mich in diesem - mir fremden Land - unglaublich wohl gefühlt. Aber mit einem Male kennt man Matagalpa auch an der Seite seines Vaters, und so wie mir die mamita fehlte, als papito kam, fehlt mir nun papito nach seiner Rückreise. Ich verbringe die anschließenden Tage in einem verwirrten Zustand und einzig und allein die Semana Santa kann mich aus meinem Gefühlschaos retten. &lt;br /&gt;Vorher jedoch beglücke ich Judith und Norma, die mich die ganze Zeit &lt;span style="font-style:italic;"&gt;mi cielo&lt;/span&gt; (mein Himmel), &lt;span style="font-style:italic;"&gt;mi flor&lt;/span&gt; (meine Blume), &lt;span style="font-style:italic;"&gt;mi amorcito&lt;/span&gt; (mein Schätzelein) oder &lt;span style="font-style:italic;"&gt;mi corazon&lt;/span&gt; (mein Herz) nennt. Was sie sagen will: sie hat mich gern. &lt;br /&gt;Es ist Donnerstag, der letzte Tag vor den einwöchigen Osterferien und eigentlich wundert es überhaupt, dass heute Unterricht statt findet. Ein weiteres Mal schreibe ich Karten nach Deutschland, da holt mich Norma zu sich ins Direktorat. Sie will etwas ausdrucken, aber weiß nicht wie. &lt;br /&gt;Gemeinsam verbringen wir eine halbe Stunde vor dem Drucker und starren ihn teils böse teils verständnislos an, - und ich muss mich an deutsche Abende erinnern, in denen ich genau so verzweifelt vor dem Computer saß und etwas ausdrucken wollte, was nie ausgedruckt wurde. Letztlich half mir der papito, der ist aber schon wieder weg und irgendwie ist das alles ziemlich bescheiden, denke ich mir zumindest, denn da kommt jemand aus Deutschland und soll beim Drucken helfen und dann kriegt ers nicht hin. Ob in Europa oder Zentralamerika: Drucker sind ein Phänomen. &lt;br /&gt;Ich will schon aufgeben, da überrascht das Printmedium mit unvorhergesehener Kooperation: es wird gedruckt; und Judith und Norma sind so glücklich, dass sie beginnen, zu tanzen. Ich gucke mir die beiden an, wie sie da hüpfen und kreischen und letztlich tanzen wir uns in die Ferien.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-7343290135520707557?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/7343290135520707557/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/04/spa-am-drucken.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/7343290135520707557'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/7343290135520707557'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/04/spa-am-drucken.html' title='Spaß am Drucken'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-7460936874869891005</id><published>2010-04-05T10:32:00.005-06:00</published><updated>2010-04-06T12:13:07.037-06:00</updated><title type='text'>Leon Viejo: Nichts und wieder nichts</title><content type='html'>Der Freitag ist frei; und leider wusste man dies nicht vorher. Der Tag, der eigentlich für einen väterlichen Besuch im Projekt vorgesehen war, muss anders verbracht werden. Denn auf dem Weg zur Pizzeria am Donnerstagabend treffen wir eine Lehrerin meiner Schule, die mir fröhlich erklärt, dass morgen - Freitag - kein Unterricht statt findet. &lt;br /&gt;Sie müssen noch einmal alle in die Berge, müssen zu den Eltern, die ihre Kinder nicht zur Schule schicken, sie gehen zu den Analphabeten - das alles hatten Norma und ihre Truppe bereits letzte Woche getan. Aber es gab Fehler bei der Auswertung und deshalb muss alles nochmal gemacht werden. &lt;br /&gt;Damit Papa und ich nicht am nächsten Tag nichts-tuend Batido-schlürfend da sitzen, erstellen wir ratzfatz ein Ersatz-programm und es sieht vor: leon viejo. Denn die Stadt, die wir am ersten Tag besuchten, lag ursprünglich am Managuasee, direkt neben dem höchst aktiven Vulkan Momotombo und wurde auch von eben diesem durch einen Vulkanausbruch im Jahre 1609 zerstört, der ebenfalls mit einem starken Erdbeben einherging. Daraufhin entschloss man sich, die Stadt Leon neu aufzubauen, jedoch etwas weiter westlich, nahe am Pazifik. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir kommen gegen halb zwölf in Leon an, wo wir uns gleich nach der Weiterfahrt nach Leon Viejo erkundigen; auf den ersten Blick scheint unsere Rute einfach: Leon - La Paz Centro - Leon Viejo. Doch der Bus, der nach La Paz Centro fährt, ist ein absoluter Chicken Bus, das heißt, er hält an jeder Milchkanne. Ständig steigen Leute ein und aus, es besteht eine menschliche Osmose im Bus und wir haben Glück, dass wir zwei Plätze hinten im Bus gefunden haben. Es ist furchtbar heiß und der Schulbus braucht eine Ewigkeit für die verhältnismäßig kurze Strecke nach La Paz Centro. &lt;br /&gt;Dort angekommen, blicken wir uns verwundert um - und stellen fest: hier ist nichts. &lt;br /&gt;La Paz Centro ist eine dieser Westernstädte, in denen der Wind die Sträucher über die leeren Straßen fegt und nichts als Staub aufwirbelt, Fensterläden klappern und der Wind heult - in der Nacht. Hier ist es am Tag so. Ein paar Männer sitzen am Busbahnhof, trinken Cola und gucken Fernsehen in einer Bar, deren Boden platt getretene Erde ist. Wir setzen uns fesch dazu, trinken Fruchtsäfte und warten auf den Bus zum Momotombo. &lt;br /&gt;Der kommt dann auch, im Bus sitzen zwei Mormonen, die uns fragen, ob wir schon ein mal vom &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Great Mormon &lt;/span&gt;gehört hätten. Wir verneinen und gucken aus dem Fenster, als der Bus sich schließlich ins Rollen setzt und wir dem Momotombo immer näher kommen. &lt;br /&gt;In einer kleinen Stadt, unscheinbar und ohne feste Straße, spuckt uns der Bus aus. Der Busfahrer deutet in eine Richtung, murmelt Leon Viejo und die Uhrzeit, wenn der Bus wieder fährt. &lt;br /&gt;Okay, kein Problem für uns, denken wir zumindest. Müden Schrittes schlurfen wir über den schwarzen Vulkansand und nähern uns dem Weltkulturerbe. Die Mauern Leon Viejos &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S7t5gCulYdI/AAAAAAAAAWU/GKlvUOr5Uf0/s1600/P12003901.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S7t5gCulYdI/AAAAAAAAAWU/GKlvUOr5Uf0/s320/P12003901.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5457088964884521426" /&gt;&lt;/a&gt;sind eingezäunt und wirken unscheinbar. Wir bezahlen den Eintritt und können eine persönliche Führung durch die Trümmer einer geplanten Weltstadt gerade noch mit dem Argument vermeiden, dass wir Archäologen sind. &lt;br /&gt;Etwas schneller, damit uns niemand mehr vom ministerio de turismo nicaraguense verfolgen kann, passieren wir die traurigen Überreste des ehemaligen Leons. Es ist überschaulich, rote Steinmauern, hüfthoch, fünf, vielleicht sechs Meter lang. Wir laufen weiter, kommen an mehreren dieser Mauern vorbei und merken sehr schnell: hier passiert nicht viel. &lt;br /&gt;Die kühle Idee einer leichten Brise wird vom See zu uns herübergetragen, zu uns, in diesem kleinen Wäldchen, mit all den altern Mauern um uns herum. Wir sind ein bisschen ratlos, denn das Weltkulturerbe schweigt und wir wissen nichts, zu antworten. Also machen wir ein paar lustige Fotos, besteigen einen kleinen Berg und sehen letztlich den Lago de Managua, sehen Palmen, die sich im Wind wiegen, dahinter, groß, mächtig, erhaben, schwarz, der Momotombo, - und fern der Ödnis jeglicher stillen Steinmauern muss man gestehen: das sieht schon schön aus hier. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotz der Idylle entscheiden wir uns nach geschätzten zwanzig Minuten, das Weltkulturerbe vor unseren Augen friedlich schlummern zu lassen. Fahren wir lieber zurück nach La Paz Centro, da ist mehr los. &lt;br /&gt;Aber der Bus und der freundliche Busfahrer sind schon weg; zumindest scheint es so. Denn als wir zur gesagten Zeit am besagten Ort - einer ECKE - auf den Bus warten, kommt kein großes Fahrzeug vorbei. Nur ein Motito fährt die ganze Zeit wild durch die Gegend. Nicht fern von uns randaliert die Dorfjugend mit lautem Handygetöse die friedliche Stille in diesem namenlosen Ort und wir stellen weiter fest: ob Berlin oder Leon Viejo, die Jugend kann überall einen Knacks haben. &lt;br /&gt;Irgendwann reicht es uns und wir halten das lustige Motito an; nach La Paz Centro &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S7t5gehNHrI/AAAAAAAAAWc/3-qq_1tND3Y/s1600/P12003971.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S7t5gehNHrI/AAAAAAAAAWc/3-qq_1tND3Y/s320/P12003971.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5457088972344598194" /&gt;&lt;/a&gt;wollen wir. Und für 80 Cordobas, ungefähr 3 Euro, fährt er uns diese Mörderstrecke durch die Hitze und den Staub. Nach zwanzig Minuten kommen wir wieder vor dem Busbahnhof La Paz Centros an und die Totenstille hier scheint fast schon wie ein Kanrevalsumzug. &lt;br /&gt;Leon Viejo hin oder her - als wir schließlich wieder in der Stadt Leon angekommen sind, tobt hier ein buntes Treiben: es ist Freitag, Wochenende, und die Studenten versammeln sich beim Straßenfest, dessen Zentrum direkt vor der Kathedrale liegt.&lt;br /&gt;Wir setzen uns in unser Lieblingsrestaurant, bestellen ein Beef Steak und lassen es uns so richtig schmecken. Schließlich kommt die Zeit für unsere letzte Feststellung: man kann sagen, was man will. Die Wüste hat ihren Charme.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-7460936874869891005?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/7460936874869891005/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/04/leon-viejo-nichts-und-wieder-nichts.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/7460936874869891005'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/7460936874869891005'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/04/leon-viejo-nichts-und-wieder-nichts.html' title='Leon Viejo: Nichts und wieder nichts'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S7t5gCulYdI/AAAAAAAAAWU/GKlvUOr5Uf0/s72-c/P12003901.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-1479189277387006064</id><published>2010-04-05T10:23:00.007-06:00</published><updated>2010-04-06T12:18:15.186-06:00</updated><title type='text'>Auf der Suche nach einem Wasserfall</title><content type='html'>Norwin ist so sehr Geschäftsmann, dass er uns eine Tour angedreht hat: ganz Ometepe an einem Tag. Wir fangen um sieben Uhr an und fahren auf die Südspitze der Insel, wo der stille Vulkan &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Maderas&lt;/span&gt; im Schatten des rauchenden Vulkans Concepcion liegt; während der Concepcion immer wieder kleine Wölckchen von Asche in die klare Luft pustet, ist der Maderas viel eher ein Naturreservat: sein ehemaliger Krater ist eine Lagune geworden, alles um ihn herum ist grün und es scheint noch ein wenig verschlafener. Todavia: Faultiere sucht man hier vergebens. Kein einziges Faultier gibt es auf Ometepe, dabei sieht hier alles nach geuetlichem Rumgammeln aus; die Natur erfindet die merkwuerdigsten Gegensaetze.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während wir die eineinhalb Stunden bis San Ramon fahren, an den Fuß des Maderas, erklärt uns Norwin die Insel: es gibt ein Waisenhaus hier auf Ometepe, für Kinder aus Managua; immer wieder passieren wir kleine Doerfer, die hier enthusiastisch &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S7t6WPO_QcI/AAAAAAAAAWs/KFViqhQv3BE/s1600/P12002941.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S7t6WPO_QcI/AAAAAAAAAWs/KFViqhQv3BE/s320/P12002941.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5457089895954596290" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Stadt&lt;/span&gt; genannt werden; wir fahren an Schulen vorbei, sie sind alle - wie auch im restlichen Land - blau-weiß angestrichen. Wir schweigen ein bisschen, die Straße ist laut genug, da fragt uns Norwin nach der Nationalblume. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Jaha, die würden wir kennen&lt;/span&gt;, erklären wir vor lauter Touristenstolz und ich beschreibe ihm, wie sie aussieht. &lt;br /&gt;Er sieht mich ein bisschen schräg von der Seite an, als denke er: was labert die? Dann hält er an, an einem Baum und klettert bis in die Krone. Als er wieder auf der sicheren Erde neben uns steht, hält er einen ganzen Ast mit der Nationalblume in der Hand. Wir staunen nicht schlecht und denken ein bisschen kichernd, ein bisschen beschämt an Lolo zurück, der uns erzählen konnte, was er wollte, und wir glaubten ihm alles. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für den Rest der Fahrt hält Norwin uns womöglich für ein wenig beschränkt; wir halten schliesslich in San Ramon, einer weiteren Stadt Ometepes. Hier gibt es nichts, ausser ein paar Fischern. Norwin parkt seinen Wagen vor einem Zaun, dann grinst er uns an. &lt;br /&gt;Jetzt muessten wir laufen. Es sind drei Kilometer bis zum Wasserfall.&lt;br /&gt;Na, gut, aendern koennen wir die Entfernung auch nicht. Wir zahlen den Eintritt und stapften los. &lt;br /&gt;Was Norwin uns nicht gesagt hat: Es handelt sich um drei nicaraguanische Kilometer, es sind Scheinkilometer; denn wir laufen und laufen und haben schon bald keine Lust mehr. Da hilft es auch nicht, dass der Industriearchaeologe an meiner Seite mich auf die schoenen schwarzen Steine auf den Kuhweiden rechts und links von uns hinweist. &lt;br /&gt;Schliesslich hoeren wir Motorengeraeusch hinter uns, wir sehen uns um und ein Pick Up kommt direkt auf uns zu, auf dem Gepaecktraeger steht Norwin hunnengleich und lacht uns entgegen. Wir springen schneller auf als wir die letzten Meter zurueck gelegt haben und ganz ohne Probleme erklimmt der Pick Up den Weg, der uns zu schaffen gemacht haette. Nach zehn Minuten kommen wir an einen improvisierten Parkplatz. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Jetzt muesst ihr wirklich laufen&lt;/span&gt;, sagt Norwin. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Von hier ist es noch ein Kilometer bis zum Wasserfall. &lt;/span&gt; Auch das stellt sich als freche Luege heraus, aber uns zwingt niemand in die Knie. Was wir nun erleben, ist purer Dschungel: wir sehen viele lustige Tiere, manche hoeren wir auch nur, zu unseren Koepfen sehen wir den Gipfel des Maderas hinter unendlosem Gruen und Nebelschwaden verborgen. &lt;br /&gt;Ab und an bilden wir uns ein, doch tatsaechlich rauschendes Wasser zu hoeren. Aber das kommt nur aus den Rohren, die neben uns liegen und das Wasser vom Wasserfall &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S7t6cWjxdPI/AAAAAAAAAW0/r6b9y6yzgm4/s1600/P12002811.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 240px; height: 320px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S7t6cWjxdPI/AAAAAAAAAW0/r6b9y6yzgm4/s320/P12002811.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5457090001000035570" /&gt;&lt;/a&gt;wegfuehren. Wir folgen schweigend, es ist heiss, und doch sind wir dankbar, im schuetzenden Dickicht des Maderas zu wandern. &lt;br /&gt;Nach einer Ewigkeit kommen wir an den Beginn einer grossen Schlucht. Ein paar Bauarbeiter hantieren mit den Rohren rum, ich frage ganz vorsichtig, ob es hier in der Gegend einen Wasserfall gibt. Jaja, jaaa! Nur ein &lt;span style="font-style:italic;"&gt;bisschen&lt;/span&gt; weiter in die Richtung. Hier sei gesagt: Vorsicht bei lateinamerikanischer Laengeneinschaetzung. Zeit wie auch Kilometer werden oft ungemeldet unterschaetzt. &lt;br /&gt;Aber gut, wir vertrauen den Bauarbeitern und fraesen uns weiter vor ins Dickicht. Immerhin laeuft jetzt schon ein Rinnsal neben uns her, eine Traene, mehr ist es nicht, aber sie laesst uns hoffen. &lt;br /&gt;Und dann: dann sehen wir ihn, den Wasserfall des Maderas. Von ganz hoch oben kommt das Wasser und laeuft am nassgruenen Steinentlang. Ich bin mindestens genau so schlecht im Schaetzen wie die Nicaraguaner, deshalb belaeuft sich meine persñnliche Laengenangabe der Hoehe dieses Wasserfalles auf ein simples Adjektiv: hoch. &lt;br /&gt;Aber wir sehen noch etwas: wir sehen, dass der Wasserfall immer noch erstaunlich weit weg ist. &lt;br /&gt;Also stapfen wir weiter und irgendwann kommen wir doch tatsaechlich an, lassen uns auf einen Baumstamm plumpsen und trinken erst mal was. Danach wird nicht lange  diskutiert und der - wenn auch eingeschraenkte - Badespass kann beginnen. Man muss das &lt;span style="font-style:italic;"&gt;bisschen&lt;/span&gt; Weg ja noch zurueck. &lt;br /&gt;Das ist dann allerdings gar nicht mehr so schlimm; zurueck sind wir erstens flinker, zweitens suchen wir nicht mehr, denn wir wissen, wo es lang geht. Norwin grinst uns wie eine Meerkatze an, als wir schliesslich wieder beim Wagen sind. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die naechste Etappe unserer Ometepetour ist ein Strand, um genauer zu sein der Strand von Santo Domingo. Hier gibt es ein ausgezeichnetes Restaurant und wie das unter Insulanern so ist, kennen sie sich alle. Es ist schon Mittag und wir haben Hunger, aber weil wir so nett sind, laden wir Norwin auch zum Essen ein. Bescheiden wie er ist, beteuert er, dass das ja alles gar nicht noetig sei, und er nur ein &lt;span style="font-style:italic;"&gt;bisschen&lt;/span&gt; essen wuerde. Letztlich ist er mit einem schlichten Huhn zufrieden und erhaelt somit die Goldmedaille auf der Rechnung. &lt;br /&gt;Nebenan sitzen ein paar Amerikaner; sie fragen unhoeflich, ob sie uns den Ketchup stehlen duerften, und auf eine Antwort warten sie gar nicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Essen plantschen wir ein bisschen mit den Fuessen im Wasser des Nicaraguasees. Und man muss sagen, dass dieser Strand tatsaechlich ganz bezaubernd ist, waere da nicht die Sonne Nicaraguas, die ihn in einen offenen Barbecue verwandelt. Wir verbrennen uns die Fuesse und schon geht es weiter in die groesste Stadt Ometepes, Altagracia. Doch auch da ist nichts. Im Reisefuehrer ist nicht ein Restaurant emprohlen, nicht ein Ort, an den man gehen koennte. Wir sitzen ein &lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S7t6Vx_GM6I/AAAAAAAAAWk/83ullLYg1yQ/s1600/P12002921.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S7t6Vx_GM6I/AAAAAAAAAWk/83ullLYg1yQ/s320/P12002921.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5457089888103314338" /&gt;&lt;/a&gt; bisschen unbeholfen herum. Norwin zeigt uns ein paar alte Steinstatuen, die angeblich 4000 Jahre alt sein sollen. Es sind Goetterbilder und ein Opferstein, wo immer schoene junge Maedchen blutruenstig geopfert wurden. Er erzaehlt dies alles mit einem Anflug von Freude im Gesicht und er wird mir ein wenig unheimlich. &lt;br /&gt;Als Norwin uns allein laesst, lesen wir im Reisefuehrer, dass die Statuen ca. 1200 Jahre alt sind. Vorsicht bei nicaraguanischen Jahreszahlen. &lt;br /&gt;In ALtagracia gibt es ein Museum. Im Schnelldurchlauf gucken wir uns die vier kleinen Raeume an; - aber immerhin, es gibt ein Museum. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schliesslich fahren wir zur vorletzten Station unserer Tagestour: Steinritzereien aus frueher Vorzeit. Wie alt sie nun genau sind, fragen wir Norwin besser nicht. Wir machen Fotos, dann fahren wir in ein Muenzmuseum und Ometepe kann auf dem persoenlichen Travelguide des Industriearchaeologen punkten. &lt;br /&gt;Als wir uns von Norwin verabschieden, geht gerade die Sonne unter. Es ist ein ruhiger Abend, wir gehen, wie auch am Vorabend, in unser bevorzugtes Restaurant und schliesslich machen wir uns am naechsten Tag auf die Rueckreise nach Matagalpa.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-1479189277387006064?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/1479189277387006064/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/04/auf-der-suche-nach-einem-wasserfall.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/1479189277387006064'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/1479189277387006064'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/04/auf-der-suche-nach-einem-wasserfall.html' title='Auf der Suche nach einem Wasserfall'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S7t6WPO_QcI/AAAAAAAAAWs/KFViqhQv3BE/s72-c/P12002941.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-4780043455188587601</id><published>2010-04-03T13:56:00.007-06:00</published><updated>2010-04-05T10:22:13.112-06:00</updated><title type='text'>Ometepe: ein Vulkan und ein Geschäftsmann</title><content type='html'>Am nächsten Tag stehen wir früh auf und setzen uns in den Bus nach Rivas, dem ärmsten Bezirk Nicaraguas. Wir sitzen in einem amerikanischen Schulbus, die Fenster sind verdunkelt, es ist heiß und um halb zehn morgens läuft uns bereits der Schweiß die Schläfen hinunter. Hinter uns sitzen ein paar Amerikaner, es steigen immer mehr Touristen ein, genau so Händler und Marktfrauen, denn wir sind jetzt am Markt Granadas und hier geht es weniger geordnet zu; Frauen rufen wild ihre Ware durch die Luft, Laufburschen tragen schwere Körbe mit Orangen oder Bananen von einem Ort zum anderen, Kinder rennen zwischen den Menschen hin und her und laufen hinunter gefallenen Münzen nach. &lt;br /&gt;Bei der Abfahrt ist der Bus voll mit Menschen, es ist eng, einige müssen im Gang stehen; durch den ganzen Bus schallt die Unerthaltung einiger Gringos, die weiter hinten zugestiegen sind. Sie alle wollen nach Ometepe, das stellt sich zumindest heraus, als wir das Ticket im Bus bezahlen. Schließlich schlägt der Busfahrer vor,&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S7oNlZWo5wI/AAAAAAAAAV8/RNmOjtgCjjc/s1600/urlaub+mit+papa+0140.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 214px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S7oNlZWo5wI/AAAAAAAAAV8/RNmOjtgCjjc/s320/urlaub+mit+papa+0140.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5456688834624939778" /&gt;&lt;/a&gt; uns direkt an die Fähre zu fahren, und so haben wir die Frage nach dem Taxi von Rivas nach San Jorge gleich geklärt. Es ist eben alles ein bisschen unkomplizierter in Nicaragua, - zumindest Dinge, die in Deutschland kompliziert sind. Vollkommen simple Angelegenheiten hingegen kosten den Zentralamerikaner Mühe und Not und viele Stunden fruchtlosen Nachdenkens (das weiß auch der Zentralamerikaner; weswegen er stets Lösungen findet, die dem Ganzen einen Hauch von Absurdität gönnen.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir in San Jorge ankommen, sehen wir sofort den See Cocibolca; und er ist noch größer, noch schöner, noch sauberer als in Granada. Er gleicht einem Meer, und direkt zu unserer Rechten fischen ein paar Frauen, Kinder springen vom Kai ins Wasser und das &lt;span style="font-style:italic;"&gt;ministerio de turismo nicaraguense&lt;/span&gt; hat hier ganze Arbeit geleistet: vor uns liegt die Fähre nach Ometepe und die Regierung Ortega, besser das &lt;span style="font-style:italic;"&gt;govierno de la reconcilicacion y unidad nacional&lt;/span&gt;, hat schnell erkannt, wie es aus dem zurück gelassenen Land Nicaragua einen Geheimtip machen kann. Die Fähre ist gut und schnell, die Seewege nach Ometepe und zum Archipelago de Solentiname sind gut ausgebaut, auf den Autobahnen weisen Schilder die umliegenden Sehenswürdigkeiten an. Fast wie in Deutschland also, mit dem kleinen Unterschied, dass es auf Mainau keinen aktiven Vulkan gibt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den sehen wir schon von Weitem und er ist so mächtig, eine Pyramide der Natur, vollkommen symmetrisch ragt er da heraus aus dem Grün, und wir sind ehrfürchtig wie die Soldaten Napoleons und schweigen, da wir nicht wissen, wie viele Jahre auf uns hinabblicken. &lt;br /&gt;Auf der Insel angekommen, suchen wir uns ein Hotel und finden das Hotel America, geführt von zwei netten Senioren aus eben diesem Lande. &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S7oNlgnafPI/AAAAAAAAAWE/WF6e9Qq7M_o/s1600/urlaub+mit+papa+0101.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 214px; height: 320px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S7oNlgnafPI/AAAAAAAAAWE/WF6e9Qq7M_o/s320/urlaub+mit+papa+0101.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5456688836574346482" /&gt;&lt;/a&gt;Wir zahlen den niedrigsten Preis und haben die besten Zimmer auf der ganzen Reise. Manchmal ist das Glück verrückt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Nachmittag verbringen wir mit der Erkundung des noch unbekannten Eilandes; wir entdecken einen Laden mit handgemachten Souveniren und - das war es dann auch schon. Moyogalpa, die Hafenstadt, in der wir uns befinden, ist wie der Rest Ometepes: es zählt die Natur. &lt;br /&gt;Wir schlendern zum Hafen und treffen auf den Mann der Stunde; er ist kräftig, hat lustige, lange Locken und dunkle Augen. Der Eingeborene heißt Norwin und ist ein absoluter Geschäftsmann; &lt;span style="font-style:italic;"&gt;was wir suchen, ob wir irgendwohin wollten? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ja, an den punta Jesus Maria, eine Sandbank, von der aus die ganze Insel sichtbar sein soll.&lt;/span&gt; Im Reiseführer steht, dass man bequem und frech auf der Sandlandzunge entlang spazieren kann. &lt;br /&gt;Für Norwin kein Problem. Er nennt den Preis, wir nicken und schon sitzen wir in seinem Auto und fahren die hügelige Straße entlang. Wir kommen an Norwins Haus vorbei, er hält, steigt aber nicht aus. Eine Frau erscheint in der Tür. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;My Baby&lt;/span&gt;, sagt er. Wir nicken höflich. Er gestikuliert ein bisschen wild, die Frau ein bisschen wilder, dann geht es weiter und schließlich fährt er uns durch einen Wald zum Ufer des Sees. Norwin gibt uns &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S7oNl6IEybI/AAAAAAAAAWM/TPv-oPQUb78/s1600/urlaub+mit+papa+0221.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 214px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S7oNl6IEybI/AAAAAAAAAWM/TPv-oPQUb78/s320/urlaub+mit+papa+0221.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5456688843422222770" /&gt;&lt;/a&gt;eine halbe Stunde, um bis zur Spitze zu laufen, wir plantschen ein bisschen mit den Füßen im Wasser, sammeln Muscheln, setzen uns in den Sand, reden, gucken zwei Frauen beim Fischen zu. Es ist friedlich auf Ometepe und eine angenehme Ruhe nimmt auch uns in Besitz.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-4780043455188587601?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/4780043455188587601/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/04/ometepe-ein-vulkan-und-ein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/4780043455188587601'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/4780043455188587601'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/04/ometepe-ein-vulkan-und-ein.html' title='Ometepe: ein Vulkan und ein Geschäftsmann'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S7oNlZWo5wI/AAAAAAAAAV8/RNmOjtgCjjc/s72-c/urlaub+mit+papa+0140.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-5730808303126421928</id><published>2010-03-23T10:59:00.004-06:00</published><updated>2010-03-23T11:52:14.184-06:00</updated><title type='text'>Granada: Lolo und das Geheimnis der Nationalblume</title><content type='html'>Von Leon geht es Montagmorgen nach Granada; die Sonne heizt bereits gegen acht Uhr morgens die Straßen Leons auf, ein paar Leute suchen auf den Stufen der Kathedrale Schutz im Schatten, und wir fahren mit einem Minibus nach Managua. Die Felder am Rand der Straße sind gelb und strohig, abgegrast von Vieh und der Sonne, die den Asphalt flimmern lässt. &lt;br /&gt;Wir fahren am Vulkan Momotombo vorbei und sehen den See von Managua, der blau und groß zu unserer Linken zwischen verdorrten Büschen hervorblitzt. Die Straßen Managuas sind stickig und hässlich; Marktfrauen tragen ihre Ware auf ihrem Kopf, sie schreien "auwa  auwa auwa"(agua) oder halten Gepäck in Plastiktüten in den Händen. Halten wir an einer Ampel, sehen wir Bettler an den Fenstern vorbeilaufen, die ihre knochige Hand an die Scheibe halten oder zu dicken Pickups gehen und verzweifelt anklopfen. Kinder sitzen am Straßenrand auf Pappe und springen auf, sobald es rot wird. &lt;br /&gt;Wir halten an der UCA, dem Busbahnhof gegenüber der &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Universidad CentroAmerica&lt;/span&gt; und wechseln in den Bus nach Granada. Nach nur fünfundvierzig Minuten halten wir am Parque Central der ehemaligen Hauptstadt und trinken erst einmal einen Batido. Im Minutentakt kommen Kinder oder Jugendliche vorbei, die Honig oder Artesanias verkaufen, schließlich kommt eine alte Frau vorbei, die mich, nach verzweifeltem Fragen, im Weggehen verflucht. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Sos mala&lt;/span&gt;, sagt sie, &lt;span style="font-style:italic;"&gt;du bist böse.&lt;/span&gt; Und für einen Moment weiss ich nicht, was ich sagen soll. Es ist eine Situation, die wir alle mittlerweile kennen, und doch fragt man sich, mit welchem Recht wir selbst entscheiden, wem wir etwas geben oder nicht.&lt;br /&gt;Und so ist Granada eine Stadt der Gegensätze; es ist ein touristisches Zentrum, ein Ort, der Fremde anlockt; immer wieder begegnen wir Ausländern, sie sind entweder blond oder rotgebrannt, tragen große Sonnenbrillen und Kokosnussschmuck, weite Hosen und Tücher. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schließlich machen wir uns auf die Suche nach einem Hotel. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;La ciudad esta llena&lt;/span&gt;, erklärt uns ein Jugendlicher, der am Hoteleingang sitzt und die freien Zimmer vergibt; wir bekommen trotzdem eine habitacion für vier Personen. Im Anschluss erkunden wir die Stadt, betrachten den See, den Mombacho und die kolonialen Häuser vom Turm der Merced aus und laufen schließlich zum See. Granada und Leon sind die ältesten Städte Nicaraguas, und wurden im 16. Jahrhundert von Francisco Hernandez de Cordoba gegründet; zwischen beiden Städten besteht seit ihrer Gründungszeit eine Rivalität, die immer mal wieder aufkommt und Wellen schlägt. Irgendwann wurde es den Behörden und den Nicaraguanern zu bunt und, um den Neid und die Konkurrenz beider Kolonialstädte zu verringern, erklärte man Managua als Hauptstadt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Papa und ich stehen am See, dessen Ende wir nicht sehen können. 8157 km² ist er groß, er ist der größte See Mittelamerikas und für den morgigen Tag steht eine Reise nach Ometepe an, eine Vulkaninsel, die im See liegt, der auch Cocibolca genannt wird. &lt;br /&gt;Die Sonne brennt uns auf die Schultern und mein Industriearchäologe ist schon ordentlich rot auf der Nase, als uns Lolo anspricht. Er ist ein bisschen untersetzt bzw. hat eine nicht zu unterschätzende Plautze und einen Pferdekarren. Ob wir die Iselates sehen wollen. Die Isletas, das ist etwas, das auch ich noch nicht kenne; gelegen am Nicaraguasee, gegründet im 16. Jahrhundert, litt Granada weniger unter der Nähe zu einem aktiven Vulkan als Leon. Denn zur Zeit Cordobas war der Mombacho noch immer aktiv und die Isletas, die vielen kleinen Insel am Rande des Sees, sind nichts anderes als jahrtausende alte Auswürfe des Vulkans. Für etwa 25 Euro fahren wir auf Lolos Pferdekarren zur Anlegestelle, wo schon eine Lancha, ein kleines Boot auf uns wartet; wir sind die einzigen Gäste und so bekommen wir eine einstündige Privatfahrt durch die Iselates. Einige sind furchtbar klein und gerade mal ein Baum steht darauf. Andere hingegen sind groß; hier errichten die Besitzer des Nationalrums &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Flor de Cana &lt;/span&gt;und des Lieblingsbieres der Nicaraguaner - &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Tona&lt;/span&gt; - ihr Wochenendhaus bzw. -schloss. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Wenn wir eine Insel kaufen wollen&lt;/span&gt;, sagt Lolo, &lt;span style="font-style:italic;"&gt;kann er uns dabei helfen&lt;/span&gt;. Wir halten uns eher bedeckt, machen Fotos von den Vögeln und den zahlreichen Tieren, von den Kindern, die ganz selbstverständlich zwischen den Inseln hin- und herschwimmen oder dort Fischen. Sie winken uns zu und halten stolz ihren Fang in die Luft. &lt;br /&gt;Schließlich fährt Lolo an einen Baum heran und bricht eine Blume ab. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Das ist die Nationalblume Nicaraguas&lt;/span&gt;, sagt er und schenkt mir die Blume. Sie ist lang, hat seltsame Blütenblätter und wächst nur in Nicaragua. Wieder machen wir Fotos, aber zwei Tage später erfahren wir, dass Lolo uns angelogen hat - oder vielleicht doch nicht so viel über sein Land weiß. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Abend verbringen wir ruhig, gehen schön essen, während hinter der Kathedrale Granadas die Sonne die Straßen in ein flutendes Gold hüllt. Kinder kommen an unseren Tisch und bieten uns an, etwas aus Schilf für uns zu basteln. Der Preis ist egal. Schließlich geben wir einem Jungen zwei Cordobas und er bastelt mir einen Schmetterling, der die Reise tatsächlich gut übersteht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-5730808303126421928?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/5730808303126421928/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/03/granada-lolo-und-das-geheimnis-der.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/5730808303126421928'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/5730808303126421928'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/03/granada-lolo-und-das-geheimnis-der.html' title='Granada: Lolo und das Geheimnis der Nationalblume'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-6037539747695872785</id><published>2010-03-23T10:31:00.006-06:00</published><updated>2010-03-23T10:59:30.146-06:00</updated><title type='text'>Leon: Sonne und Batidos</title><content type='html'>Was Weimar für die Deutschen ist, ist Leon für die Nicaraguaner; zwar kann Leon nur einen großen Dichter vorweisen - und ein Schiller-Goethe-Denkmal sucht man hier vergebens -, doch dafür gilt Ruben Dario als einer der besten spanischsprachigen Dichter und wurde von Dichterkollegen wie Lorca ins Unermessliche gelobt. &lt;br /&gt;Leon verehrt seinen Lieblingssohn eher &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S6jyXIKiU1I/AAAAAAAAAV0/IRRC-okA5NU/s1600-h/urlaub+mit+papa+0020.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 214px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S6jyXIKiU1I/AAAAAAAAAV0/IRRC-okA5NU/s320/urlaub+mit+papa+0020.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5451873828074574674" /&gt;&lt;/a&gt; unauffällig; Straßen sind nach ihm benannt, ein Denkmal gibt es, genau so ein Museum. Aber Leon ist ruhig, eine Kolonialstadt, die im weiten Schatten des Momotombos sanft schläft; eine Universitätsstadt, mit einer Kathedrale, die den Stolz des ganzen Volkes repräsentiert, trotz allem ist Leon nicht ganz so touristisch wie Granada. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir in Leon ankommen, brennt die Sonne auf den Asphalt, der Platz vor der Kathedrale liegt in stiller Mittagshitze und unter den spärlichen Bäumen suchen Leute Schatten. Und wir dachten tatsächlich, in Matagalpa sei es heiß. &lt;br /&gt;Bereits in Leon kultivieren wir uns Urlaubsprocedere und feiern den Beginn der Reise mit einem Batido bzw. einem Liquado; einem Mix aus frischen Früchten, mit Milch oder ohne Milch. Sonne und Batiods sind seit unserem ersten Reisetag unsere treuen Begleiter und sie bleiben es bis zum Ende hin, schaffen es vielleicht sogar bis nach Deutschland, wo es jetzt langsam wärmer wird. &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S6jyW4_5LyI/AAAAAAAAAVs/bGcAWad17zs/s1600-h/urlaub+mit+papa+0010.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 214px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S6jyW4_5LyI/AAAAAAAAAVs/bGcAWad17zs/s320/urlaub+mit+papa+0010.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5451873824003403554" /&gt;&lt;/a&gt; Der Kern der ehemaligen Kolonialstadt ist klein und wir spazieren durch die Hitze, durch die Straßen mit den bunten Häusern, sehen uns Kirchen und den Markt an, finden ein nettes Hotel mit Patio, reden, schweigen, trinken viel und zum Abend hin sitzen wir wieder vor der Kathedrale Leons, dem ältesten Bauwerk Lateinamerikas. Händler preisen ihre Waren an und wir treffen einen Münzhändler, der uns Scheine schenkt und einen Berg von Münzen andreht. Schließlich sind wir beide zufrieden, essen ein dickes Beef Steak und lassen den Abend nett ausklingen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-6037539747695872785?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/6037539747695872785/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/03/leon-sonne-und-batidos.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/6037539747695872785'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/6037539747695872785'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/03/leon-sonne-und-batidos.html' title='Leon: Sonne und Batidos'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S6jyXIKiU1I/AAAAAAAAAV0/IRRC-okA5NU/s72-c/urlaub+mit+papa+0020.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-5785772536098072014</id><published>2010-03-23T10:01:00.003-06:00</published><updated>2010-03-23T10:31:27.322-06:00</updated><title type='text'>... wenn einer eine Reise macht</title><content type='html'>Lange ist nichts passiert auf diesem Blog und der Grund war ein herrschaftlicher Besuch aus deutschen Landen; für ungefähr "eine Woche und ein bisschen mehr" kam mein Papa, mein &lt;span style="font-style:italic;"&gt;papito&lt;/span&gt;, wie man hier sagt, vorbei und gemeinsam erkundeten wir Nicaragua. Ein ganz merkwürdiges Gefühl ist das, jemanden zu sehen, der doch so vertraut ist, und den man doch so lange nicht gesehen hat. Und ein noch merkwürdigeres Gefühl ist es, den &lt;span style="font-style:italic;"&gt;papito&lt;/span&gt; vor sich zu sehen ohne die &lt;span style="font-style:italic;"&gt;mammita&lt;/span&gt;. Zum ersten Mal wurde mir auch selbst bewusst, auf welche Dinge wir hier verzichten, auf welche Personen wir verzichten müssen und wie sehr die eigene Familie doch Rückhalt sein kann. Umso schlimmer war es, nach knapp neun Tagen wieder allein zu sein und die Straßen der eigenen Stadt zu durchlaufen, die man nur eine Woche zuvor in Begleitung des eigenen Vaters erlebt hat.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-5785772536098072014?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/5785772536098072014/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/03/wenn-einer-eine-reise-macht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/5785772536098072014'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/5785772536098072014'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/03/wenn-einer-eine-reise-macht.html' title='... wenn einer eine Reise macht'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-1145214811796173796</id><published>2010-03-09T15:38:00.009-06:00</published><updated>2010-03-09T16:17:53.237-06:00</updated><title type='text'>Unser Haus</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S5bFkrXsKLI/AAAAAAAAAU0/NyyvFRQIoFc/s1600-h/haus+nicaragua+019.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 134px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S5bFkrXsKLI/AAAAAAAAAU0/NyyvFRQIoFc/s200/haus+nicaragua+019.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5446758033259243698" /&gt;&lt;/a&gt; Zeit für ein paar erste Bilder von unserer Residenz; seit knapp einem Monat leben wir nun schon hier, aber es fühlt sich doch alles bereits recht heimisch an. Nicht nur, dass das Kochen im neuen Haus einfacher von der Hand geht - immerhin haben wir jetzt eine Spüle direkt in der Küche und nicht mehr nur eine Spüle für Waschen, Zähneputzen, Spülen, etc. -, wir haben eine 1a-Aussicht auf die wunderschöne Stadt Matagalpa, La Perle del Septentrion, wie es so schön heißt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S5bFkcxKkMI/AAAAAAAAAUs/T74SDcHGI50/s1600-h/haus+nicaragua+023.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 134px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S5bFkcxKkMI/AAAAAAAAAUs/T74SDcHGI50/s200/haus+nicaragua+023.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5446758029339562178" /&gt;&lt;/a&gt; Hinzu kommt, dass wir nicht mehr im Freien duschen müssen, nein, wir können mittlerweile sogar heiß duschen; man stellt zwar fest, dass es gewissermaßen überflüssig ist, denn eigentlich ist es hier sehr heiß und kalt duschen fällt da leichter, wenn anfangs auch schwerer.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S5bFjdN6LoI/AAAAAAAAAUU/z5FdldFj3Bc/s1600-h/haus+nicaragua+003.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 134px; height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S5bFjdN6LoI/AAAAAAAAAUU/z5FdldFj3Bc/s200/haus+nicaragua+003.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5446758012280254082" /&gt;&lt;/a&gt; Aber wir haben auch weniger Kakerlakenprobleme. Innerhalb eines Monats hatten wir bisher nur einen krabbeligen Untermieter, - aber gut, das mag auch daran liegen, dass wir nun in luftiger Höhe im zweiten Stock leben. &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S5bG7Hlq6XI/AAAAAAAAAU8/LqDhXJEOYro/s1600-h/haus+nicaragua+009.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 134px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S5bG7Hlq6XI/AAAAAAAAAU8/LqDhXJEOYro/s200/haus+nicaragua+009.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5446759518302824818" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wir haben einen Hund und eine dicke Katze, die nur deshalb dick ist, weil sie schwanger ist. Das heißt, dass sie momentan brütet und in einer Woche wird sie Katzenkinder legen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S5bFjqMiZlI/AAAAAAAAAUc/SEZ1Xp9cYKY/s1600-h/haus+nicaragua+010.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 134px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S5bFjqMiZlI/AAAAAAAAAUc/SEZ1Xp9cYKY/s200/haus+nicaragua+010.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5446758015764162130" /&gt;&lt;/a&gt; Es folgt also nun: unsere Wohnung in Bildern. Was zu sehen ist, muss erraten werden, allerdings sei so viel gesagt: Küche, Wohnzimmer, mein Zimmer, Hund, Katze, Terrasse, Matagalpa am Tag, Matagalpa bei Nacht. Aussichtspunkt: eine Terrasse in San Francisco.  &lt;br /&gt;Jeder, der kurzfristig in der Nähe sein sollte, ist herzlich eingeladen, bei uns vorbeizuschauen. Auf ein Bier auf unserer Dachterrasse oder auch länger - wir haben Platz und unser Hund gibt jedem gern die Pfote.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-1145214811796173796?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/1145214811796173796/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/03/unser-haus.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/1145214811796173796'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/1145214811796173796'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/03/unser-haus.html' title='Unser Haus'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S5bFkrXsKLI/AAAAAAAAAU0/NyyvFRQIoFc/s72-c/haus+nicaragua+019.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-4674514066774781416</id><published>2010-03-09T15:03:00.003-06:00</published><updated>2010-03-09T15:10:01.965-06:00</updated><title type='text'>Stanles Brief</title><content type='html'>Matagalpa im März des Jahres 2010&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An:   Die Kinder der Stadt Wuppertal&lt;br /&gt;Von:  Stanly Josue Herrera Sobaluarro &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hallo! &lt;br /&gt;Wie geht es euch? Mir geht es gut! &lt;br /&gt;Ich heiße Stanly, bin zwölf Jahre alt und bin Schüler der Escuela Publica Wuppertal. Ich bin in der Klasse 6b und bin sehr zufrieden, euch diesen Brief schreiben zu können. &lt;br /&gt;Ich habe sieben Geschwister und zwei Eltern, aber mein Vater ist in den Staaten; wir können ihm nicht folgen, weil wir keine Papiere haben und keine Arbeit, wir sind arm, deshalb schickt er uns manchmal zwanzig, dreißig oder vierzig Dollar. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin sehr dankbar für die Kooperation zwischen Deutschland und Nicaragua und für die Hilfe. Unsere Lehrerin Barbara ist sehr intelligent.&lt;br /&gt;Wir bedanken uns bei euch!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stanly&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-4674514066774781416?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/4674514066774781416/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/03/stanles-brief.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/4674514066774781416'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/4674514066774781416'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/03/stanles-brief.html' title='Stanles Brief'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-1025688969968620737</id><published>2010-03-09T14:59:00.003-06:00</published><updated>2010-03-09T16:12:15.439-06:00</updated><title type='text'>Silvias Brief</title><content type='html'>Matagalpa, 4.03.10&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An die Kinder der Stadt Wuppertal&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hallo an alle Jungen und Mädchen aus Deutschland!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich heiße Silvia und bin elf Jahre alt. Mir gefällt es, Ball zu spielen, weil es sehr schön ist. Ich lerne auch gerne. &lt;br /&gt;Ich habe vier Brüder und Schwestern, genau so eine Mama und einen Papa. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S5bHqgO94OI/AAAAAAAAAVM/7qdWNNtjp1g/s1600-h/haus+nicaragua+031.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 214px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S5bHqgO94OI/AAAAAAAAAVM/7qdWNNtjp1g/s320/haus+nicaragua+031.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5446760332372336866" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe ein Problem und es nennt sich Diabetes. Zwei Mal am Tag bekomme ich eine Spritze. Die Bärchen, die Sie (gemeint ist Ralf! Unser Chef und Lebensretter. Und er hatte Gummibärchen für die Kinder dabei) für uns mitgebracht haben, waren sehr lecker. &lt;br /&gt;Ich bin in der sechsten Klasse und lebe sehr zufrieden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Stadt, Matagalpa, ist eine sehr schöne Stadt. Hier gibt es Berge und viele Schulen. Ich bin hier geboren, hier lebe ich glücklich! Zum Schluss schicke ich euch noch ein Bild. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Silvia&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-1025688969968620737?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/1025688969968620737/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/03/silvias-brief.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/1025688969968620737'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/1025688969968620737'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/03/silvias-brief.html' title='Silvias Brief'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S5bHqgO94OI/AAAAAAAAAVM/7qdWNNtjp1g/s72-c/haus+nicaragua+031.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-3066807746431600514</id><published>2010-03-09T14:54:00.004-06:00</published><updated>2010-03-09T16:10:42.988-06:00</updated><title type='text'>Luis Brief</title><content type='html'>Ich sende Grüße an alle Kinder der Stadt Wuppertal als Dank für eure Unterstützung!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich lebe in Matagalpa und gehe in der Escuela Wuppertal zur Schule. Dort lerne ich mit dem Profesor Pedro. Ich mache meine Schulaufgaben. Manchmal passe ich nicht auf, aber es gelingt mir immer, den Unterricht zu verstehen. &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S5bHSTMeAPI/AAAAAAAAAVE/wmVbiZMRwJg/s1600-h/haus+nicaragua+0291.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 214px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S5bHSTMeAPI/AAAAAAAAAVE/wmVbiZMRwJg/s320/haus+nicaragua+0291.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5446759916555337970" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wenn sie uns Hausaufgaben geben, dann mache ich sie auch; manchmal mache ich sie auch nicht und das ist nicht selten. &lt;br /&gt;Neben der Schule gibt es einen Kiosk; hier könnten wir Reis, Hähnchen und Süßigkeiten kaufen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich verabschiede mich mit einer starken Umarmung von mir und meinen Freunden!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luis Eduardo Urbina Chavarria&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-3066807746431600514?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/3066807746431600514/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/03/luis-brief.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/3066807746431600514'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/3066807746431600514'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/03/luis-brief.html' title='Luis Brief'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S5bHSTMeAPI/AAAAAAAAAVE/wmVbiZMRwJg/s72-c/haus+nicaragua+0291.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-8517392211192501420</id><published>2010-03-09T14:47:00.003-06:00</published><updated>2010-03-09T14:53:40.120-06:00</updated><title type='text'>Kenners Brief</title><content type='html'>Matagalpa, Nicaragua, 04.03.10&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Liebe Kinder aus Deutschland!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe die außerordentliche Ehre, diesen Brief zu schreiben, der direkt zu euch geschickt wird; nun sende ich euch diesen Brief, damit ihr wisst, wer ich bin, wie alt ich bin und wie viele Personen in meiner Familie sind. Ich schreibe diesen Brief mit sehr viel Liebe von Herzen aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin Schüler der 6. Klasse und bin zwölf Jahre alt.  In meiner Familie sind wir sieben Personen, eine sehr große Familie also. Ich gehe in die Escuela Wuppertal, diese sehr kleine Schule befindet sich in Matagalpa in einem Viertel, das sich Primero de Mayo nennt. Ich lebe im Stadtviertel Susuma, einem sehr armen und kleinen Viertel. Der Weg dorthin ist sehr sehr weit und die Straßen sind menschenleer, dort gibt es nur Steine und Diebe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Brief geht an eure Schule; und ich schreibe diesen Brief mit sehr viel LIebe, Fürsorge, Respekt, Ehre und Solidarität für euch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kenner Jose Zelaya Martines&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-8517392211192501420?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/8517392211192501420/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/03/kenners-brief.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/8517392211192501420'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/8517392211192501420'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/03/kenners-brief.html' title='Kenners Brief'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-4828545982956966235</id><published>2010-03-06T12:25:00.002-06:00</published><updated>2010-03-09T14:46:08.291-06:00</updated><title type='text'>Gut getackert</title><content type='html'>Ich stehe allein vor dreißig Kindern. Mittlerweile komme ich mit meiner Aufgabe gut zurecht, ich brauche weniger Zeit, um meinen Unterricht vorzubereiten und doch ist man immer noch mit mir zufrieden. Mit den Kindern bin ich mittlerweile am Spaßen und sie nehmen mich - halbwegs ernst. &lt;br /&gt;Ich stehe also da, die Sonne scheint wie sonstwas auf die Wellblechdächer der Escuela Publica Wuppertal und stelle die Masterfrage: Was ist eigentlich Wuppertal?&lt;br /&gt;Sie gucken mich ein bisschen ratlos an, in einer Mischung aus Fassungslosigkeit und Belustigung. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Eine Schule, eine Schule! &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Diese Schule!&lt;/span&gt;, ruft ein anderer. &lt;br /&gt;Alles richtig. &lt;br /&gt;Aber auch: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;eine Stadt in Deutschland. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Zunächst sitzen sie ein bisschen perplex da, als sei das nun doch zu viel, dann zeichnet sich bei einigen der Faden des Begreifens im Gesicht deutlich nach: &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Und du kommst aus Wuppertal, Profe!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Nein&lt;/span&gt;, sage ich und schüttle den Kopf, &lt;span style="font-style:italic;"&gt;aber aus der Nähe.&lt;/span&gt; Relativ. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und so beginnen wir, Briefe an eine Wuppertaler Schule zu schicken, deren Briefe ich im Juli mit nach Matagalpa nahm. Wie sie heißen, sollen die Kinder schreiben, was sie gerne tun, welche Sportart ihre Lieblingssportart ist; wenn sie wollen, können sie auch über ihre Familie schreiben, wie viele Brüder und Schwestern sie haben, und was sie später mal werden wollen. Die Briefe, die dabei entstehen, sind wahre diplomatische Kunstwerke. Bevor ich jedoch zitiere, tackert Heydi sich kunstvoll in den Daumen. Und zwar ziemlich fest. &lt;br /&gt;Nun bin ich allein da, Profe Pedro sonnt sich und da möchte ich nicht stören; ich schnappe mir Heydis (gesunde) Hand und gemeinsam eilen wir zu Mercedes. Wir bekommen Watte und Toilettenpapier und mit ein wenig Wasser verarzte ich schließlich das kleine Mädchen, das etwas verstört die Tränen verdrückt. Nach fünf Minuten ist sie wieder am Kichern und der Daumen ist vergessen, aber immerhin noch dran.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-4828545982956966235?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/4828545982956966235/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/03/gut-getackert.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/4828545982956966235'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/4828545982956966235'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/03/gut-getackert.html' title='Gut getackert'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-1159700208380542078</id><published>2010-02-27T22:51:00.001-06:00</published><updated>2010-02-27T22:51:34.385-06:00</updated><title type='text'>Ansage</title><content type='html'>Es folgt der wohl wichtigste Blogeintrag auf diesem Blog.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-1159700208380542078?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/1159700208380542078/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/02/ansage.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/1159700208380542078'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/1159700208380542078'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/02/ansage.html' title='Ansage'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-469744866314859254</id><published>2010-02-27T22:38:00.003-06:00</published><updated>2010-02-28T10:50:01.762-06:00</updated><title type='text'>Die Ananas-Verschwörung</title><content type='html'>Auf einem Seminar passiert nicht viel; man nimmt sich gegenseitig an den Händen, man quatscht ein bisschen, Smalltalk in der Kaffeepause, man isst - denn bei fünf geregelten Mahlzeiten im Zweistundentakt kann man nichts anderes tun - oder man schläft. &lt;br /&gt;Zwischendurch wird seminariert. &lt;br /&gt;Das ist dann nicht so angenehm, man kann sich deutlich schöneres vorstellen, es muss nicht unbedingt weh tun, vielleicht tut es auch gar nicht weh, vielleicht ist es langweilig, vielleicht nimmt man einfach ein weiteres Mal im menschlichen Leben die Langwierigkeit der Zeit wahr.&lt;br /&gt;So oder so, - es gibt viele Vorurteile zu Seminaren. Und einige treffen wahrscheinlich auch gut zu, zum Beispiel die Geschichte vom endlosen Buffet. Aber: nicht jedes Seminar ist ausschließlich langweilig, nicht jedes Seminar ist ausschließlich verregnet. &lt;br /&gt;So war es auch in Sarapiqui, Costa Rica. Denn am vorletzten Tag ließ der Regen nach und es kam sogar die Sonne heraus. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was macht man an so einem Tag? Richtig: man fährt ins Grüne. Mit der ganzen Familie. &lt;br /&gt;Wir sitzen also um Punkt acht Uhr morgens in einem Bus, dessen Sitze ein bisschen riechen, und fahren schlaftrunken dorthin, wo der Boden besonders nahrreich ist. Zumindest wächst dort Ananas. &lt;br /&gt;Das, liebe Freunde, ist ein großer Irrtum. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Ananas an sich braucht so gut wie nichts zum Leben. Sie ist tranquilo. Ein angenehmer Mitbewohner. Sie macht kein Mätzchen und macht keinen Unfug, sie macht keine Unordnung, räumt dafürt aber auch nicht auf. Sie hilft nicht beim Bügeln, aber sie hat auch keine Dreckwäsche. Wenn sie natural ist. &lt;br /&gt;Natural bedeutet im Falle der Ananas: schrumpelig. klein. Die Ananas, die wir jedoch aus unseren Landen bzw. Läden kennen, - denn sie ist nun mal kein heimisches Gewächs - sieht aus wie gemalt, wie von Menschenhand geformt. Und das ist sie auch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir besuchen eine 1200 Hektar große Finca. Viel Land, reich an gutem Boden, Karibikküste. Klingt klasse. Aber hier wächst nur Ananas. Und das ist großer Unsinn. Denn die Ananas, die kleine, schrumpelige, natürliche Ananas braucht nur einen Baum zum Wachsen. Sie sucht sich einen schönen Ast und macht es sich bequem. Irgendwann ist sie reif, dann fällt sie runter und der Mensch kann Ananas essen. &lt;br /&gt;In Costa Rica läuft das anders: auf 1200 Hektar Land gibt es kein einziges Tier mehr; selbst Würmer, die den Boden auflockern, sind nicht mehr erwünscht. Der Boden ist tot, und unser Guia bestätigt uns dies bereitwillig: "Das Ziel ist, Tiere von der Finca zu vertreiben." Es wird Jahrzehnte - wenn nicht mehr - dauern, bis sich der karibische Boden von der Ananas-Plage erholt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie sprechen hier von Plage, die Bewohner nahe der Ananasfinca; unser Guia hingegen ist begeistert von den akkurat angelegten Feldern. Ein bisschen ungläubig betrachten wir die dunkelgrünen Stachelkronen, die aus dem aufgeschütteten Boden stoßen. &lt;br /&gt;Wir fahren weiter zu einem Aussichtspunkt und blicken über endlose Stacheln. Zur gleichen Zeit säubert ein Arbeiter den Tank seines Pestizidtransporters im nahe gelegenen Fluss. Ein Flugzeug kommt geflogen und sprüht Düngemittel auf die Felder. Es sieht alles aus wie in einem schlechten Film. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weg von den Feldern, ab in die Fabrik; anschließend werden Ananas gewaschen - und es stinkt wirklich ganz enorm -, sie werden geschnitten, aussortiert, in Kartons für Belmont, Dole und Chiquita verpackt. Die aussortierten Ananas werden in Scheiben geschnitten und getrocknet. Jedes Mal kriegen wir eine Kostprobe von dem, was wir mit den eigenen Augen verfolgt haben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir verlassen die Finca gegen Mittag. Halb so wild war der Besuch, könnte man denken. Aber um zu verstehen, was genau eine 1.54 € teure Ananas aus Costa Rica in Costa Rica bewirkt, fahren wir in eine nahe gelegene Ansiedlung von Comunidades. Wir lernen Roger kennen, einen ehemaligen Bananenarbeiter. Eigentlich hat er auf den ersten Blick nichts mit der Ananas zu tun; aber so ist es mit all denjenigen, die in diesem Gebiet der ach so schönen costaricanischen Karibik leben: sie können ihr Trinkwasser nicht trinken, denn die Pestizide der Ananasfinca gehen über weite Bereiche ins Grundwasser. Sie vergiften den Boden und treffen sie auf einen Fluss, fließen sie auf direktem Wege ins Meer. Das Mittel, das dabei beim Ananasanbau verwendet wird und seinen Weg zur Küste findet, ist kein anderes als Agent Orange.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir fahren durch die Comunidades, eine Frau steigt in unseren Bus ein, sie heißt Dona Marta und sie ist auf einem Auge blind. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;In diesem Dorf leben viele Menschen mit Behinderung&lt;/span&gt;, sagt sie.&lt;span style="font-style:italic;"&gt; Wir haben viele blinde Kinder und Erwachsene.&lt;/span&gt; Wenn sie nicht blind oder eine körperliche Behinderung haben, haben sie Darm-, Magen- oder Leberkrebs. &lt;br /&gt;Roger steht neben ihr und legt einen Arm um sie. Er ist ein hochgewachsener Mann Anfang sechzig, charismatisch, freundlich. Zweiundzwanzig Mal war er im Gefängnis, weil er sich für die Rechte der Menschen eingesetzt hat;&lt;span style="font-style:italic;"&gt; man kann in Costa Rica einen Prozess gewinnen&lt;/span&gt;, sagt er, &lt;span style="font-style:italic;"&gt;aber das heißt nicht, dass auch etwas getan wird.&lt;/span&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit Januar gibt es eine neue Präsidentin, es ist die erste Präsidentin Costa Ricas: Laura Cinchilla. Frau Laura hat viel versprochen, aber leider ist sie die auserwählte Nachfolgerin des ehemaligen Präsidenten. Und dessen Familie ist ein Stammbaum von Großgrundbesitzern. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Roger hätte gerne Kinder gehabt; gerade als Mann ist es noch immer ein Statussymbol in Zentralamerika, ein Kind gezeugt zu haben. Aber nach einem Unfall auf der Bananenplantage, auf der er arbeitete, war er zunächst nur arbeitsunfähig. Doch der tägliche Kontakt mit den Pestiziden machte ihn auch zeugungsunfähig. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Es ist bei vielen hier der Fall&lt;/span&gt;, sagt er; die Männer werden impotent, die Frauen unfruchtbar. Die Genitalien trocknen aus oder schwellen an, müssen entfernt werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Wasser ist vergiftet, die Menschen haben Krebs, eine oder mehr Behinderungen, die Tiere trinken ebenfalls das Wasser - und wenn sie nicht daran krepieren, dann sind es die Fligen, die sich in den Ananasblättern einnisten und daraufhin ganze Viehherden befallen. So verlor ein Bauer nach dem anderen sein Geld, denn verkaufen kann man kranke Tiere nicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Natürlich werde ich weiterkämpfen&lt;/span&gt;, sagt er. Immerhin hat er Frau Laura, die steif und fets behauptet, dass man das Wasser der Karibik trinken könne, bei ihrem Amtsantritt ein Glas Agent Orange auf den Tisch gestellt. Trinken wollte sie es nicht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-469744866314859254?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/469744866314859254/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/02/die-ananas-verschworung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/469744866314859254'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/469744866314859254'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/02/die-ananas-verschworung.html' title='Die Ananas-Verschwörung'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-6378501620814048083</id><published>2010-02-23T12:48:00.003-06:00</published><updated>2010-02-27T15:19:27.159-06:00</updated><title type='text'>Zwischenseminar: Wer bin ich und was tue ich hier?</title><content type='html'>Wir sitzen im Hotel Bambu in Puerto Viejo de Sarapiqui und der Regen ist so laut, dass wir uns nur mit Mikro unterhalten können. &lt;br /&gt;Wir sind in der Karibik Costa Ricas und hier regnet es am liebsten. Ein Teil der Außenanlage des Hotels steht bereits unter Wasser und der Poolbereich sieht wie ein schlechter Scherz aus. Am dritten Tag unseres Aufenthalts in Sarapiqui bezweifeln wir bereits, dass es hier auch Sonnentage gibt - wir denken sehnsüchtig an Matagalpa, wo jetzt die Sonne lacht und alle glücklich sind. &lt;br /&gt;Warum wir unsere Stadt verlassen haben? Nach sechs Monaten sieht unser Programm ein Zwischenseminar mit anderen Freiwilligen vor. Um sich auszutauschen, um auf die vergangenen sechs Monate zurückzublicken und um auf die kommenden sechs Monate vorauszuschauen. Um über das nachzudenken, was man will, um über sich selbst im Klaren zu sein. &lt;br /&gt;Mit sechzehn anderen Freiwilligen aus Deutschland sitzen wir im Kreis, diskutieren, fantasieren - und ab und an blockieren wir auch - über unser Leben in Costa Rica, Nicaragua oder Cuba. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Seminar beginnt mit den typischen Fragen, die man sich bei einem Zwischenseminar für Zwanzigjährige vorstellen kann: Wer bin ich? Welche Erwartungen hatte ich zu Beginn? Welche Erwartungen kann ich mittlerweile an die nächsten sechs Monate stellen? Wir sitzen in Gruppen zusammen und unterhalten uns, lesen einen Artikel aus der Süddeutschen, der das, was wir hier tun, zerreißt. &lt;br /&gt;Es geht um Sascha, der wie 100 000 Jugendliche aus Deutschland einen &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Egotrip ins Elend&lt;/span&gt; macht. Er hilft, obwohl er kein ausgebildeter Entwicklungshelfer ist; laut Artikel ist er ein bisschen überflüssig. Denn er kostet den Staat Geld und macht sich ein schönes Leben in Kambodscha, er kann weder die Sprache sprechen noch hat er wirklich Ahnung von den Problemen vor Ort. &lt;br /&gt;Sagt die Süddeutsche. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sitzen in kleinen Gruppen und lesen den Artikel gemeinsam. Bemängelt wird das, was für uns den Freiwilligen Friedensdienst, den wir hier nun schon seit sieben Monaten absolvieren, erst so aufregend gemacht hat; aufregend, aber auch schwierig. &lt;br /&gt;Natürlich. Wenn die Gesetze der Süddeutschen galten, wäre ich nun nicht hier. Ich hätte in die USA gehen können, nach Frankreich oder England. Aber nicht nach Nicaragua. Wir hätten nur dorthin gehen können, wo wir der Sprache mächtig sind. Aber wer spricht in Deutschland Portugisisch, um nach Brasilien zu gehen? Wer spricht Rumänisch, um in Hermannstadt im Kindergarten auszuhelfen? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Weg der Sprache ist zu einfach. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich muss daran denken, wie wenig ich eigentlich arbeite. Wenn man es sich ansieht, sind es zwei Stunden am Tag, maximal drei bzw. dreieinhalb mit Vorbereitungszeit. Mein Projekt würde ich trotzdem nicht streichen; denn die Kinder freuen sich, sobald sie mich sehen, sie lernen ein bisschen Englisch, vergessen noch mehr, aber vielleicht erinnern sie sich in vier, fünf Jahren daran, dass sie einmal eine Profe Barbara hatten, die ihnen Englisch beigebracht hat. Und vielleicht erinnern sie sich daran, wenn sie ihre Kurse für die Universität belegen und vielleicht hat ihnen mein Englischunterricht gefallen; und dann wählen sie vielleicht Englisch. &lt;br /&gt;Und dann hat das Projekt, das den deutschen Staat so endlos viel kostet, funktioniert; dann geht die Gleichung auf. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht ist es nicht viel, was wir momentan machen können, vielleicht sind wir es, die auf den ersten Blick profitieren. Aber wenn wir hier unsere Direktoren reden hören, dann sehen wir, wie stolz sie sind, dass sie eine deutsche Freiwillige in ihrer Schule haben; wir sehen die Kinder, die auf dich zugerannt kommen und dich umarmen und die es nicht interessiert, wo du eigentlich herkommst. Sie fragen dich nicht, ob du diesen Egotrip ins Elend moralisch vertreten kannst; denn es ist immer einfacher, nichts zu tun. Zu Hause zu bleiben. Warum mit der Welt in Kontakt treten, wenn es Internet gibt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Uns schwirrt anschließend der Kopf; wir sind ein bisschen unsicher, derartige Kritik nagt an uns; aber irgendwie wissen wir auch, dass das, was wir tun, eine gute Sache ist.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-6378501620814048083?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/6378501620814048083/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/02/zwischenseminar-wer-bin-ich-und-was-tue.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/6378501620814048083'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/6378501620814048083'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/02/zwischenseminar-wer-bin-ich-und-was-tue.html' title='Zwischenseminar: Wer bin ich und was tue ich hier?'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-9010060191265601775</id><published>2010-02-18T07:45:00.003-06:00</published><updated>2010-02-18T08:15:36.820-06:00</updated><title type='text'>Mal wieder: San Jose</title><content type='html'>Wir sind nun schön öfter in San Jose gewesen, als in unserem Projekt. &lt;br /&gt;Nein. &lt;br /&gt;Natürlich nicht. &lt;br /&gt;Aber wir sind schon wieder hier: in San Jose. Diesem costaricanischen Dorf. &lt;br /&gt;Warum?&lt;br /&gt;Nach einer knappen Woche mit Ralf, unserem Chef und Mehralsdas, brachen wir Montagmorgen nach Managua auf, wo wir ihn ins Flugzeug nach Brasilien setzten. Unsere Route sah nach Managua Granada vor, wo wir Selina einen Besuch abstatteten, damit wir anschließend bei ihr übernachten konnten. &lt;br /&gt;Und mittlerweile ist tatsächlich das eingetroffen, was uns alle ankündigten: der nicaraguanische Sommer. Er geht von Januar bis März / April und er kokelt alles ab. &lt;br /&gt;Matagalpa als Bergstadt ist da immerhin noch gediegen mediterran (was geographisch ja eigentlich gar nicht geht), aber Granada, die ehemalige Hauptstadt, die am Lago de Nicaragua liegt, ist ein heißes Pflaster. &lt;br /&gt;Als wir in Granada ankommen, sind wir alle hinüber. Es ist kurz nach Mittag und wir sind zu gar nichts in der Lage. &lt;br /&gt;Lina und Vivi gehen schwimmen. Tim und ich suchen uns ein kühles Restaurant, trinken Wein, damit es richtig knallt im Kopf, und anschließend baumeln wir im &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Bearded Monkey&lt;/span&gt; in Hängematten und trinken Cuba Libre. &lt;br /&gt;Am Abend geht es schon wieder und wir können wenigstens schlafen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den nächsten Tag verbringen wir mit Busfahren. Nicht wir fahren den Bus, sondern sitzen drin, bzw. hinten, direkt vor der Bustoilette, die ab und an markante Duftnoten in unsere Richtung schickt. Lina und Vivi sprühen Deo in die Luft, wir schlafen, hören Musik oder halten uns die Nasen zu. &lt;br /&gt;Als wir an die Grenze kommen, müssen wir mal wieder diese Blättchen ausfüllen: &lt;br /&gt;Name, Vorname, Geburtsdatum, Wie viele Koffer haben Sie bei sich?, Haben Sie lebende Tiere oder frisches Essen bei sich?, Haben Sie mehr als 10 000 US$ mit sich oder einen ähnlichen Betrag in einer anderen Währung?, Haben Sie ein Schlachthaus besucht?&lt;br /&gt;Die Frau neben mir hat keinen Stift, ich genau so wenig. Ich frage sie trotzdem. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ich muss das nicht ausfüllen&lt;/span&gt;, sagt sie. &lt;br /&gt;Okay, denke ich. Die weiß, wos lang geht. Ich nicke und suche anderswo einen Stift. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ich muss das nicht ausfüllen&lt;/span&gt;, sagt sie noch einmal. &lt;br /&gt;Ich gucke sie ein wenig zögernd an und frage dann, warum. &lt;br /&gt;Sie lächelt entschuldigend, und auch ein wenig peinlich berührt.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ich weiß nicht, wie. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schließlich kommen wir gegen drei Uhr Nachmittags in San Jose an. Wir kaufen Tickets für die Rückfahrt am Montag um sechs Uhr morgens. Natürlich mag man sich nun fragen, was wir eigentlich in San Jose tun? Nun, wir müssen zu einem Seminar in Costa Rica, einem Zwischenseminar, das nach sechs Monaten auf dem Plan steht, damit man die nächsten sechs Monate auch noch durchhält. Man nimmt sich an den Händen und singt ein bisschen. &lt;br /&gt;Naja. Vielleicht wird es ja auch schön. Aber wenn es nach uns ginge, bräuchten wir kein Zwischenseminar. In drei Tagen steht wahrscheinlich was ganz anderes auf diesem Blog. Aber so ist es immer. Kollektive Ablehnung, um Überraschungen zu ermöglichen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurz nachdem wir eingecheckt haben, begehen wir bzw. ich den Fehler im Februar: ich bestelle mir etwas zu essen. Die Nacht von Dienstag auf Mittwoch verbringe ich mit meiner Pizza, und dieser kulinarische Austausch ist weniger romantisch. &lt;br /&gt;Zum Glück haben wir bereits am Dienstagabend eine Argentiniern im Hotel kennen gelernt, sie ist Ärztin und kümmert sich Mittwochmorgen um mich. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ich müsste liegen, wahrscheinlich den ganzen Tag, mich ausruhen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Vivi bleibt bei mir, Lina und Tim fahren schon mal zum Seminar. &lt;br /&gt;Ich schlafe den ganzen Tag, die ganze Nacht, nur zwischendurch stehe ich mal auf. Auf dem Gang zu unserem Zimmer werde ich von einer Oma überholt. Das macht mir schwer zu schaffen.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich am Donnerstagmorgen aufwache, bin ich fit wie ein Turnschuh. Ich setze mich in den Gemeinschaftsraum, warte auf die Oma, um sie zu überholen, aber sie kommt nicht. Dafür sind alle Mitarbeiter des Hotels sehr freundlich, sie erkundigen sich nach meinem Wohlbefinden und strahlen mich an, als ich Ihnen sage, dass es mir schon besser geht. &lt;br /&gt;Kurze Zeit später kommt ein Mäuschen, ganz in Pink und mit pefektem schwazen Haar, in den Gemeinschaftsraum und schaltet den Fernseher an. Sie guckt HipHop-Videos und wippt mit dem Fuß. &lt;br /&gt;Ich muss mich fragen, ob meine Rückkehr aus unserem ruhigen, leisen Hotelzimmer in diese laute Welt der Technik, der Fernbedienungen und tiefhängenden Kapuzen, der Blingbling-Ketten und der schlechten Rheime nicht verfrüht stattfindet.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-9010060191265601775?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/9010060191265601775/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/02/mal-wieder-san-jose.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/9010060191265601775'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/9010060191265601775'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/02/mal-wieder-san-jose.html' title='Mal wieder: San Jose'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-6705103200531881079</id><published>2010-02-08T13:35:00.003-06:00</published><updated>2010-02-08T13:47:24.674-06:00</updated><title type='text'>Alfonso, der Hasenexperte</title><content type='html'>Mit der Zeit erschließen wir uns unser neues Barrio und lernen auch unsere Nachbarn besser kennen; mit einigen von ihnen teilen wir uns sogar den gemeinsamen Internetanschluss, - und zwar mit Alfonso und seiner Familie. &lt;br /&gt;Während wir zu viert (Tim, Alfonso, eine Dame von Claro, dem Internetanbieter, und ich) auf dem Bett sitzen, erzählt uns Alfonso ein bisschen was aus seinem Leben. &lt;br /&gt;Er ist Spanier und kommt eigentlich aus Leon. In Nicaragua hat er sich - vermutlich wegen den vielen, möglichen Verwechslungen - deshalb gegen Leon und für Matagalpa entschieden. &lt;br /&gt;Das denke ich zumindest zuerst. &lt;br /&gt;Dann erklärt er aber, dass er aus ganz anderen Gründen hier, in Matagalpa, ist; und dieser Grund hat zwei Ohren, auch genannt Löffel, und ein Stupsnäschen. Richtig.&lt;br /&gt;Alfonso ist Hasenexperte. &lt;br /&gt;Und zwar hat er sich darauf spezialisiert, das Verhalten von Hasen in tropischen und subtropischen Regionen dieser unserer Erde zu erforschen. &lt;br /&gt;Das ist spannend. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er zeigt uns ein Buch, das er geschrieben hat: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Der Hase in fast allen Gebieten der Erde. &lt;/span&gt;Auf dem Cover sieht man ein paar weiße, ein paar braune und einen weiß-schwarzen Hasen. Das sei der californische Hase, erklärt er mir. Dann erklärt er mir den Unterschied zwischen californischem Langohrhasen und zentralamerikanischen Stupsnasenhasen. &lt;br /&gt;Ich blättere ein wenig gedankenverlorenversunken in seinem Buch, gucke mir Bilder von Hasen an, lese über eine Hasenlegebatterie in der Nähe von Esteli, sehe ein Foto von Castor Rex (schöne Grüße nach Bischmisheim!!) und letztlich, am Ende des Buches, staune ich nicht schlecht: Alfonso hat tatsächlich auf den letzten fünf Seiten Hasenrezepte aufgelistet. Gebratener Hase mit Rotwein, Hasenschenkel mit Kartoffeln, und so weiter und so fort. &lt;br /&gt;Man kann sagen, was man will: Alfonso ist ein echter Hasenexperte, der sich auf allen Gebieten auskennt. Bevor er einen Hasen aus seinem Ärmel zaubert, verschwinde ich und versuche das zu retten, was von Dianas Geburtstagskuchen vor lauter Haserei übrig geblieben ist.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-6705103200531881079?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/6705103200531881079/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/02/alfonso-der-hasenexperte.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/6705103200531881079'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/6705103200531881079'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/02/alfonso-der-hasenexperte.html' title='Alfonso, der Hasenexperte'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-4657964708110269667</id><published>2010-02-05T13:07:00.002-06:00</published><updated>2010-02-05T13:11:49.469-06:00</updated><title type='text'>Matagalpa und ich</title><content type='html'>Wenn wir an diesen Tagen auf unserer Dachterrasse sitzen, wird uns bewusst, was das ist, was das bedeutet, dieses Jahr: wir sind in einer Bergstadt in Nicaragua. &lt;br /&gt;Im Nirgendwo. &lt;br /&gt;Bei Google-Earth sieht man nur grüne Wälder. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir vergessen so schnell, dass wir hier eigentlich fernab liegen, weil man in dieser wunderschönen Stadt Matagalpa alles finden, alles kaufen kann, was man suchen, was man brauchen könnte. &lt;br /&gt;Aber Matagalpa ist noch viel mehr: es ist eine Stadt, die wir uns selbst erschlossen haben, die uns und jedem, den wir zu Hause in unserer Heimat kennen, unbekannt und fremd gewesen ist. Und nun laufen wir ganz selbstverständlich die Calle Central entlang, kaufen Crema und Cuajada, kochen Bohnen oder nehmen den Express nach Managua. &lt;br /&gt;Es sind die kleinen Dinge, die wir in diesem Jahr lernen, und die uns letztlich so sehr weiter bringen, dass wir es gar nicht merken.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-4657964708110269667?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/4657964708110269667/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/02/matagalpa-und-ich.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/4657964708110269667'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/4657964708110269667'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/02/matagalpa-und-ich.html' title='Matagalpa und ich'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-2302537503311364175</id><published>2010-02-05T12:47:00.002-06:00</published><updated>2010-02-05T13:06:56.752-06:00</updated><title type='text'>Alles bleibt anders</title><content type='html'>Als ich am Dienstag die Escuela Publica Wuppertal betrete, beschleicht mich dieses Gefühl, dass Ferien ja was Tolles sind, aber dass das hier viel toller ist; Kinderaugen strahlen mich an, doch sie sind noch etwas verhalten, sind noch etwas schüchtern und trauen sich nicht, mich über den Haufen zu rennen. &lt;br /&gt;Besser so, zumindest für den Anfang. &lt;br /&gt;Mercedes am Eingang begrüßt mich mit einem tiefen Blick und erklärt mir, dass ich mich lange nicht habe sehen lassen. &lt;br /&gt;Aber warum sollte ich auch in den Ferien zur Schule gehen?&lt;br /&gt;Für einen kurzen Moment jedoch hat sie es geschafft, mir ein schlechtes Gewissen, ein bisschen Unsicherheit zu verschaffen. &lt;br /&gt;Heute geht doch die Schule los?&lt;br /&gt;Sie lacht und nickt. &lt;br /&gt;Ich gehe weiter, vorbei an den Klassenräumen, wo Profe Pedro schon unterricht. Er sieht mich und winkt mir zu, ruft mitten im Satz hola! und alle Köpfe seiner Schüler drehen sich zu mir. Ich winke auch, verschwinde aber schnell im Sekretariat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und da sitzt Norma, allein. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Barbara!,&lt;/span&gt; ruft sie und strahlt mich an. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach brauchen wir für das Erstellen eines Stundenplanes (deutsche Zeit: 5 Minuten) zweieinhalb Stunden. Wir quatschen über alles und werden auch manchmal von Kindern oder Lehrern aufgehalten. &lt;br /&gt;In der Pause erscheint Profe Pedro im Direktorat und stellt sich mir vor. Er heiße Pedro und sei hier Lehrer. Jaja. &lt;br /&gt;Fast schon könnte man denken, dass auch hier, in Matagalpa, alles beim Alten bleibe. &lt;br /&gt;Aber nein, so ist es nicht. &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Denn: Mary Lou ist nicht mehr da. Sie ist jetzt Direktorin an einer anderen Schule. Mit ihr gingen ca. 50 Kinder der Escuela Publica Wuppertal, sie alle haben die Schule gewechselt; und darunter sind auch ein paar der Kinder, die ich ganz besonders mochte: Juli ist nicht mehr da, Fabiann ist nicht mehr da, und Brenda ist den Tränen nah, als sie mir erklärt, dass Rosalinda eine andere Schule besuche. &lt;br /&gt;Ich nehme sie in den Arm und sie drückt sich an mich. &lt;br /&gt;Dann strahlt sie mich an. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Machen wir wieder Englisch`? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Na, klar,&lt;/span&gt; sage ich. &lt;br /&gt;Sie grinst. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;Aber keine Früchte mehr. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ok,&lt;/span&gt; sage ich und muss lachen, &lt;span style="font-style:italic;"&gt;keine Früchte mehr. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich nach Hause gehe, bin ich hin- und hergerissen zwischen dem, was ich an meinem ersten Arbeitstag erlebt habe; einerseits freue ich mich. Ich freue mich auf weitere sechs Monate mit den Kindern, auf den Unterricht, auf die Arbeit mit den Lehrern, - immerhin haben sie mich alle wie ein Mitglied aus dem Kollegium behandelt. Judith hat mich gar nicht mehr los gelassen und brabbelte mich zehn Minuten lang zu. &lt;br /&gt;Andererseits werde ich auch die anderen Kinder, die uns verloren gingen, vermissen, genau so Mary Lou. Wer wird mir erklären, wie ich meine Haare zu waschen habe?&lt;br /&gt;Aber immerhin: Gerson ist noch da. Und er ist genau so, wie ich ihn im letzten Jahr verlassen habe. Es bleibt also spannend.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-2302537503311364175?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/2302537503311364175/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/02/alles-bleibt-anders.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/2302537503311364175'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/2302537503311364175'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/02/alles-bleibt-anders.html' title='Alles bleibt anders'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-3453230689358678576</id><published>2010-02-02T12:56:00.004-06:00</published><updated>2010-02-02T13:03:11.453-06:00</updated><title type='text'>Der 2. Rundbrief</title><content type='html'>Nicaragua, Land der Seen und Vulkane. &lt;br /&gt;Nicaragua, zweitärmstes Land Lateinamerikas, gleich nach Haiti. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegensätzlicher könnte das Bild, das Nicaragua entwirft, nicht sein. In Reiseführern wird die natürliche Schönheit des Landes gepriesen, es wird geschwärmt von diesem – verhältnismäßig - unentdeckten Land, in dem mehr als neunzig Prozent der Bevölkerung die tägliche Mahlzeit über einem offenen Feuer kocht. Das sagt die Statistik und irgendwie klingt es faszinierend, - eine Welt, die es nicht mehr gibt bzw. die wir im Westen einfach nicht mehr kennen. Faszinierend, diese Frauen, die schwere Körbe auf dem Kopf transportieren, während ihre Kinder neben ihnen herlaufen und dabei helfen, die selbst hergestellte Ware zu verkaufen, diese Kinder, die dabei helfen, den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen. Faszinierend, diese Märkte, auf denen das Fleisch der Tiere in der Sonne hängt, während Taxis Staub aufwirbeln, faszinierend, die Kinder, die daher laufen und mit Autoreifen spielen oder die Kühe ihrer Eltern über die Schlaglöcher der Bergstraßen treiben.  &lt;br /&gt;Unberührt sei es, hier in Nicaragua. &lt;br /&gt;Und das ist Vorteil wie Nachteil zugleich; auf den großen Straßen Managuas fahren schwere Laster und Geländewagen neben ächzenden Pferdewagen, an den Kreuzungen halten teure Camionetas, aus deren Boxen laut Musik schallt, während am Bordstein Kinder auf Pappen sitzen und – sobald die Ampel auf Rot schaltet – an die Scheiben der haltenden Autos klopfen, um Geld oder Essen betteln. Die schlechte Wirtschaft, die hohe Arbeitslosigkeit, Kriminalität, Drogenabhängigkeit, die Perspektivlosigkeit in den Städten sind akute, sind aktuelle, sind beständige Probleme Nicaraguas - doch sie beginnen mit Entdeckung des Landes im 16. Jahrhundert und der Weg, der seitdem gegangen wurde, war nie ein eigenständiger. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Christobal Columbus auf der letzten seiner drei Amerikareisen in Zentralamerika landet, weiss er noch nicht, dass er seine italienischen Füße auf den Boden gesetzt hat, der später zum Land Nicaragua gehören wird. Mit ihrer Landung im 16. Jahrhundert gründen die Entdecker der neuen Welt Kolonialstädte wie Granada, die ehemalige Hauptstadt des Landes, und Leon. Sie bringen ihre Sprache, ihre Waffen und ihren Gott mit sich; sie erbauen die größte Kathedrale Südamerikas in Leon und töten beinahe alle Ureinwohner in Xolótlan, das am kleineren der zwei großen Seen des Landes liegt, und gründen die Stadt Managua.&lt;br /&gt;Schon früh erkennen sie die Möglichkeiten, die ihnen das Land zwischen den zwei Weltmeeren liefert, doch der Kanal, der Nicaragua den Reichtum hätte bescheren können, wird an einer anderen Stelle, in einem anderen Land gebaut und heißt deswegen Panama-Kanal. Zur Zeit Philipp II., der sich nun Herrscher über ein Land nennt, in dem die Sonne nie untergeht, denken nur wenige der Eroberer an eine natürliche Wasserstraße, die den Welthandel und später, zum Zeitpunkt des Goldrausches, den Weg nach Kalifornien ermöglicht. Und so bleibt der Rio San Juan unberührt, wie es in den Reiseführern heißt.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S2h2c4AJUPI/AAAAAAAAAT0/Yp-mPRhjs_g/s1600-h/DSC02454.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S2h2c4AJUPI/AAAAAAAAAT0/Yp-mPRhjs_g/s320/DSC02454.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5433723188863914226" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im 18. Jahrhundert stoßen europäische Siedler – darunter zahlreiche Deutsche – zu den Spanien hinzu und kultivieren in Städten wie Matagalpa oder Jinotega den Kaffeeanbau, während die Ureinwohner sich immer weiter in die schwer begehbaren Mangrovenwälder der Karibikküste zurückziehen. &lt;br /&gt;Zu diesem Zeitpunkt hat das Land Nicaragua bereits seine Eigenständigkeit erklärt, hat sich von den Spaniern befreit, und richtet sich nun an den großen Bruder im Norden, der ebenfalls noch wenig Jahre zählt; die Marionette Amerikas wird Nicaragua heute auch genannt. &lt;br /&gt;Anfang des 20. Jahrhundert wird letztlich ein Vertrag mit den Vereinigten Staaten von Amerika gegründet; in diesem Vertrag wird Nicaragua auf ewig – denn es heißt forever - das Recht genommen, einen eigenen Kanal zu bauen und somit das eigene Land, die geographischen und natürlichen Gegebenheiten zu nutzen. Und so bleibt der Rio San Juan, dieser große, breite Strom im Süden des Landes, unberührt, für immer. &lt;br /&gt;Unberührt scheinen auch die nicaraguanischen Regenwälder und das karibische Leben auf Corn Island, sechs Stunden vom nicaraguanischen Festland entfernt. Das Wasser dort ist klar, man kann beim Tauchen Mantarochen und Ammenhaien begegnen und manchmal schwemmt der Drogenhandel auch ein Paket Koks an den Inselstrand. Das Paradies, das Nicaragua darstellt, hat zwei Seiten; und oft ist die schöne Seite nur für uns zu sehen, für Leute, die Geld haben, - sogar wir als Freiwillige gehören dazu. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Volk, das im Schatten des Mombachos, der über Granada hinaus ragt, oder des Momotombos lebt, ist ein junges Volk; gerade mal sechs Millionen Einwohner zählt das Land, von denen die Hälfte in Managua, seinen Vororten und den umliegenden Städten lebt. Jeder zweite von ihnen zählt weniger als fünfzehn Jahre; unvermeidbar, scheint es, diese Armut, wenn es nicht nur eine Familie auf dem Land gibt, die mehr als fünfzehn Kinder zählt. &lt;br /&gt;In größeren Städten kämpfen Frauen für Gleichberechtigung und Abtreibung, sie erziehen ihre Kinder ohne Vater, und doch gibt es den Machismo, der sie immer wieder in die Knie zwingt. &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Die Probleme Nicaraguas sind wie ein Netz miteinander verbunden, verknüpft; die Armut in fast allen Teilen des Landes, die hohe Geburtenrate auf dem Land, letztlich die Stadtflucht oder sogar die Flucht in ein anderes Land - jeder Dritte der knapp sechs Millionen Nicaraguaner lebt nicht mehr im so schönen Land der Seen und Vulkane, sondern vielleicht in Panama oder Costa Rica, das sie eigentlich nicht mögen, weil die Menschen dort merkwürdig sprechen und sich einiges auf ihren Reichtum einbilden; oder vielleicht fliehen sie in die Staaten mit einem Zug, der im Volksmund la bestia – die Bestie – genannt wird und dessen Route quer durch Zentralamerika verläuft: Nicaragua, Honduras, Guatemala, Mexiko – USA.&lt;br /&gt;So eindeutig seine Route, so unsicher die heile Ankunft: die Reisenden sitzen auf dem flachen Dach der Waggons, fallen oft vom Zug, fallen vor den Zug, oder es ist die Sonne Guatemalas und Mexikos, die sie zum Verzweifeln treibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S2h2cmBT25I/AAAAAAAAATs/phFjHlfJ3vM/s1600-h/DSC02479.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 240px; height: 320px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S2h2cmBT25I/AAAAAAAAATs/phFjHlfJ3vM/s320/DSC02479.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5433723184036961170" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch die Nicaraguaner sind auch ein stolzes Volk. Sie sind stolz auf ihr Land, auf die Revolution, auf Ernesto Sandino, auf die FSLN, - und oft sind die Nicaraguaner, die im Ausland leben, zufriedener mit ihrem Heimatland, als ihre Landsgenossen vor Ort. &lt;br /&gt;Sie lieben Gallo Pinto über alles und essen morgens Reis mit Bohnen, mittags Reis mit Bohnen und abends – zur Abwechslung - Reis mit Bohnen! (Ab und an gibt es auch Reis und Bohnen). Sie machen alles aus Maismehl, sie haben täglich frisches Obst und kennen Früchte, deren Namen ich im Englischunterricht nicht zu übersetzen weiß; sie verkaufen Fruchtsaft, genannt Fresco, aus Nancite oder Guayaba, sie unterscheiden so sehr zwischen Honig- und Wassermelone, dass letztere keine Melone mehr ist; sie kochen Yuca oder Quiquisque und es ist ein Jammer, dass es das alles nicht in Deutschland gibt; sie liebe kitschige, romantische Musik und spielen am liebsten spanische Coverversionen von englischsprachigen Hits; ihr Gott ist katholisch und die Kirche ist ihr Rückzugsort – über Gott diskutieren sie nicht, denn da gibt es nichts zu diskutieren, Gott ist eindeutig für sie da und es ist fast ein wenig ironisch, dass der Gott, den ihnen die Europäer brachten, ihnen nun dabei hilft, das auszuhalten, was ebenfalls die Europäer brachten; ihr Zeitverständnis ist südamerikanisch, ein wenig brüderlich-scherzend, sie lassen niemanden warten und wenn, dann liegt es an dir, weil du aus einem Land kommt, in dem Unpünktlichkeit Warten bedeutet; ihr Spanisch ist ein bisschen frecher, ein bisschen lockerer, sie machen sich gerne über die Spanier lustig und kichern dabei wie kleine Kinder. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man könnte denken, dass den Nicaraguanern allesamt das Elend ins Gesicht geschrieben steht, - aber so ist es nicht. Sie lieben ihr Land, dieses wirklich wunderschöne Land, das tatsächlich zu weiten Teilen unberührt ist; sie sind ruhig, sie sind tranquilo, und sie sind bereit, zu teilen. Sie sind fröhlich, scheinen nie verlernt haben, zu lachen, und das, obwohl sie ein anderes, ein härteres Leben kennen, als wir.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-3453230689358678576?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/3453230689358678576/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/02/der-2-rundbrief.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/3453230689358678576'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/3453230689358678576'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/02/der-2-rundbrief.html' title='Der 2. Rundbrief'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/S2h2c4AJUPI/AAAAAAAAAT0/Yp-mPRhjs_g/s72-c/DSC02454.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-8041979868143509335</id><published>2010-02-02T12:49:00.002-06:00</published><updated>2010-02-02T12:56:17.106-06:00</updated><title type='text'>Wo ist Mary Lou?</title><content type='html'>Es ist so weit: Der Moment, der Tag, vor dem Lehrer und Schüler und deutsche Freiwillige sich grausen, ist gekommen - der 2. Februar. Die Ferien hören heute ganz offiziell auf und ich muss mich erneut für die nächsten sechs Monate in die Escuela Publica Wuppertal begeben. &lt;br /&gt;Als ich Sonntag Norma anrufe, erklärt sie mir, dass Mary Lou nicht mehr da sei. &lt;br /&gt;Wie?, sage ich, Mary Lou ist nicht mehr da?&lt;br /&gt;Sie ist jetzt woanders, sagt Norma nur. &lt;br /&gt;Aha. &lt;br /&gt;Wir quatschen ein bisschen, verabreden uns für den heutigen Tag, um meinen neuen Stundenplan fest zu legen, das war es dann auch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was wirklich mit Mary Lou geschehen ist, ob sie noch da ist oder ob sie woanders ist, ob sie verschwunden ist und ob ich den Schulanfang nach zwei Monaten Ferien emotional verkrafte - wird sich heute heraus stellen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-8041979868143509335?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/8041979868143509335/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/02/wo-ist-mary-lou.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/8041979868143509335'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/8041979868143509335'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/02/wo-ist-mary-lou.html' title='Wo ist Mary Lou?'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-8241594297847164562</id><published>2010-01-28T12:00:00.002-06:00</published><updated>2010-01-28T12:12:31.149-06:00</updated><title type='text'>San Francisco</title><content type='html'>Nachdem wir in den letzten Monaten Zentralamerika bereist haben, haben wir am vergangenen Wochenende beschlossen, uns die Staaten anzusehen.&lt;br /&gt;Nein!&lt;br /&gt;Aber nach sechs Monaten (Halbzeit, liebe Leute - und es geht schneller, als man denkt) in einem Haus, kam für uns die Zeit, die Bleibe zu wechseln; auch, weil Mirte nicht mehr bei uns ist und wir nun zu zweit in einem großen Haus lebten. &lt;br /&gt;Bereits im November haben wir uns unsere Wohnungsalternative angesehen und Tim hat sich in ein Haus verliebt, von dessen Dachterrasse man ganz Matagalpa sehen konnte. &lt;br /&gt;Wir wohnen jetzt am Hang, an einem dieser Hänge, die die Stadt hinaufkriecht, weil es im engen Talkessel Matagalpas scheinbar nur Platz für die Calle Central gibt. &lt;br /&gt;Neben der Dachterrasse gibt es auch noch eine Dusche mit heissem Wasser. Die Zeiten, in denen wir im Patio neben Regenwürmern kalt duschen mussten, gingen also am vergangenen Montag vorbei. Und ja, wir wohnen nun in San Francisco, denn so heisst unser neues Barrio. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Freund organisierte uns einen Pickup und unsere Möbel fuhren durch halb Matagalpa; da aber die Wohnung, die wir nun unser Eigen nennen können, beinahe aus einem grossen Raum besteht, verbrachten wir den gestrigen Tag mit dem Anfertigen einer Wand, um mein angedachtes Zimmer vom restlichen Wohnzimmer zu trennen. &lt;br /&gt;Um in diesem Haus zu leben, ging Tim einige Kompromisse ein, denn ich wollte eigentlich nicht umziehen: aber gut. Jetzt gebe ich mich mit einem wunderschönen Zimmer mit Blick über Matagalpa zufrieden, während Tim in einer Kammer schläft, die gerade mal so hoch und lang ist, dass er darin liegen und stehen kann ( also 2 x 2 m). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Matagalpa ist eine Bergstadt; und das können wir jetzt auch sehen. &lt;br /&gt;Jeden Abend und jeden Morgen sitzen wir auf der Terrasse, mit Ayu, dem Hund unserer Vermieter, der jedem die Pfote geben will (der Hund, nicht der Vermieter). &lt;br /&gt;Es lebt sich also nicht schlecht in unserem neuen Haus; es ist zwar weiter weg vom Projekt, es liegt am Hang, das heisst, dass wir einiges laufen müssen, um zu Hause anzukommen. Aber wer die Stadt sehen will, der muss eben auch nach oben; zumindest in Matagalpa.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-8241594297847164562?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/8241594297847164562/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/01/san-francisco.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/8241594297847164562'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/8241594297847164562'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/01/san-francisco.html' title='San Francisco'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-8551866806097009183</id><published>2010-01-20T12:20:00.004-06:00</published><updated>2010-01-28T12:14:09.267-06:00</updated><title type='text'>Palmares: Nie mehr Las Vegas</title><content type='html'>Was das Oktoberfest für die Deutschen (und den Rest der Welt) ist, ist Palmares für Costa Rica (und nur für Costa Rica). &lt;br /&gt;Lukas und ich sitzen Samstag gegen zwei Uhr im Bus, der uns zu diesem Ort bringen soll, an dem tagsüber Familienausflüge stattfinden und sich abends ein Gruppenbesäufnis vollzieht. &lt;br /&gt;Als wir das Festgelände betreten, sieht es noch friedlich aus: es ist gerade mal drei, Mütter und Väter mit Kindern an den Händen flanieren über die Wiesen, Essstände verkaufen alles, was man sich nur ausdenken (aber selten wollen) kann, und die bunten Fähnchen der Girlanden flattern aufgeregt im Wind. &lt;br /&gt;In einiger Entfernung sehen wir eine Achterbahn und vergessen beim Anblick eines fliegenden Hauses unser Alter: zehn Minuten später sitzen wir in einer recht schlechten Achterbahn, wir fahren Autoscooter und rammen jeden, der uns in die Quere kommt (aber alle machen das so), und ja, irgendwann sitzen wir auch in diesem fliegenden Haus. Ganz langsam hebt es sein Fundament und wir blicken über Palmares. Dann fängt es an, zu kreisen und eigentlich ist es ganz lustig, Lukas und ich sind mit Abstand die ältesten hier und irgendwie sollten wir auch die Coolsten sein. Aber die Scheibe neben mir ist ziemlich locker und dieses Haus hört nicht auf, sich zu drehen. &lt;br /&gt;Als wir wieder auf sicherem Boden sind, gehen wir zum Hausbesitzer und sagen ihm, dass es da ein Problem mit der Scheibe gibt. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Jaja&lt;/span&gt;, sagt er, nickt, und lässt die nächsten Kinder rein, die schon ungeduldig warten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach zwei, drei Stunden haben wir Palmares abgegrast: wir kennen die Fressbuden, kennen die Souvenirstände, haben uns ein paar Kleinigkeiten geleistet und sind nun auf dem Weg zurück. &lt;br /&gt;Da kommen wir an einem Glücksspielstand vorbei und irgendwie sieht es lustig aus. Man muss Pfeile werfen und dann kann man was gewinnen; Mixxer, Waffeleisen, Flachbildschirme, oder eben Bargeld. Der Glücksspielchef lässt uns eine Runde ausprobieren und da hätten wir schon was gewonnen, aber es war ja nur zum Ausprobieren. &lt;br /&gt;Die nächste halbe Stunde verbringen wir damit, Pfeile zu werfen, Nummern zu zählen. Zunächst zocken wir sie ganz schon ab, denn irgendwann ist kein Geld mehr in ihrer Kasse, doch dann dreht sich unser Blatt. Uns fehlen noch fünf Punkte, dann gewinnen wir 1200 Dollar (oder eben Waffeleisen, Mikrowellen etc. in entsprechender Summe), doch schliesslich haben wir kein Geld mehr. Wenn man die Bilanz zieht, haben wir nicht viel verloren, gerade mal 20 Dollar hat der gute Mensch an uns verdient. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ihr könnt morgen wieder kommen&lt;/span&gt;, sagt Senor Suerte. Ein bisschen betröppelt gehe ich in Richtung Bus, während Lukas neben mir die Wahrscheinlichkeiten unseres Sieges vorrechnet. Dafür hat man dann eben Mathe-LK, schönen Gruss an den Lehrer. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Aber immerhin&lt;/span&gt;, denke ich auf dem Rückweg nach San Jose, &lt;span style="font-style:italic;"&gt;habe ich nun auch schon mal in meinem Leben gespielt.&lt;/span&gt; Und so haben wir doch noch einen kleinen Trost, einen kleinen Trostpreis gewonnen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-8551866806097009183?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/8551866806097009183/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/01/palmares-nie-mehr-las-vegas.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/8551866806097009183'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/8551866806097009183'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/01/palmares-nie-mehr-las-vegas.html' title='Palmares: Nie mehr Las Vegas'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-8842563653452350047</id><published>2010-01-15T11:21:00.003-06:00</published><updated>2010-01-15T11:38:16.592-06:00</updated><title type='text'>San Jose II</title><content type='html'>Gemeinsam mit einem mir fremden Mann rase ich durchs naechtliche San Jose. Mein Taxifahrer ist ein netter Kerl, ruhig, er faehrt sicher, unterhaelt sich mit mir und irgendwie ist alles ganz friedlich, - und trotzdem bin ich immer noch ein bisschen unsicher, wenn ich einfach so durch eine mittelamerikanische Grossstadt in der Nacht fahre, allein, vorne mit einem Taxifahrer, so dass hinten immer noch einer seiner Gang einsteigen und mir die Pistole an den Kopf halten kann. &lt;br /&gt;Aber das passiert nur in Nicaragua; als wir am Hotel ankommen und er sich sogar fuer mich an der Rezepzion nach einem Zimmer erkundigt, habe ich schon fast ein schlechtes Gewissen, ihm etwas derartiges unterstellt zu haben.  &lt;br /&gt;&lt;em&gt;Es gibt keine Zimmer mehr&lt;/em&gt;, sagt er, &lt;em&gt;nur noch einen Platz im Dorm. &lt;br /&gt;Dorm. &lt;/em&gt;Das steht fuer Dormitorium, das heisst, dass dort alle wie die Sandinen in der Buechse liegen. &lt;br /&gt;&lt;em&gt;Es ist nur fuer ein paar Stunden&lt;/em&gt;, ueberlege ich laut. &lt;br /&gt;&lt;em&gt;Aber auch in ein paar Stunden kann man ausgeraubt werden&lt;/em&gt;, sagt er und er hat Recht. Dann zeigt er auf ein Haus, zwanzig Meter von uns entfernt: Da ist es gut. Willst du da hin? &lt;br /&gt;Fragen schadet nicht und wir fahren die paar Meter, mein Taxifahrer erkundigt sich erneut und handelt einen Preis mit der Dame aus. Es ist ein wenig teuer, aber San Jose ist eben nicht Matagalpa. &lt;br /&gt;Als ich mein Zimmer betrete, kann ich mein Glueck kaum glauben: ich bin gemartet vom Busfahren, vom verzweifelten Suchen nach einer angenehmen und warmen Schlafposition, mir ist kalt von der Klimaanlage und von San Jose bei Nacht; und dann komme ich in dieses Zimmer. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube, ich habe noch nie ein so grosses Bett gesehen. Es ist das groesste Bett meines Lebens und ich bin allein. Ich muss mich dreimal ueber die Laken rollen, um in der Mitte anzukommen, ich habe eine Decke, die dick und warm und so gross wie ein Zelt ist. Ich schlafe koeniglich zu kaiserlichen Preisen, aber das ist mir in diesem Moment total egal. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich am naechsten Morgen aufwache, ist es noch nicht einmal acht Uhr; laenger schlafen kann ich aber auch nicht und so mache ich mich auf. Mein Gepaeck lasse ich im Hotel und auf eigene Faust erkunde ich San Jose. Dabei komme ich am Fischmarkt vorbei und es stinkt wie in einem bretonischen Hafen; so geschickt, wie ich bin, tapsse ich auch noch direkt durch die Fischlache. &lt;br /&gt;So begegne ich also meinem besten Freund: mit einer auffallend eigenartigen Duftnote. Aber er waere nicht mein bester Freund, wenn er darueber hinwegsehen wuerde. Und bis fuenf Uhr nachmittags verfliegt vielleicht der Fisch.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-8842563653452350047?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/8842563653452350047/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/01/san-jose-ii.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/8842563653452350047'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/8842563653452350047'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/01/san-jose-ii.html' title='San Jose II'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-1028326301142579370</id><published>2010-01-15T11:00:00.003-06:00</published><updated>2010-01-15T11:21:09.917-06:00</updated><title type='text'>Ein grosser Hund</title><content type='html'>Am gestrigen Tag verlasse ich Panama City; waehrend die anderen sich nach Boquete aufmachen, habe ich Glueck nach sehr viel Unglueck und so kriege ich noch einen Platz im Ticabus um 11:00 Uhr morgens nach San Jose. Dort kommen wir um zwei Uhr nachts an, aber bis dahin ist es noch ein langer Weg. &lt;br /&gt;Auf meiner Reise verabschiede ich mich von Panama, unterhalte mich ein bisschen mit Jonas, einem Panamanesen, der in Nicaragua lebt; seine Frau hat bald Geburtstag. Und was schenkt man da? Natuerlich: zwei Schweine. &lt;br /&gt;Sie wird sich bestimmt freuen, sagt er und strahlt mich in nervoeser Vorfreude an. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Bus ist klimatisiert, sie zeigen einen Film nach dem anderen, die Zentralamerikaner, die hier sitzen, lassen sich beschallen oder schlafen. Gegen Mittag wird Essen ausgeteilt und ich bin froh, Vegetarierin zu sein. Jonas freut sich auch, denn so kriegt er mein Huehnchen. Die eben genannte Zeremonie wiederholt sich gegen acht Uhr erneut. Mein Sitznachbar findet es anscheinend sehr lustig, dass ich kein Fleisch esse, aber als wir beim Abendessen wieder Essen austauschen, schenkt er mir ein Broetchen und irgendetwas Frittiertes aus Mais. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dafuer, dass wir mehr als 12 Stunden im Bus sitzen, vergeht die Zeit schnell. Jonas und ich unterhalten uns oder schweigen miteinander und das kann man ja auch nicht mit jedem. &lt;br /&gt;An der Grenze muessen wir alle raus, unser Gepaeck wird aus dem Bauch des Busses gezerrt und in einer Schlange aufgestellt. &lt;em&gt;Geht weg vom Gepaeck&lt;/em&gt;, sagt ein Grenzbeamter, &lt;em&gt;jetzt kommt ein Hund, ein grosser Hund, er braucht Platz. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Der Hund, der da kommt, braucht keinen Platz, sondern ein bisschen mehr Pedigree. Ziemlich verwirrt laeuft er zwischen den Koffern hin und her, spaeter jagen sie ihn noch durch den Bus. Der grosse Hund geht mir noch nicht einmal bis zu den Knien, aber die Grenzbeamten sind mit seiner Arbeit mehr als zufrieden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Waehrend ich in der Schlange stehe und darauf warte, dass mein Pass einen neuen Stempel bekommt, lerne ich MArlyn kennen. Sie ist Nicaraguanerin, arbeitet in einem Projekt mit Kindern und lernt Deutsch. Sie ist ganz begeistert, jemanden aus Deutschland kennen zu lernen und fuer den Rest der Grenzprozession nimmt sie mich unter ihre Fittiche; wir muessen naemlich ein ganz schoenes Stueck laufen, bis wir zum anderen Grenzposten gelangen; wir haben quasi ausgecheckt aus Panama, aber wir muessen noch in Costa Rica einchecken und befinden uns somit gerade auf ausserstaatlichen Gebiet. Es ist wie auf einem Flughafen, nur ohne Flugzeuge, dafuer mit mobilem Dutz Free. Maenner und Frauen laufen vorbei und wollen mir Parfum andrehen, als ich gerade dabei bin, meine persoenlichen Daten anzugeben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist halb acht, als wir alle bereit sind, weiterzufahren; doch bevor das passiert, wird das Gepaeck erneut untersucht. Dieses Mal nicht von einem Hund, sondern von echten Maennern, die groesser sind als mein Knie. Sie reissen die Koffer hoch, schleppen sie auf steinerne Ablagen und machen alles auf. Ich bin schon ein bisschen mies drauf, dass da einfach jemand an mein Gepaeck geht, aber ich habe Glueck: um meinen Rucksackinhalt zu erblicken, muss man alles rausholen, - das ist den Grenzbeamten dann doch zu bloed. Sie machen ihn oben rauf, sehen eine Zeitschrift ueber Panama, stoehnen und sagen listo. &lt;br /&gt;Mir ists recht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittlerweile ist es dunkel, es gibt keine Filme mehr, wir rattern dahin, ich hoere Musik und schlafe schliesslich. Um halb zwei werde ich wieder wach und sehe viele kleine gelbe Punkte in einem riesigen Tal flimmern; es sieht aus, als habe man eine Gluehwuermchenkolonie vor Augen; San Jose. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir den Bus verlassen, ist es kalt. Schon im Bus war es kalt, den man trotz der Nacht weiter klimatisierte. In Laendern wie Panama ist es noetig, aber San Jose ist kuehl, angenehm. Und in der Nacht kalt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich verabschiede mich von Jonas, von Marlyn und schliesslich faehrt ein Taxifahrer mich zu dem einzigen Hotel, das ich kenne.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-1028326301142579370?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/1028326301142579370/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/01/ein-grosser-hund.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/1028326301142579370'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/1028326301142579370'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/01/ein-grosser-hund.html' title='Ein grosser Hund'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-875752734074824458</id><published>2010-01-13T07:06:00.002-06:00</published><updated>2010-01-13T07:20:12.456-06:00</updated><title type='text'>Auf Abwegen</title><content type='html'>Es ist Dienstagmorgen in Panama-City. Panama-City, Leute!&lt;br /&gt;Wir kommen langsam aus dem Bett, gehen einkaufen, fruehstuecken. Selina bricht zurueck nach Matagalpa auf und Tim, Lina, Vivi und ich blinzeln dem Tag entgegen, der da anbricht. Es ist heiss, aber selbst, wenn man duscht, trocknet man zu schnell. Ein kleines bisschen abartig ist es. &lt;br /&gt;Wir heben Geld ab, laufen durch die Stadt, gucken uns Shopping-Malls an und werden von kuehler Luft von Geschaeft zu Geschaeft geblasen; in Nicaragua frittieren sie alles, in Panama klimatisieren sie alles. Ich habe keine Ahnung, was gesuender ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um halb drei fahren wir nach Panama Viejo, dem wirklich alten Teil der Stadt. Er ist so alt, dass nur noch Ruinen uebergeblieben sind, denn als die Briten im spanischen Panama ankamen, raubten sie alles aus, brannten alles ab und brauchten 170 Maultiere, um alle Schaetze wieder davonzutragen.&lt;br /&gt;Vivi, Lina und ich stehen vor den verkohlten Steinmauern, rollen ein bisschen auf dem Gras herum, gucken Kindern zu, die hier, zwischen dem kolonialen Erbe des Landes, Baseball spielen. Es ist ein ruhiger Tag, die Hitze macht uns muede und auch ein bisschen bloed und schliesslich kommen wir nicht mehr ueber die Strasse. Ein Polizist hilft uns, haelt den Verkehr der Grossstadt an und winkt uns auf die andere Seite. Er ruft uns ein Taxi und so fahren wir zum Miramar Panama, einem dieser Hotels, die in die Luft ragen. Wir haben gehoert, dass man dort ueber die Stadt blicken kann. &lt;br /&gt;Auch, wenn wir uns bemuehen, unser Englisch englisch und wuerdevoll klingen zu lassen, erlaubt uns die Rezeption nicht, ins Restaurant zu fahren. Die Security kann es nicht verantworten. Wie Bombenleger sehen wir aber auch nicht aus. &lt;br /&gt;Nun gut, ob sie einen Ort weiss, wo man ueber die Stadt gucken kann. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ja, nicht weit von hier, ein Cafe. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Als wir dort ankommen, merken wir, dass nun sie uns verarscht hat: das gute Restaurant hat zwei Stockwerke und man blickt direkt auf die Mauern des Highways. Lustig sind sie, die Panamanesen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir starten nun die perfekte - vielleicht auch jugendliche - Mischung aus Kulturkonsum und Konsumkultur, gehen ins Hard Rock Cafe, schlendern durch Boutiquen und Modekettenlaeden und speisen schliesslich ganz oben in der Mall. Sehen koennen wir gar nichts, es gibt keine Fenster. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Abend verbringen wir gemaess unseres neuen Programmes und gehen ins Kino; Avatar fuer Lina, Tim und Tamara - eine schweizer Konditorin, die wir hier kennen gelernt haben - und Sherlock Holmes fuer Vivi und mich. &lt;br /&gt;Als wir ins Hotel kommen, ist das vierte Bett unseres Zimmers an einen uns fremden Mann vergeben. Er ist Argentinier und wir verstehen kein Wort. Er sagt immer irgendwie sch. Wir sind verwirrt; aber so ist das mit dem Spanischen, es ist eine Weltsprache. Das heisst, jeder spricht es anders.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-875752734074824458?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/875752734074824458/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/01/auf-abwegen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/875752734074824458'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/875752734074824458'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/01/auf-abwegen.html' title='Auf Abwegen'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-612816869823541709</id><published>2010-01-13T06:49:00.003-06:00</published><updated>2010-01-13T07:05:59.556-06:00</updated><title type='text'>Der versteckte Kanal</title><content type='html'>Wir sagen dem Taxifahrer,dass wir gerne zum Kanal fahren wollen. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Haeh? Kanal? Welcher Kanal?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Wir gucken uns ein bisschen verwirrt an. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Zum Panama-Kanal&lt;/span&gt;, sagen wir. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Den kann man nicht sehen&lt;/span&gt;, sagt er, als waeren wir dumm. Ist ja auch ne Frechheit - zu denken, in Panama koennte man den Panama-Kanal sehen. Wir versuchen es nochmal: &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Aber der fliesst doch direkt hier vorbei.&lt;/span&gt; &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Da kann man nicht hin. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Wir revidieren unsere Destination und korrigieren uns: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;wir wuerden gerne einen Teil des Kanals sehen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Achso&lt;/span&gt;, sagt er, als waere das vorher nicht abzusehen gewesen,- und schon weiss er, wo er uns hinbringen muss. &lt;br /&gt;Wenig spaeter stehen wir wieder unglaeubig da, dieses Mal am Wasser, an einer Promenade, die wie die Grenze zwischen zwei Weltmeeren aussieht. Aussehen koennte. Sein koennte. &lt;br /&gt;Lina fragt. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;No, no, nononono! Es el pacifico.&lt;/span&gt; Er schuettelt den Kopf und muss nun wirklich denken, dass Touristen furchtbar dumm sind. Kommen hierher, und wollen den Kanal sehen. Er zeigt auf zwei Bojen, die in einigem Abstand voneinander froehlich auf dem Wasser tanzen. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Das&lt;/span&gt;, sagt er, &lt;span style="font-style:italic;"&gt;das ist der Kanal. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir verabschieden uns, laufen ein bisschen an der Promenade entlang und versuchen, ihn zu verstehen. Fette Schiffe fahren an uns vorbei, sie tragen Container und j, natuerlich ist das hier der Kanal. Aber wir wollen keine Bojen, wir wollen keine Palmen. Wir wollen schwere Kraehne und Umschlagsorte sehen.&lt;br /&gt;Schliesslich fahren wir zu einer Station, die Miraflores genannt wird. Selina weiss, dass man dort den Kanal sehen kann.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ah, ihr wollt den Kanal sehen&lt;/span&gt;, sagt der Taxifahrer und wir kommen uns ein bisschen bloed vor. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Miraflores angekommen, sind wir enttaeuscht; ein riesiges Gebaeude versperrt uns die Sicht zum Kanal. Das ist clever, denn da muss man erst mal acht Dollar bezahlen, um dann schliesslich ein kleines bisschen Kanal zu sehen. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Hey, hey&lt;/span&gt;, sagt der Mann an der Kasse, &lt;span style="font-style:italic;"&gt;wollt ihr zum Kanal?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ja&lt;/span&gt;, sagen wir, &lt;span style="font-style:italic;"&gt;aber wir wollen nicht zahlen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Er sieht uns ein bisschen komisch an, zuckt dann mit den Schultern. &lt;br /&gt;Wieder gehen wir ein bisschen spazieren, sehen uns ein paar Schleusen an, alles ist ganz friedlich und wir sind es auch. Schliesslich fahren wir wieder in Hotel, gehen etwas essen und bilden uns ein, dass zwei Bojen ein Kanal sein koennen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-612816869823541709?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/612816869823541709/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/01/der-versteckte-kanal.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/612816869823541709'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/612816869823541709'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/01/der-versteckte-kanal.html' title='Der versteckte Kanal'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-604010600066018691</id><published>2010-01-12T10:44:00.003-06:00</published><updated>2010-01-13T06:44:16.772-06:00</updated><title type='text'>Die Luege vom Kanal</title><content type='html'>Wir sind in Panama City, in einer Welt- in einer Millionenstadt; aber auch in der Hauptstadt eines Landes, die das Miami Zentralamerikas genannt wird. &lt;br /&gt;Als die Nacht sich legt und von einem warmen Montagmorgen abgeloest wird, sehen wir den Grund fuer diesen Namen: ueberall stehen Wolkenkratzer, Glas spiegelt in unvorstellbaren Hoehen das Blau vom Himmel und das Weiss der Wolken wider.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Taxi fahren wir durch die Wirren des Verkehrs, erreichen den aelteren Stadtteil Panamas und laufen durch die engen Gassen. Es ist schoen hier; auf der einen Seite liegt die Skyline, die tatsaechlich aussieht wie die Skyline einer amerikanischen Grossstadt. Dort, wo wir sind, fuehren alte Strassen an schoenen Haeusern vorbei, Blumen stehen auf den Balkonen und die Sonne lacht. Es ist halb eins und wir wollen etwas essen, aber das, was wir eigentlich suchen, liegt so versteckt zwischen den Haeusern und Kirchen der Altstadt - oder vielleicht sind wir auch einfach so muede, immerhin sind wir zehn Stunden im Bus gefahren, es war kalt, man hatte die Klimaanlage aufgedreht und eine gesunde Schlafhaltung ist bei solchen Unternehmungen sowieso nicht drin. &lt;br /&gt;Letztlich finden wir ein guenstiges und gemuetliches Cafe, es ist halb zwei und wir sind immer noch auf der Suche nach Fruehstueck. Zwecks der Uhrzeit gibt es Sandwiches und Nudeln. &lt;br /&gt;Im Anschluss gucken wir uns das an, wofuer dieses Land nun einmal beruehmt ist. Wer es eng sieht - und wir sehen es aufgrund unserer Verbundenheit mit unserem momentanen Heimatland eng -, der kann sagen, dass Panama reich ist und Nicaragua arm ist und dass es eine Verbindung gibt. Man kann sogar sagen, dass Nicaragua arm ist, weil Panama reich ist. &lt;br /&gt;Es geht um, natuerlich: den Kanal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um diese Gemeinheit zu verstehen, die da schon Jahrhunderten vor sich geht, muss man die geographischen Gegebenheiten Nicaraguas kennen: dort gibt es naemlich einen Fluss, einen wunderschoenen Fluss, der von der Karibik bis in den Lago de Nicaragua fliesst; es ist der Rio San Juan, der ganze zweihundert Kilometer zaehlt und bei San Juan del Norte in den Atlantik fliesst. Es ist eine natuerliche Wasserstrasse, breit und gross, leicht befahrbar, das einzige Problem die Muecken, aber das kennen die europaeischen und amerikanischen Eroberer neuen Landes schon von anderswo. &lt;br /&gt;Seit Neuestem suchen sie eine Wasserstrasse zwischen Atlantik und Pazifik, sie sind muede, wollen nicht mehr den ganzen Weg um Chile und Argentinien herum schippern, um dann nur auf die andere Seite zu gelangen, sie wollen auch keine Waren mehr aufs Festland verladen muessen, um sie wenig spaeter wieder auf ein Schiff zu laden; sie suchen einen kurzen, effizienten Weg, das alles zu transportieren und dieser Weg soll direkt durch Zentralamerika laufen. &lt;br /&gt;Die geographischen Gegebenheiten des Landes sind wie geschaffen fuer einen Kanal, das bemerkt auch schon der spanische Chronist Francisco Lopez de Gomara, der ueber Nicaragua und den Rio San Juan bereits 1551 schreibt: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Man fasse nur den festen Entschluss, die Durchfahrt auszuführen, und sie kann ausgeführt werden. Sobald es am Willen nicht fehlt, wird es auch nicht an Mitteln fehlen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Doch der zukunftsgewandte Schreiberling denkt moderner als sein Koenig Filipp II; der ist naemlich der Meinung, dass man Gottes Werk nicht zerstoeren darf und da er es nun einmal ist, der ueber dieses neugewonnene Land regiert, gibt er sein koenigliches Veto und die Idee von einer ganz natuerlich geschaffenen Verbindung zwischen den zwei Weltmeeren ist fuer knapp drei Jahrhunderte gebannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erst da merken die Amerikaner naemlich, dass sie - der Goldrausch nach Kalifornien lockt viele Menschen in die jungen Staaten, die sich gerade erst verkuendet haben - viele Menschen in den very West ihrer Staaten bringen muessen; sie haben die Wahl zwischen wochenlangen Fahrten auf dem Meer, die abgeloest werden durch eine ebenso lange wie beschwerliche Reise durch die gerade erst annektierten Gebiete des MidWests, durch Texas, Kansas. Es wird Monate dauern, bis sie schliesslich Kalifornien erreichen, zudem ist das zarte Alter der Vereinigten Staaten von Amerika ein Nachteil: die Versorgung ist schlecht, sowohl die Nahrungsversorgung, wie auch der Ausbau von Strassen. Das Land, das sie nun ihr Eigen nennen und sich von der Ostkueste bei New York bis an die Westkueste bei Los Angeles und San Francisco zieht, ist noch immer unbekannt, unbetreten, roh und wild. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So viel einfacher scheint der Weg ueber die natuerliche Strasse des Rio San Juan in Nicaragua, so viel einfacher der Weg ueber den Lago de Nicaragua, so viel einfacher das Einsteigen in die Eisenbahnlinie in San Juan del Sur, die bis in die USA fuehrt. &lt;br /&gt;Zu dieser Zeit ist viel los in Nicaragua, viele Menschen verschiedenster Nationalitaeten sind unterwegs und vermeiden plagende Fahrten unter der marternden Sonne der Staaten; ganz bequem koennen sie Kalifornien und das Gold, das auf sie wartet, erreichen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch bequemer waere es, wenn es einen direkten Durchgang gaebe: einen Wasserweg zwischen dem Lago de Nicaragua und dem Pazifik; Nicaraguas Arm, der zu dieser Seite das Land von Costa Rica beruehrt, ist duenn und ein Wasserweg waere mehr als moeglich. Seit Jahren suchen die Nicaraguaner die Moeglichkeit, ihrem Traum vom Transozeanischen Kanal wahr werden zu lassen; selbst Napoleon ist mit im Boot, aber letztlich will kein Europaer und kein Amerikaner etwas von dem so nuetzlichen und so einfachen Verbindungsweg etwas wissen; dabei stehen die Chancen besser als je zuvor: nicht viel Land muesste durchbrochen werden und auch Filipp II ist schon lange tot, - selbst seine religioesen Vorstellungen stehen dem Projekt des Nicaragua-Kanals nun nicht mehr im Wege, hinzu kommen technische Errungenschaften und der stete Fortschritt der erwachenden Industrialisierung. &lt;br /&gt;Aber es gibt einen neuen Maechtigen, der mit dem Verlauf des Rio San Juan, der Ueberfahrt auf dem Nicaragua-See und dem Eisenbahnverkehr von San Juan del Sur nach Kalifornien recht zufrieden scheint: dem amerikanischen Eisenbahnkoenig Cornelius Vanderbilt reichen seine Einnahmen vollkommen und die selbst von ihm geplante Durchfuehrung eines Nicaragua-Kanals verlaeuft sich im Sande. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur wenige Jahre bleibt es ruhig, niemand aeussert mehr die Idee eines Kanals, aber es gibt auch keine Konkurrenz: der Rio San Juan wird befahren, Menschen steigen in Zuege um, der Verkehr laeuft, wenn auch schleppend. &lt;br /&gt;1850 jedoch beginnen einige Amerikaner mit dem Bau einer Eisenbahn durch Panama - und mit einem Mal steht wieder dieser Kanal im Vordergrund, den man nun gerne dort, am duennen Arm Zentralamerikas bauen wuerde. Es liegt zwar weiter unten, aber irgendwie ist es den Amerikanern, den Schiffern und jedem, der noch etwas dagegen haben koennte, lieber, sich nicht allzu lange auf staatlichen Inlandsgewassern zu befinden: der Rio San Juan verliert. Doch die Nicaraguaner haben ein weiteres Problem in diesem Moment: der suedliche Nachbar Costa Rica - dessen natuerliche Grenze zu Nicaragua durch den Rio San Juan gezeichnet wird - fragt sich, warum dieser lange, tropische Fluss eigentlich zu Nicaragua und nich zu Costa Rica gehoert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und waehrend Nicaragua damit beschaeftigt ist, seine natuerlichen Gegebenheiten zu verteidigen, wird in Panama ein Kanal geplant und in Angriff genommen, der den Rio San Juan mit einem Male unbedeutend machen kann. &lt;br /&gt;Viel zu spaet gibt es neue Verhandlungen mit Amerikanern, viel zu spaet neue Plaene und nach immer staerkeren Unstimmigkeiten mit dem amtierenden Praesidenten Jose Santos Zelaya, nehmen die USA sich das Recht, einzumarschieren, ihn abzusetzen und zu ersetzen - mit einem US-freundlichen Regime, das nichts von einem Kanal wissen will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1914 schliesslich kommt das bittere Ende der Idee eines Niaragua-Kanals: noch immer wird das Land zu Gunsten der Amerikaner regiert und so ist es leicht, den Vetrag zu unterzeichnen, der zugleich die postkoloniale Armut dieses Landes bezeichnen wird: die USA nehmen sich das Recht, Veto einzulegen, sobald Nicaragua einen Kanal im eigenen Land bauen will; ihnen werden die Haende gebunden, sie duerfen, sie koennen somit nicht mehr ueber ihr eigenes Land entscheiden. "Fuer ewig" steht auf dem Vertrag und bis heute besitzen die Amerikaner das Bestimmungsrecht ueber einen Kanal, der die Bezeichnung des &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Zweitaermsten Landes Lateinamerikas&lt;/span&gt; haette verhindern koennen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-604010600066018691?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/604010600066018691/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/01/die-luege-vom-kanal.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/604010600066018691'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/604010600066018691'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/01/die-luege-vom-kanal.html' title='Die Luege vom Kanal'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-316649473690390867</id><published>2010-01-11T07:05:00.003-06:00</published><updated>2010-01-11T07:37:09.616-06:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='ntli'/><title type='text'>Delphine und ein Faultier</title><content type='html'>Als wr auf der Colon an diesem Morgen fruehstuecken, regnet es. Es ist kaltund irgendwie ist es gar nicht das Wetter zum Delphine gucken, zum Schnorcheln oder zum An-den-Strand-auf-einer-Lancha-fliegen. &lt;br /&gt;Aber genau das haben wir vor. Und genau das machen wir auch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zunaechst steuert unsere Lancha jedoch eine Tankstelle an, und die befindet sich - da es nun mal um ein Boot geht - auf dem Wasser. Gemeinsam mit sieben anderen Touristen verfolgen wir das Geschehen, glotzen dumm wie Fische und sind ganz ordinaer. &lt;br /&gt;Dann legen wir ab, unsere Lancha fliegt ueber die Laguna, aber im Gegensatz zu nicaraguanischen Lanchas weisen die panamanesischen Lanchas einen Luxus vor, der nicht zu unterschaetzen ist: Sicherheitsvorkehrungen. Und wieder merkt man, dass Nicaragua arm ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir fahren mindestens eine Stunde ueber die Wasserlandschaft, die sich aus Mangrovenwaeldern, kleinen Inseln und einem Horizont zusammensetzt, der irgendwo ganz weit hinten zum Meer wird. &lt;br /&gt;Dann gelangen wir in die Bucht, in der es angeblich Delphine gibt; mit uns warten sechs andere Boote, in der sich Touristen in laecherlich roten Schwimmwestchen an den Bootsrand draengen. Waere ich Delphin, wuerde ich jetzt unten bleiben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber die Tiere sind freundlich und lassen sich blicken. Sie kommen sogar ganz nah ans Boot heran, Fotos werden geschossen und &lt;span style="font-style:italic;"&gt;as&lt;/span&gt; und &lt;span style="font-style:italic;"&gt;os&lt;/span&gt; schallen ueber den See. &lt;br /&gt;Nach zehn Minuten wird es den Tieren und unserem Bootsfahrer zu bunt und wir fahren in Richtung Restaurant; das befindet sich wie alles hier auch auf dem Wasser, es regnet in Stroemen und so verzweifelt wie wir sind, genehmiegen wir drei uns einen Coco Loco. Es ist noch nicht einmal zwoelf Uhr, aber wir schieben unseren Durst auf die Zeitverschiebung. In Panama sind wir naemlich eine Stunde naeher an Deutschland - und darauf muessen wir einen trinken. &lt;br /&gt;Spaetestens zu dieser Stunde lernen wir Heidi kennen; Heidi heisst eigentlich Heidemarie und kommt aus Wien; an dieser Stelle muss erwaehnt werden, dass Selinas Nationalempfinden zu diese Zeitpunkt wieder steigt. Heidi ist ihres Zeichens Lehrerin fuer Spanisch, Englisch und Franzoesisch. Mit ihr verbringen wir den gesamten Nachmittag und zum Ende hin ist sie nach Matagalpa eingeladen, wo sie uns in unseren Schulen besuchen wird. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von unserem Restaurant auf Stelzen fahren wir ein bisschen Snorkeling, aber es ist wenig atemberaubend nach dem, was wir bereits auf Corn Island gesehen haben. &lt;br /&gt;Was wir jedoch nicht auf Corn Island gesehen haben: Faultiere. Sie haengen frech in den Mangroven und bewegen sich tatsaechlich kaum. Nur ganz unauffaellig bewegen sie den Kopf hin- und her, so als ob sie sagen wollen: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;comme si, comme ca, man baumelt sich durchs Leben.&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; Ein bisschen neidisch fahren wir an ihnen vorbei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch wer als Faultier auf die Welt kommt, hat einen Nachteil: er kann nicht an den Red Frog Beach gehen, er kann sich nicht sonnen und nicht den Sog der Wellen spueren und er kann auch nicht ein duennes Sandwich fuer drei Dollar kauen, das ihm ein amerikanischer oder australischer Beach Boy verkauft, der staendig &lt;span style="font-style:italic;"&gt;sorry &lt;/span&gt;ist, weil er eigentlich nichts hat, was auf der Karte steht.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da wir nur ab und an den Zustand eines &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Folivoras&lt;/span&gt; annehmen und auch nicht zu den zahnarmen Saeugetieren gehoeren - zumindest jetzt noch nicht -, tun wir aber genau das: wir gehen an den Red Frog Beach, und dort stehen wirklich kleine Kinder, die uns rote Froesche entgegen halten. Wir machen Fotos, wir gehen ins Wasser, wir legen uns in die Sonne. Es ist schoen und sehr natuerlich - und das Wetter hat letztlich auch noch mit uns mitgespielt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen fuenf verlassen wir die Isla de Colon und die Inseln des Bocas del Toro entgueltig. Unsere Lancha macht mir zum ersten Mal Angst, aber auch hier passiert uns nichts, die Chiquita Deutschland bringt uns wieder Glueck, dabei ist sie nicht mehr da ... schon laengst hat sie ihren Weg nach Deutschland begonnen, waehrend wir am naechsten Morgen die Lichter von Panama City erblicken.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-316649473690390867?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/316649473690390867/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/01/delphine-und-ein-faultier.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/316649473690390867'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/316649473690390867'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/01/delphine-und-ein-faultier.html' title='Delphine und ein Faultier'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-5204479145746637275</id><published>2010-01-11T06:33:00.003-06:00</published><updated>2010-01-11T06:51:25.934-06:00</updated><title type='text'>Bocas del Toro: Rum aus Kaffeebechern</title><content type='html'>Wir ueberqueren die Grenze nach Panama am 09. Januar 2010. Ein gruenes Schild mit weisser Schrift zeigt uns, wo wir uns befinden, eine eiserne Bruecke zeigt uns den Weg in das Land der Tigerenten und eine laecherliche Schlange von zehn Menschen wartet gemeinsam mit uns auf den Stempel. &lt;br /&gt;Im Vergleich zur panamanesischen Grenze sind die Nicaraguaner echte Dramatiker. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach zehn Minuten sind wir ueber die Grenze, wir ueberqueren die Bruecke, die fast zusammen bricht und Selina meistert ihre pedestiale Ueberfahrt im Kampf gegen die Hoehenangst. Auf der anderen Seite stehen schwarzfarbige Maenner und begruessen uns mit den Worten Welcome to Panama. Sie sagen das zu jedem, und ich frage mich, ob sie da ein staatlich anerkanntes Amt bekleiden. &lt;br /&gt;Von Panamas Grenze faehrt uns ein Minibus zu einem Ort, der nur ein weiterer Ort ist, an dem wir weiterverschifft werden; schnell merken wir: die Panamaneser - oder Panamanier - haben es raus mit dem Umladen und Verschiffen von Guetern und Waren oder auch von Menschen. Recht flink haben sie uns auf eine Lancha verteilt, unser Gepaeck ist verstaut und schon rauschen wir ueber die Lagune. Es erinnert mich alles ein wenig sehr an Bluefields und fuer einen kurzen Moment kehrt mein Corn-Island-Insel-Trauma zurueck. Dann sehe ich ein riesengrosses Frachtschiff, die Chiquita Deutschland, - sie ist schwarz-rot-golden angestrichen und gibt mir ein gutes Gefuehl. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen halb drei kommen wir auf Bocas del Toros groesster Insel an: die Colon erwartet uns mit schoenen Kolonialhaeusern und dicht haengenden Wolken. Wir sind nass vom Weg ueber die Lagune und, richtig, muede. Vom Reisen, vom Denken, vom Sitzen, von Wasauchimmer. Wieder begeben wir uns auf die Suche nach einem Hotel, wir finden ein feines, billiges in zentraler Lage. &lt;br /&gt;Als wir jedoch abends einen Cocktail trinken wollen, werden wir enttaeuscht: es ist Feiertag in Panama und das bedeutet, dass einfach niemand an diesem Tage Alkohol ausschenken darf. Ein wenig beleidigt sind wir schon, gehen durch die Strassen der Insel, bis wir schliesslich die Rip Tide finden: ein Schiff, das eigentlich ein Restaurant ist. Oder ein Restaurant, das eigentlich ein Schiff ist. &lt;br /&gt;Das beste daran: hier schenkt man Alkohol aus. Allerdings in Kaffeebechern, denn alles andere ist illegal. Also trinken wir unseren Rum aus weissen Kaffeebechern, waehrend die Rip Tide friedlich vom Wasser hin- und hergeschaukelt wird.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-5204479145746637275?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/5204479145746637275/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/01/bocas-del-toro-rum-aus-kaffeebechern.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/5204479145746637275'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/5204479145746637275'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/01/bocas-del-toro-rum-aus-kaffeebechern.html' title='Bocas del Toro: Rum aus Kaffeebechern'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-7455430866129681739</id><published>2010-01-11T04:29:00.006-06:00</published><updated>2010-01-11T07:46:30.202-06:00</updated><title type='text'>Das Hasch-Hostel</title><content type='html'>Am Samstag brechen wir gegen neun Uhr auf und suchen uns einen Bus nach Sixaola, an die costaricanisch-panamanesische Grenze; Tobi bringt uns zum Bus und gemeinsam mit Lukas fruehstuecken wir - wie es sich fuer echte Frewillige und Weltretter gehoert - bei McDonalds. Denn das gibt es nicht in Nicaragua und irgendwie wollen wir etwas verruecktes tun. &lt;br /&gt;Verrueckt ist auch das Angebot, das uns McDonalds da bietet: es gibt den MCPinto. Das ist eigentlich nur Gallo Pinto, aber weil es McDonalds dir serviert, heisst es MC Pinto und ist natuerlich etwas ganz besonderes. &lt;br /&gt;Lukas muss wohl ein wenig an unserem gesunden Menschenverstand gezweifelt haben, denn  etwas widerwillig laesst er sich auf die Idee ein und sitzt wenig spaeter mit einem McEgg an unserem Tisch. &lt;br /&gt;Schliesslich bringt er uns in ein sicheres Taxi - in San Jose sind alle Taxis sicher, denn sie sind rot und haben ein gelbes Viereck auf der Tuer, wenn sie staatlich und sicher sind. Zudem haben sie ein Taxometer und hier wird man somit nicht betuppt. &lt;br /&gt;Man koennte also denken, dass alles glatt laeuft, aber ganz so viel Glueck haben wir dann doch nicht; denn der Bus nach Sixaola ist voll, um zehn Uhr ist er voll, um zwoelf Uhr ist er voll und um zwei Uhr gibt es Stehplaetze. Wir sind ein bisschen knautschig und schliesslich entscheiden wir uns fuer Puerto Viejo. Wir haben keine Ahnung, wo genau das liegt, aber der costaricanische Kartenmann versichert uns, dass es ganz nah ist und dass es eigentlich keinen Unterschied macht, ob wir nach Sixaola fahren oder nach Puerto Viejo.&lt;br /&gt;Um zwoelf Uhr geht es also fuer uns los, wir sitzen ganz vorne im Bus und durchfahren die Regenwand, die sich gerade ueber San Jose gelegt hat, Regenwald zieht an uns vorbei und wir sind mittendrin. Es ist eine schoene, ruhige Fahrt, wir schlafen, hoeren Musik, planen unsere Weiterfahrt. &lt;br /&gt;Gegen drei lichtet sich die Wolkendecke ueber uns, wir sind in der Karibik, ein weiteres Mal, fahren am Meer entlang, gelangen in eine wunderschoene Gegend, die sich Limon nennt und genau so gruen ist. &lt;br /&gt;Um fuenf spuckt uns der Bus in Puerto Viejo aus; der Sand ist schwarz, die Palmen gruen und das Licht ist golden. Es ist schoener, als wir dachten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Suche nach einem Hotel gestaltet sich jedoch als deutlich schwieriger und wir tapern durch den Matsch und die Hinterstrassen Puerto Viejos. Unsere Rucksaecke sind schwer und unsere Laune ist auch nicht auf dem Hoehepunkt, denn die Hoffnung, heute noch ueber die Grenze zu kommen, hat sich zerschlagen; dort macht man um fuenf Uhr zu, und um 12:00 Uhr nimmt man sich eine Stunde Zeit zum Mittagessen. So steht es am Grenzuebergang, aber das sehen wir erst am naechsten Tag. &lt;br /&gt;Fuer den Abend stromern wir weiter suchend durch Puerto Viejo und schliesslich finden wir ein Hotel, das noch Platz fuer uns hat; es ist ein grosses, offenes Holzhaus, das eigentlich sehr stilvoll eingerichtet ist, waere da nicht diese Wolke, dieser untruegliche Dunst, der nach, ja, nach Marihuana riecht. Zunaechst glauben wir unserer Nase kaum, doch als wir in die Augen unserer Vermieterin blicken, wissen wir, dass wir uns nicht getaeuscht haben. Im Anschluss sehen wir uns einmal die uebrigen Hotelgaeste an, und stelle fest, dass sie alle merkwuerdig grosse Augen, ein weltenfremdes Laecheln im Gesicht und wirre Frisuren haben. &lt;br /&gt;Unser Zimmer ist aber in Ordnung, es ist ein kleiner Bungalow, Hochbetten, aber das ist uns egal, denn bevor wir ueberhaupt noch die Zeit haben, ueber das, was wir an diesem Tage gesehen haben, nachzudenken, fallen wir muede von der Reise, vom Haschgeruch und von den Cocktails, die wir uns noch gegoennt haben, in unsere &lt;br /&gt;Haschbetten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-7455430866129681739?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/7455430866129681739/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/01/das-hasch-hostel.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/7455430866129681739'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/7455430866129681739'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/01/das-hasch-hostel.html' title='Das Hasch-Hostel'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-3679912076590744457</id><published>2010-01-11T04:25:00.002-06:00</published><updated>2010-01-11T04:29:06.619-06:00</updated><title type='text'>Der Spamblog</title><content type='html'>Ich weiss nicht, ob ihr es gemerkt habt - ich habe es auf jeden Fall bemerkt: fuer ein paar Tage war mein Blog gesperrt, weil ich angeblich herumspamme. Das Schreiben war mir versagt, und vielleicht war euch das Lesen verboten. &lt;br /&gt;Mittlerweile hat sich heraus gestellt, dass ich bzw. mein Blog kein Bloedsinn ist und so kann ich weiterberichten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-3679912076590744457?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/3679912076590744457/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/01/der-spamblog.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/3679912076590744457'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/3679912076590744457'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/01/der-spamblog.html' title='Der Spamblog'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-4754798772391078131</id><published>2010-01-08T10:59:00.003-06:00</published><updated>2010-01-08T11:20:07.247-06:00</updated><title type='text'>Jazzman und alte Freunde</title><content type='html'>Wir sind in San Jose, - vollstaendig. Zumindest in unserer kleinen Gruppe. Und bevor wir usn ein Hostel suchen, gehen wir lieber zu alten Freunden: gegen sechs rufen wir Tobi an, der sofort seine Spanischstunde absagt. Um sieben stehen wir vor seinem Haus, er zeigt uns sein Wohnzimmer, seine Kueche, seine Veranda, sein Zimmer - und wir lachen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;350 Dollar zahlt er im Monat fuer das Zimmer, Internet und Fruehstueck. Dafuer lebt er gut, sehr gut. Wir muessen an Selinas Zimmer denken, in dem sich der Boden wellt, oder an Tims Deckenplatten, die sich ganz individuell bewegen, wenn eine Katze uebers Dach geht. Oder an unsere Dusche im Freien, die man sich ab und an mit Regenwuermern teilen muss, von der man aber auch am Abend Feuerwerke ansehen kann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Waehrend wir noch unseren kleinen Kulturschock verdauen, schafft Tobi Matratzen in sein Zimmer, Sofakissen und Decken. Dann rufen wir Lukas an und eine halbe Stunde spaeter sitzen wir im Bus ins Zentrum. San Jose liegt in einem sanften Tal, von ueberall kann man Berge sehen, und in der Nacht sehen die zahlreichen Haeuser, die die Berge hinaufklettern, aus wie eine Sternensammlung. Das hat San Jose mit Matagalpa gemeinsam, - aber auch nur das. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Abend verbringen wir mit Dreiliterbiertuermen, die hier auf jedem Tisch stehen und die meisten Maenner haben strahlende, glaenzende Augen. Wenig spaeter gehen wir noch in einen Jazzclub, wir koennen alle Strecken hier laufen, zu Fuss. In Managua waeren wir schon fuenf Mal gestorben. &lt;br /&gt;Der Jazzclub ist eine super Idee, die Musik ist live und machtguet Laune, das Publikum ist entspannt, singt und filmt mit, wir sitzen in einer Ecke, unterhalten uns und geniessen den Abend. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um Mitternacht macht der Club zu; Tobi, Tim, Selina und ich nehmen ein Taxi. Lukas verkuendet, dass er jetzt nach Hause laeuft, - eine halbe Stunde. &lt;br /&gt;Und ich staune ueber dieses Land, in dem das alles moeglich ist, uns das doch so nah an Nicaragua liegt. &lt;br /&gt;Einerseits sah ich hier zum ersten Mal seit einem halben Jahr wieder Milkaschokolade in den Supermarktregalen. Ich stand Angesicht zu Angesicht mit einer Schwartau Schokomixcreme, und ich hielt ihrem Blick nicht Stand. San Jose fasziniert uns mit seinen Strassen, mit den Haeusern, die genau so in Stiepel, Pasing oder sonstwo stehen koennten. Die Leute hier sind richtig schwerreich, sie fahren dicke Autos. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber ich bin mit einem Male so froh, in Nicaragua stationiert zu sein; Armut ist nichts, womit man angeben kann oder sollte. Aber als wir am naechsten Morgen im Bus ins Zentrum sitzen und eine Studentin vor mir sich in Brighton-Englisch unterhaelt, dabei ihre Naegel manikuert und die Menschen um sich herum missbilligend ansieht, da bin ich froh, zu wissen, was das wirklich ist, Armut. Ich habe es gesehen, ich werde es womoeglich nicht verstehen, was es bedeutet, um einen Cordoba oder sogar um fuenf Colones zu betteln - aber irgendwie bin ich beinahe pikiert beim Anblick des Reichtums, bei diesem offensichtlichen Praesentieren von dem, was man hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kenne die Studentin vor mir nicht. Vielleicht ist sie in der Entwicklungshilfe, vielleicht studiert sie aber auch Mediendesign, vielleicht ist sie auch Aupairmaedchen bei reichen Ticos. Aber fuer einen Moment werde ich beinahe wuetend bei dem Gedanken, dass sie eines Tages vielleicht erzaehlen wird, sie kenne Zentralamerika und seine Probleme, sie kenne die Armut und wisse, was es bedeutet, in einer zugigen Wellblechhuette zu leben, wenn sie doch &lt;span style="font-style:italic;"&gt;nur&lt;/span&gt; San Jose und seine reichen Viertel kennt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich weiss, dass mein Urteil nicht fair ist, ich weiss, dass es auch in San Jose Armut gibt, Strassenkinder, die um Geld betteln, Kinder, die in Kisten leben, Maenner, die Papierkoerbe untersuchen muessen, nicht, weil sie wollen, sondern weil sie nicht anders koennen, Frauen, die mit sich selbst Handel treiben, weil sie nichts anderes haben, was jemand anderes haben wollte. &lt;br /&gt;San Jose ist eine Hauptstadt, eine zentralamerikanische Hauptstadt wie jede andere auch. Und doch: der Reichtum, der hier direkter Anwohner ist und die Armut ueberschattet, verschwinden laesst in den Augen der Touristen, dieser Reichtum wird mir mit einem Male zu viel.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-4754798772391078131?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/4754798772391078131/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/01/jazzman-und-alte-freunde.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/4754798772391078131'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/4754798772391078131'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/01/jazzman-und-alte-freunde.html' title='Jazzman und alte Freunde'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-8598072156677162240</id><published>2010-01-08T10:31:00.003-06:00</published><updated>2010-01-08T10:57:48.461-06:00</updated><title type='text'>San Jose: Nicht ohne unsere Kaiserin</title><content type='html'>Alle Ticos sagen: San Jose ist haesslich. Das sagen auch alle Nicaraguaner ueber Managua. Der Unterschied: Die Nicaraguaner haben recht. Und: In Managua kann man verloren gehen; in San Jose findet man sich wieder. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis wir das erkennen koennen, vergeht aber noch einige Zeit. Zunaechst verabschieden wir uns von Leon, der nach Managua faehrt. Sein Bus hat auch nur eine Stunde Verspaetung. &lt;br /&gt;Selina, Tim und ich pluendern daraufhin einen Supermarkt und setzen uns an die panamericana, die nach San Jose durch Canas geht; da sind wir naemlich gerade, leider nur zu dritt, denn Lina ist krank und bleibt einen weiteren Tag auf der Finca, in Begleitung von Vivi. Da Tim, Selina und ich aber noch immer unsere Gelbfieberimpfung brauchen, machen wir uns also auf den Weg in die angeblich so haessliche Hauptstadt. Der Bus nach San Jose ist voll, wir finden noch einen Platz auf der Treppe und es ist alles andere als kuschelig; unsere Koffer konnten wir gluecklicherweise im Stauraum des Busses unterbringen, aber dies wird uns zu spaeterer Stunde noch zum Verhaengnis. &lt;br /&gt;Noch wissen wir aber nichts von der Odysee, die uns in San Jose erwartet, und ein bisschen muffig, ein bisschen muede, ein bisschen gleichgueltig knattern wir dahin. &lt;br /&gt;Das einzige, was wir fuer die naechsten eineinhalb Stunden von unserer Fahrt mitkriegen, ist der blaue Himmel im Fenster ueber uns. Wir sehen nicht die Landschaft, die an uns vorbeizieht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erst, als der Bus haelt und alle Ticos aussteigen, sehen wir ein bisschen mehr vom Land. Der gesamte Bus entleert sich und irgendwie verstehen wir nicht ganz, was passiert. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Disculpe, Señora&lt;/span&gt;, sagt Selina, &lt;span style="font-style:italic;"&gt;was passiert hier?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Die Frau lacht. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Och, wir gehen jetzt alle urinieren und dann fahren wir weiter.&lt;/span&gt; Sie lacht wieder. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So ist das immer, auch in Nicaragua. Sie gehen nicht ins Bano. Sie gehen urinieren. Auch in der Schule. Es ist ein Wort, an das wir uns nie gewoehnen werden. &lt;br /&gt;Aber es ist dann tatsaechlich so, wie diese Frau es sagt: der gesamte Bus geht urinieren, dann fahren wir weiter. Wir kriegen ein paar Sitzplaetze und schlafen in der Weiche der Sitze sofort ein. &lt;br /&gt;Um halb eins werden wir allmaehlich wach und schon sind wir in San Jose; die Grossstadt und ihre Auslaeufer, die an unseren Fenster vorbeiziehen, sehen alles andere aus als haesslich. Vielleicht gibt es keinen einheitlichen Stil, aber - Verzeihung, lieber Berliner -, den gibt es in Berlin auch nicht. Oder in Koeln. Selbst in Paris gibt es architektonische Verbrechen. &lt;br /&gt;Die Haesslichkeit, von der alle Costaricaner im Bezug auf San Jose sprechen, ist ein Witz, wenn man bedenkt, dass Managua auf den ersten Blick eine einzige Carretera ist, - eine einzige Strasse. Shoppingmals entlang der Panamericana, Kreisverkehre, aber keine Wohngebiete, ein paar Gruenflaechen, ein paar Palmen, ein paar Denkmaeler. &lt;br /&gt;In San Jose hat man es irgendwie besser hingekriegt; es gibt Strassen, es gibt Ampeln, es gibt Haeuser, hohe Haeuser, es ist mehr eine Weltstadt. Es gibt sogar eine Fussgaengerzone, es gibt riesige Parks, Leute spielen Fussball, und es gibt auch noch alte Haeuser, Theater, die in der Nacht angestrahlt werden, und wie aus einer anderen Zeit und doch nicht fremd aussehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das alles kann uns jedoch erstmal ziemlich egal sein, denn: obwohl wir nur zu dritt sind, gelingt es uns, uns aus den Augen zu verlieren. &lt;br /&gt;Wir kennen San Jose nicht und so fragen wir eine Frau im Bus nach einer guten Gelegenheit, auszusteigen. Wir muessen ins Krankenhaus, wegen dieser verrueckten Gelbdfieberimpfung. An einer Kreuzung gibt sie uns ein Zeichen und dann geht alles ziemlich schnell: Tim und ich steigen aus, Tim laeuft zum Busfahrer und will das Gepaeck aus dem Busbauch holen, da faehrt der Bus schon wieder los, Selina springt in letzter Sekunde auf, Tim und ich stehen draussen, ein Mann, der aus einem der Busfenster schaut, deutet in Richtung einer Bushaltestelle. &lt;br /&gt;Tim und ich ueberqueren die Strasse und sehen noch, wie der Bus samt Gepaeck und unserem oesterreichischen Kronjuwel davon faehrt. Man stahl uns unsere Sissi. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind ein bisschen perplex, stehen da vor der Scotiabank und gucken auf die Kreuzung, als ob irgendetwas noch passieren wuerde. Aber der Bus kommt nicht, Selina kommt auch nicht und wir ueberlegen fieberhaft, was wir tun koennen. &lt;br /&gt;Wir warten bis zwei, bewegen uns nicht von der Stelle, denn San Jose ist gross und der Bus kann ueberall hinfahren. Auch Selina bewegt sich nicht. Sie befindet sich vielleicht achthundert Meter Luftlinie von uns entfernt, am Coca Cola Terminal, einem der gefaehrlichsten Orte in San Jose. Aber auch das wissen wir nicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um zwei nehmen Tim und ich uns ein Taxi und fahren zur deutschen Botschaft. Wir werden freundlich empfangen, die Leute, die dort arbeiten, sind alle sehr jugn und hilfsbereit. Sie telefonieren fuer uns durch halb San Jose, stellen usn Fragen, wir beschreiben das Gepaeck. &lt;br /&gt;Nach zehn Minuten wissen wir, wo das Gepaeck und vielleicht ja auch Selina ist: im Coca Cola Terminal. Wir erkunden uns noch nach der Geblfieberimpfung und haben Glueck im Unglueck: wir brauchen sie nicht. Nicht fuer Deutschland, hoechstens fuer die Wiedereinreise nach Costa Rica, aber das ist mittlerweile auch veraltet. &lt;br /&gt;ch bin sebst ohne Gelbfieberimpfung rumgereist, ich war auch in Panama - und hatte keine Probleme, sagt die junge Frau hinter der Glasscheibe. Aber zur Sicherheit telefoniert sie noch einmal ein bisschen rum. &lt;br /&gt;Nach fuenfzehn Minuten haben wir absolute Gewissheit, bedanken uns, steigen in ein Taxi und fahren zum Coca Cola Terminal. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Keine Selina. Dafuer gehen wir in ein Internetcafe, wo wir eine Mail von Vivi haben, die uns Selinas Aufenthaltsort in San Jose schreibt; Selina rief naemlich bei Vivi an und Vivi schrieb an uns. &lt;br /&gt;Um halb vier sind wir drei wieder gluecklich vereint und zur Feier des Tages gehen wir zu Pizza Hut und essen fuer 33 000 Colones. Das mit dem Geld haben wir immer noch nicht raus.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-8598072156677162240?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/8598072156677162240/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/01/san-jose-nicht-ohne-unsere-kaiserin.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/8598072156677162240'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/8598072156677162240'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/01/san-jose-nicht-ohne-unsere-kaiserin.html' title='San Jose: Nicht ohne unsere Kaiserin'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-1534257483410470617</id><published>2010-01-08T10:23:00.002-06:00</published><updated>2010-01-08T10:30:36.838-06:00</updated><title type='text'>Pura vida: ... und wir sind echte Glueckspilze</title><content type='html'>Denn als wir die Finca Chapulin erreichen, sind wir gar nicht mehr traurig, koennen wir unser Glueck kaum glauben: Pferde, ein Pool, Papageien, Badezimmer, eine tiptopeingerichtete Kueche, eine Veranda ... und tausend deutsche Buecher. &lt;br /&gt;Fuer die naechsten Tage quartieren wir uns hier ein, wofuer wir uns nochmal bei den padrones bedanken muessen! &lt;br /&gt;Jeden Morgen gibt es ausladende Fruehstuecke, man koennte denken, wir haetten Tage nichts gegessen: Ruehrei, Pfannekuchen, Muesli, Broetchen, etc. Wir backen Kuchen, versuchen uns an eigenem Brot und liegen faul in der Finca rum. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abends grillen wir genmeinsam mit Elkin und Carmen, einem Sohn-Mutter-Gespann, das sich um die Finca und um uns kuemmert; Carmen ist eine liebe Frau, die uns am ersten Abend kurz nach unserer Ankunft mit gekochtem Reis beschenkt, ihr Sohn ist ein absoluter Latino: wenn er nicht tanzt, dann singt er, wenn er nicht singt, dann tanzt er, - und sollte der merkwuerdige Fall eintreten, dass nichts von beidem geschieht, ja, dann lacht Elkin ein strahlend weisses Laecheln. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eines Abends gehen wir gemeinsam weg, in eine Bar namens Equus, was sich auf costaricanisch so etwa wie Eko anhoert. Das Essen ist gut, die Cola ist kalt und die Musik laedt zum Tanzen ein; Elkin und Carlos, der fincaeigene Pferdefluesterer, fordern uns zum Tanzen auf, waehrend der Rest sich unterhaelt. Wir treffen Carola, eine Deutsche, die seit einigen Jahren in Costa Rica lebt, und der Austausch mit ihr ist spannend. &lt;br /&gt;Sie stellt sich vor mit: Icke bin Carola. Die naechsten Stunden reden wir ueber Berlin, ueber die Wende, ueber die Amerikaner, ueber San Jose, das alle hier haesslich finden, und irgendwie ist es ein richtig netter Abend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der naechste Tag empfaengt uns mit einer Nebelwand. Es ist kalt, wir koennen weder den See, noch die Berge dahinter sehen und ein herbstliches Klima stellt sich ein; genau so die Atmosphaere im Haus und seiner zeitweiligen Bewohner: wir vegetieren vor uns her, lesen Buecher oder Zeitschriften, machen Pudding, hoeren Musik und geniessen unsere Ferien. &lt;br /&gt;Wie der Costaricaner sagt: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Pura vida. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Das sagt er aber auch zu allem. Eine Konversation kann hier einzig und allein aus &lt;span style="font-style:italic;"&gt;pura vida &lt;/span&gt;bestehen: Wie geht es dir? - pura vida. Hat es dir geschmeckt? - pura vida. Was machst du morgen? - pura vida. &lt;br /&gt;Was hoerst du fuer Musik? - pura vida.&lt;br /&gt;Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-1534257483410470617?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/1534257483410470617/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/01/pura-vida-und-wir-sind-echte.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/1534257483410470617'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/1534257483410470617'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/01/pura-vida-und-wir-sind-echte.html' title='Pura vida: ... und wir sind echte Glueckspilze'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-9130748419885421032</id><published>2010-01-08T10:04:00.002-06:00</published><updated>2010-01-08T10:22:44.081-06:00</updated><title type='text'>Mit Rigoberto unterwegs</title><content type='html'>Kaum hatte uns der Bus von der Grenze in Canas ausgespuckt, standen wir sechs vor dem naechsten Problem: irgendwie muessen wir nach San Louis, aber wir haben keine Ahnung von Entfernungen, von Orientierung und vom Geld. &lt;br /&gt;In Nicaragua zahlt man mit Cordobas, in Costa Rica zahlt man mit Colones. 7000 Colones sind ungefaehr 10 Euro. 7000 Cordobas sind circa 300 Euro. Wir kommen also vollkommen durcheinander und die Tatsache, dass man in Costa Rica mehr Geld von uns verlangen kann, verwirrt uns total. Unser Unwissen macht uns zu perfekten Opfern fuer heimtueckische Costaricaner. &lt;br /&gt;Und wir treffen: Rigoberto. &lt;br /&gt;Oder besser: Rigoberto trifft uns. Er faehrt ein Auto, das diese Bezeichnung nicht verdient, er hat stahlblaue Augen und gute Laune. Fuer 10 000 Colones faehrt er uns nach San Louis, er sei Taxifahrer, aber in Wirklichkeit ist Rigoberto GEschaeftsmann. &lt;br /&gt;Der Preis, den wir aushandeln, ist nur deshalb so billig, weil wir zu sechst in ein Auto passen, das fuer vier Leute gedacht ist. Wir quetschen uns zusammen, Lina und ich sitzen vorne, Selina, Vivi, Leon, Tim und zwei Rucksaecke machen es sich auf der Rueckbank bequem. Es gibt Fotos von dieser Fahrt und auch ein paar Videos, aber man sieht nur Lina und Tim. &lt;br /&gt;Rigoberto hingegen goennt sich bei so viel Aufregung ein Bier und wie wir auf der Fahrt merken, - es war nicht sein erstes. &lt;br /&gt;Das Auto setzt auf, die Huckel, die die Costaricaner vom Rasen abhalten sollen, werden ein Problem fuer das Rigobertomobil, aber wir lachen und haben unseren Spass. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schliesslich kommen wir an den Stausee des Arenals. Rigoberto faehrt uns noch auf einen Aussichtspunkt und wir blicken ueber diesen riesigen See, in dem es angeblich auch Cocodrillos geben soll. Zunaechst sind wir ein bisschen enttaeuscht; denn wir wollen ja ein bisschen schwimmen, aber dann erreichen wir unser Ziel.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-9130748419885421032?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/9130748419885421032/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/01/mit-rigoberto-unterwegs.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/9130748419885421032'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/9130748419885421032'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/01/mit-rigoberto-unterwegs.html' title='Mit Rigoberto unterwegs'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-2413355805873499463</id><published>2010-01-07T17:24:00.002-06:00</published><updated>2010-01-07T18:10:05.673-06:00</updated><title type='text'>Ein Tag an der Grenze - ein Tag am Limit</title><content type='html'>Nach wunderschoenen Tagen in San Juan del Sur und einem guten Rutsch ins Jahr 2010, dachten wir uns, dass es am 2. Januar Zeit sei, den unbekannten Sueden zu erforschen; Costa Rica. &lt;br /&gt;Als wir um halb zehn die Grenzregion Penas Blancas erreichen, wird uns die Armut, die im nicaraguanischen Regierungsbezirk Rivas jenseits der Meereskuesten herrscht, furchtbar bewusst. Holzhaueser, die sonstwie zusammen gehalten werden, stehen am Strassenrand, Feuerchen kohlen vor sich her, fliessend Wasser und vernuenftige Toiletten sind eine Erfindung des Westens. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Taxi spuckt uns aus und sofort rasen Maenner auf uns zu, die Colones und Cordobas tauschen wollen, sie bieten uns sonstwas an und wir lehnen kategorisch alles ab. Es regnet, wir stehen im Matsch und wollen eigentlich nur bald in Costa Rica sein. &lt;br /&gt;Knappe achthundert Meter sind es bis dorthin, aber wir brauchen fast fuenf Stunden, um sie zurueck zu legen: denn wir rechneten nicht mit den liebenden Behoerden unserer neuen Heimat. Nicaragua liess uns nicht ausreisen, oder wollte es uns zumindest so lange ausreden, bis wir selbst aufgaben. Doch wir gaben nicht auf: auf die erste einstuendige Schlange folgte die zweite dreistuendige Schlange, zu deren Ende hin wir alle einen Stempel in den Passaporte erhielten. Alle, ausser mir. Aber das wussten wir da noch nicht. &lt;br /&gt;Nichtsahnend liefen wir also zum Grenzbezirk, wo ein netter Grenzbeamter mir erklaerte, ich braeuchte den Stempel. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Den Stempel, Mann. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Fuer den wir drei Stunden anstanden. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Dafuer musst du dich in die Schlange stellen. &lt;br /&gt;Aha. Ja. Achso. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Ich laufe zurueck und hole mir diesen beknackten Stempel, fuer den die Nicaraguaner wirklich ganze fuenf Minuten brauchen. Die Nicas, die in der Schlange stehen, gucken ein bisschen sauer, immerhin bin ich frech an ihnen vorbei. Aber weitere drei Stunden habe ich fuer den nicaraguanischen Grenzbezirk nicht; die brauche ich fuer den costaricanischen Grenzbezirk.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn als wir dort ankommen, sehen wir eine weitere Schlange, und sie ist lang. &lt;br /&gt;Wir fargen einen Grenzbeamten, wie lange diese Schlange sich wohl hinzieht. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Och&lt;/span&gt;, sagt er und ziwnkert in die Mittagssonne, &lt;span style="font-style:italic;"&gt;och, so ein Stuendchen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Aha. Ein Stuendchen. Nicht so schlimm&lt;/span&gt;, denken wir uns. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Hey, pst&lt;/span&gt; - kommt es von nebenan. W&lt;span style="font-style:italic;"&gt;enn ihr nicht in dieser dreistuendigen Schlange stehen wollt, cheles, dann kann ich dafuer sorgen, dass ihr schneller die Grenze passiert. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Ein schmieriger Kerl im viel zu engen Streifenhemd steht ziemlich nah neben uns und verkuendet uns: fuer 10 Dollar pro Person schleust er uns an der Schlange vorbei. &lt;br /&gt;Nene, floetet Lina, das dauert nur eine Stunde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tim setzt sich in den Schatten und passt auf unser Gepaeck auf, waehrend wir uns in die Schlange einreihen. Aber irgendwie haben wir keine Lust; die Sonne steht hoch und die Nicas und Ticas und alle diejenigen, die ueber die Grenze wollen, draengeln. &lt;br /&gt;Da kommt der Schmiertypie wieder: hey, fuer acht Dollar bringe ich euch in zwanzig Minuten nach Costa Rica. &lt;br /&gt;Ich lasse mich neben Tim auf die Erde plumpsen. Fuer sieben, sagen wir, fuer sieben Dollar machen wirs. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Nene, sieben Dollar, nene,&lt;/span&gt; er schuettelt entruestet den Kopf. So als haetten wir uns eine Riesenfrechheit erlaubt. &lt;br /&gt;Fuenf Minuten spaeter stehen wir gemeinsam an der Tuer zum Grenzhaus, es ist ein grosses Haus, wir stehen zum Glueck im Schatten, zahlreiche Frauen mit Kleinkindern auf den Armen stehen neben uns. Sie haben keine sieben Dollar gezahlt. Auch keine zehn. Sie stehen seit Stunden in der Schlange und sind selbst zum Aufregen zu muede.&lt;br /&gt;Wir warten zwanzig MInuten, aber noch immer sind wir keinen Schritt weiter. Unser Grenzvermittler steht mit einem Bein in der Cafeteria. &lt;br /&gt;Warum passiert nichts?,&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;/span&gt; fragt Selina ihn. &lt;br /&gt;Er beugt sich ein bisschen vor, so dass wir uns anstrengen muessen, um ihn zu verstehen. &lt;br /&gt;Seht ihr die Frau in dem rosanen T-Shirt? Sie darf uns nicht sehen. Der Polizist dort gibt euch ein Zeichen, dann koennt ihr rein. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Und so geschieht es auch: innerhalb der naechsten fuenf MInuten haben wir unseren Costa Rica Stempel und fluten mitsamt zahlreicher anderer Nicas und Ticas in Richtung Atemfreiheit. Es ist halb drei und wir sind muede. &lt;br /&gt;Jetzt haetten wir gerne einen Bus, der uns direkt nach Tilaran faehrt. Tilaran. Nicht Teheran. Den nahen Osten sparen wir uns fuer einen anderen Tag, fuer ein anderes Jahr auf. &lt;br /&gt;Von Tilaran muessen wir naemlich nach San Louis, dort ist die Finca von Freunden von Lina, wo wir fuer ein paar Tage unterkommen duerfen. Eine Finca ist jetzt genau das richtige, genau das, was wir brauchen. Aber einen Direktbus nach Tilaran gibt es nicht, auch nicht in das noch viel kleinere San Louis, - warum auch? -, und so muessen wir uns mit einem Bus nach San Jose begnuegen, der in Canas haelt. Das bedeutet eine weitere Stunde Wartezeit fuer einen Platz im Bus, den wir uns muehsam erkaempfen muessen. Aber wir schaffen es und schliesslich fahren wir durch Costa Rica. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und was ist da so los?&lt;br /&gt;Ich bin entsetzt. Ab den ersten fuenfhundert Metern jenseits des Grenzbezirks bin ich entsetzt; dieses Land ist reich. Es gibt Haeuser mit richtigen Glasfenstern, es gibt Gaerten, es gibt Gras. &lt;br /&gt;Gras.&lt;br /&gt;Das klingt deutlich unspektakulaer, aber in Matagalpa gibt es nicht eine Wiese; nur Urwald, oder verdoerrtes Land. Costa Rica besteht wie Nicaragua aus Vulkanen, aus Seen, aus Bergen, aus Waeldern; aber es ist noch etwas da, was in Nicaragua so entsetzlich fehlt und was mir vorher nie so tatsaechlich auffiel: Geld.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-2413355805873499463?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/2413355805873499463/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/01/ein-tag-der-grenze-ein-tag-am-limit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/2413355805873499463'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/2413355805873499463'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2010/01/ein-tag-der-grenze-ein-tag-am-limit.html' title='Ein Tag an der Grenze - ein Tag am Limit'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-3882695348783205204</id><published>2009-12-29T10:22:00.003-06:00</published><updated>2009-12-29T11:03:59.476-06:00</updated><title type='text'>Bluefields: Are you alive, KLAUS?</title><content type='html'>Als wir in Bluefields ankommen, ist es dunkel und der Hafen ist wie ausgestorben. Wir fragen, ob wir in der Hafenanlage übernachten können, aber die wird nachts geschlossen. Ein Nicaraguaner, der eher aussieht wie Bob Marley, begleitet uns zu einem Hotel und organisiert uns einen einigermaßen guten Preis. &lt;br /&gt;Wobei es eigentlich ein Witz ist, dass wir für die fünf Stunden, die wir im Hotel Los 4 Vientos verbringen, überhaupt etwas bezahlen müssen. Eigentlich müsste man uns etwas zahlen. &lt;br /&gt;Ich habe noch nie ein so hässliches Hotel gesehen. Eigentlich ist es kein Hotel. Es ist viel eher ... eine Ansammlung aus Wellblech. Alles ist hier aus Wellblech: Das Dach, die Wand, die Tür. Es ist ein Wunder, dass der Besitzer nicht aus Wellblech ist. &lt;br /&gt;Überall stinkt es, dafür stinkt es unterschiedlich. &lt;br /&gt;Wir wissen bereits sehr schnell - ohne uns abzusprechen -, dass wir hier nicht länger als nötig bleiben wollen. Und es ist ein Wink des Schicksals (ein Nicaragauner würde sagen, dass es Gott war), dass wir Arthur und Klaus treffen. &lt;br /&gt;Arthur ist Engländer, er kommt aus Manchester und spricht ein sehr schönes Englisch. &lt;br /&gt;Klaus ist Deutscher, ich habe keine Ahnung, wo er herkommt, aber jedes Jahr macht er für sechs Monate Urlaub. Das ist ja auch nicht schlecht. &lt;br /&gt;Gemeinsam gehen wir mit den beiden Herrschaften in ein nettes Restaurant, wo die Musik so laut spielt, dass wir schreien müssen. Aber es ist lustig und Arthur ist derjenige, der die Konversation aufrecht hält; dabei ist er ein Engländer unter vier Deutschen, was für viele seiner Inselgenossen sicherlich ein Problem dargestellt hätte. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;I met Klaus at the beginning of my journey. I tried to get rid of him, but he really sticks to me&lt;/span&gt;, erklärt er. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;His mum told me to care about him. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Klaus sagt dazu nichts. Eigentlich sagt er gar nichts. Die ganze Zeit ist er recht still, raucht die ein oder anderen Zigarette, trinkt ein Bier mit unserem englischen Lord, der pro weiterem Bier immer mehr von seiner Lordschaft verliert, dafür beginnen seine Augen zu glänzen. Die Musik wird leiser und wir werden alle ein bisschen lauter. Wir reden über Manchester, über Morrissey, über United, über Charles Dickens und Oscar Wilde und wir tauschen Zitate aus. Es ist lustig. &lt;br /&gt;Nur Klaus ist ein bisschen abwesend. Einzig und allein, wenn es ums Fischen geht, blüht er vollkommen auf. Aber leider ist keiner von uns restlichen vier leidenschaftlicher Angler und so ist sein Redefluss nur von kurzer Dauer. &lt;br /&gt;Schließlich ist er so still, dass Arthur sich zu ihm vornüberbeugt und ruft: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;ARE YOU ALIVE, KLAUS? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Klaus reagiert mit einem leichten Zucken und das ist genug Beweis für Arthur. &lt;br /&gt;Lukas, Tobi und ich haben unseren Spaß und doch werden auch wir mit der Zeit immer stiller, müder - wir verbringen nur einen Abend mit Arthur. Klaus ist bereits seit einiger Zeit mit dem Engländer unterwegs und letztlich ist es kein Wunder, dass er die Sprachgewalt einer Wanderdüne besitzt. Er raucht noch ein bisschen, Arthur trinkt noch ein bisschen, dann verlassen wir die Bar, obwohl wir eigentlich nicht zurück in unser Hotel wollen, das so aussieht wie von vier Winden durchgeschüttelt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Nacht ist kurz und doch zu lang. Ich habe den Luxus eines Einzelbettes, während die Jungs sich auf einem Doppelbett wie zwei Sardinen gegen die Wand drücken. &lt;br /&gt;Immer wieder werde ich wach und ich habe das Gefühl, dass tausend kleine Tiere auf meinem Bett krabbeln. Ich kann sie zwar nicht sehen, aber ich weiß, dass mindestens irgendwas in meiner Matratze leben wird. &lt;br /&gt;In der Nacht laufen irgendwelche Katzen oder vielleicht auch Menschen über das Dach des Hotels, wir hören Menschen aus den Zimmern nebenan oder vom Ende des Flures husten und irgendwie ist alles furchtbar eng und stickig. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um halb fünf machen wir uns auf den Weg zum Hafen und als wir schließlich in der Lancha nach Rama sitzen, kann ich es kaum glauben, dass wir endlich aus Bluefields raus sind. &lt;br /&gt;Die Fahrt über den Fluss ist schön; es ist ein wenig neblig. Denke ich zumindest. Der Nebel liegt aber an meiner Brille, die total beschlagen ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um halb acht kommen wir endlich in El Rama an. Dort steigen wir in den Express nach Managua und um zwei sind wir dort. Dass wir überhaupt von dieser Insel runtergekommen sind, dass wir überhaupt Bliefields verlassen haben, dass wir festen, zivilisierten Großstadtboden unter den Füßen haben ... das ist Wahnsinn. &lt;br /&gt;Um fünf bin ich in Matagalpa und unendlich glücklich. Bis ich merke, dass mein Joghurt im Rucksack ausgelaufen ist. Im ganzen Rucksack. &lt;br /&gt;Egal: schließlich habe ich ein tolles Bett und eine Dusche, die mich erstmal vom Dreck aus Bluefield befreit.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-3882695348783205204?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/3882695348783205204/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/12/bluefields-are-you-alive-klaus.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/3882695348783205204'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/3882695348783205204'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/12/bluefields-are-you-alive-klaus.html' title='Bluefields: Are you alive, KLAUS?'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-2006593030491748257</id><published>2009-12-29T10:08:00.002-06:00</published><updated>2009-12-29T10:22:13.382-06:00</updated><title type='text'>Gestrandet und gerettet</title><content type='html'>Die nächsten Stunden verbringen wir schaukelnd auf der Lady Amy, die sechs Stunden braucht, um von Corn Island Harbour nach Bluefields zu gelangen. Vermutlich ist sie auch das einzige Schiff, dass knappe vier Stunden braucht, um den Harbour überhaupt zu verlassen. &lt;br /&gt;Tobi, Lukas und ich hängen in unseren Hängematten, gucken aufs Wasser, schlafen, lesen oder hören Musik. Die Lady Amy frisst sich durch das schmatzende Meer, Lukas freundet sich mit dem Koch des Schiffes an, der uns Hamburguesas macht und irgendwie sind wir doch ganz vergnügt. &lt;br /&gt;Um fünf Uhr passieren wir El Bluff am Rand der Lagune. Noch etwa eine Stunde, dann sind wir in Bluefields. Die Hoffnung, von dort noch irgendwie auf eine Lancha aufzuspringen, die uns nach El Rama bringt, damit wir dort den Nachtexpress nach Managua nehmen können, verläuft sich im Sand. &lt;br /&gt;Genau wie unser Schiff. Denn irgendwie kennt unser Captain sich nicht mit der Lagune im Dunkeln auf. Und schließlich laufen wir auf Grund. Ab halb sechs bewegt sich die Lady Amy kein Stück weit mehr, statt dessen bohrt sie im Sand, das Wasser zu unseren Seiten ist schlammig, und zu allem Überfluss fängt der Motor an zu dampfen. &lt;br /&gt;Allan, ein kleiner Junge mit Schuhgröße 42, erklärt, dass wir immerhin nicht sinken können. Das ist clever, denke ich mir, und irgendwie beruhigt es mich auch. &lt;br /&gt;Der rauchende Motor hingegen macht mich ein wenig stutzig. &lt;br /&gt;Wir warten bis sieben und schließlich kommt die nicaraguanische Army angefahren und rettet uns alle. Alle Passagiere der Lady Amy werden auf Boote verladen und es ist, als rettete man uns aus einem Krisengebiet.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-2006593030491748257?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/2006593030491748257/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/12/gestrandet-und-gerettet.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/2006593030491748257'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/2006593030491748257'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/12/gestrandet-und-gerettet.html' title='Gestrandet und gerettet'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-7230605046778474432</id><published>2009-12-29T09:52:00.003-06:00</published><updated>2009-12-29T10:07:16.732-06:00</updated><title type='text'>Lady Amy: Aufbruch sieht anders aus</title><content type='html'>Sonntag verlassen Tobi, Lukas und ich Corn Island und die anderen. Um sieben Uhr fahren wir mit der ersten Lancha auf die größere Insel, wo auch schon das Anschlussboot nach Bluefields wartet. Es fährt um neun und wir können unser Glück kaum fassen, denn wir könnten so bereits am nächsten Morgen in Matagalpa bzw. Ometepe sein. Während ich nämlich noch einmal nach Matagalpa zuürck kehre - weil ich einiges abladen und anderes aufladen will -, haben die zwei Jungs vor, sich Nicaragua noch einmal anzusehen, bevor es zu Neujahr nach San Juan del Sur geht. &lt;br /&gt;Wir sitzen also um halb neun auf der Lady Amy, baumeln in Hängematten auf Deck und warten darauf, dass die gute Frau in See sticht. Aber nein. &lt;br /&gt;Es wird zehn. Es wird elf. Es wird zwölf. Und wir werden langsam ungemütlich. Lukas und Tobi lassen sich nichts anmerken, aber ich werde fast wahnsinnig bei dem Gedanken, dass ich nicht von dieser Insel runterkomme. Aaaaah. Selina sagt, dass sie durchaus auf einer Insel leben kann, aber ich werde fast irre. Nicht, dass es hier so schlimm wäre, aber wenn man weg will, ist eine Insel der durchaus ungünstigste Ausgangspunkt, den man sich denken kann. &lt;br /&gt;Man kann sich fragen, warum ich nicht das flotte Inselflugzeug von Corn Island nach Managua genommen habe. Das hatte ich vor, aber als ich dort anrief, verstand ich schnell, dass es nicht möglich war. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Hello, is this Corn Island Airport?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Yeah mom. &lt;/span&gt;(die Frau spricht es so undeutlich, dass ich nur &lt;span style="font-style:italic;"&gt;that’s wrong&lt;/span&gt; verstehe.)&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;I’m not talking with the airport? Is there the airport?&lt;br /&gt;Yeah, mom. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Jetzt versteh ichs. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ah, okay. Are there any flights on Sunday to Managua? Is it possible to get a flight for one person? &lt;/span&gt;Ich komme mir ein bisschen dumm vor. &lt;br /&gt;Jetzt sagt sie irgendwas, was ich überhaupt nicht verstehe. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Sorry?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Sie sagt es wieder, aber ich verstehe wieder nur &lt;span style="font-style:italic;"&gt;wowowowowowowwow. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Espanol?&lt;br /&gt;Si. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Und dann verstehe ich, was sie sagt. &lt;br /&gt;Höchstens Platz für mich in der Warteschleife. Ich will aber nicht warten, sondern fliegen. Also warte ich lieber fünf Stunden auf der Lady Amy; dort hat man mittlerweile einen Techniker geholt, der im Maschinenraum verstecken spielt. &lt;br /&gt;Schließlich legen wir um ein Uhr ab und unser gesamter Tagesplan ist dahin.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-7230605046778474432?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/7230605046778474432/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/12/lady-amy-aufbruch-sieht-anders-aus.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/7230605046778474432'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/7230605046778474432'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/12/lady-amy-aufbruch-sieht-anders-aus.html' title='Lady Amy: Aufbruch sieht anders aus'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-6735386352087919453</id><published>2009-12-29T09:33:00.004-06:00</published><updated>2009-12-29T10:59:09.488-06:00</updated><title type='text'>Ein Affe und ein Hai</title><content type='html'>Die Tage, die wir auf Corn Island verbrachten, waren ganz wunderschön. Wir lagen oft am Strand, schmückten uns mit Seetang und als Selina uns erklärte, dass Salzwasser die Zähne weiß macht, standen wir alle im Meer und putzten uns die Zähne. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An einem weiteren Tag kam der Holländer vorbei, um uns zum Snorkelling einzuladen - und schließlich sagten wir nicht nein. Zu fünft - Linas Eltern, Lukas, Tobi und ich - fuhren wir raus aufs Meer, um uns schließlich in die karibische See zu stürzen. &lt;br /&gt;Wir sahen alle ziemlich lustig aus mit unseren Taucherflossen und den Brillen und dem Schnorchel. Das, was wir jedoch unter Wasser sahen, war wirklich atemberaubend: viele kleine Fische, Korallen, ein paar große Fische und ja, Haie. Ich hoffe, dass meine Oma diesen Artikel nicht liest, denn wenn ja, wird sie jetzt einen Herzinfarkt bekommen. &lt;br /&gt;Und ich würde es ja gerne für mich behalten - einfach, weil es besser klingt und weil dann alle denken ooh -,aber gut, die Haie, die wir sahen und die vielleicht nur zwei Meter von uns entfernt seelenruhig an uns vorbei schwammen, waren Ammenhaie und die beißen nicht. Wenn man unserem holländischen Guide glauben darf, dann sind diese Ammenhaie eher eine Scholle mit Rückenflosse. Sie liegen nämlich am liebsten den ganzen Tag am Meeresgrund und dösen. &lt;br /&gt;Um uns das zu beweisen, taucht Ryk - so heißt unser Guide - einfach mal zum Hai und zieht ihn am Schwanz. Da wird er ein bisschen ungemütlich und gründelt wo anders hin. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Insgesamt schwimmen wir an drei verschiedenen Stationen, sehen ein wunderschönes Riff, planschen mit Trompeten- und Kugelfischen, schwimmen direkt über Korallen und ich sage euch: es lohnt sich auch für Kurzsichtige. Denn auch ohne Brille habe ich erkannt, wo ich war und was zu sehen war. Tolle Sache. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir schließlich zurück kommen, sind wir vollkommen geschafft und reden die ganze Zeit übers Essen, was den Hunger auch nicht kleiner werden lässt. Am Abend gehen wir gemeinsam zu Rosa's Restaurant, wo eine Frau - vermutlich Rosa - Menus für zehn Leute einfach so kocht. Es ist lecker und Rosa ist ausgesprochen schnell. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neben Haien kann man auf den zwei Maisinseln aber auch noch andere Dinge sehen: zum Beispiel Affen. Die sind hier angeleint, was nicht sonderlich menschlich ist, aber dafür positionierte man sie an den schönsten Aussichtspunkten. Trotz allem sollte man ihnen nicht zu nahe kommen, was eine Amerikanerin allerdings nicht versteht. &lt;br /&gt;Wir beobachten das Geschehen, als wir uns zu Weihnachten eine Pizza gönnen und bevor irgendetwas passiert, sagt Tim: Ich würde da ja nicht hingehen. Die beißen. &lt;br /&gt;Besser, er hätte das ihr gesagt und nicht uns. Denn nach ein paar Kuscheleinheiten vom Affen, will die Amerikanerin wieder gehen. Das will der Affe nicht. &lt;br /&gt;Und so fängt er an, sie zu attackieren und schließlich beißt er sie ins Bein. &lt;br /&gt;Ihre Freundin kreischt: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;aaah, aaah, you're bleeding, you're bleeding.&lt;/span&gt; &lt;br /&gt;Die Amerikanerin nimmt es gelassen und am nächsten Tag sehe ich sie am Strand entlang reiten. Sie mag wohl Tiere. Und ist hoffentlich gegen Tollwut geimpft.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-6735386352087919453?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/6735386352087919453/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/12/ein-affe-und-ein-hai.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/6735386352087919453'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/6735386352087919453'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/12/ein-affe-und-ein-hai.html' title='Ein Affe und ein Hai'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-1254400111624267761</id><published>2009-12-29T09:15:00.004-06:00</published><updated>2009-12-29T09:32:24.616-06:00</updated><title type='text'>O Palmenbaum</title><content type='html'>Zu Weihnachten sind wir auf der kleinen der zwei Maisinseln; little Corn Island ist so klein, dass man dieses paradiesische Eiland angeblich innerhalb einer Stunde umlaufen kann. Wir sparen uns von daher die Umrundung und feiern lieber - na, klar, Geburtstag! &lt;br /&gt;Denn nicht nur Leon, Linas Bruder, hat an Weihnachten Geburtstag, sondern auch Tobi. &lt;br /&gt;Da Carlito, unser Hotelmanager (Hotel ist relativ, denn wir sind in kleinen Hütten untergebracht, deren Tür man nur öffnen muss, um Meer, Palmen und Hängematten zu sehen), nur über hausgemachtes Frühstück, aber nicht über einen Kiosk verfügt, laufen Selina, Vivi, Lina und ich los, um den Geburtstagsbrunch unter Palmen zu organisieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist bereits jetzt schon heiß und wir laufen durch die Palmenwälder, Lina und ich brauchen eine halbe Stunde, bis wir endlich die einzige Panaderia auf der Insel gefunden haben (immerhin, das wäre eine halbe Inselumrundung). Einen Geburtstagskuchen gibt es leider nicht, dafür Pan de Coco. Die Sachen, die wir kaufen, lassen uns geschwitzt bei Carlito am Strand ankommen und unsere männlichen Companeros kommentieren unseren Aufwand mit dem Satz &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ihr seid super&lt;/span&gt; und spielen weiter Karten. &lt;br /&gt;Danke.&lt;br /&gt;Gemeinsam mit Linas Eltern bereiten wir einen Geburtstagstisch, hängen Luftballons an Palmen auf und schmücken die insulare Botanik mit Herzgirlanden. &lt;br /&gt;Das Frühstück wird ein absoluter Festschmaus und als uns anschließend ein Holländer zum Schnorcheln einläd, sind wir alle so vollgestopft mit Scheibenkäse, Brot und Nektar, dass wir nicht anders können, als nein zu sagen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Nachmittag verbringen wir individuell, einige von uns schwimmen zum Riff und sehen Baracudas und Mantarochen, einige rufen ihren Familien an oder schauen im Internet vorbei. &lt;br /&gt;Einen Gottesdienst gibt es auf Corn Island nicht; erst am nächsten Morgen um fünf Uhr - was wir kategorisch ausschließen -, und so warten wir auf den Abend. Alle zusammen gehen wir Essen und schließlich schmücken wir eine Palme an unserem Strand, legen Geschenke unter den Baum und beginnen, Weihnachtslieder zu singen. Dazu gibt es Rum und ob es daran liegt oder ob es uns wirklich nicht gelang - aber wir kommen bei den meisten Liedern nicht über die erste Strophe hinaus. &lt;br /&gt;Das beschämt uns alle ein wenig und schließlich tauschen wir Geschenke, um darüber hinweg zu täuschen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir bleiben noch ein wenig zusammen sitzen, dann verschwindet der Großteil der Truppe auf die andere Seite der Insel in einer Disco. Ich für meinen Teil bleibe mit Linas Eltern am Strand und wir haben eine schöne, gemütliche Unterhaltung. &lt;br /&gt;Es ist ein anderes Weihnachten, das wir da feiern, und doch ist es schon sehr merkwürdig, was wir von unserer deutschen, von unserer europäischen Kultur mitnehmen, so dass wir schließlich in der Karibik vor einer geschmückten Palme (mit Weihnachtsstern!) sitzen, Lieder singen und an Schnee denken. Jeder von uns hat seine eigene Vision von Weihnachten und doch - es war schön in der Karibik.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-1254400111624267761?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/1254400111624267761/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/12/o-palmenbaum.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/1254400111624267761'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/1254400111624267761'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/12/o-palmenbaum.html' title='O Palmenbaum'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-6685798527125994194</id><published>2009-12-29T08:39:00.002-06:00</published><updated>2009-12-29T09:14:15.589-06:00</updated><title type='text'>El Rama - Bluefields - Corn Island - Little Corn Island</title><content type='html'>So sah unsere Reiseroute aus. Und sie war nicht weniger abenteuerlich. Denn als wir am Morgen des 23. Dezembers aus dem Bus steigen, drängen sich schon zahlreiche Nicas zum Fluss, der El Rama in den letzten Jahren bereits drei mal beinahe gänzlich von der Erdoberfläche gewischt hat. Die Häuseransammlung und den provisorischen Hafen kann man schlecht als Stadt bezeichnen, viel eher ist es ein Punkt, an dem sich viele Wege kreuzen. Nur deshalb gibt es hier Menschen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn man so will, ist El Rama das Ende vom Ende; die Gegend, in der wir uns befinden, besteht aus purem Urwald und Mangrovenwäldern, schwer zugänglich und den meisten Nicaraguanern, die nicht in der RAAS oder der RAAN leben, absolut unbegreiflich. Es ist ein anderes Land. Und es ist arm hier. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gemeinsam mit viel zu vielen Leuten werden wir auf die Flusstaxis verteilt, die gefährlich schwanken, ein jedes Mal, wenn sich auch nur irgendjemand bewegt. Tobi, Lukas und ich müssen uns Plätze erkämpfen, aber die Nicas, die sich da mit uns auf die dünnen Bretter drücken, sind sehr freundlich und machen uns Platz. &lt;br /&gt;Mit sagenhaften 250 PS rast unsere Lancha schließlich über den Fluss, es ist ein kühler Morgen, die Sonne geht gerade auf und taucht das Wasser und die Ufer des Flusses in ein sagenhaftes Licht. Einzelne Holzhäuser blicken vom Ufer zu uns hinüber, ihre Dächer sind aus getrockneten Palmenbündeln, sie stehen ca. 2 Meter über dem Boden auf Stelzen und alles wirkt unendlich friedlich - wäre da nicht der röhrende Motor unserer Lancha. &lt;br /&gt;Ich hätte unsere Fahrt und die sagenhafte Aussicht womöglich noch besser genießen können, wäre da nicht diese schwarze Nicaraguanerin direkt vor mir, die sich sofort nach unserer Abfahrt mehrmals bekreuzigt und klagend und flehend zum Himmel blickt. Dann schnappe ich im Halbschlaf noch von irgendwo das Wort &lt;span style="font-style:italic;"&gt;cocodrilo&lt;/span&gt; auf und meine Ruhe ist dahin. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach 1 1/2 Stunden wird der Flusslauf immer breiter und wir gelangen schließlich in die Lagune von Bluefields; kleine Inseln ragen aus dem Wasser, irgendwo ganz weit draußen können wir das offene Meer erkennen. Es ist halb acht und Fischer und kleine Holzboote treiben an uns vorbei oder winken uns zu. &lt;br /&gt;Schließlich gelangen wir an den Hafen von Bluefields.&lt;br /&gt;Und zu Bluefields kann man einiges erzählen: die Stadt ist hässlich und nach einem niederländischen Pirat namens Blauveldt benannt. Einen Zusammenhang gibt es nicht. Interessant ist aber noch die Tatsache, dass Bluefields eine beinahe offizielle Schmugglerzone ist; am liebsten schmuggeln Kolumbianer hier Kokain. Lukas erzählt mir von seinem nicaraguanischen Freund Albert aus Costa Rica, dessen Mutter neun Jahre kolumbianische Drogenhändler und ihre Ware von Bluefields über die Grenze fuhr. Irgendwann entschloss sie sich, aufzuhören, und nur noch dieses eine Mal ein krummes Ding zu drehen. Da wurde sie erwischt und nun sitzt sie im Gefängnis. Das Geld, das Albert in Costa Rica verdient, geht direkt an Mutters Anwalt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Polizei in Bluefields ist relativ machtlos gegen die Machenschaften der Kolumbianer und es ist mehr als bekannt, dass jedes größere, jedes schönere Haus irgendwas mit Drogen zu tun hat. &lt;br /&gt;Bis 2004 war dies alles jedoch nicht mehr als das bloße Gerücht, als das leise Wissen einer Hafenstadt, die nach außen hin wie El Rama als Verkehrsknotenpunkt für Passagiere nach Corn Island gilt. Aber in eben diesem Jahr stürmten einige Kolumbianer die Polizeistation in Bluefields und schnitten den vier Polizisten die Kehlen auf. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein wenig eingeschüchtert von diesen Geschichten, die uns Lukas oder unser Reiseführer erzählen, durchqueren wir Bluefields Hafenanlagen nur mit den Händen in den Hosentaschen, steif wie ein Stock. Es ist ein anderes Nicaragua, in dem wir hier gelandet sind. &lt;br /&gt;Und doch passiert uns nichts. Ganz bequem können wir unsere Karten für &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Captain D&lt;/span&gt; kaufen - die Fähre, die um zehn Uhr ablegt und die uns sechs Stunden über die karibische See schippert, bis wir endlich um halb fünf auf Big Corn Island anlegen. Palmen wehen im Wind, Kinder springen von der Mole direkt ins kristallblaue Wasser, Waren werden abgeladen und als wir in der Lancha sitzen, die uns nach Little Corn Island bringt, beobachten wir ein wenig ungläubig die Kästen und Frachten, die nun auf die Insel gelangen. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Irgendwo da&lt;/span&gt;, sagt Louisa, eine Deutsche, die wir auf der Schifffahrt kennen gelernt haben, &lt;span style="font-style:italic;"&gt;irgendwo da ist Koks. &lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-6685798527125994194?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/6685798527125994194/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/12/el-rama-bluefields-corn-island-little.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/6685798527125994194'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/6685798527125994194'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/12/el-rama-bluefields-corn-island-little.html' title='El Rama - Bluefields - Corn Island - Little Corn Island'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-5834461395337039675</id><published>2009-12-24T15:12:00.003-06:00</published><updated>2009-12-24T15:27:42.226-06:00</updated><title type='text'>Antonio auf Abwegen</title><content type='html'>Waehrend Tim und Selina sich dazu entschlossen, nach Corn Island zu fliegen, hatten Tobi, Lukas und ich den gesamten Tag Zeit, um uns die Zeit zu vertreiben; denn unser Bus nach el Rama fuhr erst gegen neun Uhr abends. &lt;br /&gt;Wir haetten uns wahrscheinlich im Smog Managuas gelangweilt, wenn da nicht Antonio gewesen waere; der kleine dicke Taxifahrer machte eher den Anschein eines gemuetlichen Nicaraguaners, aber hinter dem kugelrunden Bauch und den seidenen Silbershorts steckte ein knallharter Geschaeftsmann, der uns fuer zehn Dollar nach Granada fuhr. Nicht nur uns, sondern auch zwei Schweizer, die er am Flughafen anquatscht. &lt;br /&gt;Zu sechst sitzen wir also im Auto, es ist mehr als kuschelig. Mehrere Polizisten halten uns an, und doch fragt Antonio sie jedes Mal ganz selbstbewusst, ob sie wissen, wo es Kaffee gibt, er muesste unbedingt etwas trinken. Sie sagen nichts, weisen usn nicht darauf hin, dass die Sitzkonstellation, die wir da ausprobieren, mehr als gefaehrlich ist, sondern winken ihn weiter. &lt;br /&gt;In Granada angekommen, besuchen wir die Kirche, den See, essen eine Pizza und es ist eine ganz willkommene Abwechslung zu den breiten, heissen Strassen Managuas, die allesamt einem grossen Einkaufszentrum gleichen. &lt;br /&gt;Als wir um fuenf zurueck zum Taxi kommen, schlaeft Antonio wie ein Weltmeister. Die Taxifahrer Granadas stehen um sein Auto und lachen. Tatsaechlich sah ich selten jemanden so intensiv schlafen. &lt;br /&gt;Gemeinsam fahren wir zurueck, Antonio ist noch etwas muede und schlaeft kurz auf dem Highway nach Managua ein; dabei fahert er zum Glueck langsamer als schneller. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Puenktlich um acht stehen wir vor dem Bus nach El Rama, der uns um zwei Uhr in der Stadt der Regiona autonomia atlantica del Sur (RAAS) abladen wird. Antonio verabschiedet sich, er zieht uns ordentlich das Geld aus den Taschen und duest vergnuegt von dannen. &lt;br /&gt;Der Bus, in dem wir sitzen, ist voll mit Menschen, die so anders sind als die ueblichen Nicaraguaner. Ihre Haut ist dunkel, fast kohlrabenschwarz, ihre Sprache ist Englisch, und zwar ein Slang, der so merkwuerdig daher kommt und zugleich so kontraer zum Spanischen wirkt. &lt;br /&gt;Als wir um zwei Uhr nachts in El Rama ankommen, entlaed sich der Bus. All die schwarzen Nicas streunen zur Passkontrolle, wir genau so. Eine Unterkunft brauchen wir, fuer die naechsten drei Stunden, denn dann geht das Boot nach Bluefields. &lt;br /&gt;unser Busfahrer sagt, wir koennen es uns im leeren Bus bequem machen, wo er sich schon zwischen den Gepaeckablagen eine Haengematte aufgespannt hat. &lt;br /&gt;Wir sind dankbar und sicher bis zum Morgengraeun.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-5834461395337039675?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/5834461395337039675/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/12/antonio-auf-abwegen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/5834461395337039675'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/5834461395337039675'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/12/antonio-auf-abwegen.html' title='Antonio auf Abwegen'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-8575614115880866473</id><published>2009-12-24T14:55:00.005-06:00</published><updated>2009-12-24T15:11:04.908-06:00</updated><title type='text'>Das Gelbfieber und wir</title><content type='html'>Wer reist, der sieht viel. &lt;br /&gt;Und manchmal, wenn man sich auf den Weg nach Nicaragua macht und dabei die Grenze von Costa Rica ueberschreiten muss, ja, dann sieht man vielleicht acht oder neun Stunden das selbe. Weil die Busfahrer streiken oder weil das Gepaeck kontrolliert wird oder weil was auch immer. &lt;br /&gt;So erging es leider Tobi und Lukas, die mit uns Weihnachten auf Corn ISland feiern wollten. Statt um vier Uhr nachittags, kamen sie um ein Uhr nachts in Managua an. &lt;br /&gt;Aber sie hatten Glueck im Unglueck - denn sie trafen Antonio. Einen kleinen, dicken Taxifahrer aus Managua, der genau wusste, wohin mit den zweien. &lt;br /&gt;Er verschaffte ihnen ein gutes &lt;em&gt;Hotelito&lt;/em&gt; und eine sichere Unterkunft fuer die Nacht. Am naechsten Morgen machten Tim, Selina und ich uns auf den Weg nach Managua, bevor wir uns allerdings begegneten, machten tim, Selina und ich noch einen Ausflug in das nicaraguanische Gesundheitswesen und es war vielleicht das erste Mal, dass wir ein wenig Bitterkeit ueber die Tatsache empfanden, dass wir in Nicaragua stationiert sind. Die Gratisimpfung gegen Gelbfieber wollte man uns nicht geben, denn laut der Aerztin braeuchte man die nicht in Panama. &lt;br /&gt;Doch, braucht man. &lt;br /&gt;Sagt das Auswaertige Amt. Es bittet, es fleht uns quasi auf seiner Internetseite an, uns impfen zu lassen. Sonst duerfen wir nicht mehr nach Deutschland. &lt;br /&gt;Das sagen wir auch der Frau vom Gesundheitswesen. Sie sagt, dass es in Deutschland kein Gelbfieber gibt. &lt;br /&gt;Ja, richtig. &lt;br /&gt;Aber man laesst uns nicht rein, wenn wir nicht geimpft sind und trotzdem in Panama waren. &lt;br /&gt;&lt;em&gt;1n Deutschland braucht man keine Gelbfieberimpfung&lt;/em&gt;, wiederholt sie es, sie predigt es, auf dass es irgendwann in unseren europaeischen Kopefen ankommt, was sie uns sagen will:&lt;br /&gt;Sie kann, sie will uns die Impfung nicht geben. Weil es den nicaraguanischen Staat kostet, weil es teuer ist; und weil sie weiss, dass wir - wenn wir sie wirklich brauchen - uns sie selbst besorgen koennen. Sie weiss, dass das Geld fuer uns keine Rolle spielt. &lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wenn Sie nach Brasilien wollen, dann brauchen Sie die Impfung. &lt;/em&gt;&lt;em&gt;Ja, nach Brasilien wollen wir unbedingt,&lt;/em&gt; sagt Tim und versucht es einfach nochmal. &lt;br /&gt;&lt;em&gt;Dafuer braucht man eine Bescheinigung,&lt;/em&gt; sagt sie und hat genug von uns. &lt;br /&gt;Wir ziehen von dannen und sind ein wenig geknickt; da muessen wir wohl nach San Jose und uns dort impfen lassen. &lt;br /&gt;Aber vielleicht stehen sie ja auch in Panama mit Spritzen an der Grenze.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-8575614115880866473?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/8575614115880866473/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/12/das-gelbfieber-und-wir.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/8575614115880866473'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/8575614115880866473'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/12/das-gelbfieber-und-wir.html' title='Das Gelbfieber und wir'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-8551034657634423359</id><published>2009-12-21T09:05:00.002-06:00</published><updated>2009-12-21T09:11:46.343-06:00</updated><title type='text'>Feliz Navidad</title><content type='html'>Erst kam Weihnachten gar nicht. &lt;br /&gt;Dann kehrten Tim, Lina, Vivi und Selina aus Guatemala wieder. &lt;br /&gt;Und dann stand Weihnachten plötzlich vor der Tür. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute regnet es und es sieht aus wie ein regnerischer Oktobertag in der Bochumer Fußgängerzone. Wir bereiten uns auf unseren Trip nach Corn Island vor; heute erscheint hoher Besuch aus Bochum und aus meiner unmittelbaren Vergangenheit. &lt;br /&gt;Gestern kamen Linas Eltern und ihr Bruder an. &lt;br /&gt;Die Truppe, die da in die Karibik aufbricht, ist ganz schön bunt gemischt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Parque Ruben Dario in Matagalpa hängt an jedem Baum eine Lichtergirlande, die ein anderes Weihnachtslied von sich gibt, und ein jedes Mal, wenn ich durch den PArk gehe, denke ich, dass mich jemand anruft. &lt;br /&gt;Aber nein, es sind die Bäume, die uns von Weihnachten singen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genug gesponnen: Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten, hoffe, dass ihr das verbringt, was man ein schönes Fest nennt und was ihr euch darunter vorstellt. &lt;br /&gt;Wir sehen uns im nächsten Jahr in alter Form!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-8551034657634423359?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/8551034657634423359/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/12/feliz-navidad.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/8551034657634423359'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/8551034657634423359'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/12/feliz-navidad.html' title='Feliz Navidad'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-7733370438586687087</id><published>2009-12-14T17:33:00.002-06:00</published><updated>2009-12-14T17:52:09.849-06:00</updated><title type='text'>Hoch gepokert</title><content type='html'>Dieses Auslandsjahr bringt immer wieder Momente des puren Glücks. Das klingt übertrieben, aber es ist wirklich so; es mag nicht jedem gefallen, sich von zwei bis halb sechs mit zwei quierligen Elfjährigen zu beschäftigen, deren Aufmerksamkeit ständig wechselnden Dingen zufliegt. Und doch: ich bin hundemüde, aber der Nachmittag mit David und Anibal war wirklich schön. &lt;br /&gt;Entgegen jeglichen nicaraguanischen Gesetzen waren sie pünktlich. Und wieder standen sie kichernd vor der Tür. Als ich sie bat, einzutreten, verhielten sie sich auffallend anders als Brenda und Rosalinda, die bei diversen Besuchen in meinen bescheidenen vier gelben Wänden immer wieder den Verdacht erweckten, als wären sie diejenigen, die kein Espanol verständen bzw. beherrschten. &lt;br /&gt;Kaum hatten die zwei hombrecitos ihre zarten Füßchen in den Porche gesetzt, da standen sie auch schon im Patio, plapperten mich voll und fragten mich aus und alles in allem war es mehr als aufregend, ihnen gerecht zu werden. &lt;br /&gt;Über Alemania haben wir geredet. Dann haben wir uns die Weltkarte angeguckt. Dann standen sie plötzlich in meinem Zimmer und entdeckten &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Monopolio&lt;/span&gt;. In den folgenden zwei Stunden kauften wir Straßen, bauten Häuser und um ihnen eine Chance zu geben, ging ich nach mehr oder weniger sechs Zügen ins Gefängnis, wo ich bis zum Spielende verharrte ... oder so. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die zwei hatten den größten Spaß ihres Lebens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die anfängliche Verwirrung über all die Regeln und Geldfragen (um sicher zu gehen übernahm ich die Bank) war recht schnell vergessen, bis auf dieses einzige Problem, das das Spiel immer wieder zu einem Wechselkurskampf mutieren ließ: 1 Dollar sind etwa 20 Cordobas, und unbewusst oder schlitzohrig wie er eben ist, ließ David es sich nicht nehmen, Straßen für 160 Dollar mit 100 Dollar und 3 Eindollarscheinen zu bezahlen - immerhin sind das ja umgerechnet 60 Pesos. Anibal wurde daraufhin ab und an ein wenig ungemütlich. Und doch war es ein sehr schönes Gefühl, mit den zweien da zu sitzen und Monopolio zu spielen. &lt;br /&gt;Das beste kam aber gegen Ende des Spiels; denn gerade so richtig in Fahrt, kam Mary Lou vorbei. Unangekündigt. &lt;br /&gt;Ich muss gestehen, dass ich jedes Mal ein schlechtes Gewissen bekomme, wenn sie einfach so vorbeischaut oder mich sprechen will. Ich habe irgendwie Angst, dass sie mir sagen will, dass ich mich aber ordentlich verkalkuliert habe mit meiner Arbeit hier oder was auch immer ... &lt;br /&gt;Dieses Mal sagte sie auch nichts über mein Avocadohaar, dafür setzte sie sich zu uns und beobachtete uns drei, wie wir da saßen und spielten. &lt;br /&gt;Kann es eine bessere Schleichwerbung geben? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Anibal kein Geld mehr hatte und Mary Lou sich zu einer Freundin begeben hatte, beschloss David, dass es Zeit sei, ein bisschen zu malen und gemeinsam setzten wir uns also an den Tisch, malten und pünktlich zu Navidad habe ich nun vier schöne Bilder. Ich selbst kann von mir behaupten, dass ich mich vollkommen gehen ließ und ein so hässliches Bild malte, dass die beiden zum Ende hin ein wenig eingeschüchtert zu fragen wagten, was es denn sei, dieses grün-bläuliche. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine andere Frage hingegen ging ihnen wesentlich schneller über die flinken Lippen. Und so kommen sie Donnerstag wieder. Was auch immer wir dann tun werden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-7733370438586687087?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/7733370438586687087/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/12/hoch-gepokert.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/7733370438586687087'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/7733370438586687087'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/12/hoch-gepokert.html' title='Hoch gepokert'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-4222704071042544431</id><published>2009-12-13T16:07:00.002-06:00</published><updated>2009-12-13T16:19:33.200-06:00</updated><title type='text'>Wissenshunger oder was auch immer</title><content type='html'>Noch keine drei Stunden bin ich wieder in Matagalpa, da höre ich schon zarte Kinderstimmen vor meiner Haustür; es sind David und Anibal, die in ihren zweimonatigen Ferien nichts besseres zu tun haben, als um das Haus ihrer Professoren zu schleichen und zu kichern. &lt;br /&gt;Wir unterhalten uns und sie strahlen mich an, es regnet, die Weihnachtsgirlanden unserer Nachbarn lassen ihre Augen aufleuchten. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Und, wie sind die Ferien so?&lt;/span&gt;, frage ich. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Langweilig,&lt;/span&gt; kommt es mir schnell entgegen.  &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Langweilig?&lt;br /&gt;Ja. &lt;br /&gt;Aber besser als Schule,&lt;/span&gt; sagt David und kichert. Ich muss daran denken, dass er eines dieser Kinder ist, die kein wirkliches Zuhause, keine richtige Familie, haben. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Fehlt euch der Englischunterricht?&lt;/span&gt;, frage ich, mehr aus Spaß, weil man mit Profe Barbara ja auch scherzen können soll ... und weil ich selbst sowas von froh bin, dass ich momentan nicht vor Klassen stehen muss, und englische Phrasen von mir gebe. Oder auch nur die Namen von Früchten. &lt;br /&gt;Dieses Mal ist es Anibal, der mir antwortet - und mich überrascht. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Si&lt;/span&gt;, sagt er. &lt;br /&gt;Ich weiß mir nicht anders zu helfen und lache. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Okay&lt;/span&gt;, sage ich, &lt;span style="font-style:italic;"&gt;wollt ihr Montag vorbei kommen, zum Englischlernen? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Sie strahlen mich wieder an. Und morgen um zwei kommen sie vorbei. Zum Englischlernen. &lt;br /&gt;Was tue ich hier? &lt;br /&gt;Ich schenke ihnen noch zwei Snickers, sie freuen sich, als wäre schon Weihnachten. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Gracias, profe, gracias, el lunes, a las dos! &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Nicht vergessen. &lt;br /&gt;Klar doch. Ich werde da sein. &lt;br /&gt;Verrückte Welt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-4222704071042544431?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/4222704071042544431/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/12/wissenshunger-oder-was-auch-immer.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/4222704071042544431'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/4222704071042544431'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/12/wissenshunger-oder-was-auch-immer.html' title='Wissenshunger oder was auch immer'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-6717865869411929810</id><published>2009-12-13T14:21:00.004-06:00</published><updated>2009-12-13T14:51:37.739-06:00</updated><title type='text'>Erstens kommt es anders ...</title><content type='html'>... und zweitens als man denkt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Guatemala existiert ohne mich, zumindest im Dezember. Denn als ich am Montagmorgen aufwachte, sah es nach allem anderen aus, allerdings nicht nach Abreise. &lt;br /&gt;Die nächsten Tage verbrachte ich im Bett und lernte die Rillen in meiner Zimmerdecke auswändig. (Es gibt sicherlich spannenderes, aber auch anstrengenderes. In diesen Fällen gibt man sich am besten mit seinem Los zufrieden - und schläft.) &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Aber die Lust, zu verreisen, bzw. mal etwas anderes zu sehen, als die maisgelben Wände unseres matagalpinischen Hauses wurde größer. Und so retteten mich unsere nicaraguanischen Nachbarn inkl. ein paar Freunde: denn gemeinsam brachen wir auf, um uns dieses Land mal näher anzusehen, und mit ein paar Nicas das eigene Land zu entdecken, ist immer etwas anderes, als als Tourist Vulkane und Seen zu bereisen. &lt;br /&gt;So brachen wir schließlich auf und nach einer Woche Nicaragua kann ich behaupten, meine vorübergehende bzw. neue Heimat besser zu kennen: Städte wie Masaya, Granada und Jinotepe sind mir nun ein Begriff. &lt;br /&gt;Wir fuhren nach Managua, Catarina - wo es eine riesige Lagune gibt, die man nur per Fußmarsch durch den Dschungel erreicht -, nach Masatepe und an den Pazifik. &lt;br /&gt;Liebe Leute, ich kann euch sagen, ich bin rot wie eine Weihnachtsmütze, aber wie schon der Vater einer guten Freundin zu sagen pflegte: krebsrot ist der einzige Weg zu haselnussbraun. Auf diesem Weg befinde ich mich momentan. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch nicht nur meine Pigmentierung veränderte sich auf dieser Reise; auch meine Sicht auf dieses Land. Denn bisher verstand ich Nicaragua als ein armes Land - auch wenn die Armut in Matagalpa nicht ganz so offensichtlich ist -, aber es ist immerhin das zweitärmste Land Mittel- und Südamerikas. Jetzt, wo ich auch die Strände, den Pazifik und den dortigen Sternenhimmel kenne, kann (vielleicht muss ich das auch) ich etwas tun, was ein Entwicklungshelfer normalerweise nicht tut: ich kann euch empfehlen, hierher zu kommen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/SyVTHi4J7nI/AAAAAAAAAS0/j_G3aQbUezI/s1600-h/DSC02487.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/SyVTHi4J7nI/AAAAAAAAAS0/j_G3aQbUezI/s320/DSC02487.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5414825516069416562" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Strände und Städte nahe der Pazifikküste sind durchaus auf Tourismus eingestellt, - und bieten zudem jene Bilder, die ich zuvor stets nur auf Sehnsuchtskalendern in irgendwelchen Buchhandlungen sah und für reine Erfindungen der Urlaubsbranche hielt. Aber, eines kann ich euch nun sagen: es gibt sie, diese Sandstrände mit Palmen, Steinen und Holzhäusern. Und es ist tausend Mal schöner als jeder billige Kalender in jeder xbeliebigen Libreria.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber nicht nur die Pazifikküste Nicaraguas überrascht mit einer wirklich bezaubernden Natürlichkeit: auch Städte wie Granada oder Masaya, die Ursprünge des kolonialen Nicaraguas, sind unglaublich schön. Granada liegt nämlich nicht nur am Momotombo, einem der größten Vulkane Nicaraguas, sondern zudem am Lago de Nicaragua, einem der größten Seen der Welt; im Zentrum eben diesen Seens liegt Ometepe, eine Vulkaninsel, und im See gibt es die einzigen Süßwasserhaie der Welt. &lt;br /&gt;Granada als Stadt wirkt beinahe italienisch; hohe Kirchen und bunte Häuser demonstrieren ihren Reichtum, die Straßen sind breit - es ist nur leider unglaublich heiß, aber dafür entdeckt man ein neues Nicaragua. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/SyVTHzDocYI/AAAAAAAAAS8/_7pnUzuHQm4/s1600-h/DSC02451.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/SyVTHzDocYI/AAAAAAAAAS8/_7pnUzuHQm4/s320/DSC02451.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5414825520412520834" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zudem befindet sich naha Masaya ein aktiver Vulkan, der Nindiri, den wir genau so bestiegen und unsere europäischen Füße in den Boden rammten, während ein unwiderstehlicher Geruch von faulen Eiern uns in einem Nebel umgab.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir schließlich gestern nach Matagalpa heimkehren, sind die sonst so vertrauten Berge so unglaublich hoch und gewaltig, dafür begrüßt uns unsere Heimatstadt mit einem milden Klima und im Gegensatz zu den Städten Carazos fällt ein sanfter Nieselregen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-6717865869411929810?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/6717865869411929810/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/12/erstens-kommt-es-anders.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/6717865869411929810'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/6717865869411929810'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/12/erstens-kommt-es-anders.html' title='Erstens kommt es anders ...'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/SyVTHi4J7nI/AAAAAAAAAS0/j_G3aQbUezI/s72-c/DSC02487.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-6332191963082685074</id><published>2009-11-29T21:24:00.002-06:00</published><updated>2009-11-29T21:29:21.716-06:00</updated><title type='text'>Das Ende Dona Barbaras</title><content type='html'>Vier Monate nach meiner Ankunft macht sich mein alter ego Dona Barbara vollkommen unbemerkt aus dem Staub. Unbemerkt zumindest von mir. Immerhin kam ihr Ende, ihr Tod, im Fernsehen. Kann aber auch damit zusammenhängen, dass Dona Barbara eine der beliebtesten Telenovelas Nicaraguas war. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich stehe nun also vor den Scherben meiner Doppelexistenz und muss zusehen, wie ich die nächsten acht Monate meine Individualität zurück gewinne. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für morgen steht jedoch eine Reise nach Guatemala an. Und ich habe vor, zurück zu kehren. Zumindest liegt ein vorzeitiges Aus nicht in meinem Plan. &lt;br /&gt;Ich verzichte daher auf die Gelegenheit, ein Testament zu verfassen, weil ich sowieso nichts habe, das man sonderlich irgendwie verscherbeln könnte, weil ich nämlich alles behalten würde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lassen wir das: morgen geht es auf nach Guatemala, um fünf geht der Bus nach Managua, von dort nach El Salvador, dort übernachte ich eine Nacht und bin mit gut Glück Dienstag zum Mittagessen in Guatemala. Hoffentlich gibt es Sauerkraut. Das gibt es nämlich hier in Dosen. Schmeckt aber nicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie auch immer: die anderen werden auf mich warten - hoffe ich zumindest. Tim hat mir bereits eine (und das war auch die einzige) Nachricht zukommen lassen: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Uns geht es gut, hier ist es wie in Italien. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Auf gehts.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-6332191963082685074?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/6332191963082685074/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/11/das-ende-dona-barbaras.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/6332191963082685074'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/6332191963082685074'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/11/das-ende-dona-barbaras.html' title='Das Ende Dona Barbaras'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-5337890729088613203</id><published>2009-11-29T13:46:00.004-06:00</published><updated>2009-12-01T18:10:42.655-06:00</updated><title type='text'>Mein tatsächlicher Ausflug in die amerikanische Fiktion eines Fernsehauftrittes</title><content type='html'>Ich habe mich bereits im Voraus oft genug - und vielleicht manchmal nicht so objektiv wie es möglich gewesen wäre - über die Religion und den Glauben dieses Landes ausgelassen. Ich werde es nicht noch einmal tun, - und doch sitze ich Samstagmorgen um neun Uhr in der Frühe in der Iglesia San José, inmitten von Graduanten und nervösen Müttern und - ja! - Vätern, zappeligen Kindern und senilen Großeltern, die allesamt zu den göttlichen Liedern klatschen, die ein verschlafener Student auf einem Keyboard sich und uns zu Gemüte bringt. Einige stehen auf und schunkeln oder bewegen die von Mais und Bohnen genährten Hüften. &lt;br /&gt;Ich sitze ein wenig ungläubig und vollkommen underdressed (das heißt nicht, dass ich nichts anhatte) in einer harten Kirchenbank. &lt;br /&gt;Bereits vor Beginn der Veranstaltung hat Profe Daisy mir eine rote Plastikrose an die Jacke gesteckt, um zu retten, was zu retten war. Zu meiner Verteidigung möchte ich erwähnen, dass alle so eine Rose hatten. Sogar Profe Pedro. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sitze in einer der hinteren Bänke neben einer anderen Lehrerin meiner Schule, die ich erst seit gestern kenne, die mir aber ein freundliches Lächeln schenkt; ich fühle mich ein bisschen besser. Einen halben Kilometer vor mir hebt ein nicaraguanischer Priester nun den goldenen Kelch und hält ihn zur Kirchendecke entgegen. Wir haben bereits einige Orationen gehört, Mary Lou hat ein paar Worte gesagt und eine aufgeregte Mutter hat aus dem Evangelium vorgelesen. &lt;br /&gt;Stille herrscht selbst hier nicht; man ist ins Gespräch vertieft, die Leute reden, unterhalten sich, jemand hustet, ein Kleinkind schreit und das Wort Gottes ist nicht mehr zu verstehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer weiteren halben Stunde wechseln wir den Raum, gehen nach nebenan. Etwa zweihundert Menschen schieben sich durch die großen Flügeltüren in den kirchlichen Innenhof. Einer nach dem anderen durchschreiten die Graduanten, begleitet von einer Person ihres Vertrauens, einen blumigen Torbogen, Fotos werden geschossen, ihre Namen und die ihrer Begleiter werden vorgelesen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu diesem Zeitpunkt habe ich bereits für mich beschlossen, dass ich mich am Eingang platzieren werde; ich bin krank und kann weder mit meiner Stimme noch mit meinem Husten beeindrucken. Es ist heiß und mit der Fleesejacke, die ich anhabe, kann man in der Arktis überwintern. Wie immer habe ich mich also optimal vorbereitet. &lt;br /&gt;Mary Lou steht auf der Holzbühne des Saales, sieht mich und schickt mir einen Handkuss durch den ganzen Raum. Neben ihr hisste man die nicaraguanische Flagge, ein Plastiktisch und mehrere Plastikstühle sind dort aufgebaut, Geschenke und Abschlusszeugnisse liegen bereit, um verteilt zu werden. &lt;br /&gt;Sobald alle Graduanten einen Platz haben, darf der Rest der Festgesellschaft eintreten und sie fluten die Reihen. &lt;br /&gt;Norma steht neben mir, drückt meine Hand und zeigt auf die Bühne. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Nein&lt;/span&gt;, denke ich. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Da gehen wir jetzt nicht hin.&lt;/span&gt; &lt;br /&gt;Sie lächelt. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Doch. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Und schon wird ihr Name aufgerufen: Profe Norma Vitualia. Applaus. Die Jugend kreischt, die Erwachsenen klatschen, während Norma sich zu Maria Lou auf die Bühne setzt. &lt;br /&gt;Nach ihr wird Profe Sandra aufgerufen. Dann Profe Judith. Dann Profe Olga. Profe Pedro. Profe Daisy. &lt;br /&gt;Alles sitzt. &lt;br /&gt;Nur ich stehe da auf diesem roten Teppich, als Profe Judith meine Befürchtungen komplett macht und mich gleichzeitig zum Strahlen bringt: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Und zu guter letzt: unsere Schwester, unsere Freundin, sie ist ein Vorbild für uns alle, unsere Botschafterin aus Deutschland, Lehrerin für Ingles und Educacion Fisica: Barbara!&lt;/span&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich denk, das Dach der Kirche hebt sich. Und im Nachhinein habe ich keine Ahnung, wie ich diesen Weg auf dieses Podest geschafft habe, ohne sämtliche Blumenarrangements von der Bühne zu kicken, aber ganz seriös, mit einem wissenden Lächeln schreite ich über den roten Teppich, der Falten wirft, auf Mary Lou, Norma, Judith und sie alle zu, während die 6to Grados so richtig Lärm machen. &lt;br /&gt;Alle klatschen. &lt;br /&gt;Ich strahle wie ein Honigkuchenpferd. Und den Rest des Vormittags verbringt das Vorbild für alle seltsam apathisch gut gelaunt zwischen seinen Lehrern, schwitzt wie ein kleines Ferkel und hustet vor sich hin.  &lt;br /&gt;Ich schüttle Graduanten die schwitzenden Händen, kriege dankbare Küsse von den guten Schülern und zwinkernde Blicke von den Lausebengeln. Als der Spaß vorbei ist, werden Fotos geschossen, ich muss posieren, Schüler umarmen mich, wünschen mir schöne Ferien und zwei Schlitzohren des nun ehemaligen Grados 6to B meinen: Profe, heute steigt eine Party bei mir. Jetzt, wo ich nicht mehr dein Schüler bin, kannst du ja kommen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass die Verabschiedung der 6to Grados überhaupt irgendwann ein Ende fand, ist ein Wunder an sich. Als ich jedoch die Iglesia San José verlasse, habe ich das seltsame Gefühl, dass ich sogar für die Präsidentschaft kandidieren könnte; irgendjemand würde mich schon wählen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-5337890729088613203?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/5337890729088613203/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/11/mein-tatsachlicher-ausflug-in-die.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/5337890729088613203'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/5337890729088613203'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/11/mein-tatsachlicher-ausflug-in-die.html' title='Mein tatsächlicher Ausflug in die amerikanische Fiktion eines Fernsehauftrittes'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-1591045704661708180</id><published>2009-11-24T21:05:00.002-06:00</published><updated>2009-11-24T21:37:23.392-06:00</updated><title type='text'>Männer in Nicaragua</title><content type='html'>Kommen wir zu einem Thema, das durchaus heikel ist. Heikel, nicht heiß. Denn die meisten der Männer, die lässig arbeitslos an einem Laternenpfahl lehnen, sich im Parque Ruben Darío die Füßer von Zwölfjährigen bohnern lassen und dabei Jagd auf Chelas machen, sind alles andere als Abbilder Gottes - könnte man ja eigentlich denken, in diesem religiösen Land; doch wie ich Mirte vernahm, sitzen die einzig schönen Männer Nicaraguas im Gefängnis. &lt;br /&gt;Das ist natürlich schade. Da sieht man sie so schlecht. &lt;br /&gt;Was Mirte im Gefängnis gemacht hat, ist nicht Gegenstand meiner aktuellen Betrachtung, es sei nur so viel gesagt: ihr Aufenthalt war nicht von längerer Dauer oder ernstem Ausmaß. Vielmehr ein Besuch. &lt;br /&gt;Aber das sagen wohl auch viele Nicaraguaner ihren Frauen, wenn sie übers Wochenende nicht zu Hause waren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht muss ich, bevor ich fortfahre, eines klarstellen: ich bin keine Feministin, keine Alice Schwarzer im bunten Kostüm, keine Olympe de Gouges auf Irrfahrten, keine kleine Simone de Beauvoir, - kurzum: niemand, der mit einem Male eine Welt schaffen will, die es in Nicaragua nicht geben kann. &lt;br /&gt;Zumindest jetzt nich.&lt;br /&gt;Wie jedoch all diese zweifelsohne bedeutenden Persönlichkeitinnen, bin ich eine Frau. Und das führt nun mal zu eben dieser kühnen Behauptung, die ich drei Atemzüge zuvor in den Monitor meines Laptops eintippte: Nicaragua ist kein Land, das den Feminismus als Basis behaupten würde. &lt;br /&gt;Wäre auch merkwürdig, denn der europäische Feminismus passt hier genau so wenig hin wie Kermit der Frosch zu Tutti Frutti.&lt;br /&gt;Aber Spaß bei Seite, denn so läppisch das nun klingt, - man kann es als ein wirkliches Problem sehen. Solange man eine Frau ist. Oder vielleicht ein Europäer. Die haben ja ungefähr eine Ahnung von dem, was auch möglich ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man möge sich nun fragen: was faselt sie da? Wovon redet sie?&lt;br /&gt;Ich gebe ein Beispiel, damit es ein wenig deutlicher wird, was ich zu vermitteln versuche: ich gehe die Straße entlang und es ist einer dieser Tage, an denen ich mich wie wiedergekäut fühle. Sprich: ich sehe ein bisschen wüst aus. Es gibt Tage, da sehe ich aus wie die schönste Beere auf der Torte (gut, ich will ja nicht übertreiben: ich fühle mich so. Ob ich tatsächlich so aussehe, sei dahingestellt), und genau so gibt es Tage, da sehe ich aus wie die letzte Beere auf der Torte: oll und gedätscht. &lt;br /&gt;An diesen Tagen spricht man mich besser nicht an, zumindest nicht, wenn man mich nicht kennt und die Aussage und der dahinter verborgene Zweck so verborgen sind, dass noch nicht einmal Karla Kolumna und Bibi Blocksberg es verstehen würden; laufe ich also daher und höre von einem fetten, schmierigen Nica ein anstößiges Adioos, dann würde ich am liebsten eine Bratpfanne dabei haben, und ihm so richtig eins überziehen. Es hilft auch nichts, wenn sie beginnen, mehrsprachig zu werden:&lt;span style="font-style:italic;"&gt; Adios&lt;/span&gt;. Keine Reaktion. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Byyyeee&lt;/span&gt;. Keine Reaktion. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ciaooo&lt;/span&gt;. Keine Reaktion. &lt;br /&gt;Genau so wenig beeindruckt es mich, wenn sie mir Kosenamen geben:&lt;span style="font-style:italic;"&gt; Adios, chelita, mi amor.&lt;/span&gt; Und ich denk, ich kipp vom Bordstein und lass mich vom Gulli fressen. &lt;br /&gt;An manchen Tagen ist es nicht ganz so schlimm; dann ist es eher lustig und man beginnt, zurück zu tssssen; aber auf die Dauer ist es auch anstrengend. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der Anklage kommt die Verteidigung: nicht alle Männer hier versuchen es auf diese Weise. Es gibt einige, die sich anstrengen und eine natürliche Konversation zu Gange bringen. &lt;br /&gt;Meistens sind das Taxifahrer. &lt;br /&gt;Heute schenkte mann mir eine Orange und erklärte, dass wir ein perfektes Paar wären, wenn er ein bisschen jünger und ein bisschen größer wäre. Ich dankte der Zeit für ihre Unerbittlichkeit und seinen Eltern für seine schwachen Gene. &lt;br /&gt;Dann sagte er, dass er schon viele Chelas gesehen hätte, aber keine wäre so schön wie ich. Die Worte kamen so flink aus seinem Mund, dass sie entweder lange einstudiert oder vollkommen unüberlegt waren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und trotzdem: ein schwärmender Taxifahrer ist mir allemal lieber, als ein hombre de la calle, der mir bis nach Apante hinterher sieht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die nicaraguanische Gesellschaft ist merkwürdig; denn meine Schüler leben oft ohne Vater. Brenda sagt, ihr Vater ist doof und lebt in Costa Rica. Josues Vater lebt auch in Costa Rica, aber ob er doof ist, weiß ich nicht. Der Vater unserer drei Nachbarsmädchen machte sich auch aus dem Staub; vielleicht ist er ja auch in Costa Rica. Dort scheint es Asyl für geschiedene Ehemänner zu geben. &lt;br /&gt;Wenn jedoch alle Frauen in Nicaragua alleinerziehend sind, und wenn alle Väter in Nicaragua eigentlich in Costa Rica sind, - wie kommt es, dass es immer noch so viel Machismo hier gibt? Kann ja eigentlich nicht sein, wenn die Väter die Kinder, also auch die Söhne, enttäuschen. &lt;br /&gt;Ein Rätsel. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht alle nicaraguanischen Männer sind so. Nicht alle befinden sich immer und überall auf der Suche nach einer Frau, der sie hinterher pfeifen können. Nicht alle sitzen im Gefängnis. Aber im Vergleich zu Nicaragua ist die deutsche Geschiedenenrate ein absoluter Witz.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-1591045704661708180?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/1591045704661708180/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/11/manner-in-nicaragua.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/1591045704661708180'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/1591045704661708180'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/11/manner-in-nicaragua.html' title='Männer in Nicaragua'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-4902351375386081933</id><published>2009-11-24T17:09:00.003-06:00</published><updated>2009-11-24T21:05:41.941-06:00</updated><title type='text'>Zeit in Nicaragua</title><content type='html'>Wagen wir uns gleich zum Einstieg an den schwierigen Begriff der Zeit heran; wir stellen bereits im Voraus ohne jegliche kulturell oder klimatisch eingeschränkte Betrachtungsweise fest: die Zeit ist nicht so einfach, wie sie vergeht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie vergeht ständig und vielleicht ist das gerade das gemeine an ihr: sie kann einfach nicht still stehen, kann nicht still sitzen, ein absoluter Zappelphilipp, ein physikalischer Suppenkasper, ständig in Bewegung, stets auf Achse, sie tut kein Auge zu, auch nicht in der Nacht. &lt;br /&gt;Und dann stellt sie sich manchmal tot und zieht sich und uns dahin wie Kaugummi, und wir kriegen Kopfschmerzen und wollen wissen, wo sie kitzelig ist, damit dieser kleine, oder auch nur der große Zeiger einfach ein Stückchen weiter huscht. &lt;br /&gt;Jeder, der einmal Schüler war, weiß, dass die Zeit ein recht gemeines Medium ist, denn sie dealt mit Minuten als wäre sie King Louie. &lt;br /&gt;Ist sie ja auch irgendwie: denn ohne die Zeit geht gar nichts. Sie ist ein Gegensatz in sich und könnte sie sich uns auch nur in irgendeiner anderen Weise mitteilen als des stillen Tickens, würde sie verkünden, dass sie verdammt nochmal darauf stolz ist, so furchtbar endlos und so erschreckend endlich zugleich zu sein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber sie kann nun mal nicht reden, worüber wir auch eigentlich froh sein könnten, denn sie würde ja nicht aufhören. In keinem Land der Welt kann sie sich anders mitteilen, als durch das leise Vergehen der Sekunden, der Minuten und der Stunden. Es wird Tag, es wird Nacht, dazwischen liegt die Zeit, die uns allen übrig bleibt, um das zu tun, was wir tun müssen, tun wollen, nicht tun wollen, oder eben nicht tun müssen. Das ist der Zeit eigentlich auch ziemlich wurscht, was wir mit ihr anfangen, denn sie ist ziemlich ignorant und vergeht einfach so. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Würde man die Zeit anhalten, wäre das vielleicht ziemlich spaßig, allerdings nicht zu diesem Moment, - denn ohne die Zeit geht eben gar nichts. Auf Meter und Zentimeter können wir verzichten, genau so auf Kilo und Gramm, aber nicht auf Minuten, Sekunden, Stunden, Tage, Nächte, Monate, Jahre, Jahrzehnte, Jahrtausende. &lt;br /&gt;Die Zeit hat die Menschheit erst möglich gemacht; sie kam uns gelegen, hat uns manchmal geärgert, mit ihr wurden wir älter, ein bisschen klüger, aber nie so klug, dass wir sie hätten verstehen können. Das Problem dabei: sie weiß das. &lt;br /&gt;Die Zeit ist eine Diva, eine absolute Königin, eine Marie Antoinette unter den Maßeinheiten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was hat das mit Nicaragua zu tun? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun; wer je einmal reiste, wird bemerkt haben, dass die Zeit zudem verschiedene Gesichter hat. Sie verhält sich anders, je nachdem, wo sie bzw. du gerade bist. In Deutschland ist sie ziemlich strikt und verzeiht keine vergeudete Minute. Unpünktlichkeit bedeutet Respektlosigkeit. &lt;br /&gt;Wagt man jedoch die zarten Füße bereits nur ein paar Kilometer südlich und schlüpft in den italienischen Stiefel, dann bemerkt man schon, dass die Zeit hier viel gütiger, viel sanfter ist. Sie vergeht nicht anders als in Deutschland. 60 Sekunden pro Minute, ein ziemlich konstanter Herzschlag, absolut gesund, seit tausenden von Jahren. &lt;br /&gt;In Nicaragua hat sie den gleichen Puls wie in Deutschland und doch denkt man hier wieder anders von ihr; in Deutschland nimmt man sie sehr ernst, während man sich in Nicaragua den ein oder anderen Spaß mit ihr erlaubt. Und sie macht sogar mit. &lt;br /&gt;So als wäre nichts dabei. Ohne etwas zu sagen (und wir erinnern uns: sie kann nicht reden, aber in Deutschland würde sie sich schon bemerkbar machen), wird aus einer halben Stunde mehr als dreißig Minuten. Man spricht von einem &lt;span style="font-style:italic;"&gt;rato&lt;/span&gt;, von einem &lt;span style="font-style:italic;"&gt;ratito&lt;/span&gt;, - von einer Weile, einem Weilchen, und da sieht man schon, wie scherzhaft, wie einfach, wie locker die Nicaraguaner sie einfach so auf die Schulter nehmen. Für den Europäer ist es schwer, sie da zu verstehen. Es ist, als begegnete man zum ersten Mal seinem Freund oder seiner Freundin in betrunkenem Zustand: Was tust du da? &lt;br /&gt;Nun gut, so stark ist es dann doch nicht: doch es braucht - haha! - seine Zeit, um sich an die Zeit hier zu gewöhnen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist sehr schwer, ihr bei dieser Betrachtung gerecht zu werden, denn immerhin wechselt sie so oft ihr Gesicht. Um überall zu sein, bedient sie sich verschiedener Tricks - denn selbst sie kann nicht überall zur gleichen Zeit sein; gerade deshalb nimmt sie einige Stunden Verspätung in Kauf, und ist doch immer pünktlich; in London ist es 16:00 Uhr, in Berlin 17:00 Uhr, in Moskau befindet man sich schon wieder ein Stückchen näher am nächsten Tag und in Matagalpa, Nicaragua, öffnen zu dieser Morgenstunde auch die großen Läden ihre Türe. Dies alles passiert zur gleichen Zeit, und ist doch Stunden des selben Tages auseinander entfernt. &lt;br /&gt;Wahnsinnige Sache.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch wer beginnt, über die Zeit nachzudenken, der hat ein Problem: so unbefristet die Zeit selbst, so endlos seine Überlegungen, und aus Vorsicht und Vorsorge zugleich schließe ich meine Beobachtungen, die jeder bereits gemacht oder eines Tages machen wird, denn ich will ja zur Ruhe kommen. &lt;br /&gt;Und das bedeutet: die Zeit sein lassen, denn nichts anderes tut sie sonst.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-4902351375386081933?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/4902351375386081933/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/11/zeit-in-nicaragua.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/4902351375386081933'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/4902351375386081933'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/11/zeit-in-nicaragua.html' title='Zeit in Nicaragua'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-7106013800560001733</id><published>2009-11-24T17:02:00.004-06:00</published><updated>2009-11-24T17:44:53.924-06:00</updated><title type='text'>Analysis des Status Quo</title><content type='html'>Wenn man alleine - und zudem auch noch krank - ist, hat man manchmal zu viel Zeit zum Denken. Und dann beginnt man, sich unnütze Gedanken über das Leben und das, was man hier tagtäglich sieht, Gedanken zu machen. Kurzum: was folgt, ist eine Analysis der ersten vier Monate, ein Staunen, ein Grübeln, ein Kichern, ein Versuch, das zu bemerken und zu verstehen, was nun schon für so lange Zeit selbstverständlich wurde und euch, in Deutschland, wo es jetzt kalt und regnerisch ist - ich muss das einfach schreiben - immer noch fremd ist. &lt;br /&gt;Viel Spaß damit.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-7106013800560001733?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/7106013800560001733/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/11/analysis-des-status-quo.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/7106013800560001733'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/7106013800560001733'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/11/analysis-des-status-quo.html' title='Analysis des Status Quo'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8955433280669372462.post-370603068657155477</id><published>2009-11-22T16:11:00.002-06:00</published><updated>2009-11-22T16:22:26.521-06:00</updated><title type='text'>Wie man ein Messer hält und was man damit vorhaben kann</title><content type='html'>Unsere Reise nach Guatemala hat begonnen; Tim, Selina, Lina und Vivi sind bereits auf dem Weg nach Guatemala City, sitzen jetzt im Tica-Bus und schwitzen und staunen vermutlich über das Land vor ihren Fenstern. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Grund genug, den gestrigen Tag mit Reisevorbereitungen, aber auch mit einem Abschied zu verbringen: denn die gemeinsame Zeit mit Mirte im Haus ging gestern Abend zu Ende, zumindest für Tim. Da ich noch eine weitere Woche auf meine Fiesta mit Mary Lou und Norma und dem Rest der Escuela Publica Wuppertal warte, werden Mirte und ich diese Woche noch gemeinsam verbringen. Im Anschluss sehen wir uns mit gut Glück nochmal auf Corn Island an Weihnachten (wobei die Insel so klein ist - halbe Stunde vom einen Ende zum anderen -, dass wir uns wohl begegnen werden). Und dann fährt sie auch schon nach Holland zurück. &lt;br /&gt;Es ist erstaunlich, wie schnell die Zeit vergeht, denn auf den Tag genau vor vier Monaten kamen wir an. Was hat sich seit dem geändert? Wir haben uns unseren Weg in die Projekte gebahnt, hatten zwei tolle Monate mit Mirte, sind verreist, haben Engel gesehen und furchtbare Geschichten gehört und zum Teil miterlebt. Und ja, wir werden umziehen. Acht Monate fehlen, und wir kriegen ein bisschen Angst, denn die folgenden zwei, drei Monate werden sehr schnell verstreichen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zusammen sitzen wir ein letztes Mal in der Pizzeria. Und Angie, eine Amerikanerin, mit der Lina und Vivi zusammen leben, stimmt uns schon mal alle auf Guatemala und auf den Weg dorthin ein. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Wenn ihr ein Messer habt, dann müsst ihr immer von unten zustechen, nie von oben. Man kann es euch von oben leichter entwenden, als von unten.&lt;/span&gt; Sie macht es uns vor, allerdings ohne Opfer, und wir verstehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schließlich kehren wir heim und wir sind alle so müde, dass wir augenblicklich einschlafen. Das könnte mit dem Sandmännchen zu tun haben: das wird heute nämlich fünfzig Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8955433280669372462-370603068657155477?l=rhabarbarainnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/feeds/370603068657155477/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/11/wie-man-ein-messer-halt-und-was-man.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/370603068657155477'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8955433280669372462/posts/default/370603068657155477'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://rhabarbarainnicaragua.blogspot.com/2009/11/wie-man-ein-messer-halt-und-was-man.html' title='Wie man ein Messer hält und was man damit vorhaben kann'/><author><name>Rhabarbara</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15654100243580631205</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='11' src='http://2.bp.blogspot.com/_1KzxFYKaMlw/St0snL9u85I/AAAAAAAAASE/UCqcBTO-Ouo/S220/Unbenannt2.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
